BUND Regionalverband Stuttgart

Reclaim the streets

Gerhard Pfeifer
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
Geschäftsführer Regionalverband Stuttgart


Der Trend raus zu ziehen in die Region, weil es dort angeblich so schön grün ist, ist gebrochen. Es gibt erste Ansätze einer eindeutige Renaissance des städtischen Wohnens und Lebens. Die Leute habe es satt wertvolle Lebenszeit in ihren Blechkisten zu verschwenden. Kurze Wege zwischen Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Freizeit verbringen sind angesagt – vorm Haus fußläufig oder mit der Stadtbahn zur Oper und hinten raus mit Bus oder Fahrrad zum Bärensee (frei nach Kurt Tucholsky).
Doch die Landeshauptstadt ist nicht vorbereitet auf diese ökologisch erfreuliche Entwicklung – und es droht ein schnelles Ende dieses Zurück-in-die-Stadt-Trends. Denn die Aufenthalts- und Wohnqualität ist in vielen Bereichen der Stadt durch den über alles dominierenden Straßenverkehr sehr stark beeinträchtigt. Vor allem durch den Straßenlärm, insbesondere in den Nachtstunden, fühlen sich sehr viele Stuttgarter Bürger extrem belästigt. Ein in allen Belangen attraktives Stuttgart braucht weniger, langsamere und leisere Autos. Die Bürger sollen in diesem Zusammenhang ermutigt werden den öffentlichen Straßenraum wieder für sich als „Lebensraum“ zurück zu erobern.


Der BUND schlägt hierfür folgende Maßnahmen vor:

- Straßenrückbau statt -ausbau

- Parkraumreduktion und -verteuerung

- Ausdehnung des LKW-Durchfahrtverbotes und Citymaut

- Umgestaltung von Straßenraum in Spielstraßen, Westentaschenparks, Minikreisel, etc.

- Tempolimits:
30 km/h innerorts flächenhaft, 60 km/h Land-und Bundestraßen,
80 km/h Autobahnen

- Kampagne zur Förderung des Fußgängerverkehrs: "Wer zu Fuß kommt ist clever" o.ä.
(Einkaufen um die Ecke; zu Fuß zur Schule, Kindergarten, Sporthalle).


Positionen
Bahnpolitik / Stuttgart 21
Verkehrspolitik
Ökostrom
Flächenverbrauch
Energiewende
Korkrecycling
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