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BUND Regionalverband Stuttgart
Pressemitteilung Klimaschutz mit Stuttgart 21-Grundstücke finanzierbar
Stuttgart hat seine Ziele beim Klimaschutz eindeutig verfehlt. Im
Klimabündnis der europäischen Städte hatte sich Stuttgart verpflichtet, die
CO2-Emissionen bis 2005 gegenüber 1990 um 30 Prozent zu senken. Statt 30
Prozent wurden nur fünf Prozent klimaschädliches Kohlendioxid (CO2)
eingespart. Nun will Oberbürgermeister Schuster einen erneuten Anlauf
nehmen. Dabei sollen die Emissionen bis 2010 um weitere 5 Prozent gesenkt
werden, so dass gegenüber 1990 wenigstens 10 Prozent Reduktion erreicht werden.
Der BUND begrüßt einen neuen Anlauf im Klimaschutz sehr, auch wenn die
angestrebte Reduktion weit hinter dem ursprünglichen Ziel und dem eigentlich
notwendigen zurückbleibt. "Wichtig ist, dass der OB nicht nur ankündigt, sondern die Verwaltung auch zum Handeln anweist; und nicht zuletzt, dass die Gemeinderatsfraktionen mitziehen und die notwendigen Mittel im Haushalt einstellen sagt Ulrich Fröhner, Regionalvorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Denn ohne Geld ist auch Klimaschutz nicht zu haben.
In der Vergangenheit sind nur wenige Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept
der Stadt Stuttgart verwirklicht worden, z.B. das Altbaumodernisierungsprogramm mit der Einrichtung des Energieberatungszentrums. Manche Maßnahmen verpuffen in einmaligen Modellprojekten, die nach erfolgreichem Abschluss nicht in der Breite umgesetzt werden. Die energetische Sanierung der städtischen Gebäude,
insbes. der Schulen, kommt so nur im Schneckentempo voran.
Als Begründung wird seitens der Stadt immer wieder Geldmangel vorgebracht.
Der BUND möchte hierzu einen Finanzierungsvorschlag machen: Die Stadt steigt aus Stuttgart 21 aus und bekommt dann 460 Mio Euro + Zinsen von der Bahn AG
für die gekauften Grundstücke zurück. Bei Sanierungskosten von rund 3 Mio Euro pro Schule ließen sich damit z.B. 150 Schulen energetisch sanieren. Und das innerhalb absehbarer Zeit, während zur Zeit höchstens eine Schule pro Jahr energetisch saniert wird.
Ein weiterer positiver Nebeneffekt des Ausstieges aus Stuttgart 21 wäre,
dass im Schlossgarten über 250 Großbäume erhalten blieben. Die geplanten
Neupflanzungen von 1000 Stadtbäumen wäre dann nicht nur Ersatz, sondern würde einen zusätzlichen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas bringen.
Rückfragen an: Gerhard Pfeifer (BUND), fon 0711/61970-40
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