BUND Südhardt

Der Durmersheimer Heilwald – Lebensraum an der Gestadekante!

In der Geschichte des Dorfes Durmersheim von Martin Burkart wird der Heilwald als Erholungswald zwischen dem Schwimmbad und der Gemarkungsgrenze zu Mörsch beschrieben. Der schmale Waldstreifen zwischen der Böschungskante zur Niederterrasse und der oft wasserführenden Randsenke besticht durch seinen Baumartenreichtum. Eschen, Bergahorn, Flatterulme und Schwarzerle prägen den Wald im südlichen Teil, im Norden dominieren Eichen und Hainbuchen. Schlechte Erschließung und geringe Wertigkeit des Holzes haben dazu geführt, dass der forstliche Nutzer nur selten seinen Weg hierher gefunden hat.

Hohe Anteile von totem Holz und zahlreiche Strukturen wie Baumhöhlen, Rindenspalten oder Blitzrinnen haben aus dem Erholungswald für den Menschen auch einen hochwertigen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten werden lassen.

So ertönt hier im Frühjahr der melodische Ruf des Pirols, Spechte nutzen die Baumhöhlen ebenso wie der Kleiber. In den Gewässern der Randsenke blüht im Mai die seltene Wasserfeder, nicht viel später leuchten die Blüten der Gelben Schwertlilie.



Mächtige Zangen besitzt der Hirschkäfer


Einen besonderen Wert erhält der Heilwald aber durch seinen Reichtum an Käferarten. Am attraktivsten und auffälligsten ist hierbei wohl der Hirschkäfer mit seinen großen Zangen. Ebenso imposant ist der Heldbock, dessen Larve sich in alten Eichen entwickelt. Der Heldbock, der als vom Aussterben bedroht gilt, hat seinen Verbreitungsschwerpunkt im Raum Karlsruhe. Beide Käferarten sind übrigens nach europäischem Recht besonders geschützt, zu ihrer Erhaltung sollen besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden. Smaragdgrün ist die Farbe der Rosenkäfer, schwarztintig dagegen die der Ölkäfer… sehr viele weitere Käferarten lassen sich entdecken.

Zur Erforschung dieses vielgestaltigen Lebensraums möchten wir sie ganz herzlich einladen uns am Sonntag, den 18. Mai auf einer Exkursion in den Heilwald zu begleiten.

Die Führung unter Leitung des Biologen Karsten Grabow beginnt um 10 Uhr, Treffpunkt ist am Beginn des Fußweges hinter dem Aldi-Markt, Dauer ca. 2 Stunden.

Bei Regen findet die Führung nicht statt.


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