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AKW / KKW Beznau: Das Technikmuseum ist das älteste Atomkraftwerk der Welt


AKW Beznau: Wie "funktioniert" das älteste Atomkraftwerk der Welt?


Gefahrenquelle Atomkraftwerk Beznau (Eine kurze Zusammenfassung)
Die Nutzung der Atomenergie ist eine Gefahr für Mensch und Umwelt. Umweltbelastend, krank machend und sogar tödlich sind die Folgen des Uranabbaus, der Urananreicherung und die Herstellung der Brennelemente. Im so genannten Normalbetrieb gibt das Atomkraftwerk Beznau krebserzeugende Radioaktivität an die Umwelt ab. Ein jederzeit möglicher schwerer Unfall oder Terroranschlag kann das Leben und die Gesundheit von hunderttausenden Menschen in Gefahr bringen und große Gebiete dauerhaft unbewohnbar machen. Atomkraftwerke und Atomwaffen sind "siamesische Zwillinge" und die "zivile" Nutzung der Atomenergie führt zur weltweiten Weiterverbreitung von Atomkraftwaffen. Noch problematischer und unsicherer als das Kernkraftwerk Beznau sind die Wiederaufarbeitungsanlagen. Die Macht und der Einfluss der Schweizer Atomkonzerne Axpo und Nagra auf die Politik sind undemokratisch. Mit einer vorgeschobenen Klimapropaganda versuchen sie von ihrer Mitverantwortung für den Klimawandel abzulenken. Der heute im AKW Beznau produzierte Atommüll muss eine Million Jahre sicher gelagert werden und gefährdet das Leben zukünftiger Generationen auf dieser Erde.

Aktueller Einschub:


  • Eine aktuelle Studie zu den Gefahren der Schweizer Altreaktoren in Beznau und Mühleberg finden Sie Hier

  • AKW Mühleberg: Abschaltung 2019. Doch was ist mit dem ältesten AKW der Welt in Beznau?
    In der Schweiz hat der BKW Verwaltungsrat angekündigt, eines der gefährlichsten AKW der Welt im schweizerischen Mühleberg, im Jahr 2019 abzuschalten, will aber erst einmal an der Sicherheit sparen.
    Und was ist mit dem ältesten AKW der Welt in Beznau? Mit zunehmender Sorge schauen auch die Menschen in der Nordschweiz und Südbaden auf das dortige peinlich-gefährliche „Technikmuseum“. Das Uralt-AKW Beznau wird derzeit mit einem weiteren Notstromsystem und neuen Reaktordeckeln aufgehübscht. Dieses kostet rund 700 Millionen Franken.

  • Im Akw Beznau ist im April 2014 ein "Wunder" geschehen: Es gab ein mysteriöse Selbstheilung der Reaktordeckel...

  • Noch mehr Atommüll nach Würenlingen? Noch mehr atomares Risiko am Hochrhein




Das "Technikmuseum Beznau" ist das älteste AKW der Welt
Das älteste AKW der Welt, der 45 Jahre alte Reaktor Oldbury im Westen Englands wurde im Februar 2012 vom Netz genommen. Jetzt hat das grenznahe AKW Beznau die zweifelhafte Ehre, das älteste AKW der Welt zu sein.
Es ist unglaublich: Die Schweiz, eines der schönsten und reichsten Länder betreibt die ältesten Atomkraftwerke der Welt. Es ist nicht erklärbar warum ein modernes Land wie die Schweiz in Beznau und Mühleberg die ältesten und unsichersten Atomkraftwerke der Welt betreibt und so die Existenz des eigenen Landes und der Menschen, auch in den Nachbarländern so unverantwortlich auf´s Spiel setzt. Mit zunehmendem Alter wächst auch die Gefahr atomarer Unfälle.
Bei einem schweren Atomunfall in Deutschland würden sich, ähnlich wie in Japan, zumindest noch Gebiete finden wohin die Menschen evakuiert werden könnten. Bei einem Atomunfall in einem kleinen Land wie der Schweiz kämen als Fluchtorte, je nach Schwere des Unfalls und je nach Windrichtung am Katastrophentag, nur die ebenfalls betroffenen Nachbarländer in Frage.

"Der Reaktordruck­behälter im Block 1 von Beznau
benötigt nach 45 Betriebsjahren einen neuen Deckel. Dieser Ersatz erfolgt nicht etwa, weil der aktuelle Deckel beschädigt wäre – die Axpo versichert, dieser sei «vollständig intakt». Die Maßnahme ist vielmehr Teil der Axpo-Strategie, in die Sicherheit von Beznau zu investieren; insgesamt 700 Millionen Franken sind dafür reserviert" schrieb der Tagesanzeiger am 10.04.2014.

Da wird jetzt also im ältesten AKW der Welt, im "Technikmuseum Beznau", für 700 Millionen Franken der Deckel ausgetauscht, obwohl der alte Deckel «vollständig intakt» ist. Im Juni 2012 gab es allerdings gänzlich andere Informationen über den Zustand der Deckel, wie Sie den Quellen unserer damaligen Presseerklärung (siehe unten) entnehmen können. Der heute «vollständig intakte» Deckel hatte damals laut Axpo „eine Unregelmäßigkeit“ an einer Schweißnaht im Innenteil des Reaktordeckels" und von der staatlichen AKW-Aufsicht Ensi war zu hören: «Ein Riss, der durch die Wand geht, ist das nicht». Vielmehr handle es sich um einen «Haar-Riss an der Oberfläche».

"Ja was denn nun? Vollständig intakt? Schlecht repariert? Unregelmäßigkeit? Haar-Riss oder Riss oder wundersame Selbstheilung der Reaktordeckel?“ fragen sich die Menschen bei einem Thema, das die Sicherheit vieler Menschen, nicht nur am Hochrhein, berührt.
Die Abschaltung des Technikmuseums AKW-Beznau ist die einzig sinnvolle Strategie zur Erhöhung der Sicherheit. Die 700 Millionen Franken sollten in Rückbau investiert werden.



Atommüll Schweiz: Unsicherheit für eine Million Jahre
Im kleinen Schweizer Dorf Benken, direkt am Rheinfall und der Grenze gelegen, könnte das Schweizer Endlager für hochradioaktiven Atommüll entstehen, denn Benken ist bisher der „beste“ aller geologisch schlechten Standorte in der Schweiz. Ebenfalls im Gespräch und Auswahlverfahren sind neben Benken im Zürcher Weinland auch die Gebiete Nördlich Lägern und Bözberg in denen das zwischenzeitlich von der Nagra bevorzugte Wirtgestein – der Opalinuston vorkommt. Der gefährliche Atommüll muss eine Million Jahre sicher gelagert werden. Der hochradioaktive schweizer Müll soll in Opalinuston gelagert werden, denn Salz und Granit kommen in der Schweiz nicht als Endlagermedium in Frage. Das verschwiegene Problem ist die Tatsache, dass die schweizer Opalinustonschichten im internationalen Vergleich extrem dünn sind. Diesen, für Sicherheitsfragen so wichtigen, internationalen Vergleich scheut die Schweizer Atomlobby und die NAGRA wie der Teufel das Weihwasser. Geschickt haben die Durchsetzungsstrategen des Atomlagers diese zentrale Sicherheitsfrage bisher aus der (veröffentlichten) Diskussion herausgehalten. Meidet die "Killing Fields" der öffentlichen Debatte nennen die PR-Agenturen der Schweizer Atomlobby (Burson Marsteller) eine solche Strategie. Info

Atomkraftwerk AKW Beznau
Das Uralt - Kernkraftwerk Beznau, kurz KKB, strahlt auf dem Gebiet der Gemeinde Döttingen (Kanton Aargau, Schweiz) auf einer künstlichen Insel im Fluss Aare, nahe der Mündung in den Rhein. Es besteht aus zwei identischen Blöcken (Beznau 1 und 2), die mit Druckwasserreaktoren von Westinghouse mit je 365 MW elektrischer Leistung bestückt sind. Gekühlt wird mit dem Wasser der Aare die durch Tritium radioaktiv belastet wird. Eigentümer und Betreiber sind die Nordostschweizerischen Kraftwerke (NOK).

Beznau 1 ist das erste und damit älteste Kernkraftwerk der Schweiz und der älteste Druckwasserreaktor der Welt
Die NOK begann 1957 mit der Planung für ein Grosskraftwerk und entschied sich 1964 für die Gefahrenoption Kernenergie. Beznau 1 war das erste AKW der Schweiz und ist der älteste noch im Betrieb stehende Druckwasserreaktor der Welt. Die NOK begannen 1957 mit der Planung für ein Großkraftwerk und entschieden sich 1964 für die Option Atomkraft. 1969 nahm Beznau 1 nach vier Jahren Bauzeit den Betrieb auf. Nach einer Bauzeit von fünf Jahren ging 1972 der baugleiche Block Beznau 2 ans Netz. Das AKW Beznau zeigt mehr als deutlich die Probleme gefahrzeitverlängerter AKW. Es ist nicht erklärbar warum ein reiches und modernes Land wie die Schweiz in Beznau und Mühleberg die ältesten und unsichersten Atomkraftwerke der Welt betreibt.

Verlogenes Umweltzertifikat
Seit 2001 ist im KKW Beznau ein so genanntes Umweltmanagementsystem in Kraft, das nach ISO 14001 zertifiziert und registriert ist. Es ist mehr als blamabel für die Zertifizierungsindustrie, dass ausgerechnet dieses Uralt-AKW ein "Umweltzertifikat" erhalten hat. Info Doch derartige Werbung und Greenwash (und die Manipulation der Wikipedia-Seite zum AKW-Beznau) gehört zum Geschäft der Atomlobby in der Schweiz.

"Beznau-1 und Beznau-2 gehen 1969 bzw. 1971 in Betrieb. Beznau-1 ist damit das erste Kernkraftwerk der Schweiz. Doch dies tut der Sicherheit keinen Abbruch: Permanente Investitionen in die Sicherheitstechnik und laufende Modernisierungen sorgen dafür, dass beide Anlagen auf dem neuesten Sicherheitsstand sind." steht auf der Propagandaseite www.kernenergie.ch



AKW / KKW Beznau: Das Technikmuseum ist das älteste Atomkraftwerk der Welt



Doch das Hauptproblem des AKW Beznau
ist die Überalterung der Atomanlage und die Versprödung der Reaktordruckgefäße. Aus diesen technischen Gründen muss bei den beiden Blöcken bis zum Jahr 2013 der Reaktordeckel der Druckbehälter sowie die Steuerstabantriebe ausgewechselt werden. Die Investitionen belaufen sich auf rund 100 Millionen Franken. Das altersschwache AKW wird aufgehübscht. Die maroden Druckgefäße allerdings lassen sich nicht austauschen. Das AkW Beznau ist ein gefährliches "Technikmuseum" und eine skandalöse Gefahrenquelle.

Ein schwerer Atomunfall oder ein Anschlag auf das altersschwache AKW Beznau würde die Schweiz unbewohnbar machen. Es ist erstaunlich, dass gerade die Atomlobbyisten in den konservativen Parteien der Schweiz, insbesondere in der SVP, vor diesen Gefahren die Augen verschließen. Ansonsten wird "Heimatschutz" ja groß geschrieben. Doch die wirtschaftlichen Interessen der Atomindustrie gehen vor Heimatschutz. Konservativ ist dies nicht.

8.11.09:


Beznau: Strafverfahren gegen Atomkraftwerkbetreiber
Schwerer als zunächst angegeben war der Strahlenunfall im August 2009 im Atomkraftwerk Beznau, bei dem zwei Arbeiter verstrahlt wurden. Die Schweizer Atomaufsicht hat ein Strafverfahren eröffnet.
Das Schweizer Atomaufsichtsbehörde Ensi hat ein Strafverfahren gegen die Betreiberin des Atomkraftwerks Beznau, Axpo, eingeleitet. Es werde wegen Verstößen gegen das Strahlenschutzgesetz ermittelt, weil im August zwei Mitarbeiter massiv verstrahlt wurden, schreibt die Schweizer „Sonntags-Zeitung“. Die Arbeiter seien einer Strahlendosis von bis zu 38 Millisievert ausgesetzt gewesen, der Grenzwert liege bei 25,4. Die Axpo habe den Vorfall außerdem auf der Ereignisskala zu tief bewertet. Der Vorfall in Beznau sei das schwerwiegendste Vorkommnis seit Jahrzehnten, habe ein Ensi-Sprecher bestätigt.



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Uranabbau tötet
Die letzten großen abbauwürdigen Uranvorkommen liegen in Australien, Russland, Nordamerika, Südafrika, in Mali und im Kongogebiet. Für jede Tonne verwertbares Uranerz fallen bis zu 2000 Tonnen strahlender, umweltbelastender Abraum an. Das beim Uranabbau verstärkt entweichende Radongas macht die Bergwerksarbeiter und AnwohnerInnen krank. Ein Beispiel ist der Uranabbau der "Wismut" in Ost-Deutschland: Auf Grund der hohen Strahlenbelastung in diesen Gebieten traten dort verstärkt Krebserkrankungen auf. Allein rund 7.000 Lungenkrebsfälle sind dokumentiert. Insgesamt gehen Schätzungen von mehr als 20.000 Opfern im deutschen Uranabbau aus. Die Sanierung der deutschen Urangruben der Wismut hat die SteuerzahlerInnen 6,5 Milliarden Euro gekostet. Die gesundheitlichen Folgen des Uranabbaus in den Ländern der Dritten Welt sind verheerend.
Und doch ist Uran endlich: Nach seriösen Schätzungen reichen die Uranvorräte nur noch wenige Jahrzehnte.

Uran-Krieg in Mali?
Im Krieg in Mali spielen auch Rohstoff- und Uran-Ressourcen eine große Rolle. Nicht mehr nur Öl (aber auch davon soll es in Mali große Vorkommen geben) steht dabei oft im Blickpunkt. In Mali und im benachbarten Niger gibt es große Uran-Vorkommen. Im Niger ist der französische Atomkonzern AREVA schon seit Jahrzehnten im Urangeschäft und betreibt dort im großen Stil den Uranabbau. Neue Uranminen sollen demnächst im Niger in Betrieb genommen werden. Bereits seit vielen Jahren gibt es um die Uranminen im Norden des Niger immer wieder auch militärische Auseinandersetzungen. In der Gegend um Arlit, wo Uran unter entsetzlichen Bedingungen für die dort lebenden Menschen oberirdisch abgebaut wird, häuften sich auch schon in der Vergangenheit die Konflikte. Quelle

Mehr Infos: Energiereserven und Uran

Radioaktivität im so genannten Normalbetrieb
Der Krebskamin und das radioaktive Abwasser
In der Propaganda der Atomkonzerne werden Atomkraftwerke häufig als "abgasfrei" bezeichnet. Doch Atomkraftwerke geben auch im so genannten Normalbetrieb über den Kamin, das Maschinenhaus und das Abwasser radioaktive Stoffe an die Umwelt ab. Jede noch so geringe radioaktive Strahlung kann Krebs auslösen. In der Umgebung vieler Atomanlagen wurden erhöhte Krebsraten festgestellt. Die Grenzwerte für erlaubte Radioaktivitätsabgabe des Atomkraftwerks Fessenheim zum Beispiel liegen bei 925 Milliarden Becquerel/Jahr für radioaktives Material und 74.000 Milliarden Becquerel/Jahr für Tritium (laut einer dpa-Meldung). Die erlaubte "Entsorgung durch Verdünnung", die schleichende Verseuchung über den Kamin und das Abwasser ist ein Skandal. Dort wo die Atomlobby Wikipedia beeinflusst, heißt der Schornstein der AKW sehr häufig verharmlosend "Abluftkamin".

Krebs und AKW
Aus einer Studie, die das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) veröffentlichte, geht hervor, dass die Häufigkeit von Krebserkrankungen bei Kindern unter fünf Jahren mit der Nähe zum Reaktorstandort deutlich zunimmt. Die Studie mit Daten von über 6000 Kindern liefert die bislang deutlichsten Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko bei Kindern in der Nähe von Kernkraftwerken. Das Risiko ist demnach im 5-km-Radius für Kinder unter fünf Jahren um 60 Prozent erhöht, das Leukämierisiko um etwa 120 Prozent. Im Umkreis von fünf Kilometern um die Reaktoren wurde für den Zeitraum von 1980 bis 2003 ermittelt, dass 77 Kinder an Krebs erkrankten, davon 37 Kinder an Leukämie. Im statistischen Durchschnitt wären 48 Krebserkrankungen beziehungsweise 17 Leukämiefälle zu erwarten. Der Studie zufolge gibt es also zusätzlich 1,2 Krebs- oder 0,8 Leukämieerkrankungen pro Jahr in der näheren Umgebung von allen 16 untersuchten Akw-Standorten.

Wenn japanische Politiker jetzt sagen, die entwichene Radioaktivität in Fukushima hätte keine gesundheitlichen Folgen, dann ist dies eine unglaubliche Lüge!

Es ist unerklärlich, warum viele Spitzenpolitiker von "liberalen" und "konservativen" Parteien das Krebsrisiko im "Normalbetrieb" nicht sehen wollen. Es ist ebenso unerklärlich, warum immer noch Menschen ihren Gefahrstrom von den Atomkonzernen E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW beziehen.


Diese und andere Studien zeigen, dass auch im weiteren Radius um AKW die Kinderkrebshäufigkeit zunimmt. Der prozentuale Anteil sinkt zwar, dafür nimmt aber die Anzahl der kranken Kinder zu, denn dort wohnen und leben mehr Kinder als in direkter Nähe des AKW.

Der Epidemiologe und Mitglied des Expertengremiums des Bundesamtes für Strahlenschutz Eberhard Greiser sagte dazu in einerm Interview der TAZ vom 18.12.07:
„Im 5-Kilometer-Kreis ist das Risiko um 60 bis 75 Prozent höher, in 5 bis 10 Kilometeren Entfernung um 20 bis 40 Prozent erhöht, weiter entfernt sinkt das Risiko bis auf sehr kleine Werte. Wenn Sie die Zahl der Bewohner nehmen, gibt es in der 50-Kilometer-Zone allerdings deutlich mehr betroffene Kinder“.
„Von allen Krebserkrankungen bei Kindern unter 5 Jahren, die im 50-Kilometer-Umkreis von Kernkraftwerken leben, sind 8 bis 18 Prozent auf das Wohnen in der Nähe des Atomkraftwerkes zurückzuführen.“
Info: Krebs, Kinderkrebs und AKW


Tschernobyl und Fukushima: Atomunfälle und Reaktorkatastrophen – Die große Gefahr
In jedem AKW wird in einem Betriebsjahr pro Megawatt elektrischer Leistung die Radioaktivität einer Hiroshima-Bombe erzeugt. Das heißt, dass in Beznau mit 730 MW Leistung im Jahr in etwa die kurz- und langlebige Radioaktivität von ca. 730 Hiroshima-Bomben entsteht. Die Freisetzung nur eines kleinen Teils dieser Radioaktivität hat verheerende Folgen für die betroffene Region, wie der Atomunfall in Fukushima zeigt. Große Landstriche müssen für lange Zeiträume evakuiert werden. Dies ist eine menschliche und ökonomische Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes. Alternde, laufzeitverlängerte AKW vergrößern die Unfallgefahr. PolitikerInnen, die vor diesen Gefahren die Augen verschließen, sind apokalypsenblind. Die Unfälle von Tschernobyl und Fukushima werden sich so kein zweites Mal wiederholen. Die nächste Katastrophe, ob in Ost- oder Westeuropa, oder eben in Beznau wird neue, nicht vorhersehbare und nicht planbare Katastrophenabläufe bringen. Überall, wo Menschen arbeiten, gab und gibt es Fehler. Die Atomtechnologie verträgt keine Fehler, insbesondere nicht in einem altersschwachen AKW. Sie ist nicht menschengerecht. Dazu kommt die Gefahr durch jederzeit mögliche Terroranschläge.

Die Gefährdung des AKW Beznau durch potentielle Anschläge
und Terror wird in der politischen Debatte gerne verdrängt und ausgeblendet. Doch die sogenannte friedliche Nutzung der Atomenergie hat die Büchse der Pandora weit geöffnet. Für Atom - Terrorismus gibt es vier denkbare Wege:

  • Aus spaltbarem Material (Plutonium-239, hochangereichertes Uran-235...) könnte ein nuklearer Sprengkörper einfachster Technologie gebaut werden
  • Verwendung einer (gestohlenen) Atombombe aus Beständen regulärer Armeen
  • Radioaktives Material kann mit Hilfe einer geeigneten technischen Vorrichtung in der Umwelt verbreitet werden, um eine radioaktive Verseuchung zu schaffen (Schmutzige Bombe)
  • Direkter Angriff auf ein Atomkraftwerk, einen Castortransport, eine Wiederaufarbeitungs-anlage oder sonstige Atomanlage


Während die Punkte 1 und 2 technisch extrem aufwändig und sehr unwahrscheinlich (aber nicht ausgeschlossen) sind, müssen die letzten beiden Punkte als konkrete Bedrohungen angesehen werden. Ein Anschlag mit "modernen" panzerbrechenden Waffen auf das AKW hätte verheerende Auswirkungen. Panzer- und bunkerbrechende Waffen aller Art gehören leider schon lange zum gängigen Waffenarsenal im Bereich des Terrorismus. Solange das AKW Beznau nicht abgestellt ist, gehört es zumindest besser gesichert als bisher.
Mehr Infos - Atomterrorismus


AKW / Atomkraftwerk Beznau / Zeitbombe

Dieses Motiv können Sie hier als Kleinanzeige oder zur Verwendung auf Ihrer Homepage herunterladen.


Flugzeugabsturz und das AKW Beznau
Eine geheimgehaltene Studie der deutschen "Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit" über die Terror-Anfälligkeit von Atomkraftwerken wurde vom Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht.
Wir zitieren:
Terroristen sind mit jeder Art von Passagierflugzeug in der Lage, den atomaren Super-GAU auszulösen. Wenn nur ein Triebwerk eine Reaktorgebäudewand durchdringe und einen Brand auslöse, sei die Beherrschung des atomaren Ernstfalls "fraglich". Selbst ein "Treffer des Daches des Reaktorgebäudes durch Wrackteile mit Absturz eines Dachträgers in das Brennelementbecken" führe zu einer "begrenzten Freisetzung" von Radioaktivität aus dem Brennelementlagerbecken. Wird in diesem Fall auch noch Kühlwasser verloren und entsteht ein Treibstoffbrand - wie es beim World Trade Center der Fall war - rechnen die Experten mit "erheblicher Freisetzung aus dem Brennelementlagerbecken".

Auch Beznau ist ein schlecht geschütztes Kernkraftwerk. Es kann nicht angehen, angesichts dieser Gefahren den Kopf in den Sand zu stecken. Nicht einmal die "nächste" Atomkraftwerksgeneration, der Europäische Druckwasserreaktor (EPR), könnte einen gezielten Anschlag überstehen. Nach einem Anschlag mit modernen Waffen oder einem Flugzeug auf das Atomkraftwerk würde das weite Umland aufhören, in der bisherigen Form zu existieren.

Wie groß die Terrorgefährdung der deutschen Atomkraftwerke ist, belegen interne Dokumente, die der taz seit Juni 2009 vorliegen: "Eine Untersuchung der Internationalen Länderkommission Kerntechnik aus dem Jahr 2002 kommt zu dem Ergebnis, dass nur 3 der damals 19 Atomkraftwerke einem Flugzeugangriff standhalten würden. "Bei allen anderen Kernkraftwerken ist bei einem Aufprall auf das Reaktorgebäude mit schweren bis katastrophalen Freisetzungen radioaktiver Stoffe zu rechnen." Eine Nachrüstung sei technisch und wirtschaftlich nicht machbar."

Mehr Infos Flugzeugabsturz Terrorgefahr und AKW

Folgen möglicher Atomunfälle dargestellt am Beispiel des AKW Fessenheim und übertragbar auch auf das AKW Beznau
(aus einer Studie des Ökoinstituts Darmstadt im Auftrag der Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen)
Hintergrund der Studie war ein angenommener schwerer Atomunfall im französischen EDF-/EnBW-Atomkraftwerk Fessenheim: „Bei lebhaftem Südwestwind mit Regen würde sich eine bis zu 370 km lange Schadensfahne von Fessenheim bis in den Raum Würzburg-Nürnberg erstrecken. In deren Bereich müssten alle Siedlungen auf 50 Jahre geräumt werden, sollten die Richtlinien von Tschernobyl zur Anwendung kommen. Betroffen wären u.a. die Städte Freiburg, Freudenstadt, Tübingen, Stuttgart, Heilbronn und Schwäbisch Hall.“ (Sollte der Wind am Katastrophentag in eine andere Richtung wehen, so wären natürlich andere Städte und Gemeinden betroffen.) Fast drei Jahrzehnte nach dem Atomunfall in Tschernobyl und Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima liegt der Evakuierungsradius für viele AKW laut Katastrophenschutzplan immer noch bei lächerlichen 8 Kilometern. Die großflächigen radioaktiven Verseuchungen und die Notwendigkeit weitreichender Evakuierungen bei diesen Atomunfällen haben jahrzehntelang nicht zu einer Anpassung des Menschenschutzes an die Realität großer Atomunfälle geführt.
Solange wir noch von Atomanlagen bedroht werden, darf der Druck auf die Behörden nicht nachlassen, damit aus Kataströphchenschutz endlich Katastrophenschutz wird. Info


Folgen eines schweren Unfalls oder eines Terroranschlages
auf das AKW Beznau für Sie:

Nehmen Sie einen Zirkel und ziehen Sie einen Kreis von ca. 300 Kilometer um das AKW Beznau. Wenn Sie in diesem Kreis wohnen und es zu einem schweren Unfall oder Terroranschlag kommt, zu einer Katastrophe die unwahrscheinlich ist und die dennoch morgen schon eintreten kann, wenn ein Teil des radioaktiven "Inventars" des AKW austritt und der Wind in Richtung Ihres Wohnortes weht, dann werden Sie diese Ihre Heimat, mit allem was Sie in Jahrzehnten mühevoll aufgebaut haben, schnell und endgültig verlassen müssen und froh sein, einfach nur zu überleben.


Eine Kritik am Katastrophenschutz für AKW finden Sie hier

4000 Milliarden Franken
kann ein schwerer Atomunfall mit radioaktiver Verseuchung in einem Schweizer AKW kosten. Diese Zahl stammt nicht von AKW-Gegnern, sondern vom Bundesamt für Zivilschutz. Diese Zahl stand schon häufiger in den Medien. Das Problem: Niemand kann sich eine solche Zahl "4 000 000 000 000 Franken" vorstellen. Ein schwerer Atomunfall oder ein Terroranschlag auf ein altes oder neues AKW, bedeutet schlicht das Ende der Schweiz, so wie wir sie bisher kannten. Es ist erstaunlich, dass manche Parteien, die sich ansonsten dem "Heimatschutz" verschrieben haben, dies nicht erkennen wollen. Die aktuell diskutierte minimale Erhöhung der Haftpflicht-Versicherung für Atomkraftwerke ist lächerlich und zeigt den Einfluss der Atomkonzerne auf die Politik der Schweiz.



Atomfilz, atomares Dorf & Atomparteien in der Schweiz
Unverständlich ist die Haltung der Bürgerlichen und Konservativen in der Schweiz. Es ist nicht erklärbar, warum insbesondere die so genannten Bürgerlichen und Konservativen in Beznau und Mühleberg die ältesten und unsichersten Atomkraftwerke der Welt betreiben wollen und so die Existenz des eigenen Landes und seiner Menschen so unverantwortlich auf´s Spiel setzen. Mit zunehmendem AKW-Alter wächst auch die Gefahr verheerender atomarer Unfälle. Insbesondere die Politik der rechtspopulistischen Atompartei SVP, (Schweizerische Volkspartei) gefährdet die Schweiz.

Bei einem schweren Atomunfall in Deutschland würden sich, ähnlich wie in Japan, zumindest noch Gebiete finden, wohin die Menschen evakuiert werden könnten. Bei einem Atomunfall in einem kleinen Land wie der Schweiz kämen als Fluchtorte, je nach Schwere des Unfalls und je nach Windrichtung am Katastrophentag, nur die ebenfalls betroffenen Nachbarländer in Frage. Haben sich diese Bürgerlichen und Konservativen schon einmal überlegt, in welchem der Nachbarländer sie Asyl beantragen würden? Diese schweizer Atom-Parteien stehen nicht für den Schutz der Heimat, sie sind Teil des "atomaren Dorfes", eines undemokratischen Netzwerks von Abhängigkeiten und Verfilzungen mit der Atomindustrie.
Mehr Infos: gekaufte Demokratie?

Je direkter die Demokratie, desto besser, teurer und aufwändiger die Atompropaganda...


Burson Marsteller: Eine der besten Propagandaorganisationen der Welt organisiert die Schweizer AKW-Werbung
"Es gibt keine menschengemachte Klimaveränderung und wegen dieser drohenden Klimakatstrophe brauchen wir dringend mehr Atomkraftwerke“ lauten die recht widersprüchlichen Werbebotschaften von Burson Marsteller, einer der weltgrößten PR Agenturen, die jetzt auch für das Schweizer Nuklearforum arbeitet. Info
"Seit 2006 führt das PR-Büro Burson-Marsteller in Bern die Geschäftsstelle des Nuklearforums Schweiz. Im letzten Jahr hatte Burson-Marsteller für die PR im Dienste der Schweizer Atomlobby insgesamt 3,6 Millionen Franken zur Verfügung. Davon stammen 3,2 Millionen aus den Beiträgen der Mitglieder, welche hauptsächlich aus der Strom- und Atombranche stammen. Allen voran die grossen Stromkonzerne Axpo, Alpiq und BKW. Burson-Marsteller hat in 98 Ländern auf allen Kontinenten Vertretungen und gehört zu den einflussreichsten und umstrittensten PR-Agenturen der Welt. Letztmals in die Schlagzeilen geriet Burson-Marsteller in Deutschland, als die PR-Agentur im Auftrag der Lufthansa die Initiative «Ja zu FRA» für den Ausbau des Flughafens Frankfurt inszenierte. Oder im letzten Jahr als Burson-Marsteller im Auftrag von Facebook den Konkurrenten Google anschwärzte. Zu den früheren Kunden von Burson-Marteller gehörten der rumänische Diktator Ceausescu, die argentinische Militär-Junta, Chiles Diktator Pinochet, der Gentech-Konzern Monsanto und der Chemiekonzern Union Carbide, in dessen indischem Werk in Bhopal 1984 nach einem Unfall mehrere Tausend Menschen starben. In den 90-er Jahren gründete das PR-Unternehmen im Auftrag der Erdöl-Konzerne Exxon, Texaco und Chevron die «Global Climate Coalition», welche die Gefahren der Klimaerwärmung herunterspielte. Heute preist Burson-Marsteller im Auftrag der Atomlobby den Klimaschutz als Trumpfkarte an." schreibt der Infosperber


Der Tagesanzeiger berichtet über eine Rekordzahl von Pannen im AKW Beznau
“2008 hat für die Betreiber der zwei Reaktorblöcke von Beznau nicht besser begonnen als das letzte Jahr aufgehört hat: Mit einer weiteren Panne. Am 31. Januar morgens um sechs Uhr kam es im Reaktorblock II zu einer unvorhergesehenen Schnellabschaltung. Zuvor war die Stromversorgung von mehreren Anzeigeinstrumenten im Haupt-Kommandoraum des AKW ausgefallen. Dadurch fielen auch zur Regelung der Reaktorleistung benötigte Signale aus. Das wiederum führte zu einer automatischen Reduktion der Reaktorleistung. Die Wachmannschaft reduzierte deshalb auch die Turbinenleistung. Weil ihr die dazu notwendigen Anzeigeinformationen fehlten, konnte sie nicht verhindern, dass auch ein automatisches Abblasen von Frischdampf ausgelöst wurde.
Um 6.19 Uhr löste die Mannschaft aus Sicherheitsgründen schliesslich manuell eine Schnellabschaltung des Reaktors aus und konnte die Anlage so stabilisieren. Der defekte Anlagenteil wurde lokalisiert und ersetzt. Im Laufe des Nachmittags konnte Reaktor II den Betrieb wieder aufnehmen.
Dieser jüngste Zwischenfall in Beznau reiht sich ein in eine Serie von Pannen im Jahr 2007: Von den insgesamt 13 meldepflichtigen «Vorkommnissen» – so der Fachbegriff – in den Schweizer Atomkraftwerken, ereigneten sich letztes Jahr 8 allein in Beznau. Das teilte die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) Mitte Januar mit. Noch nie zuvor ist es in einem Schweizer AKW zu einer derartigen Häufung von Pannen gekommen: Bisher hatte Leibstadt mit sechs Vorkommnissen in einem Jahr den unrühmlichen Rekord gehalten.”
Zitatende / Der Tagesanzeiger 07. Februar 2008

Wie gefährlich ist Atommüll?
In einem AKW entsteht in einem Jahr pro Megawatt Leistung ca. die kurz- und langlebige Radioaktivität einer Hiroshimabombe. Das heißt, im AKW Beznau entsteht jährlich ca. die Radioaktivität von ca. 730 Hiroshimabomben. Ein Teil dieser Radioaktivität zerfällt nach relativ kurzer Zeit. Manche radioaktiven Stoffe ("Isotope") zerfallen in wenigen Jahren (z.B. das klimaschädliche Krypton-85: 10,76 Jahre Halbwertzeit). Andere radioaktive Gifte haben extrem lange Halbwertszeiten (z.B. Jod-129: 17 000 000 Jahre). Ins Endlager kommt ein "Cocktail" aus vielen gefährlichen Abfallstoffen. Ein atomares Endlager muss also Sicherheit über viele Halbwertszeiten, über mindestens eine Million Jahre(!) geben - über Zeiträume, die unser Vorstellungsvermögen sprengen. Es fällt schwer, die Gefahren und Gefährdungszeiträume von Atommüll zu bedenken.
Mehr Informationen

Plutonium und der Pharao
Beim Betrieb eines AKW mit 1000 MW Leistung entstehen pro Jahr ca. 200 - 250 kg hochgefährliches Plutonium. Wenn der bekannte ägyptische Pharao Cheops vor 4550 Jahren nicht die berühmte Pyramide gebaut, sondern ein AKW 4 Jahre lang betrieben hätte, dann wären neben vielen anderen Abfällen ca. 1000 kg Plutonium zusammengekommen. Bei einer Halbwertszeit von 24 110 Jahren (Plutonium 239) wären heute noch 877 kg vorhanden. Nach 10 Halbwertszeiten, also nach 241 100 Jahren müssten immer noch ca. 0,1% der Ausgangsmenge, also 1 kg Plutonium dauerhaft sicher gelagert werden.

Mehr Infos - Atommüll

Atomkraftwerk + Atomwaffen = Atomkraftwaffen
Das größte Atomproblem ist die Gefährdung allen Lebens mit der weltweiten Verbreitung von Atomkraftwaffen durch den Bau von Atomkraftwerken, Urananreicherungsanlagen und dem Schwarzmarkt für Plutonium. Wieso haben Länder wie Pakistan und Nordkorea Atomwaffen? Weil sie mit Hilfe der "friedlichen Nutzung der Kernenergie" Mittel und Wege gefunden haben, Atomkraftwaffen zu bauen. Und jedes alte und neue AKW (auch der neue Siemens Euroreaktor EPR) vergrößert die Gefahr für den Weltfrieden. Deutlich wird diese Gefahr auch beim Streit um das iranische bzw. nordkoreanische Atomprogramm und die iranische und nordkoreanische Atombombe. Doch der erhobene Zeigefinger in Richtung Nordkorea und Iran gilt nicht, wenn hinter diesem Zeigefinger eigene Atomwaffen, AKW und Urananreicherungsanlagen stehen.

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Woher kommt die Anmaßung der Atomstaaten,
anderen Ländern das verbieten zu wollen, was sie selber haben? Wie der Kolonialismus lässt sich eine weltweite atomare Zweiklassengesellschaft auf Dauer nicht aufrecht erhalten. Wer Atomkraftwerke betreibt und exportiert fördert die Proliferation und gefährdet so diesen Planeten und alles Leben. Deshalb fordert der BUND auch den schnellen, nationalen und internationalen Ausstieg aus der Gefahrtechnologie Atomenergie.
Mehr Infos - AKW, Atombombe, Atomwaffen, Atomkraftwaffen




Energie ohne Kinderkrebs und Klimawandel

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AKW, Klimawandel und gut gemachte Propaganda
„Atomkraftwerke schützen das Klima“. Damit werben die Atomkonzerne RWE, Vattenfall, E.ON, EnBW auch nach Fukushima für den scheinbar CO2-freien Atom-Kraftwerkspark (und bauen gleichzeitig neue Kohlekraftwerke!). Diese geschickte Werbebotschaft der AKW-Betreiber soll Akzeptanz für die immer noch laufenden AKW schaffen. Im Zeitalter der organisierten Desinformation erleben wir hier ein spannendes Exempel. Mit vorgeschobenen Umweltargumenten wird Umweltschutz verhindert und umweltgefährdente Anlagen "grüngewaschen". Die Propaganda der Umweltzerstörer ist besser geworden.

Es gibt in der Atom-PR zwischenzeitlich ein neues Grundprinzip:
"Lob dich nicht selber - Lass dich von anderen loben". Wenn McDonalds sagt, McDonalds-Hamburger seien die besten, wenn Öl- und Kohlekonzerne den Klimawandel leugnen, wenn die Tabakindustrie das Krebsrisiko herunter spielt, wenn Monsanto die Gentechnik lobt und Atomkonzerne die sichere Kernenergie preisen, dann ist das weniger glaubwürdig als wenn "neutrale Dritte" die Werbung übernehmen und die Konzernmeinung geschickt verkaufen. Immer wieder haben aus diesem Grund Tabak-, Atom- und Genkonzerne WissenschaftlerInnen gekauft und "ehemalige UmweltschützerInnen" sind noch "glaubwürdiger" als Professoren. Info Auch bösartige Ökologismus Kampagnen gehören zu den neuen Durchsetzungsstrategien der Atomlobby.

Klimaschutz und AKW: Mythos und Realität
Der Beitrag der Atomenergie zur weltweiten Energieversorgung liegt bei lediglich 2% während der Beitrag der erneuerbaren Energien schon 18% beträgt. Mit einer „2%-Technik“ ist das das Klimaproblem nicht zu lösen. Selbst der Neubau von Atomkraftwerke könnte diesem geringen Anteil kaum ändern. Eine Vervierfachung der Atomkraftwerkskapazität bis 2050 könnte nur 6% zur angestrebten Halbierung der CO2-Emissionen beitragen (Szenario der Internationalen Energie Agentur, Juni 2008).
Mehr Infos - Atomkraft, Atomkraftwerk, AKW, Klima und Klimaschutz



Die kommende weltweite Energiekrise und das Uran
Die weltweiten fossilen Energievorräte und das Uran nur noch für wenige Jahrzehnte

Die Erde steuert auf eine gigantische Energiekrise mit massiven ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen zu, wenn der Umstieg auf nachhaltige, regenerative Energien nicht beschleunigt wird. Die Übernahme unseres westlichen Verschwendungsmodells durch Indien und China beschleunigt die kommende Energiekrise. Der von den Werbeabteilungen der Atomkonzerne ins Gespräch gebrachte Heilsbringer Uran wird ähnlich schnell aufgebraucht sein wie Erdöl und Erdgas.

Die Fachzeitschrift Politische Ökologie schreibt in ihrer Ausgabe vom März 2004:
Bei den Steigerungsraten des Verbrauchs, welche die Internationale Energieagentur des OECD (International Energy Agency, IEA) berechnete, ergibt sich:

  • ein Ende des Erdöls um 2035,
  • von Erdgas vermutlich vor 2040,
  • Kohle reicht bis maximal 2100. Dabei ist jedoch nicht berücksichtigt, dass sie die anderen Energieträger ersetzen muss und gleichzeitig zu einem gesteigerten CO2-Ausstoß führt.
  • Uran reicht bei der heutigen Förderung nur bis 2040.


AKW & Fortschritt?

Nur ein rascher Umbau unserer weltweiten Raubauwirtschaft auf Nachhaltigkeit und die Nutzung regenerativer Energien können die drohende Energiekrise verhindern.
Mehr Infos - Weltweite Energievorräte/ Energiereserven/ Energieressourcen

Sonne, Wind, Wasser: Energiealternativen
„Wenn in Deutschland die ersten Atomkraftwerke abgestellt werden, dann wird Deutschland -dreckigen Atom- und Kohlestrom aus dem Ausland- importieren
und der CO² Ausstoß wird zunehmen.“
Das waren die alten Lügen der deutschen Atomindustrie und in Frankreich und der Schweiz wird diese Propaganda immer noch betrieben. Doch die Realität sieht anders aus. Trotz aller Fehler der ehemaligen (?) Atomparteien CDU und FDP beim Atomausstieg exportiert Deutschland Strom und der CO² Ausstoß sinkt. In den ersten drei Quartalen 2012 flossen im Saldo 12,3 Terawattstunden Elektrizität ins Ausland. Das entspricht der Leistung von zwei Großkraftwerken. Seit 1990 ist die Nutzung von Ökostrom im Bereich der Strom- und Wärmeerzeugung massiv gestiegen. Ökostrom erreichte in Deutschland im Jahr 2012 schon einen Anteil von 23 Prozent. Aktuell wird in Deutschland eine Kilowattstunde Solarstrom für ca. 16 bis 18 Cent erzeugt. Vor 25 Jahren kostete die KWh aus der Sonne noch 1 Euro und vor 12 Jahren noch 70 Cent. Selbst die Bundesregierung geht davon aus, dass in etwa zehn Jahren die Kilowattstunde Solarstrom für acht bis zehn Cent gewonnen werden kann, denn die Erneuerbaren Energien werden wegen der Massenproduktion der Technologien und durch Effizienzfortschritte immer preiswerter während die fossil-atomaren Energieträger immer teurer werden.
Die rund 1,3 Millionen Solarstromanlagen in Deutschland deckten 2012 nach Informationen des Bundesverbandes Solarwirtschaft rechnerisch den Jahresstromverbrauch von acht Millionen Haushalten – ein Plus gegenüber dem Vorjahr von etwa 45 Prozent. Eine Energieversorgung Deutschlands für Strom und Wärme ist mit 100 % erneuerbaren Energien möglich, und zwar ohne jegliche Importe von Energie, also nur auf Basis von Ressourcen, die in Deutschland zur Verfügung stehen. Nicht nur die Gefahren der Nutzung von Atom und Kohle sondern auch die Endlichkeit der atomar-fossilen Energievorräte erfordern eine schnelle Energiewende und echte Nachhaltigkeit.

Den Aufkleber "100% erneuerbare Energien" gibt´s hier im BUND-Shop


Wikipedia & und das Atomkraftwerk Beznau
Intensiv und leider erfolgreich sind die gut organisierten Einflussversuche der Atomlobby auf viele Wikipedia - Seiten zum Thema Atomenergie. Auf vielen Wikipediaseiten gibt es keine Infos zur Abgabe von Radioaktivität im "Normalbetrieb" zu Krebsisiken oder zur Unfallgefahr.


Aktueller Einschub 2014:


Der Gen- und Atomlobbyist Patrick Moore,
wird bei Wikipedia immer noch als "environmentalist" dargestellt. Er war den kürzesten Teil seines Lebens Umweltaktivist und den größten Teil seines Lebens Atom- und Genlobbyist und dennoch steht bei der englischsprachigen Wiki immer noch die "gezielt falsche" Überschrift. "Schwarmintelligenz" nützt nichts gegen die Machenschaften der PR-Industrie und gegen das Geld der Konzerne.
Herr Moore hat in der Vergangenheit auch mit einer der größten PR-Firmen der Welt, mit Burson Marsteller zusammen gearbeitet. Burson Marsteller hat im Auftrag der Öl- und Kohleindustrie jahrelang Kampagnen zur Verharmlosung des Klimawandels organisiert. Jetzt arbeitet Burson Marsteller für die Atomindustrie (genau genommen für das „Nuklearforum“) und dreht die bisher verwendeten Aussagen ins Gegenteil um. Die Kampagne „Kernenergie rettet das Klima“ stammt von Werbefirmen, die jahrzehntelang im Auftrag der Kohle- und Öllobby die Klimaveränderung heruntergespielt haben.
Wikipediamanipulation ist heute ein klassischer Job von PR-Firmen.

Mehr Infos:





AKW Beznau


Atomkraft? Laufzeitverlängerung? Neue schweizer AKW?
Nach dem Atomunfall in Fukushima sind die Neubaupläne für AKW in der Schweiz erst einmal in der Schublade verschwunden. Doch die Atomkonzerne bereiten sich mit Hilfe der "weltbesten PR-Werbefirmen" schon auf zukünftige Pro-AKW-Kampagnen vor. Erst einmal werden die gefährlichen uralten AKW weiter betrieben und dann wird der undemokratische Atomfilz Mittel und Wege finden seine Habgier-Interessen durch zu setzten. Die schweizer Umweltbewegung hat noch viel zu tun.


Bei der Debatte um die Gefahren der AKW, um Kinderkrebs und Laufzeitverlängerung verwundert immer wieder die Vehemenz mit der die schweizer Atomlobby, Atomkonzerne und Atomparteien für ein höheres Atomrisiko streiten. Warum werden die Gefahren nicht gesehen? Die Antwort ist einfach. "Its the economy stupid" Es geht ums Geld, um sehr viel Geld. Die gefährliche lange Laufzeit der schweizer AKW bringt uns allen viele Risiken, den Atomkonzernen und vermutlich auch den Lobbyisten aber viel Geld:
Die Heinrich Böll Stiftung hat für Deutschland die satten Gewinne berechnet, welche die Triebfeder der Atomlobby sind. Diese Zahlen lassen sich auch auf die Schweiz übertragen:
„Für die älteren (kleineren) – und in den nächsten Jahren zur Stillegung anstehenden – Atomkraftwerke ergeben sich „Zusatz"erträge von durchschnittlich 323 bis 485 Mio. CHF jährlich, für die neueren Anlagen summieren sich die jährlichen Zusatzerträge auf 485 bis 647 Mio CHF pro AKW, wenn diese ein Jahr länger laufen.

Wenn Sie diese Atom-Infos lesen, sich heftig über die Atomkonzerne und die Atomparteien ärgern, "die Faust im Sack ballen", nachts mit den Zähnen knirschen, aber ansonsten nichts tun, dann nützt das recht wenig.

  • Engagieren Sie sich! Für die Stilllegung der Atomkraftwerke und gegen neue AKW.
  • Leben Sie energischer. Werden Sie aktiv beim BUND in Deutschland oder bei den Bürgerinitiativen und der Anti-Atom-Bewegung vor Ort.
  • Wichtig: Wenn Sie eine Homepage haben, dann legen Sie doch bitte einen Link zu dieser Seite
  • Wenn Ihr Energieversorgungsunternehmen Sie mit Atomanlagen bedroht, dann lassen Sie sich das nicht gefallen. Wechseln Sie zu einem "echten" Ökostromanbieter
  • Bringen Sie das Atomthema zur Sprache: Bei der Arbeit, im Verein, dort wo Sie leben, arbeiten und aktiv sind.
  • Lassen Sie sich nicht gegen Ihre europäischen Nachbarn ausspielen. Die Atomlobby arbeitet grenzüberschreitend. Wir Umweltschützer auch.
  • Setzen Sie sich ein, für Mensch, Natur, Umwelt und für eine nachhaltige, erdverträgliche Entwicklung.
  • Engagieren Sie sich für die Demokratie. Die Dauerregierungsmitglieder der Energiekonzerne verstärken ihren Einfluß auf Politik und Medien und gefährden die Demokratie... Gekaufte Demokratie?
  • Bekennen Sie sich zu Ihrem Engagement. Mit einem Leserbrief, einem Aufkleber im Fenster, am Rad, an der Mülltonne, am Auto oder mit einem Plakat am Hoftor (Große Rabatte für kleine PlakatiererInnen) (Materialien gibt's hier)
  • Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende Werden Sie aktiv beim BUND in Deutschland, oder beim Atomschutzverband TRAS, Schweiz . Flugblätter und Infoarbeit kosten Geld.
    Sparen Sie Energie und gehen Sie mit uns den Weg ins Solarzeitalter.
  • Überlassen Sie Wikipedia nicht der Atomlobby! Es gibt einige Indizien, die darauf hinweisen, dass gerade in der Schweiz viele Wikipedia Seiten zu den Themen AKW, KKW, Atomenergie und Klimaschutz, von der Atomindustrie massiv manipuliert werden.
  • Elektrisches Heizen ist umweltfeindlich. Die Energiekonzerne werben massiv für diese Form der Energieverschwendung
  • Schreiben Sie mal wieder einen Leserbrief


Axel Mayer




Hier finden Sie viele Links und Informationen zu wichtigen Atomthemen:
Eine umfassende Information zu den Gefahren der Atomenergie finden Sie hier:

Anti-Atomkraftgruppen Schweiz
Eine Weblinksammlung der schweizer Anti-Atomkraftgruppen
Atom Ausstellung
Mehr Infos: Neue Kernkraftwerke Schweiz?
Mehr Infos: Zwischenlager für Atommüll und AtomfabrikWürenlingen
Mehr Infos: AKW und Atomterrorismus
Mehr Infos: katastrophaler Katastrophenschutz für KKW
Mehr Infos: Akzeptanzforschung, Greenwash und neue Durchsetzungsstrategien für AKW
Mehr Infos: Atommüll Schweiz, atomarer R(h)einfall?
Mehr Infos: AKW, Atombombe, Atomwaffen, Atomkraftwaffen
mehr Infos: AKW Laufzeitverlängerung ist Gefahrzeitverlängerung
Mehr Infos: Atomkraft, Atomkraftwerk, AKW, Klima und Klimaschutz
Mehr Infos: EPR Europäischer-Druckwasserreaktor / Neue AKW und ihre Gefahren
Mehr Infos: Weltweite Energievorräte/ Energiereserven/ Energieressourcen
Mehr Infos: Funktionsweise - Druckwasserreaktor Atomreaktor Kernreaktor
Mehr Infos: Funktionsweise - Siedewasserreaktor Atomreaktor Kernreaktor




Eine TRAS-Information vom 24.6.14
Kein AKW der Welt ist älter als in Beznau. Wie sicher ist es noch, fragte der Trinationale Atomschutzverband TRAS und organisierte ein mehrstündiges Hearing mit kompetenten Sachverständigen. Mehrfach eingeladen wurden auch das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) und die AXPO, Betreiberin des AKW Beznau. Beide zogen es vor, der Veranstaltung fernzubleiben.

Unter der Veranstaltungsleitung von TRAS-Vizepräsident und BUND-Geschäftsleiter Axel Mayer aus Freiburg i. Br. wies Dr. Christian Küppers vom Ökoinstitut in Darmstadt in seinem Referat auf wesentliche sicherheitstechnische Schwachstellen in Beznau hin. In Bezug auf Erbeben und Flugzeugabstürze, aber auch bei den Schutzvorrichtungen des Brennelementlagerbeckens erfülle das Atomkraftwerk die an heutige Anlagen gestellten Anforderungen in keiner Weise.

Dr. Dieter Meyer war Leiter des Bereichs „Sicherheit kerntechnischer Einrichtungen“ im deutschen Bundesumweltministerium. Sein Vortrag widmete sich der Frage, wie das AKW Beznau mit Nachrüstungen seine konzeptionellen Mängel beseitigen könnte. Eindrücklich wies er nach, dass es in weiten Teilen völlig unmöglich sei, in Beznau die erforderlichen Nachrüstungen umzusetzen.

Markus Kühni, technischer Experte und Mitkläger gegen die Aufsichtspraxis des ENSI in Mühleberg thematisierte die Sicherheitsdefizite Er zeigte auf, wo überall sie Mindestvorschriften verletzen. Dass Sicherheitskonzepte aus dem Mittelalter den heutigen Anforderungen nicht genügen, konnte er mit vielen einzelnen Beispielen belegen.

In einer juristischen und trotzdem bestens verständlichen Übersicht erläuterte Rechtsanwalt Martin Pestalozzi die Rechtslage im Zusammenhang mit atomaren Sicherheitsfragen. Interessant war diesbezüglich der Bundesgerichtsentscheid vom 11. April 2014, der die Klageberechtigung von Anwohnerinnen und Anwohnern klar bejahte.

Für einen fulminanten Abschluss des ersten Teils sorgte TRAS-Vizepräsident und Alt-Nationalrat Dr. Rudolf Rechsteiner. Er bezeichnete das Ensi als „Wegbereiter neuer Atomkatastrophen“. Angesichts der Untätigkeit dieser für die Sicherheit von Mensch und Umwelt wichtigen Behörde musste er feststellen: „Das Ensi versagt auf der ganzen Linie“.

Im zweiten Teil führte die Journalistin Catherine Boss von der Sonntagszeitung durch die Diskussion mit den Referenten. In dieser lebhaften Runde wurde klar, dass die Sicherheitslücken erheblich sind und dass das Vertrauen in das ENSI auf den Nullpunkt gesunken ist. Das zahlreich erschienene Publikum beteiligte sich mit vielen Fragen an der Diskussion.

Mit einem klaren Verdikt, dass das älteste AKW der Welt aus Sicherheitsgründen sofort geschlossen werden müsse, endete die erfolgreiche Tagung.

Die vollständigen Referate finden sich auf www.atomschutzverband.ch / Resolution auf der Rückseite



Resolution der Mitgliederversammlung des Trinationalen Atomschutzverbandes TRAS
Brugg (CH), 24. Juni 2014

Das ENSI schützt die AKW-Betreiber:
Bundesrat soll ENSI und ENSI-Rat personell erneuern


Wir, die versammelten Vertreterinnen und Vertreter des Trinationalen Atomschutzverbandes (TRAS), der über 100 Städte und Gemeinden im mutmasslichen Katastrophengebiet schweizerischer und
elsässischer Atomkraftwerke vereinigt, sind tief beunruhigt über die schwachen Leistungen des Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI).
  • 1. Dem ENSI-Motto „Safety first“ wird nicht nachgelebt.
    Sicherheitsstandards – zum Beispiel zur Erdbebensicherheit – werden vom ENSI verwässert. Das ENSI wählt die Parameter stets so, dass ein Weiterbetrieb alter Atomanlagen möglich bleibt.
    Das ENSI lässt zu, dass die eigenen Auflagen ignoriert werden.
    Am 17. Juni 2013 erklärte Bundesrätin Doris Leuthard im Parlament: „Was das Kernkraftwerk Mühleberg betrifft, hat das ENSI das Langzeitbetriebskonzept für dieses Kernkraftwerk geprüft und im Hinblick auf einen Weiterbetrieb bis 2022 umfassende Nachrüstungen gefordert, die bis zum Jahr 2017 umzusetzen sind.“
    Am 30. Oktober 2013 erklärte die Betreiberin BKW, sie werde diese Auflagen nicht umsetzen und Mühleberg trotzdem bis 2019 weiterbetreiben. Das ENSI hat bis dato nicht widersprochen.

  • 2.Der Schutz des Trinkwassers ist nicht gewährleistet.
    Die Auswirkungen eines Atomunfalls vom Typ Fukushima werden auch drei Jahre nach dem Unfall in Japan noch immer „weiter untersucht“. Massnahmen an der Quelle, z. B. Restwasserbecken und Filtrieranlagen auf den AKW-Geländen, werden vom ENSI nicht in Betracht gezogen. Ein Unfall mit Austritt von Radioaktivität wie in Fukushima würde für Bevölkerung und Wirtschaft jahrelang zu unzumutbaren Einschränkungen führen.

  • 3. Das ENSI wiegt die Öffentlichkeit in falscher Sicherheit.
    Wenn ENSI-Direktor Hans Wanner sagt: „die Schweizer Kernanlagen sind sicher“ (z. B. Interview vom 31.Oktober 2011 auf www.ensi.ch), verschweigt er das Restrisiko. In den letzten 40 Jahren sind bei 435 in Betrieb stehenden Reaktoren 5 Kernschmelzen aufgetreten, was eine Katastrophenwahrscheinlichkeit von 1,15 Prozent pro Reaktor ergibt oder bei 7 Reaktoren (CH inkl. Fessenheim) zu einer Unfallwahrscheinlichkeit von 8 Prozent. Das ENSI ignoriert diese Fakten und stützt sich weiterhin auf realtitätsfremde probabilistische Sicherheitsanalysen ab.


Wir bitten den Bundesrat als Wahl- und Aufsichtsbehörde (Artikel 18 Abs. 2 ENSIG), zur Wiederherstellung des Vertrauens und angesichts der immensen Folgen eines jederzeit möglichen Atomunfalls seine gesetzgeberischen, aufsichtsrechtlichen und personellen Kompetenzen wahrzu-nehmen. Das deklarierte ENSI-Aufsichtsziel (Hans Wanner: „Safety first“) darf nicht länger ignoriert werden. Die Führung des ENSI und der ENSI-Rat müssen personell erneuert werden, damit der gesetzliche Auftrag, der „Schutz von Mensch und Umwelt vor den Gefahren der Kernenergie“ (Artikel 1 KEG) gewährleistet ist.

Angesichts der Alterung der Atomkraftwerke und der dadurch steigenden Risiken sind die Restlaufzeiten so festzulegen, dass 40 Betriebsjahre nicht überschritten werden.

Die Verwässerung der Sicherheits-Bestimmungen bei Erdbeben, Überflutung oder Flugzeugabstürzen ist nicht länger zuzulassen.


TRAS/ATPN
Trinationaler Atomschutzverband / Association Trinationale de Protection Nucléaire


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Dieser Artikel wurde 24535 mal gelesen und am 25.6.2014 zuletzt geändert.