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EnBW / EDF

18.11.1999
Das 25 % Aktienpaket der EnBW wird jetzt sehr wahrscheinlich an den französischen Atomstrommonopolisten EDF verkauft. Der BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein sieht die große Gefahr, daß durch eine Beteiligung der EDF an der EnBW der Atomstromanteil nochmals erhöht wird.

Der BUND steht hinter dem dringend nötigen Atomausstieg und der Energiewende in Deutschland. Durch die Beteiligung der EDF an der EnBW und dem Zukauf von französischem Atomstrom wird dieser Atomausstieg von der CDU FDP Landesregierung aber gezielt konterkariert.

Der hochsubventionierte französische Atomstrom gefährdet Arbeitsplätze bei der EnBW und den Stadtwerken, sowie den Strom aus regenerativen Quellen. Die geplante Ehe von EDF/EnBW ermöglicht den gefährlichen Weiterbetrieb des veralteten AKW`s in Fessenheim. Sie erhöht aber auch die Gefahr, daß in den bestehenden, weiträumigen Zaun um das AKW Fessenheim in den nächsten Jahren der neue deutsch-französische Euroreaktor gebaut werden könnte. In trauter Zweisamkeit haben beide Unternehmen die Planungen für diese neue Reaktorlinie finanziert.

Das neue Billigangebot der EnBW Tochter Yello bezieht den Großteil seines Stromes aus den Problem-AKWs in Fessenheim und Cattenom. Wenn in wenigen Monaten die Abschaltung des alten Reaktors in Obrigheim auf der Tagesordnung steht, werden CDU und FDP Politiker scheinheilig darlegen, daß der Atomausstieg nichts bringt, weil die französischen AKWs ja weiterlaufen. Daß sie selber gezielt die entsprechenden Sachzwänge geschaffen haben ist bis dahin vergessen.
Der BUND RV Südlicher Oberrhein sagt Nein zum Verkauf der Aktien an die EDF.
Die Mehrzahl der südbadischen PolitikerInnen, die gelegentlich ihre Kritik an Fessenheim vortragen, aber schlafen...
Hier umfassende Infos:
hier: Fessenheim Infos
hier: Infos AKW und Atomgefahren
hier: KKW und Klimaschutz
hier: Uran, Öl, Gas und weltweite Energievorräte


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