Das Land unterstützt die Parkhaus-Pläne
auf dem Feldberg mit drei Millionen Euro. Der Bund für Umwelt und Naturschutz kritisiert diese überraschende Entscheidung.
Parkhaus Feldberg: Ein Fortschritt?
Die Landesregierung hat sich,
trotz Schuldenberg, für die Unterstützung eines Parkhauses entschieden, obwohl es ökologische und umweltfreundliche Alternativen gibt, die insbesondere der Landesnaturschutzverband immer wieder aufgezeigt hat. Während beim Klimagipfel in Kopenhagen um eine Verringerung der Treibhausgase gerungen wird, werden in Stuttgart wieder einmal Entscheidungen gegen Umwelt und Klima getroffen. Das Parkhaus am Feldberg ist ein klassisches Beispiel für den rückwärtsgewandten, umweltzerstörenden Fortschrittsglauben der CDU - FDP Landesregierung.
Diskutiert werden bei solchen Projekten
immer nur die Investitionskosten. Was nicht diskutiert wird, sind die Folgekosten für Unterhalt und Reparaturen. Bereits jetzt verlottert die Infrastruktur von Land und Kommunen, weil Gelder fehlen, um Gebäude und Straßen zu unterhalten. Diese (Vor) Entscheidung könnte angesichts der zu erwartenden Folgekosten die Gemeinde Feldberg langfristig in den Ruin treiben.
Hoffentlich ging es bei dieser überraschenden Entscheidung
nicht darum Südbaden ruhig zu stellen und den jetzt anstehenden Beschluss für das Milliardengrab Stuttgart 21 vorzubereiten: Zwei (sinnvolle!) Millionen für Staufen und drei Millionen für ein Parkhaus, während in der fernen Landeshauptstadt weit über vier Milliarden versenkt werden sollen. Bei einem leider möglichen „Ja“ zu Stuttgart 21 wären die fünf Millionen dann die Brosamen für Südbaden, die unter den Tisch der Landesregierung fallen.
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