AKW Fessenheim: 30 Jahre Atomkraftwerk und Atomgefahren
05.03.2007
An die Medien
Am 7.3.1977, also vor 30 Jahren, begann in Block 1 des französischen AKW Fessenheim die Kernspaltung.
Seit über 30 Jahren engagiert sich die grenzüberschreitende Umweltbewegung am Oberrhein und mit ihr BUND und CSFR gegen die Bedrohung, die vom Atomkraftwerk ausgeht. Es gibt eine Vielzahl von Argumenten, die gegen diese riskanteste aller Arten der Energieerzeugung sprechen.
Schon im so genannten Normalbetrieb gibt das AKW Fessenheim krebserzeugende Radioaktivität an die Umwelt ab. Das erdbebengefährdete AKW liegt mitten in der Erdbebenzone Oberrhein.
In den beiden Fessenheimer Reaktoren ensteht jährlich die kurz- und langlebige Radioaktivität von 1800 Hiroshimabomben und überall wo Menschen arbeiten gibt es Fehler. Wenn es in Fessenheim zu einem schweren Unfall oder Terroranschlag kommt, zu einer Katastrophe die unwahrscheinlich ist und die dennoch morgen schon eintreten kann, dann wird ein großer Teil Zentraleuropas auf Dauer unbewohnbar. Der Atommüll der in den letzten 30 Jahren im Kernkraftwerk produziert wurde, muss eine Millionen Jahre sicher gelagert werden.
Zum Jubiläum wird sich sicher auch die mächtige und einflussreiche elsässische und badische Pro - Atomlobby zu Wort melden, denn in Fessenheim geht es auch um viel Geld. Bereits jetzt "kauft" die EDF mit jährlich ca. 30 Mio.Euro Steuergeldern und "Zuwendungen" Gemeinden, Vereine und Politiker. Jedes Jahr Laufzeitverlängerung bringt uns mehr Gefahren und den AKW-Betreibern EDF / EnBW pro Kraftwerksblock im Mittel Zusatzgewinne von etwa 300 Mio. Euro. Wenn Fessenheim also 1 Jahr früher abgestellt wird kostet das die EDF ca. 600 000 000 Euro. Und auch bei den Plänen neue Reaktoren nach Fessenheim zu bauen geht es um schwindelerregende Summen. Beim langfristig geplanten Neubau von zwei neuen Reaktorblöcken in Fessenheim geht es um die Summe von ca. 8 000 000 000 Euro. Gehen wir von 5% "Werbung" und "baubegleitenden Maßnahmen" zur politischen Akzeptanzgewinnung aus, dann handelt es sich um einen Betrag von 400 Millionen Euro. Aus Überzeugung für das AKW Fessenheim? "It's the money, stupid!"
Das Ziel des BUND und der Umweltbewegung am Oberrhein ist die schnelle Abschaltung
des altersschwachen AKW und die Verhinderung des Zubaus neuer Reaktoren. Die Gefahrentechnologie muss durch alternative Energiequellen und einen Umbau der Wirtschaft auf nachhaltige, zukunftsfähige Wirtschaftsweise erreicht werden.
Was in einer solchen kurzen Pressseerklärung nur angerissen werden kann finden Sie in unserer, zu diesem „Jahrestag“ neu erstellten Zusammenfassung zu den Gefahren des AKW Fessenheim. Der Text wurde vom BUND in enger Abstimmung mit CSFR erstellt. Der BUND plant im „Jubiläumsjahr“ eine gekürzte Variante dieses Textes in sehr großer Auflage (50-100 000 Stück) zu drucken und startet dazu einen Spendenaufruf.
Sie finden den neuen informativen Fessenheim - Text hier: Informationen zum AKW Fessenheim
Gemeinsam mit der französischen Umweltbewegung ruft auch der BUND für den 17. März 2007 zu einer Kundgebung in Straßburg gegen Fessenheim und neue AKW auf.
Dieser Artikel wurde 540 mal gelesen und am 27.6.2007 zuletzt geändert.
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