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Fledermäuse und Windenergie

02.05.2005
BUND fordert nicht manipulierbare Untersuchungsbedingungen

Die 44 toten Fledermäuse unter den Windrädern am Freiburger Rosskopf werden zur Zeit intensiv in der Öffentlichkeit diskutiert.
Der BUND fordert in diesem Zusammenhang jetzt neue Untersuchungen mit nicht manipulierbaren Bedingungen. Bei gefundenen toten Tieren sollte die genaue Todesursache im "Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg" untersucht werden.

Hintergründe dieser Forderung des BUND sind die Abweichungen der Freiburger Funde von anderen wissenschaftlichen Untersuchungen. Gerade die 30 gefunden toten Tiere zu Beginn der Untersuchungen sind sehr erstaunlich und ungewöhnlich.

Beim Streit und die Windkraft geht es, unbeachtet von der öffentlichen Diskussion, um massive wirtschaftliche Interessen der Betreiber und der Gegner. In den letzten 10 Jahren haben sich die Preise für atomar-fossile Energien mehr als verdoppelt, während sie sich für erneuerbare Energien halbiert haben. In wenigen Jahren stellt die Windenergie eine ernstzunehmende Konkurrenz für neue Kohle-und Atomkraftwerke dar. Es geht dabei um eine Konkurrenzsituation und einen weltweiten Markt von einigen hundert Milliarden Euro im Kraftwerksbau.

Bei solchen massiven wirtschaftlichen Interessen beider Seiten wäre ein Interesse Studien zu manipulieren durchaus realistisch. Aus diesem Grund fordern wir zu diesem wichtigen Thema Studien, die weder von den Windenergiegegnern noch von den Befürwortern manipulierbar sind und insbesondere eine genaue Analyse der Todesursache der Tiere.

Wenn der wichtige Arten- und Fledermausschutz den südbadischen Behörden tatsächlich ein Anliegen ist, dann erstaunt die aktuelle, schnell genehmigte Abholzung des Fledermauswaldes in der Teninger Allmend, die kein so großes öffentliches Interesse fand. Artenschutz und Landschaftsschutz sind wichtige Anliegen, die nicht nur bei Windenergieanlagen angegangen werden sollten.

Hier finden Sie die neueste und umfassendste Studie zum Thema:

1,25 tote Fledermäuse und fast keine toten Vögel unter südbadischen Windrädern

Zusammenfassend lässt sich also sagen,
dass in ca. 3 Monaten unter 32 Windrädern insgesamt 5 tote Vögel gefunden werden. Bitte vergleichen Sie dies mit der Anzahl von Vögeln die eine Katze frißt die sich nicht nur im Haus aufhält. Diese für das Thema Vogelschutz und Windenergie so wichtige Aussage war für die Medien nicht von Interesse. Pro Windrad wurden 1,25 tote Fledermäuse gefunden.

(1) Die toten Fledermäuse wurden zu fast 100 % an Anlagen im Wald gefunden
(2) Diese Totfunde stammen zu 90 % von warmen und windarmen Nächten
(3) 77 % der Totfunde sind Zwergfledermäuse
(4) 23 % der Totfunde gab es an einer einzigen Anlage im Wald

Besonders wichtig sind diese Hinweise der Untersuchung auf standort- und witterungsabhängige sowie artspezifische Rahmenbedingungen. Die ersten Erkenntnisse der Studie lassen keinesfalls den Schluss zu, dass Windenergieanlagen an allen Standorten, zu jeder Tages-/Nachtzeit und für alle Fledermausarten eine Gefährdung darstellen. Bei der Mehrzahl der Anlagen und bei den meisten Wetterlagen stellen Windräder keine Gefahr für Fledermäuse dar.

Es muss alles getan werden um Fledermäuse zu schützen. Doch am Beispiel der Windräder, der Vögel und Fledermäuse wird (nicht nur) in Südbaden eine symbolische Verhinderungspolitik betrieben, denn die Kriterien die für diese Arten gelten, gelten bei anderen Bauten, die die Vögel und Fledermäuse gefährden nicht. Das Regierungspräsidium Freiburg und der Regionalverband Südlicher Oberrhein setzen die Pro Atompolitik der Landesregierung und der EnBW um, die alles tun um Windenergieanlagen zu verhindern. Diese zweite Studie zum Thema Wind, Windenergie, Vögel, und Fledermäuse hat kein öffentliches Interesse gefunden, denn sie lässt sich nicht zum Kampf gegen Windmühlen und eine nachhaltige Energieversorgung verwenden.