13.05.2009

gentechnisch verunreinigtes Mais - Saatgut
Erneut und zum wiederholten Mal
wurde 2009 im Rheintal gentechnisch verunreinigtes Maissaatgut gefunden. Das Maissaatgut aus Sachsen enthält aus ungeklärter Ursache «geringe Spuren» der Genmais-Linie NK 603, teilte das Umweltministerium am Dienstag mit. Die Landwirte müssen den verunreinigten Mais auf rund 170 Hektar unterpflügen oder sich zu verpflichten, die Ernte ausschließlich an Biogasanlagen abzugeben. Die so genannte „Verwertung“ in Biogasanlagen kann zu einer Auskreuzung der Pollen auf benachbarte Felder führen und ist nicht akzeptabel!
Vor genau 10 Jahren
hatte der BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein schon einmal einen vergleichbaren Fall mit Gentechnisch verunreinigtem Saatgut der Firma Pionneer aufgedeckt und angezeigt. Info
Seither treten solche „Verunreinigungen“
immer wieder auf. Gentechnisch verunreinigtes Saatgut ist kein „Zufall“ sondern eine „sanfte“, gezielte und perfide Durchsetzungsstrategie der Genlobby, die mit den besten und teuersten PR Agenturen zusammen arbeitet. Noch haben die Bürger und BürgerInnen die Wahl zwischen gentechnikfreien und genmanipulierten Nahrungsmitteln. Diese freie Wahl soll durch eine gezielt herbeigeführte „leichte“ Verunreinigung aller Nahrungsmittel aufgehoben werden. Zukünftig sollen die VerbraucherInnen nur noch die „Wahl“ zwischen stark genmanipulierten und „leicht“ genveränderten Nahrungsmitteln haben. Auch so kann gezielt Resignation erreicht und Akzeptanz erzwungen werden. Die Verbraucher und Verbraucherinnen haben nach Ansicht des BUND ein Recht zwischen Genfood und sauberer Nahrung zu wählen. Eine gezielte, langsame, schleichende Vermischung ist nicht akzeptabel.
Axel Mayer, BUND Geschäftsführer
Nachtrag:
Was würde die Öffentlichkeit dazu sagen wegen ein Heroindealer sein Gift in kleinen Dosen in die öffentliche Wasserversorgung einbringen würde um einen „Gewöhnungseffekt“ zu erzielen?