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Gefahrenquelle Atomkraft: Hintergrundinformation zu AKW, KKW, Atomkraftwerk, Kernenergie

10.01.2007
An die Medien




Sehr geehrte Damen und Herren in den Redaktionen,

die bundesweite Werbekampagne der Atomlobby für den Ausstieg aus dem "Atomausstieg" läuft auf hohen Touren. Sie ist der Einstieg in den langfristig geplanten Neubau von Atomkraftwerken. Hinter den teuren und zutieftst verlogenden Kampagnen "Atomkraftwerke schützen das Klima" stecken die größten Werbeagenturen der Welt. Sowohl bei der Gefahrzeitverlängerung als auch beim Neubau von AKW geht es um gigantische Summen.

Die Atomkonzerne setzen auch darauf, dass zwei Jahrzehnte nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl das Wissen um die Gefahren der Atomenergie schwindet.

Der BUND am Südlichen Oberrhein hat seine Wurzeln im erfolgreichen Widerstand gegen die Atomkraftwerke in Wyhl, Kaiseraugst (CH) und Gerstheim (F).

Auch aus diesem Grund haben wir jetzt unsere Argumente gegen die friedliche und militärische Nutzung der Atomenergie neu zusammengefasst und ins Internet gestellt.

Wir senden Ihnen den Text als Hintergrundinformation in der aktuellen und zukünftigen Debatte. Er kann frei verwendet werden. Wohin es führt, wenn hauptsächlich die Werbeabteilungen der Atomkonzerne den öffentlichen Diskurs bestimmen, wird bei der Berichterstattung um neue und alte AKW deutlich.

Der subventionierte Neubau eines AKW in Finnland hat zu einer interessengeleiteten Vielzahl von Berichten in den Medien geführt. Die Abschaltung von 5 AKW in Europa zum Jahreswechsel war (fast) kein Thema.

Axel Mayer


Die Nutzung der Atomenergie ist eine Gefahr für Mensch und Umwelt. Umweltbelastend, krank machend und sogar tödlich sind die Folgen des Uranabbaus, der Urananreicherung und die Herstellung der Brennelemente. Im so genannten Normalbetrieb geben Atomkraftwerke krebserzeugende Radioaktivität an die Umwelt ab. Ein jederzeit möglicher schwerer Unfall oder Terroranschlag kann das Leben und die Gesundheit von hunderttausenden Menschen in Gefahr bringen und große Gebiete dauerhaft unbewohnbar machen. Atomkraftwerke und Atomwaffen sind "siamesische Zwillinge" und die "zivile" Nutzung der Atomenergie führt zur weltweiten Weiterverbreitung von Atomkraftwaffen. Noch problematischer und unsicherer als AKW sind die Wiederaufarbeitungsanlagen. Die Macht und der Einfluss der Atomkonzerne EnBW, RWE, E.ON, Vattenfall und Siemens auf die Politik sind undemokratisch. Der heute produzierte Atommüll muss eine Million Jahre sicher gelagert werden und gefährdet das Leben zukünftiger Generationen auf dieser Erde.

Eine solche Ausstellung kann die Probleme nur sehr verkürzt darstellen.
Links zu umfangreichen Hintergrundinformationen finden Sie unter den jeweiligen Kurzbeiträgen.


Dieser Artikel wurde 675 mal gelesen und am 7.6.2007 zuletzt geändert.
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