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Klimaanlage / Klimagerät: teuer, klimaschädlich und umweltbelastend? (Test / Warentest)

Klimageräte: Echte Abhilfe gegen Sommerhitze oder schafft Kühlung nur noch mehr Wärme?
Dass hoher Energieverbrauch direkte Auswirkungen auf den Klimawandel hat, ist unbestritten. Besondere Ironie dabei: Wer mit viel Stromverbrauch kühlt, leistet erst recht einen Beitrag zur Erwärmung des Klimas.
Was also tun, wenn es wirklich heiß wird?
Die Österreichische Energieagentur nennt einfache, aber effektive Maßnahmen, die Abhilfe schaffen:

  • Eine erste Empfehlung: Einfach Außenrollos anbringen. Vorhänge bzw. Innenjalousien sind schlecht geeignet, um das Aufheizen der Wohn- bzw. Arbeitsräume zu vermeiden. Sobald die Sonnenstrahlung einmal ungefiltert durch das Fenster eingestrahlt ist, ist die Wärme im Raum.
  • Auch jeder zusätzliche Schattenspender in den sonnigen Bereichen – wie Bäume, Pergolas, vorgezogene Dachkanten – leistet wichtige Dienste.
  • Zusätzlich zur Sonnenbestrahlung von außen heizen auch manche Geräte den Innenraum auf. Die Wärme, die Glühlampen an den Raum abgeben, kann durch den Einsatz von Energiesparlampen wesentlich reduziert werden. Beim Betrieb von Fernseher und PC wird ebenfalls zusätzliche Wärme frei, die erst recht wieder gekühlt werden muss.
  • Wer in der kühlen Nacht gut durchlüftet, kann tagsüber die Fenster geschlossen halten und lässt die Hitze außen vor.
  • Ventilatoren können die Lufttemperatur zwar nicht reduzieren, erzeugen durch den Luftstrom aber zumindest eine subjektive Erleichterung. Sie sind in der Anschaffung erheblich günstiger als Raumklimageräte, benötigen auch deutlich weniger Strom und können daher durchaus eine interessante Alternative darstellen.


Worauf ist bei der Wahl eines Klimageräts zu achten?


Dennoch muss niemand unnötig schwitzen. Wer trotz dieser Maßnahmen eine Raumkühlung durch Klimageräte als notwendig erachtet, findet dank der breiten Auswahl an Produkten unterschiedlicher Systeme bestimmt ein passendes. Doch Klimagerät ist nicht gleich Klimagerät. Deshalb gilt es, bei der Auswahl des Geräts auf die Energieeffizienz zu achten. Schließlich zeigt die Erfahrung, dass Klimageräte durchschnittlich 10 bis 12 Jahre in Verwendung sind und da lohnt es sich schon, den Stromverbrauch zu berücksichtigen. Ein unbedachter Kauf hat dementsprechend langfristige Konsequenzen. Um Fehlentscheidungen zu vermeiden, empfiehlt sich daher vor dem Kauf ein Blick ins Internet: Auf topprodukte.at finden Kaufinteressierte die effizientesten, am österreichischen Markt erhältlichen Klimageräte.

Welches System ist "cool"?


Einschlauch-Geräte. Vielfach angeboten werden im Handel mobile Klimageräte, die mit einem Schlauch für die Warmluft-Abgabe nach draußen ausgestattet sind. Es liegt auf der Hand, dass diese Lösung nicht empfehlenswert sein kann: Um die Wärme mittels Abluft-Schlauch nach draußen zu führen, muss ein Fenster geöffnet werden. Das Gerät saugt warme Innenraum-Luft an, um einerseits abgekühlte wieder abzugeben und andererseits die warme mittels Abluft-Schlauch nach draußen zu blasen. Der so erzeugte leichte Unterdruck im Raum bewirkt eine Luftströmung von warmer Außenluft nach innen. Konsequenz: Rund ein Drittel der in den technischen Daten angegebenen Kühlleistung geht verloren, der Raum kann auf diese Weise nicht effektiv gekühlt werden.

Zweischlauch-Geräte. Besser funktionieren so genannte Zweischlauchsysteme, wobei in einem Schlauch Außenluft angesaugt und im zweiten die Wärme nach außen transportiert wird. Um ein deutlich besseres Ergebnis als bei Einschlauch-Geräten zu erzielen, ist aber ein fixer Durchlass für beide Schläuche in der Außenwand Voraussetzung.

Bei der Anschaffung von Ein- oder Zweischlauch-Geräten empfiehlt es sich auch, die Geräuschentwicklung zu bedenken und das Gerät vor dem Kauf zu testen.

Split-Geräte. Eine deutlich bessere Lösung – hinsichtlich Energieeffizienz und Geräuschentwicklung – sind so genannte Split-Geräte. Sie verfügen über ein Außengerät, das den (lauten) Verdichter enthält, und ein Innengerät mit Verdampfereinheit und Ventilator. Beide Teile sind mit der Kühlmittel-Leitung verbunden. Mobile Splitgeräte haben eine flexible Kühlmittel-Leitung, die auch durch einen Fenster-Spalt geführt werden kann. Besser ist natürlich eine luftdichte Durchführung durch die Außenmauer, die mobile Verwendung ist dann aber wieder stark eingeschränkt. Bei Wohnungen könnte es allerdings in Anbetracht der durch die sichtbaren Außengeräte beeinträchtigten Fassadengestaltung zu Einwänden seitens der Hausverwaltung kommen. Eine vorher eingeholte Einverständniserklärung schützt vor heißen Diskussionen.

Energieeffizienz-Label unterstützt bei Kaufentscheidung
Für Klimageräte, die im Haushaltsbereich bzw. häufig auch im Dienstleistungssektor Verwendung finden (Kühlleistung bis zu 12 kW) ist das Energieeffizienz-Label der EU verpflichtend vorgesehen. Das Label bietet u. a. Informationen zur Effizienz des Gerätes (Klasse A: sehr sparsam, Klasse G: nicht sparsam), die Kühlleistung, den durchschnittlichen jährlichen Energieverbrauch (für 500 Betriebsstunden) und Angaben zur Geräuschemission.

Händler sind verpflichtet, Raumklimageräte mit diesem Label zu versehen. Auch bei der Produkt-Darstellung im Internet müssen die zentralen Daten wie Energieeffizienzklasse angegeben werden. Auch wenn sich manche (noch) nicht daran halten, hat der Konsument ein Recht auf diese Informationen und sollte auf jeden Fall nachfragen.
Quelle:
Österreichische Energieagentur 2007

Klimageräte Kaum Kühlung, reichlich Lärm

10.06.2005

30 Grad im Schatten und schon morgens ist es in den eigenen vier Wänden unerträglich heiß. Hohe Temperaturen machen vor allem älteren oder kranken Menschen schwer zu schaffen. Aber auch gesunde Menschen leiden an heißen Tagen an Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. Bei 33 °C sinkt die Leistungsfähigkeit im Schnitt auf 50 Prozent ab. Da käme ein kühlendes Klimagerät gerade recht. Bleibt die Frage: Kühlen Klimageräte auch oder machen sie nur Lärm? STIFTUNG WARENTEST vergleicht sechs Monoblockgeräte und zwei Splitgeräte.
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    Laues Lüftchen

    Enttäuschendes Ergebnis: Einteilige Klimageräte schaffen es im Hochsommer kaum, einen mittelgroßen Raum um fünf bis sechs Grad herunterzukühlen. Besonders in Räumen mit direkter Sonneneinstrahlung müssen sie schnell passen: Mehr als zwei bis drei Grad Temperaturminderung sind hier nicht drin. Lediglich die Luftfeuchtigkeit senken die so genannten Monoblockgeräte um einige Prozent. Das macht die Hitze zumindest erträglicher. Etwas besser kühlen zweiteilige Anlagen. Bei diesen Splitgeräten hängt der Kompressor an der Außenwand oder steht auf dem Balkon. Doch auch diese Geräte sind zu schwach für merklich kühlere Räume. Pro Quadratmeter Fensterfläche bräuchte ein ordentliches Klimagerät im Hochsommer rund 1 000 Watt. Herkömmliche Klimageräte bringen jedoch nur zwischen 2 400 und 2 900 Watt Kälteleistung. Das reicht gerade für eine Abstellkammer. Von den getesteten Geräten kühlt nur das De Longhi PAC FX 400 eco „gut“.
    Leise ist keins

    Statt ordentlich zu kühlen machen viele Klimageräte hauptsächlich Lärm. Mit einem Monoblock im Raum ist Konversation nur schwer möglich. Auch zum Schlafen sind diese Geräte zu laut. In puncto Lautstärke war keines der getesteten Monogeräte besser als befriedigend. Etwas leiser sind zum Teil Splitgeräte - zumindest innerhalb des Raums. Ihr lärmender Kompressor bleibt draußen. In ruhigen Wohngegenden erregt solch ein außenstehender Kompressor allerdings leicht den Ärger der Nachbarn.
    Lästige Schläuche

    Ein weiteres Problem von Klimageräten sind die Schläuche. Einteiler blasen warme Luft und Feuchtigkeit durch einen rund zehn Zentimeter dicken Schlauch nach draußen. Steckt der Schlauch in einem Fenster- oder Türspalt, strömt ständig neue warme Luft von außen in den Raum. Außerdem entsteht ein Unterdruck, der weitere Warmluft aus umliegenden Räumen ansaugt. Zu allem Überfluss gibt der Schlauch auch noch selber Wärme ab. Zweiteiler dagegen haben einen wesentlich dünneren und gut isolierten Verbindungsschlauch zwischen Innen- und Außengerät. Durch diesen Schlauch läuft nicht nur die elektrische Leitung, sondern auch das Kältemittel zur Abfuhr der Warmluft. Mit rund 5x4 Zentimetern Durchmesser ist der Schlach etwa so dick wie ein Abflussrohr am Handwaschbecken. Optimal ist hier ein Loch durch die Außenwand, jedoch erlaubt dies nicht jeder Vermieter. Alternativen: Eine Sperrholzplatte mit Loch anstelle des Fensters oder den Schlauch durch den Fensterschlitzt womit wieder warme Luft einströmt. Beides sind keine befriedigenden Lösungen.
    Billiger Testsieger

    Das beste Gerät im Test war erstaunlicherweise auch das preiswerteste: Split 9 000 BTU für 199 Euro. Zumindest das Innengerät ist deutlich leiser als alle anderen Kühlgeräte im Test. Einziger Haken: Für Installation und Inbetriebnahme muss ein Fachmann kommen. Handwerklich Begabte können das Gerät zwar selbst anbauen. Doch vor dem Einschalten muss noch Luft und Feuchtigkeit aus den Leitungen gesaugt werden. Dafür ist Spezialgerät erforderlich. Außerdem drohen Leckagen, bei denen Kältemittel in die Atmosphäre entweicht. Selbst mit zusätzlichen Kosten für fachmännischen Einbau bleibt Split 9 000 BTU trotzdem preiswerter als die meisten anderen Klimageräte. De Longhi PAC FX 400 eco zum Beispiel kostet mit 1 400 Euro gut das Siebenfache, kühlt geringfügig besser als der Billigheimer, ist aber auch lauter. Vorteil des teuren Geräts: Auch Privatleute können es mit seinen Schnellverschlüssen komplett installieren.
    Hoher Stromverbrauch

    Zu allem Überfluss sind die meisten Klimageräte nicht nur laut und ineffizient, sondern sie verbrauchen auch noch ordentlich viel Strom. Am großzügigsten bedienen sich Polaris 9 000 von Bauhaus (1 340 Watt) und Atlantik HCL-57E von Lidl (1 320 Watt). Im Dauerbetrieb ergibt das gut fünf Euro pro Tag - für nur ein Zimmer. In einem heißen Sommer kommen so schnell größere Summen zusammen. Neben dem reinen Stromverbrauch ist auch das Verhältnis zwischen aufgenommener Leistung und Kälteleistung wichtig. Den besten Wirkungsgrad erbringt De Longhi PACT 100 Öko. Deutlich schlechter schneidet Siemens S 1 RKM 210 09002 ab. Alles in allem vollbringen Klimageräte nur bescheidene Leistungen. Dafür sind die meisten sowohl beim Kauf als auch im Unterhalt unverhältnismäßig teuer und dazu im Betrieb laut.
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    13.12.2007 © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten.
    Klimageräte kühlen manchmal teuer
    HANDELSBLATT, Montag, 18. Juni 2007
    Es wird wärmer in Deutschland. In den zurückliegenden sechs Jahren lagen die Temperaturen über den langjährigen Mittelwerten. Die Folge: Immer mehr Menschen leiden unter der Hitze und setzen Klimageräte in den eigenen vier Wänden ein.

    Einteilige, mobile Klimageräte werden vor allem zur Kühlung von kleineren Räumen eingesetzt. Ihre Montage ist denkbar einfach: Nur den Stecker in die Steckdose stecken und den Schlauch zum Ableiten der Warmluft durch ein gekipptes Fenster oder eine Tür nach draußen führen. Nachteil: Durch das geöffnete Fenster dringt gleichzeitig warme Luft ins Zimmer. Dadurch nimmt die Kühlleistung ab, und der Stromverbrauch ist hoch, wie Experten des Immobilienportals Immowelt.de erklären. Lüfter und Kompressor arbeiteten zudem sehr laut.

    Zweiteilige Klimaanlagen bestehen deshalb aus einem Innen- und einem Außengerät, das auf dem Balkon aufgestellt oder an der Fassade aufgehängt wird. Die Fenster können geschlossen bleiben, da beide Teile durch eine Leitung, die durch das Mauerwerk geführt wird, verbunden sind. Ein weiterer Vorteil: Geräusche sind bei einer solchen Anlage kaum zu hören, da sich der Kompressor im Freien befindet. Allerdings müssen diese Geräte vom Fachmann installiert werden.

    Ein durchschnittlich großes Raumklimagerät verursacht rund 100 Euro Stromkosten im Jahr. Beim Kauf sollten Hitzegeplagte daher zu einem Gerät der höchsten Energie-Effizienzklasse greifen, empfehlen die Experten. Denn ein Gerät der Klasse A benötigt zehn bis 15 Prozent weniger Strom als ein Gerät der Klasse C. Aber auch ohne Klimagerät kann eine angenehme Raumtemperatur erhalten werden. Die Experten raten, die Fenster während des Tages gezielt zu beschatten und geschlossen zu halten. Gelüftet wird morgens oder in der Nacht. Auch der altbewährte Ventilator kann das Raumklima verbessern. Sein Stromverbrauch ist, je nach Gerät, mit dem einer 40- bis 60 Watt-Glühlampe vergleichbar.



    Die Stiftung Warentest schrieb am 10.06.2005


    (kurzer Auszug aus einem längeren Beitrag)

    Klimageräte:Kaum Kühlung, reichlich Lärm
    Enttäuschendes Ergebnis: Einteilige Klimageräte schaffen es im Hochsommer kaum, einen mittelgroßen Raum um fünf bis sechs Grad herunterzukühlen. Besonders in Räumen mit direkter Sonneneinstrahlung müssen sie schnell passen: Mehr als zwei bis drei Grad Temperaturminderung sind hier nicht drin. Lediglich die Luftfeuchtigkeit senken die so genannten Monoblockgeräte um einige Prozent. Das macht die Hitze zumindest erträglicher. Etwas besser kühlen zweiteilige Anlagen. Bei diesen Splitgeräten hängt der Kompressor an der Außenwand oder steht auf dem Balkon. Doch auch diese Geräte sind zu schwach für merklich kühlere Räume. Pro Quadratmeter Fensterfläche bräuchte ein ordentliches Klimagerät im Hochsommer rund 1 000 Watt. Herkömmliche Klimageräte bringen jedoch nur zwischen 2 400 und 2 900 Watt Kälteleistung. Das reicht gerade für eine Abstellkammer (...)

    Leise ist keins
    Statt ordentlich zu kühlen machen viele Klimageräte hauptsächlich Lärm. Mit einem Monoblock im Raum ist Konversation nur schwer möglich. Auch zum Schlafen sind diese Geräte zu laut. In puncto Lautstärke war keines der getesteten Monogeräte besser als befriedigend. Etwas leiser sind zum Teil Splitgeräte - zumindest innerhalb des Raums. Ihr lärmender Kompressor bleibt draußen. In ruhigen Wohngegenden erregt solch ein außenstehender Kompressor allerdings leicht den Ärger der Nachbarn. (...)

    Hoher Stromverbrauch
    Zu allem Überfluss sind die meisten Klimageräte nicht nur laut und ineffizient, sondern sie verbrauchen auch noch ordentlich viel Strom. Am großzügigsten bedienen sich Polaris 9 000 von Bauhaus (1 340 Watt) und Atlantik HCL-57E von Lidl (1 320 Watt). Im Dauerbetrieb ergibt das gut fünf Euro pro Tag - für nur ein Zimmer. In einem heißen Sommer kommen so schnell größere Summen zusammen. Neben dem reinen Stromverbrauch ist auch das Verhältnis zwischen aufgenommener Leistung und Kälteleistung wichtig.(...)


    Dieser Artikel wurde 643 mal gelesen und am 13.12.2007 zuletzt geändert.
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