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Bedrohte Natur in Baden, Elsass und am Oberrhein

07.05.2010

Neues BUND-Infoblatt: Natur am Oberrhein – Bedrohte Vielfalt


An die Medien
Sehr geehrte Damen und Herren in den Redaktionen,

wir freuen uns, Ihnen das neue BUND-Infoblatt „Natur am Oberrhein – Bedrohte Vielfalt“ vorstellen zu können. Es wurde in einer Erstauflage von 50.000 Stück auf Recyclingpapier gedruckt.

Im internationalen Jahr der Biodiversität 2010 ist es sehr erfreulich, dass sich Medien und Öffentlichkeit verstärkt mit Themen wie dem gefährdeten Great Barrier Reef und der Abholzung des Regenwaldes in Amazonien oder auf Borneo beschäftigen.

Doch die Artenvielfalt ist nicht nur in weit entfernten, exotischen Ländern bedroht, sondern auch hier am Oberrhein, vor unserer Haustür. Darum wollen wir die Aufmerksamkeit der Medien und der Öffentlichkeit auf die selten gewordenen Feldlerchen und Rebhühner, auf den vom Aussterben bedrohten großen Brachvogel und den Kiebitz lenken, auf die Verrummelung der Natur am Feldberg und im Taubergießen und auf die Gefährdung der Naturschutzaspekte des Integrierten Rheinprogramms. Raubbau an Natur und Umwelt war und ist leider immer noch ein Thema in der so genannten „Ökoregion“ am Südlichen Oberrhein.

Einige der großen Themen und Problemfelder in Sachen Schutz von Natur und Landschaft am Oberrhein sind aus unserer Sicht:

  • Der immer noch kaum gebremste Flächenverbrauch;
  • Die Verwandlung bisher vielfältiger Agrarlandschaften in eine monotone Agrarsteppe;
  • Die zunehmende Überdüngung von Wiesen und Weiden;
  • Die Gefährdung der Naturschutzaspekte des Integrierten Rheinprogramm durch gut organisierte Lobbygruppen;
  • Die zunehmende Verrummelung mancher Naturschutzgebiete;
  • Die Zerschneidung und Entwertung wertvoller Landschaftsteile durch neue Verkehrsinfrastruktur;
  • Die Vernachlässigung der Natur- und Umweltaspekte bei der angedachten Metropolregion Oberrhein;
  • Die Tendenz, Grünzäsuren und Grünzüge im Rahmen der Regionalplanung zu streichen;
  • Die optisch-ästhetische Verschandelung unserer Orts- und Landschaftsbilder durch ausufernde, „charakterlose“ Gewerbegebiete.


Dazu kommen die vielen „kleinen“ Detailprobleme wie der geplante Kalkabbau im FFH-Gebiet am Urberg, das durch Sportplatzverlegung und „Auelandschaftspark“ bedrohte Wildkatzenhabitat bei Burkheim und überzogene Baulandvorstellungen vieler Gemeinden, um nur einige Beispiele zu nennen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Frank Baum Axel Mayer
für den Vorstand Regionalgeschäftsführer


  • hier geht´s zum neuen Infoblatt "Natur am Oberrhein – Bedrohte Vielfalt"
  • hier finden Sie einen umfassenderen Hintergrundtext
  • hier geht´s zu den Infos zum Integrierten Rheinprogramm IRP


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Dieser Artikel wurde 828 mal gelesen und am 11.8.2010 zuletzt geändert.