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Neusprech - Propaganda - Greenwash und Sprache

08.02.2013

Neusprech - Propaganda - Greenwash und Sprache


Im Jahr 1949 erschien der berühmte Roman “1984” des englischen Autors George Orwell. Er beschreibt darin eine düster realistische Zukunftsvision, eine moderne Diktatur, einen Überwachungsstaat als Gedankenregime, in dem der allwissende, allsehende „Große Bruder“ die Macht hat. Eine wichtige Form der Herrschaft in dieser Gedankendiktatur ist die Beherrschung und Manipulation der Sprache.

"Krieg ist Frieden
Freiheit ist Sklaverei
Unwissenheit ist Stärke“
George Orwell


Die Manipulation von Sprache als Mittel der Machtausübung und Unterdrückung ist vermutlich so alt wie die Sprache selbst. Gerade auch in der Zeit des Faschismus wurde Neusprech politische und propagandistische Realität. Hitler hat nicht immer von Krieg gesprochen, wie uns das eine vereinfachende Geschichtsdeutung weismachen will. Er hat in den ersten Jahren der Machtausübung immer wieder von Frieden gesprochen, aber Krieg gemeint. Das Gift des Bösen war durchaus auch in Zucker getaucht. Wenn es der Geschichtsunterricht an den Schulen nicht wagt, diesen geschickt gestreuten “Zucker” zu beschreiben, dann können die Mechanismen der Propaganda nicht verstanden werden.

Vernichtungslager – Konzentrationslager
Massenmord – Endlösung


Auch heute wird Sprache zur Desinformation missbraucht. Dies gilt insbesondere für die Sprache des Militärs, gerade auch in Kriegszeiten. Das vom Nürnberger Waffenproduzenten Werner Diehl, in Kooperation mit dem Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall, gegründete Gemeinschafts- unternehmen “Gesellschaft für intelligente Wirksysteme” stellt laut TAZ vom 2.3.09 u. a. "intelligente" Streubomben her, die nicht Streubomben genannt werden dürfen. Das orwellsche „Krieg ist Frieden“ galt auch für die deutsche Bundesregierung im lange Zeit unerklärten Krieg in Afghanistan. Ein asymmetrischer Krieg der in der öffentlichen Darstellung aber nicht so genannt werden sollte. Erschreckend erfolgreich waren die Vorkriegs- und die Kriegslügen der Bush-Regierung. Dass Diktatoren lügen wissen wir. Unsere Aufgabe als Demokraten ist es, den Lügen in der Demokratie entgegenzutreten.

Tötung von Zivilisten – Kollateralschäden
Waffen & Streubomben - Intelligente Wirksysteme
Nicht tödliche Waffen - Nicht tödliche Wirkmittel
Militärischer Auftrag mit der Option zu töten - Robustes Mandat
Angriff – Vorwärtsverteidigung
Vertreibungspolitik - Siedlungspolitik -
Folter - Umstrittene Verhörmethode
"er wurde gefoltert" - "er wurde behandelt"




Neusprech muss nicht immer nur die Ersetzung oder Neuschaffung von Begriffen sein. Manche alten, wohlklingenden Begriffe werden einfach umgedeutet. 1969 wollte Willy Brandt gegen den politischen Muff und Filz der Nachkriegszeit „mehr Demokratie wagen“ Gemeint war damit der Wunsch und der Wille „mehr Reformen zu wagen“. Über Jahrzehnte hat eine gezielte Umdeutung dieses positiv besetzten Begriffs stattgefunden. Heute steht das Wort „Reform“ für Sozialabbau und den neoliberalen Umbau der Gesellschaft. Niemand hat sich gegen diesen Missbrauch des Begriffs gewehrt. Auch über die Begriffe "Arbeitnehmer und Arbeitgeber" lohnt es sich nachzudenken. Wer gibt und wer nimmt?

Entlassung, Kündigung – Freisetzung
Sozialabbau – Reformen
Gerechtigkeitsdebatte - Neiddebatte


Selbst bei "unpolitischen" Naturschutzthemen gibt es Neusprech: "Durch eine umfassende Untersuchung konnte nachgewiesen werden, dass die seit 1912 in Baden-Württemberg "ausgestorbenen" Wildkatzen wieder in den Wäldern des Landes umherstreifen." (Zitatende) Ausgestorben" ist ein seltsam beschönigendes Wort. Es klingt nach "still von uns gegangen". Bekämpft, verfolgt, ausgerottet, ausgemerzt..., diese Begriffe beschreiben den Umstand des "Aussterbens" ein wenig treffender.

Verfolgt, Ausgerottet, Ausgemerzt - Ausgestorben
Abschuss von Kormoranen - Letale Vergrämung von Kormoranen


Wenn es um die Durchsetzung von Industrieinteressen gegen Mensch, Natur und Umwelt geht, dann setzen Atom-, Gen- und Chemielobbyisten schon lange auf Greenwash. Neusprech ist bei den großen PR-Firmen zwischenzeitlich Tagesgeschäft, gerade auch wenn nach großen Industrieunfällen (Bhopal, Seveso, Toulouse...) Krisenkommunikation als gezielte Desinformation betrieben wird. Mit dem gezielt eingeführten Kampfbegriff "Ökologismus" versuchen Industrielobbyisten und neoliberale Netzwerke positiv besetzte Begriffe wie Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Ökologie zu ersetzen, Zukunftsfähigkeit zu diskreditieren und die Umweltbewegung in die politische Nähe von Sekten zu stellen.

Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Ökologie - Ökologismus
Pestizid / Gift - Pflanzenschutzmittel
Kohlendioxid (CO2) Abgas-Pipeline - Klimaschutzpipeline
Gift – Wirkstoff
Beseitigung von Giftmüll – Entsorgung
Abwrackprämie - Umweltprämie
Gezielte Verkürzung der Produktlebensdauer / Geplante Obsoleszenz - Sinnvolle Gebrauchsdauer
Müllverbrennung – Thermische Abfallbehandlung


Eine Blüte der Desinformation und des Greenwash erleben wir im Zusammenhang mit Klimawandel und Atomenergie. „Es gibt keine menschengemachte Klimaveränderung“ war eine der vielen Werbeaussagen der PR-Firma Burson Marsteller im Auftrag der Öl- und Kohlekonzerne in den USA. „Wegen der drohenden Klimaveränderung brauchen wir unbedingt mehr Atomkraftwerke“ ist nun die gegensätzliche, neue Werbebotschaft von Burson Marsteller, denn die industriellen Meinungsmacher arbeiten jetzt auch für die Atomkonzerne. Der Begriff Atomkraftwerk wird von vielen Menschen immer noch mit der Atombombe assoziiert. Darum wurde schon vor Jahrzehnten der harmloser klingende Begriff der Kernenergie eingeführt. Eine Offenbarung in Sachen Neusprech ist die Notfallschutzbroschüre des Regierungspräsidiums Freiburg für das AKW Fessenheim. Aus dem Katastrophenschutz wurde der Notfallschutz, aus dem Atomunfall das Ereignis und Radioaktivität tritt bei diesem Ereignis nicht etwa unkontrolliert aus, sondern Radioaktivität wird freigesetzt... Auch auf vielen Wikipediaseiten heißt der AKW-Schornstein zur Abgabe von krebserzeugender Radioaktivität immer noch Abluftkamin. Ein Teil der lebensbedrohenden Radioaktivität die aus dem AKW Fukushima entweicht, stammt aus einem "Abklingbecken"...

AKW – KKW
Atomkraftwerk – Kernkraftwerk
Plutonium-AKW – Schneller Brüter
Zwischenlager für hochradioaktive "Brennstäbe"- Abklingbecken
Atommülllager – Entsorgungspark
Atomunfall – Ereignis
Atomkatastrophe – Bedeutsames Ereignis
Katastrophenschutz – Notfallschutz
Katastrophenschutzbroschüre - Notfallschutzbroschüre
Austritt von Radioaktivität – Freisetzung von Radioaktivität
Entgiftung – Dekontamination
AKW-Schornstein – Abluftkamin


George Orwell war ein realistischer Visionär. Er hat Neusprech, die Gedankendiktatur und den Überwachungsstaat beschrieben. Viele Diktaturen des letzten Jahrhunderts in Ost und West waren schrecklich, aber glücklicherweise technisch noch unvollkommen. Heute, in der Demokratie, sind wir da technisch „weiter“. Das zentrale Problem der Menschen sind nicht die unter entsetzlichen Opfern überwundenen Katastrophen und Diktaturen. Das Problem ist unsere offensichtliche Unfähigkeit daraus zu lernen. Gegen Neusprech, Propaganda und Greenwash lässt sich in der real existierenden Demokratie leichter angehen als in einer Diktatur. Wann, wenn nicht jetzt, sollten wir beginnen, uns gegen die Manipulation der Sprache und des Denkens zu wehren?

Ein persönlicher Beitrag von Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer, Kreisrat im Kreistag Emmendingen, Vizepräsident TRAS

Mein Dank geht an Walter Mossmann und Gerhard Peringer für die kritische Durchsicht dieses Textes.




Informationsblätter zum Thema Neusprech gibt´s
zum Selbstkostenpreis (100 Stck = 4€) hier.

Den Flyer "Sprache - Neusprech - Propaganda" können Sie als PDF-Datei auch direkt hier herunterladen.










Umstrittene Verhörmethode? Waterboarding ist Folter - Gegen das Neusprech in deutschen Medien


An die Jury
Unwort des Jahres
Prof. Dr. Martin Wengeler
FB II Germanistik/ Germanistische Linguistik
Universität Trier
Universitätsring 15
54286 Trier
vorschlaegeunwortdesjahres.net

Sehr geehrte Damen und Herren in der Jury,

ich möchte hiermit den Begriff "Umstrittene Verhörmethode" als Unwort des Jahres 2013 vorschlagen.

Umstrittene Verhörmethode -ein Begriff aus dem Vokabular der Unmenschlichkeit- macht sich in den deutschen Medien breit. Anfang Februar 2013 gab es in beinah allen Medien Berichte über die Einführung des neuen CIA-Chef John Brennan. In den meisten Printmedien, aber auch bei ARD, ZDF und selbst im Deutschlandfunk gab es Sätze wie diesen: "Der designierte CIA-Chef John Brennan hat in der Vergangenheit keine Versuche unternommen, umstrittene Verhörmethoden des Geheimdienstes zu unterbinden". Manche Medien, wie z.B. die Süddeutsche schrieben den Neusprech-Begriff zumindest noch in Anführungszeichen.

Aber Folter ist Folter ist Folter
und wer Waterboarding als "Umstrittene Verhörmethode bezeichnet, der verharmlost Folter und öffnet der Barbarei Tür und Tor.



Beim Opfer dieser, u.a. vom CIA unter George W. Bush praktizierten Folterpraxis wird durch Ausnutzen von Würgreflexen physiologisch zwingend der Eindruck unmittelbar drohenden Ertrinkens hervorgerufen, indem die Atmung durch ein Tuch, welches ständig mit Wasser übergossen wird, stark erschwert wird. Durch das Fixieren des Folteropfers in einer Position, in der sich der Kopf tiefer befindet als der restliche Körper, soll das Eindringen von Wasser in die Lungen und ein darauf folgendes tatsächliches Ertrinken verhindert werden. Manche Straftäter wurden vom CIA innerhalb eines Monats 183 Mal dem berüchtigten Waterboarding unterzogen.

Für eine "saubere Kriegsführung und eine saubere Folter" ist Waterboarding "ideal". Waterboarding gehört zu den Verhörmethoden, die keine körperlichen Spuren hinterlassen (Weiße Folter). Nachträgliche Beweise für Folter im Fall von Waterboarding sind daher schwer zu erbringen.


  • In der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“
    steht im Artikel 5:
    Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.

  • Im Grundgesetz
    steht im Artikel 1:
    Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.


Die wirklichen Werte, auf die wir stolz sein können,
die Aufklärung oder die Menschenrechte werden mit Waterboarding und Folter nicht verteidigt, sondern mit Füßen getreten.

Eine Berichterstattung, die aus Folter eine "Umstrittene Verhörmethode" macht, ist nicht akzeptabel. Der Begriff ist orwellsches Neusprech und eine solche Berichterstattung ist Feigheit vor dem Freund.

Wehret den Anfängen der Barbarei, sollte eine der großen Lehren aus den Verbrechen der Vergangenheit sein. "Umstrittene Verhörmethode" sollte zum Unwort des Jahres 2013 werden.

Axel Mayer / Kreisrat




Nachträge:
  • Und Du, der Du diesen Text gelesen hast, solltest Dich nicht scheuen, Dich bei Deiner Zeitung und bei deinem Radio- und TV-Sender zu beschweren, wenn Folter verharmlost wird. Und wende Dich bitte mit Deinem Absender und dem oben abgedruckten Text (oder Deiner Textvariation) an die Jury -Unwort des Jahres- vorschlaegeunwortdesjahres.net

  • Es ist leider typisch mit welcher Inbrunst und welchem Rigorismus in Deutschland über längst überwundene Unwörter in alten Kinderbüchern, wie in der "Kleinen Hexe" von Otfried Preußler, diskutiert wird. Wir leben in einer Zeit rückwärtsgewandter Debatten, die immer weniger Bezug zu aktuellen Gefährdungen der Demokratie und zu aktuellem Neusprech haben, die allerdings wunderbar von Begriffen wie "Umstrittene Verhörmethode" ablenken.






    Hanns Dieter Hüsch: Bedenkt
    (...)
    "Und dass gefoltert wird, das sollt ihr auch bedenken.
    Gewiss ein heißes Eisen, ich wollte niemand kränken,
    doch werden Bajonette jetzt gezählt und wenn eins fehlt,
    es könnte einen Menschen retten,
    der jetzt um diese Zeit in eurer Mitte sitzt,
    von Gleichgesinnten noch geschützt.
    Wenn ihr dies alles wollt bedenken,
    dann will ich gern den Hut, den ich nicht habe, schwenken.
    Die Frage ist, die Frage ist,
    sollen wir sie lieben, diese Welt?
    Sollen wir sie lieben?
    Ich möchte sagen, wir wollen es üben."


    Auszug aus dem "wichtigsten" Gedicht von Hanns Dieter Hüsch (aus: Das Schwere leicht gesagt.
    Spektrum Bd. 4274, Verlag Herder, Freiburg 1994, S. 129)
    Quelle




    Ein "netter und passender Text" von Gerhard Seyfried
    Die Bundesregierung informiert:
    Eine erwiesenermaßen nicht stattgehabte Ungefahr durch behauptetes Nichtverbleiben unbedeutend geringer restschwachaktiver Minimalstrahlungsmengen innerhalb des Ultrahochsicherheits-Reaktorgefäßes ist zum einen weder gegeben, noch kann von einer Solchen die Rede sein!
    Das Bundesministerium für Volksverdumpfung





    Mehr Infos zum Thema Greenwash & Propaganda
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    Mehr Infos zu "Intelligente Wirksyteme & Streubomben"


    Neusprech: Atome für den Frieden





    Neusprech aktuell


    Abwrackprämie / Umweltprämie / Umweltzerstörungsprämie & Neusprech
    Am 27.01.2009 hat das Bundeskabinett
    die „Richtlinie zur Förderung des Absatzes von Personenkraftwagen beschlossen“. Wer sein über 10 Jahre altes Auto verschrottet, bekommt bei gleichzeitiger Anschaffung eines Neuwagens eine so genannte Umweltprämie von 2500 Euro.

    Hans Magnus Enzensberger gibt der „Umweltprämie“ den richtigen Namen. Er schreibt: „Die Abwrackprämie ist eine Belohnung für die Vernichtung von Gebrauchsgegenständen; ihr Besitzer empfängt diese Prämie, die er als Steuerzahler entrichtet.“ (Zitatende)


    Die Abwrackprämie ist tatsächlich auch eine Umwelt- und Wertzerstörungsprämie
    und der Begriff “Umweltprämie” ist orwellsches Neusprech. Viele der neuen Autos haben einen nur geringfügig niedriegeren Energieverbrauch und Schadstoffausstoß als die Altfahrzeuge. Die Energiemengen und Rohstoffe, die bei der Produktion eines Autos verbraucht werden, die damit verbundene Umweltzerstörung und die Schadstoffemissionen spielen in dieser Debatte keine Rolle. Ein Mittelklasse-Auto wiegt 1000 bis 2000 Kilogramm. Industrieprodukte haben einen "ökologischen Rucksack", der rund 30-mal so schwer ist - wenn man etwa den Abraum bei der Erzgewinnung für Stahl und Blech hinzurechnet. (Recycling ist immer auch wertminderndes Downcycling) Güter möglichst sparsam zu verwenden und die Gebrauchszyklen zu verlängern... das wäre Umweltschutz.

    Umweltprämie Abwrackpämie

    „Immer mehr und immer dümmere Produkte kaufen mit Geld, das mensch nicht hat“
    Diese zentrale Grundidee des „American way of life" stand am Beginn der US-Immobilienkrise. Es ist der Mythenmix aus Konsumismus und der Illusion von Freiheit, aus schnellem Geld und schnellem Genuss. Manche Ansätze zur Bewältigung der Krise wiederholen teilweise die Fehler, welche die Krise ausgelöst haben. Das ist kein Wunder. Schließlich gehören viele der heutigen “Problemlöser” zu den Problemverursachern.

    Es spricht wenig gegen eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Krisenintervention.
    Doch wenn in einer Zeit des Klimachaos und der schwindenden Energievorräte in Wegwerfprämien für langlebige Produkte investiert wird um die Konjunktur anzukurbeln, dann legt die so genannte Krisenintervention die Wurzeln für zukünftige größere und nicht reparable Zusammenbrüche. Am problematischsten und umweltfeindlichsten ist in diesem Zusammenhang tatsächlich die “Umwelt”prämie genannte Verschrottungsprämie für PKW.

    Für das Klima macht es da keinen Unterschied,
    dass die Mehrzahl der neuen Fahrzeuge nicht in Deutschland , sondern in Polen, Brasilien, Mexiko und Spanien hergestellt wird. Der nicht Auto fahrende Steuerzahler, aus dessen Tasche die “Umwelt”prämie auch finanziert wird, sieht diese Subventionierung von Arbeitsplätzen in Billiglohnländern und die damit verbundene Geldverschwendung vermutlich nicht so positiv wie Politiker und die Lobbyisten der Autoindustrie.

    Ökologisch und zukunftsfähig sind nur Programme
    zur Bewältigung der Krise mit der Zielsetzung echter Nachhaltigkeit. Die Produktlebensdauer, die Phasen des Produzierens, Konsumierens und Wegwerfens dürfen nicht künstlich verkürzt werden. Nur gute, umweltfreundliche, langlebige, reparaturfähige und dadurch arbeitsplatzschaffende Produkte sind zukunftsfähig. Der jetzt überall gepredigte schnelle Konsumismus ist ein zerstörerischer Irrweg und Wegbereiter kommender Krisen.

    Axel Mayer / BUND Geschäftsführer / Freiburg




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    Umweltprämie, Abwrackprämie, Verschrottungsprämie und Umwelt



















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    Dieser Artikel wurde 11687 mal gelesen und am 13.6.2013 zuletzt geändert.