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Mauersegler: Nistkästen / Nisthilfen




Speziell für den Mauersegler geeignet, man sollte beachten, dass der Mauersegler in Kolonien brütet und man somit mehrere Kästen bauen und aufhängen sollte! (2-4)

Brutzeit: April bis September


Material:

Maße:


Es empfiehlt sich astfreie, natürliche (unbehandelte) Fichten- Kiefer, oder Tannenholzbretter, mit einer Stärke von ca. 2cm zu verwenden. Sie sind relativ kostengünstig und in so gut wie jedem Holzfachmarkt und Baumarkt zu finden. Man kann sie zurecht schneiden lassen (Kosten!) oder sie selbst bearbeiten. Wobei bei Sägearbeiten immer Vorsicht geboten sein sollte.
Des weiteren benötigt man ca. 20 Nägel (zwischen 4-5cm) um die einzelnen Teilstücke zu verbinden. 4 Schrauben mit 8-10cm um den Kasten an der Wand zu befestigen. Ebenfalls nötig sind Hammer, Schleifpapier (und/oder Feile), Holzbohrer, Raspel, Stift und eine Stichsäge.


Bauanleitung:

Wenn man sich die Teilstücke selber zurecht sägen möchte, muss man zuerst die benötigten Teilstücke mit Bleistift auf den Brettern vorzeichnen und sie dann mit der Stichsäge ausschneiden. (Bitte beachten, dass in den hinteren Teil der Bodenplatte, 2-4 kleine Löcher gebohrt werden müssen, um einen guten Wasserablauf zu ermöglichen!)
In die Vorderwand bohrt man direkt nebeneinander, im oberen Mittel, 2 Löcher mit einem Durchmesser von ungefähr 3-3,2cm. Danach feilt man das übrige Holz ab um ein ovales Loch zu erhalten.
Hat man alle benötigten Teile ausgeschnitten und präpariert kann man sich an den Zusammenbau machen. Als ersten Schritt vernagelt man die Rückwand mit der Bodenplatte. Dann kommen die Seitenwände hinzu. Im Anschluss setzt man das Dach auf und bringt die Vorwand an. Bei der Vorderwand ist darauf zu achten, dass sie beweglich sein sollte, um den Nistkasten besser reinigen zu können!
Es sollten zusätzlich 2 Leisten (zum Aufhängen) an der Rückwand des Nistkastens befestigt werden, da er ziemlich lang und schwer ist und somit die nötige Stabilität erhält!

Anbringung:

Der Nistkasten sollte zusammen mit 2-3 weiteren Kästen bis spätestens Mitte April, so hoch wie möglich (über 5m Höhe, an Gebäuden) aufgehängt werden. Die Bereiche sollten geschützt sein und einen guten An- und Abflug ermöglichen. Gut geeignet sind Dachvorsprünge, überdachte Balkone oder ähnliches.


Pflegetipps:

Die Außenseiten kann man mit Leinöl (zur natürlichen Imprägnierung) einstreichen.
Der Kasten sollte einmal im Jahr gereinigt werden. Am besten erledigt man das im Spätsommer (September/Oktober)

Wer einmal einen Nistkasten gebaut und aufgehängt hat
und wer Vögel und Natur beobachtet, wird langfristig auch erkennen, dass der Bau von Nisthilfen nur ein erster, kleiner Schritt ist, denn die Bedrohung von Vögeln, Natur und Umwelt erfordert weitergehende Schritte. Auf diesem Wege lernt man, dass Natur in Gärten, Wälder, Städte und Dörfer zurückgebracht werden muss und dass Vogel-, Natur- und Umweltschutz langfristig auch dem Menschen dient und nutzt. Gerade Gartenfreunde können einiges zum Vogelschutz beitragen. Naturnahe Brutstätten finden Höhlenbrüter überall dort, wo es im Garten ein wenig „unordentlich“ ist. Alte, morsche Bäume, abgestorbene Äste, Hecken, „Wildnisecken“ und der Verzicht auf Gift gehören bei einem lebendigen, naturnahen Garten dazu.

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Dieser Artikel wurde 9838 mal gelesen und am 17.3.2010 zuletzt geändert.