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Nicht nur in Fessenheim: Französische 900 MW-Reaktoren ohne funktionierendes Notfallsystem

15.12.2005
An die Medien,

BUND Regionalverband, Wilhelmstr. 24a, 79098 Freiburg, 0761/30383, bund.freiburgbund.net, www.bund-freiburg.de

Gerade erreicht uns aus Frankreich die Meldung, dass sämtliche französischen AKW der 900 MW-Klasse (Fessenheim!) ein massives technisches Problem mit den Pumpen des Notkühlsystems haben.

Dieses technische Problem betrifft insgesamt 34 Reaktoren und wird bei allen AKW als ernstzunehmender Störfall der Kategorie 2 eingestuft.

Atomkraftwerke, deren Notkühlsysteme nicht einwandfrei funktionieren, sind wie Autos, deren Bremsen nicht funktionieren. Allerdings vernachlässigt dieser Vergleich einen gravierenden Unterschied: Bei einem Autounfall können einige Menschen sterben, bei einem Atomunfall aber sterben tausende Menschen und ein Teil Zentraleuropas kann dauerhaft unbewohnbar werden.

Warum wurde dieses Problem in den letzten Jahren trotz der mit öffentlichem Getöse durchgeführten Kontrollen nicht entdeckt?

Nach Ansicht von BUND Geschäftsführer Axel Mayer kann es nicht angehen, das Problem (viel zu spät) zu erkennen und dann die Atomanlagen erst im nächsten Jahr zu reparieren. Wer wissentlich ein Auto mit defekten Bremsen benutzt, wird bestraft.

Atomkraftwerke bergen generell ein unkalkulierbares Risiko. Defekte AKW wissentlich weiterzubetreiben ist absolut verantwortungslos. Wir erinnern hier auch an die Mitverantwortung der EnBW, die Atomstrom aus Frankreich bezieht.

Axel Mayer

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Dieser Artikel wurde 1975 mal gelesen und am 22.1.2007 zuletzt geändert.