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Greenwash und Manipulation in den USA: TOXIC SLUDGE IS GOOD FOR YOU

Akzeptanzforschung, Greenwash und Manipulation in den USA

Akzeptanzforschung, Greenwash und käufliche Meinung sind in den USA wesentlich "weiter entwickelt" als in Europa. Aus diesem Grund stellen wir hier die Zusammenfassung zweier wichtiger Bücher zu diesem Thema aus den USA ins Internet.
Eine Zusammenfassung muss zwangsläufig verkürzen und interpretieren. Sie soll nur einen Überblick geben. Darum bitte nur aus den Orginalen und nicht aus den Zusammenfassungen zitieren.
Wir danken Frau Dr. Sigrid Faltin für die Überlassung der Zusammenfassungen. Zwischenzeitlich gibt es eine deutsche Ausgabe des Buches (siehe unten)

TOXIC SLUDGE IS GOOD FOR YOU
Lies, damn lies and the public relations industrie
John Stauber and Sheldon Rampton
© 1995
John Stauber, Jgg. 1953
Einführung (von Mark Dowie):


Der erste große Erfolg der PR-Industrie war 1929: Bei der Osterparade auf New Yorks 5. Ave. marschierten junge Frauen (debutantes) mit angezündeten Zigaretten. Zum ersten Mal zeigten sich Frauen, die keine Prostituierten waren, rauchend in der Öffentlichkeit. Organisator dessen war Edward Bernays, ein Neffe Siegmund Freuds, der das als "Ausdruck der Befreiung der Frauen" feierte, später aber zugeben mußte, dafür von George Washington Hill, dem Präsidenten der Amerikanischen Tabak Industrie, bezahlt worden zu sein. Innerhalb kürzester Zeit wurde es für amerikanischen Frauen schick, in der Öffentlichkeit zu rauchen. Dieser Vorgang wird heute noch gefeiert als erster "Triumph" der PR-Industrie.

Altgediente PR-Hasen können heute in jeder Zeitung in jedem Land sehen, welche Meldung von der PR-Industrie lanciert wurde und welche nicht. (2)

Ein Drittel der amerikanischen PR-Leute begannen ihre Karriere als Journalisten. 40% aller "Nachrichten" stammen ungefiltert aus PR-Büros (2). 150.000 PR-Leuten stehen in den USA 130.000 Journalisten gegenüber. Und die Zahl der Journalisten wird ständig kleiner! Inzwischen entsenden die besten Journalistenschulen die Mehrheit ihrer Absolventen direkt in PR-Büros (3).

PR ist nicht zu verwechseln mit Werbung! Aber jede große Werbeagentur hat auch ihren PR-Ableger. PR-Firmen arbeiten dezenter. Man unterscheidet zwischen "bezahlten Nachrichten" (Werbung) und "kostenlosen Nachrichten" (PR).

Kapitel 1: Burning Books Before They're Printed
Im Sommer 1988 gab es einen Verkaufsschlager in den USA: Rosinen. Das verdankte das "California Raisin Advisory Board" (CALRAB) einem pfiffigen Werbespot, in dem lustige Rosinen tanzten. Im Sommer 1988 gab es eine 27-Städte-Tournee mit tanzenden Rosinen und einem eigenen Fan-Club. Der Verkauf der Rosinen war um 17% gestiegen, seit die tanzenden Rosinen erfunden wurden. Dann kam die "Krise" durch einen Journalisten namens David Steinman. Er hatte schon Artikel für LA-Weekly geschrieben über Giftmüll, der Fische vergiftet hatte und war selbst überrascht, dass in seinem Körper astronomische Mengen an DDT und PCB gefunden worden waren. Steinman recherchierte fünf Jahre lang und schrieb ein Buch mit dem Titel "Diet for a poisoned planet", das 1990 erscheinen sollte. Darin schrieb er, dass 100 krebserregende Substanzen und andere Gifte in Routineuntersuchungen von amerikanischen Nahrungsmitteln von Rosinen bis Joghurt und Rindfleisch gefunden worden waren, und dass in 16 Proben von Rosinen Rückstände von 110 Chemikalien und Pestiziden gefunden worden waren.

CALRAB engagierte daraufhin die Ketchum PR, die sechstgrößte PR-Firma der USA mit einem Jahresumsatz von $ 50 Mio, Firmensitz in NY. Hauptkunden: Nahrungsmittelfirmen. Ketchum wirbt damit, PR-Probleme zu lösen "von der Giftmüll- bis zu Atommüll-Krise" Ein Mitarbeiter von Ketchum gab den Autoren ein geheimes Dossier, wie CALRAB geholfen werden sollte. Das allerwichtigste, laut Ketchum-Chef: "Alle Dokumente und Unterhaltungen sind vertraulich. Denken Sie daran, wir haben einen Papierschredder. Seien Sie vorsichtig auch in Aufzügen und Fluren. Lassen Sie nichts rumliegen."

So wurde eine PR-Kampagne entwickelt, um das Erscheinen des Buches zu verhindern. Sie schleusten einen Informanten ein, der sich über die Vermarktung des Buches sachkundig machen sollte. Sie riefen jede Talkshow an, die Steinman eingeladen hatte.

Eine andere PR-Firma namens Edelmann PR wurde engagiert, um Steinman zu diskreditieren. Mit dem Erfolg, dass die "Today Show" ein Interview mit Steinman zwar aufnahm, aber nie sendete.

Ketchums Dossier schlug außerdem vor, "externe Botschafter" zu rekrutieren für die Kampagne, wie z.B. Politiker, oder Wissenschaftler wie Elizabeth W. Whelan. Whelan ist eine prominente Anti-Umweltschützerin des "American Council on Science and Health" (ACSH), das von der Chemieindustrie finanziert wird (s. u.). Whelan schrieb unter anderem einen Brief an den Chef des Weißen Hauses und warnte vor Steinman und anderen, "die sich darauf spezialisieren, Verbraucher zu erschrecken" und "den amerikanischen Lebensstil bedrohten und demnächst womöglich auch die nationale Sicherheit" (zitiert 9). Whelans Brief wurde weitergeschickt an das US-Ernährungsministerium, dass sich daraufhin der Anti-Steinman-Kampagne anschloss. Man gab ein "vertrauliches" Gutachten über das Buch in Auftrag.

Das Vorwort zu dem Steinman-Buch hatte der wissenschaftliche Leiter der US-Umweltschutzbehörde, Dr. William Marcus, geschrieben. Er betonte, dass es seine private Meinung sei. Trotzdem forderte Whelan das Weiße Haus auf, dafür zu sorgen, dass Marcus das Vorwort zurückzieht. Marcus weigerte sich und wurde später von der Umweltbehörde entlassen.

Das Steinman-Buch war nicht das erste und letzte, das einer PR-Kampagne zum Opfer fiel.

  • 1992 organisierten Morgan & Myers PR im Auftrag des Nationalen Milch-Boards eine Kampagne gegen ein Buch, dass eine strenge vegetarische Ernährung befürwortete (auch von dieser Kampagne gibt es ein geheimes Strategiepapier).

  • 1981 wurde ein kritisches Buch über DuPont bekämpft. Es sollte im "Book-of-the-Month-Club" erscheinen. Ein Anruf aus der PR-Zentrale von DuPont mit der Androhung eines Schadensprozesses verhinderte dies. Statt 15.000 wurden nur 10.000 Expemplare gedruckt und das Werbebudget von 15.000 auf 5.500 $ zurückgeschnitten, trotz hervorragender Vorabbesprechungen in den Zeitungen.

  • Eine PR-Firma lancierte einen Spion in das Büro von Jeremy Rifkin, der das Buch "Beyond Beef" schrieb. Mehr über diesen Spion namens "Bud" Vestermark weiter unten. Rifkins Buch "Beyond Beef" sollte 1992 auf einer US-weiten Tour vorgestellt werden. Die Tour musste abgesagt werden, weil Fernsehredakteure, mit denen Auftritte Rifkins vereinbart worden waren, Anrufe von einer Frau erhielten, die angeblich im Auftrag Rifkins die Auftritte absagte! Eine Redakteurin bekam nach ihrem Anruf von Rifkins Agentin unmittelbar darauf wütende anonyme Anrufe, die Rifkin denunzierten. (12f)


Jahresumsatz der PR-Industrie in den USA: 10 Milliarden $.

  • Umfasst fertig geschnittene Fernsehbeiträge. "Das meiste im Fernsehen ist ein PR-Produkt", sagt der Vizepräsident von Gray & Company PR (zit. 13).

  • Umfasst industrie-gegründete Bürgerinitiativen. Z. B. von Burson-Marsteller wurde die "National Smokers Alliance" gegründet als BI für die Rechte der Raucher.

  • Playboy und Penthouse gründeten eine BI "Amerikaner für die Freiheit der Verfassung", die sich gegen die Porno-Kommission richtete.


Kapitel 2: The Art Of The Hustle And The Science Of Propaganda
Über die Geschichte der amerikanischen PR-Industrie

Kapitel 3: Smokers' Hack
Über die PR der Tabakindustrie (darüber haben Sheldon-Stauber ein eigenes Buch geschrieben)

Kapitel 4: Spinning the Atom
1953, als Präsident Eisenhower die friedliche Nutzung der Atomenergie propagieren wollte, bediente er sich einer PR-Kampagne, um das Image der Atomtechnologie zu verbessern. Später bedienten sich Atomkraftwerke der PR-Strategen, die Grundschulen mit Filmen, Comics, Zeichnungen und Lehrbüchern versahen, z. B. "Mickey Mouse and Goofy erkunden die Energie" von Exxon (38). Als am 28. 5. 1979 in Harrisburg der Reaktor durchging, wurden Hill & Knowlton mit einer Multi-Millionen-Dollar-Blitzkampagne engagiert.

Als 1987 in Yucca Mountain (Nevada) ein Atommüll-Endlager gebaut werden sollte und sich Widerstand dagegen regte, gründete das American Nuclear Energy Council die "Nevada Initiative", um die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Fernsehspots wurden geschaltet, Lokalreporter eingeladen um die "Meinung der Industrie" zu zeigen, Wissenschaftler aus dem Energieministerium wurden ausgebildet, um die "wissenschaftliche Wahrheit" zu sagen. Das Ziel der Kampagne war, "die Angst der Öffentlichkeit vor Sicherheitsproblemen zu verringern" (zit. 41). Internas der Kampagne und Schlüsseldokumente wurden 1991 den Atomgegnern zugespielt. Riesenskandal! Danach wurde Yucca Mountain als Endlager erst einmal vertagt. Bis zur Entscheidung muss der Atommüll in den Kernkraftwerken gelagert werden. Dazu schreibt im März 1995 ein Artikel im "Nukem Market Report" mit dem Titel "The Public Relations Behind Nuclear Waste": Das sei kein Problem, wenn gute PR gemacht werden würde. "Make no mistake about it... for those utilities running out of pool space, a smart PR program will make them better equipped to temper the tempest and to get the public thinking about waste in a more scientific way." (zit. 45) Nukem entfaltet in diesem Artikel seine PR-Strategie, z. B. Nachbarn ins Kernkraftwerk einzuladen, oder "moderate" Atomgegner einzubeziehen in gemeinsame Pläne. Zum Beispiel gelang es in Michigan der "Consumers Power Energie" die "moderate" BI "West Michigan Environmental Action Council davon zu überzeugen, dass sie ihre Energie dafür verwenden sollten, den Atommüll nach Yucca Mountain zu schicken, um es aus dem eigenen Land zu haben. (46) Nukem lobte auch die Baltimore Gas & Electric Company, die ihren Angestellten jede Woche eine Stunde Arbeitszeit erließ, um in sozialen Einrichtungen tätig zu werden und um damit PR für die Firma zu machen.

Kapitel 5: Spies For Hire
"Bud", jener Spion, der ins Rifkin-Büro eingeschleust wurde, wurde "enttarnt" auf einer PresseKonferenz der "Beyond-Beef-Kampagne", als ein Journalist ihn begrüßte mit den Worten: "Arbeiten Sie immer noch für McDonald's?" (47) Bud antwortete: "Ich weiß nicht, was Sie meinen. Sie müssen mich verwechseln." Aber der Journalist bestand darauf. Die Kampagne wurde misstrauisch und sie folgten Bud, als er die PK verließ und sahen, dass er in das Büro von Mongoven, Biscoe and Duchin ging. Sein wirklicher Name: Seymour D. Vestermark jr.

Die PR-Industrie ist im Ausland häufig mit der CIA verbunden. In den Übersee-Büros von Hill & Knowlton arbeiten CIA-Mitarbeiter (so steht es in einer kritischen Biographie über den H & K-Chef).
Der Nestlé-Fall:

Nachdem Nestlé wegen der Muttermilch-Geschichten angegriffen worden war, gründete Nestlé 1980 das "Nestlé Coordination Center for Nutrition" (NCCN). Nestlé-Chefstrategen waren Rafel Pagan und Jack Mongroven. Beide militärisch ausgebildet, handelten sie nach der Devise "teile und erobere". Sie fanden in einer Analyse des Nestlé-Boykotts heraus, dass ein Hauptgegner von Nestle eine Lehrer-Gewerkschaft war. Also unterstützte absofort das NCCN die gegnerische Lehrer-Gewerkschaft. Dann begann das NCCN, die United Methodist Kirche -auch ein Hauptgegner- zu unterstützen. Dann gründete das NCCN eine Kommission, die zusammen mit der WHO die Nestlé-Aktivitäten überwachen sollte und bezog auch Boykotteure mit ein. 1984 löste sich das Nestlé-Boykott-Komitee daraufhin auf. 1989 wurde Nestlé wieder angegriffen, war jetzt aber vorbereitet. Nestlé engagierte Ogilvy and Mather PR, die eine Kampagne organisierten, in der Nestle-Kritiker ausspioniert werden sollten.

Pagan und Mongroven galten seit jener Zeit als PR-Stars. Sie hatten inzwischen Dossiers von Aktionsgruppen wie Verbraucherinitiativen oder PAN und gründeten 1985 ihre eigenen PR-Firmen.

Pagan beriet seitdem z. B. Shell, als es wegen seines Engagements in Südafrika boykottiert werden sollte. Entsprechend Pagans "Neptun-Strategy" gründete Shell eine "Task force" mit Südafrikanern, Kirchenleuten und US-Aktivisten mit dem Namen COSA (Coaliton on Southern Africa), um einen "Nach-Apartheids-Plan" auszuarbeiten, damit Shell auch danach noch im Lande bleiben kann. Dies hatte große Medienresonanz und COSA sorgte dafür, dass die Boykotteure uneins wurden. Alle Firmen, die in Südafrika engagiert waren, bezogen sich immer auf COSA, wenn sie sich dem Boykott nicht anschließen wollten.

Doch die "Neptun-Strategie" wurde publik. Daraufhin kündigte Shell den Vertrag mit Pagan. Pagan ging bankrott.

Mongroven (Fa. MBD) war erfolgreicher. Seine Kunden zahlen für seine Dienste zwischen 3.500 und 9.000 $ im Monat. Für eine Analyse einer großen Bürgerinitiative zahlen die Kunden 1.500 $ pro Exemplar (54). Kunden von MBD sind Monsanto, DuPont, Philip Morris und Shell-Oil. MBD versucht, auf Adressenlisten so vieler Organisationen wie möglich zu kommen. MBD ist an allen Umwelt- und Sozialthemen interessiert (aufgelistet aus internem Papier 54) mit dem Ziel, "ausgiebige Informationen über die Gruppen und ihre Führer" zu erhalten. MBD setzt darüber hinaus auch Spione wie "Bud" und Kara Zeigler ein. Zeigler z. B. ruft bei Bürgerinitiativen an und gibt sich als Journalistin für das Z Magazine aus oder als Freundin-eines-Freundes. Zeigler telefonierte auch in Sachen rBGH, dem Gentech-Hormon für Milchkühe von Monsanto, das die Milchleistung um 25% erhöht.

Laut Monsanto lag das Marktpotential für rBGH 1985 bei 1 Milliarde $ pro Jahr. Seit 1986 wurde rBGH bekämpft, unter anderem von "Rifkins Foundation on Economic Trends".

Monsanto engagierte die bekanntesten PR-Firmen inklusive Hill & Knowlton und Burson-Marsteller. Das Animal Health Institute organisierte die Kampagne. Von 1988 bis 1991 gab das AHI über 900.000 $ dafür aus.

Als die Consumers Union einen kritischen rBGH-Artikel veröffentlichen wollte, rief eine Frau den Autor des Artikels an und gab sich als Mitarbeiterin der ABC-Sendung Nightline aus. Sie bat den Autoren um seinen Lebenslauf. Der Autor wurde mitßtrauisch und rief einen Freund im Archiv von ABC an. Der fand heraus, dass Nightline nie versucht hatte den Autor zu kontaktieren. Der Autor fand heraus, dass die Fax-Nummer, die die Frau ihm gegeben hatte, die Nummer von Burson-Marsteller war (57). Im Rahmen der PR-Kampagne erschienen auch "Studien" von Wissenschaftlern, die von Monsanto bezahlt worden waren. Monsanto arbeitete mit dem National Dairy Board zusammen. Burson-Marsteller schleusten auch eine Mitarbeiterin in interne Treffen der Rifkin-Truppe ein, die sich als Mitarbeiterin von "Maryland Citizens Consumer Council" ausgab, eine Gruppe, die nicht existierte.

Das National Dairy Board schloß einen Vertrag mit einer PR-Firma namens Direct Impact, die darauf spezialisiert war, Bürger in Bürgerinitiativen (BI's) einzuschleusen ("grassroots lobbying"), die über die Treffen berichten sollten. Aus dem Vertrag wird zitiert (59)!

Eine PR-Firmenmitarbeiterin stiftete eine BI-Frau gegen Tierversuche an, den Chef einer Firma namens US Surgical, die Instrumente für Tierversuche herstellt, ermorden zu wollen. Erst schleuste sich die PR-Mitarbeiterin namens Sapone bei der BI ein, nahm dann Kontakt zu einer offensichtlich gestörten BI-Frau namens Fran Trutt auf, telefonierte häufig mit ihr und entwarf dann mit ihr Mord-Szenarios gegen den Chef, Leon Hirsch. Die Firma selbst half Sapone dabei, Trutt anzustiften. Sapone gab Trutt das Geld für die Bombe und nahm die Gespräche mit Trutt auf. Ein anderer Agent, ebenfalls unterstützt von US-Surgical, fuhr Trutt zum Firmensitz von US-Surgical, wo Trutt verhaftet wurde. Die Nachricht von dem Mordversuch verstörte die Szene und sollte sie diskreditieren. Als Tierschützer Sapone auf ihre Bekanntschaft mit Trutt ansprachen, leugnete sie, Trutt zu kennen. Als es zum Prozess kam, zitierte US Surgical aus internen Unterlagen der Tierschützer, z. B. wer sie unterstützte, sogar aus Krankenakten der BI-Leiterin.

Kapitel 6: Divide And Conquer
PR-Firmen versuchen, in BI's vorzustoßen und ihr Wissen anzuzapfen (Zit. Dale Didion von Hill & Knowlton, die drittgrößte Umwelt-PR-Agentur der USA ,67).

  • Help them raise money

  • Offer to sit on their board of directors

  • Bankroll a converence on a topic of mutual interest

  • Fund an issue-speicific publication for the nonprofit group


Die "Foundation of Public Affairs" (FPA), eine gemeinnützige Stiftung, wird finanziert von den größten amerikanischen Firmen und PR-Firmen wie Burson-Marsteller, MBD, etc. FPA beobachtet 75 Zeitungen von BI's und sammelt Infos über mehr als 1300 BI's. Einmal im Jahr veranstaltet die FPA eine Konferenz mit BI's mit dem Ziel, mehr über die Taktiken der BI's herauszufinden. Firmen zahlen dafür $ 545.

Porter/Novelli, eine große PR-Firma, unterstützt absichtlich Bürgerinitiativen ("cross-pollination"), um im Bedarfsfall diese BI's auf ihre Seite zu ziehen. So geschehen im Frühjahr 1993, als im TV eine Sendung über das Krebsrisiko von Kindern aufgrund von Pestiziden gesendet werden sollte. Porter/Novelli, die für das National Cancer Institute und die American Cancer Society arbeiteten, brauchten daraufhin nur die beiden Institute anzurufen, damit die gegen die geplante Sendung protestierten. "Ich befürchte, dass die Behörden sich gar nicht über die Konflikte im Klaren sind, die es bedeutet, wenn man für beide Seiten arbeitet", meint Senator David Pryor (D-Ark.).

Hill & Knowlton wählten eine ähnliche Strategie, um 1994 BI's in eine Gruppe "Partners for Sun Protection Awareness" einzubeziehen, eine PR-Strategie für den Kunden Schering-Plough, dem Hersteller von Coppertone-Sonnencreme. H&K gelang es, das Natural Resources Defense Council und den Sierra Club einzubeziehen und das auf dem Briefkopf von "Partners for Sun Protection Awareness" abzudrucken. Die "Partners for Sun Protection Awareness" schlugen aber nichts vor, um die weitere Verdünnung der Ozonschicht abzuwenden. In ihren TV-Beiträgen zeigten sie sexy kaum bekleidete Sonnenanbeter, die sich den UV-Stahlen aussetzten und sich unentwegt mit Sonnencreme einschmierten (71). Der TV-Beitrag erwähnte nicht Schering-Plough, die die PR-Kampagne bezahlten.

(im weiteren über Body Shop und Tom & Jerry-Eiscreme, die sich als sozial-engagierte Firmen ausgeben, aber besonders kleinlich reagieren, wenn über sie kritisch berichtet wird).

7. Kapitel: Poisening The Grassroots
Immer mehr BI's haben Probleme mit dem abnehmenden Engagement der Bürger. Diese Aufgabe übernehmen zunehmend die PR-Firmen. Sie gründen "corporate grassroots": "BI's zum mieten"! Damit sollen vor allem die Kleinst-BI's "Not in my backyard" (NIMBY) mundtot gemacht werden.

John Davies wirbt damit, "one of America's premier grassroots consultants" zu sein. In seiner Anzeige zeigt er eine alte Dame, die ein Protestschild hochhält "not in my backyard" und schreibt darunter: "Überlassen Sie Ihre Zukunft nicht ihr...; Um Ihre Gegner auszuschalten, kontaktierte Sie "Davies Communications". In seinem PR-Material brüstet sich Davies damit, "he can make a strategically planned program look like a spontaneous explosion of community support"(89). Davies Leute rufen wie Telefonverkäufer Bekannte an und fragen sie, ob sie nicht gewillt sind, einen Protestbrief zu unterschreiben, den Davies' Leute vorformuliert haben.

Pamela Whitney, Chefin von "National Grassroots & Communications", zu deren Kunden auch Wal-Mart gehört, wirbt damit, gegen "NIMBY´s und Umweltschützer" zu arbeiten. Sie hat sich darauf spezialisiert, auf Länder- und Bundesebene Gesetze durch die professionelle Gründung von BI's durchzubringen oder zu bekämpfen (91f). Besonders erfolgreich war diese Strategie bei der Verhinderung der Gesundheitsreform von Hillary Clinton. Die pharmazeutische Industrie engagierte Beckel-Cowan PR. Die gründeten eine BI "Rx Partners". Die sollte einflußreiche Leute dazu bringen die 35 wichtigsten Kongreßmitglieder mit persönlichen Protestschreiben zu beeinflussen. Gleichzeitig organisierten Beckel-Cowan eine Brief- und Telefonkampagne, die sich an die Heimat- und Washington-Büros jener 35 wichtigsten Kongressmitglieder richteten. Beckel-Cowan brüstete sich damit, dass die Kampagne 50.000 "congressional contacts" hervorbrachte und ein großes Netz von Unterstützern in 35 Wahlbezirken und Staaten. Druck auf Hillary Clinton kam auch von einer anderen PR-Kampagne, die von den Versicherungen bezahlt wurde. Die Versicherungen gründeten die "Independent Insurance Agents of America", die 140.000 Versicherungsagenten mobilisierte. Und schließlich wurde noch die "Coalition for Health Insurance Choices" (CHIC) gegründet, finanziert von der National Federation of Independent Businesses und dem Health Insurance Association of America. Alle Kampagnen (insgesamt 20 coalitions) zusammen waren so erfolgreich, dass sie sich gegen das Weiße Haus durchsetzen konnten. "Never before have private interests spent so much money, so publicly to defeat an initative launched by a President", heißt es in einem Artikel in Campaigns & Elections.

Blair G. Childs war der Kopf hinter den Kampagnen. Er schreibt: Die Namen und Ziele der BI's müssen positiv besetzt sein wie "fairness", "balance", "choice" etc. CHIC nannte daher Clintons Plan "erzwungene Gesundheitsreform" (mandatory health alliances) (97). CHIC sponsorte Werbespots, die mit der Angst der Leute spielte. CHIC nutzten auch Briefe und Telefon, kombiniert mit täglichen Dosen von Desinformation in der Sendung des prominenten Radiomoderators Rush Limbaugh, um genügend Angst vor der Gesundheitsreform zu verbreiten. Limbaugh wird täglich von 20 Millionen Amerikanern gehört. CHIC schaltete Werbung in Limbaughs Sendung, nachdem Limbaugh selbst gegen den Clinton Plan gewettert hatte. Im Radiospot wurden die Leute aufgefordert, eine kostenlose Nummer anzurufen, wo sie dann von einem Telefonvermarkter nochmals besonders geimpft wurden, und im Bedarfsfall sofort durchgestellt wurden zu ihrem Kongressabgeordneten. Die Abgeordneten wussten nicht, dass die Anrufer durchgestellt wurden, dass das durch die Limbaugh-Sendung kam, und von der Versicherungsbranche bezahlt wurde. Childs brüstete sich in einer Rede mit dieser Taktik, und dass sie höchst effizient gewesen sei!

1994 testete das Wall Street Journal die Reaktion von Bürgern auf verschiedene Vorschläge für eine Gesundheitsreform inklusive des Clinton-Plans, ohne ihn bei seinem Namen zu nennen. Man beschrieb den Bürgern die verschiedenen Pläne und die Bürger bevorzugten mehrheitlich den Clinton-Plan! Als die Bürger aber hörten, dies sei der Clinton-Plan, änderten die meisten wieder ihre Meinung und sagten, dieser Plan sei nichts wert!
Kapitel 8: The Sludge Hits The Fan

Als dieses Buch herauskommen sollte, erhielten die Autoren einen Anruf von Nancy Blatt, der PR-Frau von "Water Environment Federation". Sie sagte, die Organisationen habe das Ziel, das Image von Klärschlamm zu verbessern. Klärschlamm sei nicht giftig, und außerdem würden sie sich bemühen, dass man ihn nicht mehr sludge nennen würde, sondern biosolids. Ob die Autoren das Buch nicht anders nennen könnten? Zum Beispiel: Rauchen ist gut für Sie! Weiteres erklärtes Ziel der WEF sei es, Klärschlamm als Bio-Dünger den Bauern zu verkaufen. Sie erwähnte dabei, dass die WEF die PR Firma Powell-Tate mit einer Imagekampagne beauftragt habe.

Die Autoren wollten interne Papiere über die PR-Kampagne von Blatt, da die WEF als gemeinnützige und steuerbefreite Organisation gesetzlich dazu verpflichtet ist. Dies war bei Drucklegung des Buches aber noch nicht passiert!

1928 wurde die "Federation Of Sewage Works Associations" gegründet, die sich seit 1950 "Federation of Sewage and Industrial Wastes Associations" nannte und seit 1960 "Water Pollution Control Federation", was sich schöner anhört. Noch 1977 warnte der Vorsitzende vor dem Plan der EPA, der amerikanischen Umweltbehörde, Klärschlamm auf Feldern auszubringen, weil dadurch Viren in die Nahrungskette gelangen könnten. In den 90er Jahren jedoch wusste man nicht mehr wohin mit dem Klärschlamm und die Federation wurde zu einem heftigen Befürworter des Düngens mit Klärschlamm. Dann schrieb sie einen Wettbewerb für einen schöneren Namen für Klärschlamm (sludge) aus. Aus 250 Vorschlägen wurde dieser gewählt:"biosolids" (Bioabfälle). 1992 übernahm die EPA, die bis dahin gegen düngen mit Klärschlamm war, den Begriff und empfahl Klärschlamm als 1.-Klasse-Dünger. Wenige Monate nach der Umbenennung von "sewage" in "biosolids" benannte sich auch die Federation in ihren heutigen Namen um. 1992 bekam die WEF 300.000 $ von der EPA, "to educate the public" [um die Öffentlichkeit zu informieren](107) über die "beneficial uses" [ wunderbaren Verwendungszwecke ] von Klärschlamm.

(Daraufhin wird in dem Buch nochmals beschrieben, wie gefährlich Klärschlamm ist und es werden Wissenschaftler zitiert, die das belegen und sich über die EPA-Politik ärgern. Ausserdem wird von Streitigkeiten, wohin der viele New Yorker Klärschlamm exportiert werden soll, berichtet.)

Im Juli 1991 starb ein Mann in NY (New York) an den Folgen eines Pilzes, der Abfallprodukt ist, wenn mit Klärschlamm gedüngt wird. Ein Gutachten ergab, dass Winde den Pilz von einer Kompostanlage herübergeweht hatten.

Zurück zu Powell-Tate PR, die von der EPA Steuergelder bekommen hatten, um das Image von Klärschlamm zu verbessern. Charlotte Newton von Powell-Tate wird im Buch zitiert, die erklärt, dass man mit den Gegnern nicht zimperlich umgehen dürfte. Ein erster Erfolg der PR-Kampagne: Bislang hatte die National Food Processors Association (Verband, in dem die Nahrungsindustrie vertreten ist mit Firmen wie Del Monte, Heinz und Nestle) sich streng dagegen gewehrt, dass Obst und Gemüse mit Klärschlamm gedüngt werden dürften. Es wird ein entsprechender Brief der Heinz Company von 1992 zitiert: "...unacceptable high levels of heavy metals [unakzeptabel hohe Werte von Schwermetallen]... in the soil they stay there for an indefinite period of time [ sie bleiben für einen undefinierbaren Zeitraum in der Erde]...". 1995 änderten Heinz und Del Monte ihre Firmenpolitik. Derzeit dürfen Öko-Bauern noch nicht mit Klärschlamm düngen. Aber ist es eine Frage, ob hier die PR-Industrie nicht auch erfolgreich sein wird???
Kapitel 9: Silencing Spring

"Silencing Spring" war 1962 der erste Öko-Beststeller, damals heftig bekämpft von E. Bruce Harrison, der für die Hersteller von Agrarpestiziden arbeitete. 1973 gründete Harrison seine eigene PR-Firma und spezialisierte sich auf Umweltschutzthemen. Heute hat er auch ein Büro in Brüssel (!) und seine Kunden sind Anti-Umweltschützer wie die berüchtigte "Global Climate Coalition" und die "Coalition for Vehicle Choice". Zu seinen Kunden gehört aber auch die EPA! Diese Form von PR-Arbeit nennt man "Greenwashing" (grünes Mäntelchen). Für "greenwashing"-PR wird jährlich in den USA $ 1 Milliarde ausgegeben.

Direkte Zuwendungen von Firmen an Umweltschutzgruppen oder Zusammenarbeit von Firmen mit Umweltschutzgruppen:

  • McDonald's zahlte 1993 $ 17 Mio. an den Environmental Defense Fund. Der EDF-Chef konnte sich daraufhin ein Jahresgehalt von $ 200.000 gestatten. Umfragen ergaben, dass McDonald's heute als eine der umweltbewußtesten Firmen der USA angesehen werden! (129)

  • Monsanto verteilte kostenlos sein Pestizid RoundUp über die "Spontaneous Weed Attack Teams" an innerstädtische Bevölkerung, um ihr Wohnumfeld in "cleaner and safer places to live" umzugestalten.

  • Monsanto verteilte auch RoundUp kostenlos in Afrika als artenschützerische Maßnahme, um Elektrozäune von Unkraut fernzuhalten, die das bedrohte schwarze Rhinozeros schützen sollten.


Für den Earth Day USA wurde 1995 eine führende Greenwashing-PR-Agentur engagiert, Shandwick-PR. Der Chef von Shandwick, Allen Finch, gehört zu dem "Council for Agricultural Science and Technology" (CAST), einer Organisation, der alle großen Chemiefirmen angehören + Philip Moris + Autoindustrie, und die zu den schlimmsten Anti-Umweltschutzgruppen gehört. Dank Finch wurde der Earth Day USA 1995 auch üppig finanziell ausgestattet durch Procter&Gamble, etc. Als die Medien dies erfuhren, bedeutete das einen großen Schaden für Earth Day. Dieses Beispiel war aber nur ein Symptom, wie schlecht es 1995 um die Ökobewegung in den USA stand. Gleichzeitig kam ein Buch von amerikanischen "Ökooptimisten" heraus!

Jetzt hatten die "Wise Use"-Gruppen Aufschwung. "Wise Use" sind knallharte Anti-Umweltschützer, für die Hill& Knowlton, Burson-Marsteller, Edelman PR, Shandwick u. a. lange gearbeitet haben.

Schon Mitte der 80er Jahre hatten Burson-Marsteller in ihrem Washingtoner Büro allein 5 Leute, die sich nur darum kümmerten, BI's für ihre Kunden zu gründen und zu aktivieren. James Lindheim, ehemaliger Mitarbeiter bei Burson-Marsteller: "Don't forget that the chemical industry has many friends and allies that can be mobilized... employees, shareholders, and retirees. Give them the songsheets and let them help industry carry the tune.

1993 wurde eine Gruppe gegründet mit dem Namen "Citizens to Protect the Pacific Northwest and Northern California Economy". Dahinter standen Angestellte der Holzindustrie, die 1,5 Millionen Briefe aussandten mit der Bitte um Rücksendung, falls man mit ihren Zielen übereinstimme.

Der Think-tank von Wise Use ist "Bellevue", das "Center for the Defense of Free Enterprise", dass von Holzfirmen und Exxon und DuPont gegründet wurde. Der Direktor von "Bellevue", Arnold: "We intend to wipe out every environmental group by replacing it with a Wise Use group". 36 Firmen, die Wise Use unterstützen, sind auch Kunden von Burson-Marsteller. Die erste Wise Use Konferenz fand 1988 statt, unterstützt unter anderem von Exxon und der National Rifle Association.

Ihre Ziele:

  • sofortige Ölförderung im arktischen Naturschutzgebiet

  • Öffnung allen öffentlichen Landes zur Öl- und Energieproduktion inklusive der Nationalparks

  • Nationalparks sollten in die Hände von Leuten gegeben werden, die wissen, wie man Menschen bewegt, z. B. Walt Disney

  • Zivilstrafen für alle, die auf legalem Wege versuchen, die ökonomische Ausbeutung von öffentlichem Land zu verhindern.


1990 wurde die Konferenz unterstützt von Chevron, Exxon, Shell und hatte einen Hauptredner, der sagte, Umweltschutz sei die neueste Inkarnation von Sozialismus. Dieser Hauptredner wird finanziert von Chevron, Ciba-Geigy, Exxon, IBM, Union Carbide, etc. Auf dieser Konferenz gab die rechtsgerichtete "Mountain States Legal Foundation" Seminare , wie man Umweltschutzgruppen verklagen kann (142). Die "Mountain States Legal Foundation" wird finanziert von Amoco, Exxon, Ford, Texaco, Chevron, etc.. Der Bellevue-Chef Arnold: "Our intent is to sue environmental groups whenever there is a legal reason to do so." Und wenn auch das nicht gelingt, gibt es immer noch eine Lösung, wie der ehemalige Innenminister James Watt im Juni 1990 vor Viehzüchtern sagte: "If the troubles from environmentalists cannot be solved in the jury bos or at the ballot boy, perhaps the cartridge box should be used."
10. Kapitel: The Torturers' Lobby

Über PR-Kampagnen von diktatorischen Staaten:
1991 gab Kolumbien $ 3.1 Mio. für Zeitungsanzeigen und Fernsehspots aus, um sein Image aufzupolieren. Vom Täter zum Opfer! (es folgen Fakten, warum Kolumbien eine Diktatur und ausserdem eng verbunden mit dem Drogenkartell ist) Die PR-Firma Sawyer/Miller behandelte alle Interviewanfragen. So kam es zu einem Hochglanzbericht in der NY-Times über Präsident Trujillo, dessen Wahlkampagne vom Drogenkartell finanziert wurde. Dadurch, dass Kolumbien jetzt vom Täter zum Opfer wurde, wurden die repressiven Maßnahmen der Regierung in der Öffentlichkeit als "harte, aber angemessene Maßnahmen zur Drogenbekämpfung" angesehen.

Zum ersten Mal arbeitete 1933 eine PR-Firma für eine Regierung: der amerikanische PR-Pionier Ivy Lee erhielt $ 25.000 jährlich von der I.G.-Farben. Lee traf Hitler und Goebbels und andere Regierungsmitglieder. Sein Sohn wurde für $ 33.000 jährlicher Angestellter der I.G.-Farben. Ein Vorschlag von Lees Firma war, dass von Ribbentrop "undertakes a definite campaign to claify the American mind" by speaking "over the radio to the American people" and writing "a considered article for an important American publication"[dass von Ribbentrop eine spezielle Campagne unternimmt, um die amerikanischen Vorstellungen durch "über das Radio zu dem amerikanischen Volk sprechen" und durch "schreiben eines Artikels für eine wichtige amerikanische Veröffentlichung" zu berichtigen]. 1934 wurde Lee als Nazi-Propagandist unter Anklage gestellt. 1938 kam es deshalb zu dem Gesetz, dass öffentlich bekannt gegeben werden muss, wenn eine PR-Firma für ausländische Staaten arbeitet. Es wird aber kaum eingehalten. Wenn eine solcher Vorgang bekannt wird, gibt es kaum Sanktionen.

Hill & Knowlton erhielten $ 14 Mio. von Kuweit, Indonesien, Israel, China, Ägypten, Peru (150). Burson-Marsteller erhielt $ 2.6 Mio. von Nigeria, das ist ein Drittel der $ 8.3 Mio., die die USA Nigeria an Entwicklungshilfe zahlen. Burson-Marsteller beriet auch die argentinischen Diktatoren.

Die Regierung von Kuweit engagierte 20 PR-, Anwalts- und Lobby-Firmen, um die amerikanische öffentliche Meinung gegen Hussein zu mobilisieren. Hill & Knowlton koordinierten alles. Es war die größte PR-Kampagne, die jemals gefahren wurde, um die amerikanische Öffentlichkeit zu beeinflussen. Laut Gesetz hätte das veröffentlicht werden müssen, aber das Justizministerium entschied, nicht darauf zu bestehen! Die Kuweiter Regierung zahlte einer BI "Citizens for a Free Kuwait [Bürger für ein freies Kuweit]" $ 11,9 Mio., wohingegen $ 17.861 von weiteren 78 Einzelpersonen gezahlt wurden. Davon gingen $ 10.8 Mio. an Hill & Knowlton. Der Washington-Chef von Hill & Knowlton war Bushs Stabschef, als der noch Vizepräsident war. Er und der Chef von Hill & Knowlton flogen persönlich nach Saudi-Arabien, um die Entsehung von 20 Videobändern zu überwachen. Die Bandbreite der Kampagne reichte von Pressekonferenzen über Foltermethoden bis zur Verteilung von "Free-Kuweit"-T-Shirts und Aufklebern. 119 H&K-Mitarbeiter in 12 Büros waren mit Kuweit beschäftigt. Sie arrangierten Interviews, organisierten Kuweit-Tage, schickten Geisel-Briefe an die Medien, verteilten Fernsehberichte und produzierten eine Radiosendung in arabisch von Saudi Arabien aus.

Alles wurde in einem preisgekrönten kanadischen Dokumentarfilm dokumentiert! Titel: "To Sell a War".

10.10.1990: Eine Anhörung wurde von "Human Rights Caucus" organisiert. Eine 15jährige Kuweiterin schilderte die Horrorstory, wie Babies von Irakern aus ihren Brutkästen gezogen wurden. Präsident Bush erzählte öfter die Geschichte. Später kam heraus, dass sie ein Mitglied der Königsfamilie war und die Tochter des kuweitischen Botschafters in den USA, und dass H & K-Vizepräsident Fitz-Pegado sie geschult hatte.

Nach der Kuweit-Kampagne war H & K auf dem absteigenden Ast. Heute ist Burson-Marsteller, eine Tochtergesellschaft von Young & Rubicam, die größte PR-Agentur der Welt. Sie arbeiten für die mexikanische Regierung und erhielten jährlich $ 100 Mio. von der mexikanischen Regierungspartei. ( nun folgt eine Schilderung, wie korrupt die mexikanische Regierung ist)
11. Kapitel: All The News That's Fit To Print

Immer weniger Journalisten arbeiten zu immer schlechterer Bezahlung und unter immer schlechteren Bedingungen. Heute kontrollieren 20 Riesenunternehmen die Hälfte der Medien.

  • "PR Newswires" versorgt die Medien mit PR-Berichten. Aus 19 Büros verschickt die Firma 100.000 Fernsehberichte jährlich an 2000 "newsrooms" mit mehr als 15.000 Kunden (183).

  • "North American Precis Syndicate" verschickt fertige Fernsehberichte im Auftrag der wichtigsten PR- und Industrieunternehmen an 10.000 Zeitungen, von denen fast alle Material davon übernehmen.

  • "RadioUSA" versorgt 5000 Radiostationen landesweit.


Für Max Kolbe, den Nachrichtenchef von KKIN in Aitkin, Minnesota, ist RadioUSA "a lifesaver on a slow news day".

Der ehemalige "Wall Street Journal" - Journalist Dean Rotbart verkauft Dossiers über seine Ex-Kollegen an Kunden. Seine Firma TJFR Products and Services vertreibt 6000 Biographien. Rotbart gibt jetzt auch einen Nachrichtenbrief heraus "TJFK Environmental News Reporter" für $ 395 jährlich: "Gather vital information on key journalists" (weitere Werbung zit. 186)

Im Februar 1995 nutzte DuPont 12 Journalisten als Trüffelschweine. Man lud sie ein, um ein Drehbuch über DuPont zu entwickeln, während sie durch ein verspiegeltes Glas von DuPont-Mitarbeitern beobachtet wurden. Dafür erhielten die Journalisten $ 250 Dollar cash Kralle.

PR-Firmen engagieren Journalisten, damit die sie im Umgang mit Journalisten schulen. Meyer and Associates in Houston veranstalteten in 6 Jahren 400 solcher Trainings. Viele Firmen bieten Aus- und Mitschneide-Service an.

Am wirkungsvollsten aber ist es, wenn Wissenschaftler ("third party") eine Meinung widergeben. Eine Internet-Firma "profnet" nimmt e-mail-Anfragen von Journalisten entgegen und vermittelt die entsprechenden Wissenschaftler, die antworten.

Am schlimmsten ist wohl Elizabeth Whelan (s.o.) vom American Council on Science and Health (ACSH). Sie preist den Nutzen von "fast-food" und bekommt Geld von Burger King. Weitere Beispiele folgen! Whelan wird häufig zitiert als " a growing number of scientists who fear that overstating the risk of environmental chemicals is actually threatening the health of Americans", zit Walter Cronkite (190).

Burson-Marsteller vertreten die British-Columbia-Holzindustrie. Sie wurde Recherchegegenstand von Ben Parfitt von der Vancouver Sun 1991. 1991 wurde die Sun aber auch Kunde von Burson-Marsteller. Bis dahin beschäftigte sie 5 Vollzeit-Reporter die sich um Forstwirtschaft, Fischerei, Energie, Kohleabbau und Umwelt kümmerten. Danach wurde nur noch 1 Reporter beschäftigt, mit der Anweisung, sich nur noch um die "Greater Vancouver Area" zu kümmern, nicht mehr um die Haupteinschlagsgebiet von Holz. Parfitt verkaufte seinen Artikel über Burson-Marsteller an eine andere Zeitung. Daraufhin entzog ihm die Sun die Berichterstattung über die Holzindustrie.

Es gab 1992 eine Untersuchung, wie sehr das Anzeigengeschäft die Haltung der Redaktion beeinflußt. Diese Untersuchung aber wurde nie von der Presse veröffentlicht (194).

Kapitel 12: Taking Back Your Own Back Yard
Nicht die gesamte PR-Industrie ist schlecht. Viele PR-Mitarbeiter sind tatsächlich sozial engagiert.

Appendix A:
Zahlen über führende PR-Agenturen.

TRUST US, WE'RE EXPERTS
How Industrie Manipulates Science And Ambles With Your Future

Vorwort: the Smell Test

Chef von Burson-Marsteller, James Lindheim (Kunden: Philip Morris, Union Carbide): die Öffentlichkeit muss manipuliert werden. Die Industrie muss wie ein Psychiater sein (3).

Part 1: The Age of Illusion
4/98: Vertrauliche Unterlagen fanden ihren Weg zur Los Angeles Times. Thema: Eine Multimillionen-Kampagne, die von "Edelman Public Relations Worldwide" für Microsoft entworfen worden war. Das wurde nun publik, es gab eine große Aufregung, der Edelman-Plan wurde ad acta gelegt.

1999: "Open Letter to President Clinton from 240 Economists" erschienen in ganzseitigen Anzeigen in Washington Post und NY-Times. Bezahlt wurde die Anzeige von einem nonprofit Think-tank aus Kalifornien mit dem Namen "Independent Institute". Dieses verteidigte Microsoft. Aber: MS war Mitglied dieses Institutes. Im September´99 kam heraus, dass MS der größte Einzelgeldgeber des Institutes war, dass MS 1999 20% des Haushaltes des Institutes bestritt und dass MS für die Zeitungsanzeigen des Offenen Briefes bezahlt hatte. Ein Journalist kam sogar an die Rechnung des Instituts-Präsidenten in Höhe von $ 153.868,67, die er an den MS-Anwalt schickte. Das Institut nennt sich "unparteilich" und verteidigte sich damit, dass seine Wissenschaftler nicht von MS bezahlt werden. Das stimmt aber nicht: Die Professoren Liebowitz und Margolis arbeiteten als bezahlte Berater für MS.

David Callahan, ein Autor, untersuchte die Verbindung zwischen Industriegeldern und konservativen Think-tanks.

Potemkinsche Dörfer = die Manipulation der öffentlichen Meinung durch Finanzierung und Veröffentlichung von Meinungen, die den Zielen der Finanziers entsprechen.

Die Konkurrenten von MS arbeiten genauso.

Die Industrie besteht aus "Partnerschaften", die von einer Anzahl führender nonprofit-Organisationen eingegangen werden, wobei die Industrie für die Nutzung des Namens und des Logos der Organisationen zahlt.

"Bristol-Myers Squibb" zahlte $ 600.000 an die "American Heart Association", um den Namen und das Logo des Verbandes in Anzeigen für das cholesterinsenkende Medikament "Pravachol" verwenden zu dürfen. Die "American Cancer Society" erhielt $ 1 Mio. von "SmithKline Beecham", damit die Firma das Logo in Werbung für "Beecham's NicoDerm CQ" verwenden darf.

O'Dwyers PR Services Report nennt die Einbindung von "Dritten Unparteilichen" unschätzbar gegenüber dem Verbraucher. Lt. O'Dwyers unterscheidet die Einbindung dritter PR von Werbung.

"Consumer Alert" ist eine Organisation, die von der Industrie gegründet wurde und die diametral andere Meinungen vertritt als unabhängige Gruppen wie die "Consumers Union". Consumer Alert wird von Anheuser-Busch, Pfizer, Philip Morrris, Eli Lilly, Exxon, Monsanto, Chemican Manufacturers Association, Ciba-Geigy, Coors, Chevron, etc. finanziert(16).

Nach einer Untersuchung der PR Firma Porter/Novelli sehen 89% der Befragten "unabhängige Experten" als "sehr oder durchaus glaubhafte Quelle für Information während einer Firmenkrise" an (z.B. Fernsehspots, in denen "9 von 10 Ärzten empfehlen").

Der Berater der Holzindustrie, Ron Arnold, gründete "Wise Use", eine Pseudo-BI ( Bürgerinitiative ) gegen Umweltschutz: "Die Pro-Industrie-BI ist die Antwort auf die Probleme der Industrie mit BI's." (20)

1994 führte Neal Cohen von der Washingtoner PR Firma "APCO & Associates" eine Kampagne gegen "exzessive" Verbraucherschutzprozesse. Finanziert wurde das von der Versicherungs- und Tabakindustrie. Cohen: Wir unterstützten die Kampagne dadurch, dass die Menschen glaubten, es ginge ihnen an ihren eigenen Geldbeutel. Wir zielten auf ihre Ängste und ihre Wut auf Rechtsberufe. Regel Nr. 1 ist, nie ins Detail zu gehen, sondern auf die Ängste abzuzielen. Dadurch war es Cohen gelungen, eine größere Basis zu schaffen, die zu einer BI anwuchs. Er beauftragte auch einen Wissenschaftler für $ 5000, nur um in die Medien zu kommen.

PR-Newswire liefert über Internet Print- und elektronische Medien mit Nachrichten. Jennifer Sereno von einer Zeitung in Wisconsin: "it's very convenient" (22).

Eine Studie von Scott Cutlip fand heraus, dass 40% des Inhaltes einer durchschnittlichen amerikanischen Zeitung von PR-Agenturen stammt.

(im Folgenden überschneidet sich das Buch mit dem anderen)

Kapitel 2: The Birth of Spin
Inhalt: Geschichte der PR-Agentur, Thomas A. Edison.

Kapitel 3: Deciding What You'll Swallow
Die "International Food Information Council (IFIC)" ist eine PR-Lobby für Gentech-Nahrungsmittel. Als Teil ihrer Kampagne gilt es, Wörter positiv besetzen. Nie dazu verwendet werden dürfen technologische Ausdrücke, immer sollten jedoch naturnahe Worte wie "biogenetic gardening, natural genetics or natural genetic gardening" verwendet werden. Sie bezeichnen sich selbst als "gardeners of the 21st century".

-> Buch dazu: William Lutz, "Doublespeak"

Das gleiche passierte auch mit dem Kunstzucker von Monsanto: Nutrasweet (Wirkstoff Aspartam)
Part II: Risky Business

PR-Strategen fordern zwischen $ 650 und $ 1.200 die Stunde!

Im Folgenden über Vorfälle im Zusammenhang mit Umweltschäden durch Silicosis, DDT, PCB und der Chlorindustrie berichtet.

MDB (Mongoven...) bekommen zwischen $ 3.500 und 9.000 Monat als Pauschale von Kunden. Jack Mongoven arbeitet für das Chlorine Chemical Council (Chlorindustrie) und setzte alles daran, um Dr. Devra Lee Davis als Gesundheitsministerin von Clinton alle zu machen. Davis hatte sich als Wissenschaftlerin profiliert, die die Folgen der Chlorindustrie untersuchte. Mongoven führte eine PR-Kampagne gegen das Vorsorge-Prinzip (precautionary principle). Kostenpunkt: $ 12 Mio 1994, $ 15 Mio. 1995. Ein Drittel davon wurden für Gegengutachten ausgegeben. 1999 veranstaltete das industriefinanzierte "Harvard Center for Risk Analysis" eine Konferenz: "The Precautionary Principle: Refine It or Replace It". Finanziert wurde diese von dem "Chlorine Chemical Council" und der Kochstiftung. Koch ist einer der größten Ölpipeline-Betreiber der USA und ein bekannter Umweltverschmutzer. Im Januar 2000 musste Koch $ 35 Mio. zahlen, wegen diverser Umweltverschmutzungen. Im Werbematerial für die Konferenz wird gegen das Vorsorge-Prinzip gehetzt, das in Europa üblich sei, und nun leider auch in die USA überschwappe.

Elizabeth Whelan: Das Vorsorgeprinzip ist eine Gefahr für unsere Gesundheit und unseren Lebensstandard.

Kapitel 7: Pusztai-Geschichte
Hier der Erklärungsversuch der Autoren, warum das passierte: Das Rowett Research Institute (Pusztais ehemaliges Institut, dessen Leiter Pusztai so in den Rücken gefallen ist) erhält nur (!) einen kleinen Anteil seiner Gelder von Monsanto. 90% bekommt es durch die britische Reigerung, "which at the time of the Pusztai controversy was aggressively courting biotech investments" (163).

Als einige Staaten und verschiedene Molkereien versuchten, ihre Milch als "rBGH-frei" zu kennzeichnen drohte Monsanto mit Klage und hat in der Tat zwei Molkereien verklagt (164)! Interne Dokumente der Dairy Coalition (die rBGH-Hormone einsetzen will) drangen nach außen und zeigten, wie missliebige Wissenschaftler, die von Journalisten zitiert wurden, "kalt gestellt" wurden. Man setzte sich mit den Zeitungschefredakteuren zusammen, die versicherten, dass man in Zukunft nicht mehr rBGH-kritisch berichten werde. Die Coalition nannte das "educating reporters and editors".

1997 wurde die Ausstrahlung eines kritischen Dokumentar-Films der Journalisten Steve Wilson und Jane Akre aus Florida für "Fox" verhindert. Die Autoren fanden heraus:

  • rBGH war vor der Zulassung durch die FDA nie richtig getestet worden. Statt - wie üblich - einen 2jährigen Krebstest mit mehreren hundert Ratten zu machen, gab es nur einen 90-Tages-Test an 30 Ratten. Das Ergebnis der Studie wurde nie veröffentlicht.

  • Einige Milchkühe in Florida wurden krank, nachdem sie rBGH bekommen hatten. Ein Farmer sagt, er habe 75% seiner Herde verloren und Monsanto hätte ihm nicht gesagt, dass andere Herden ähnliche Probleme hätten.

  • Aufsichtsbeamte widersprachen vor der Kamera Monsantos Behauptung, dass jede Milchladung von rBGH-Kühen auf Antibiotika untersucht wird.

  • "Akre" besuchte zufällig ausgesuchte Höfe. Alle spritzten rBGH. Sie besuchten auch Supermärkte, die ihren Kunden versprochen hatten, keine rBGH-Milch zu verwenden. Die Leiter der Supermärkte gaben zu, sich nicht daran gehalten zu haben.

  • Sie zitieren die Consumer Union und den Wissenschaftler Epstein über das Krebsrisiko.


Die Ausstrahlung war für den 24.2.97 als 4-Teiler geplant. Nach umfangreicher Werbung schrieb ein bekannter Anwalt, ein ehemaliger republikanische Politiker den Chefredakteur von Fox an. Nach Autor Wilson heuerte Monsanto einen der bekanntesten Anwälte an. Obwohl der Sendetermin feststand und obwohl Fox teure Anzeigen für Werbung bezahlt hatte, wurde die Sendung kurz nach dem Anruf abgesetzt. Anfangs wurde sie nur für eine Woche verschoben; in der Folgezeit mussten die Journalisten 73mal den Text ändern, sechsmal wurde der Sendetermin an- und abgesetzt. Den Autoren wurde angekündigt, gefeuert zu werden und dass jemand anderes ihren Film fertigmachen würde. Ihnen wurde dann als Abfindung $ 200.000 angeboten. Sie verweigerten die Annahmen und wurden im Dezember´97 gefeuert.

1999 ergab eine Umfrage, dass 62% der Amerikaner nicht wussten, dass Gentech-Nahrung in den USA schon weit verbreitet ist. Tom Hoban, ein Wissenschafter von der Uni North Carolina in Diensten der Gen-Tech-Industrie, machte sich lustig über die Amerikaner: sie wüssten wohl gar nicht, dass man für Nahrung Samen braucht. Sie wüssten auch nicht, dass Bauernhöfe etwas mit Landwirtschaft zu tun haben. Trotzdem gab es Probleme mit dem Absatz von Gentech-Nahrung. Ein interner Bericht der Deutschen Bank empfahl, Aktien von Bio-Tech-Firmen zu verkaufen. Dieser Bericht zitierte den Manager eines europäischen Chemieunternehmens, der Vorbehalte gegenüber Gen-tech-Nahrung habe. Seine Firma selbst produziert jedoch solche Gen-Tech-Nahrung.

Im Mai´98 gab Monsanto für PR-Kampagne $ 5 Mio. aus. Die Anzeigen "Let the Harvest Begin" nutzten das Vokabular von Umweltschützern. 1999 war die Hälfte des amerikanischen Soja-Ernteguts "Roundup Ready"-gentechnisch verändert, um das Totalherbizid "Roundup" von Monsanto zu überstehen!

  • Es gab einen Fall von Bea Stefani, eine von tausenden Amerikanern, die das "eosinophilia-myalgia syndrome" (EMS) entwickelte. Sie hatte ein Diätmittel genommen, das als eines der ersten gentechnisch verändert worden war.

  • In Kanada verklagte Monsanto den Farmer Percy Schmeiser wegen Diebstahls. Schmeiser schwor, er habe nie Monsantos gen-tech-Samen verwendet. Es kam heraus, dass offensichtlich Wind Monsantos Samen auf sein Feld geweht hatte.

    Monsanto entwickelte im Mai´98 ein Produkt, das seine Gegner "Terminator" nannten. Es wird auf den Feldern ausgebracht, um dafür zu sorgen, dass die zweite Pflanzengeneration unfruchtbar wird. Entwickelt wurde es mit Geldern des US Departments of Agriculture. Damit wurde das urmenschlichste Prinzip des säens privatisiert (180)! Das US Department of Agriculture schlug 1998 vor, dass Gentech-Nahrung als "bio" deklariert werden dürfe. 275.000 Menschen sandten Protestschreiben dagegen. US Farmer spüren bereits den internationalen Widerstand gegen ihre Bio-tech-Pflanzen. Die Grocery Manufacturers of America (GMA), die die größten Nahrungsmittelkonzerne repräsentieren, lancierten eine Multi-Millionen Dollar-Kampagne der Ausrichtung pro Gentech.

    Im Juli´99 schrieb John Frank in der Fachzeitschrift PR Week, "eine Gen-Tech-Kampagne sei der Alptraum jeder PR-Firma."

    Im Mai´99 zeigte eine Veröffentlichung der Cornell Uni, dass Monsantos Bt-Mais ein Feld mit Tierfutter verunreinigte und den Monarch Schmetterling vergiftete, das "Bambi" der USA. Nun begann PR-Kampagne gegen diese Studie:

    • Die Studie wurde verunglimpft

    • Firmenmitarbeiter wurden gegen kritische Presse geschult

    • Wissenschaftler der Firmen sollten Gegenstudien vorlegen

    • Unparteiliche Wissenschaftler wurden aktiviert (Third-Party-Spokesmen)


    Tatsächlich gab es dann in den Zeitungen Überschriften wie "Scientists Discount Threat to Butterfly from Altered Corn".

    Part III: The Expertise Industry
    Es ist ein Mythos, dass Wissenschaft unparteiisch sei! Studien fanden heraus, dass Frauen und Minderheiten in wissenschaftlichen Zirkeln, im "old boys' network" keine Chance haben. Das System benachteiligt genauso junge unabhängige Wissenschaftler. Eine Form, Wissenschaftler für sich einzunehmen, ist, ihnen für Leserbriefe Geld zu zahlen. Tabakfirmen zahlten heimlich 13 Wissenschaftlern insgesamt $ 156.000, um Leserbriefe an einflussreiche Medizin-Zeitschriften zu schreiben (199). Wissenschaftler wurden auch für ganze Artikel bezahlt, nicht nur für Leserbriefe.

    1999 bezahlte die Pharmafirma "Wyeth-Ayerst" Ghostwriters, die das Diät-Medikament "fen-phen" lobten. Weitere Lobes-Artikel wurden unter dem Namen von bekannten Wissenschaftlern veröffentlicht. Dr. Albert J. Stunkard von der University of Pennsylvania sagte, er habe keine Ahnung gehabt, dass Wyeth den Artikel bezahlt habe. Er sei der Auffassung gewesen, er sei von "Excerpta Medica" bezahlt worden. Excerptas Ghostwriter hatten für $ 20.000 den Artikel geschrieben und ihn dann an Stunkard weitergeschickt, der für $ 1000 - 1500 seinen Namen drunter setzte. Dr. Atkinson, Professor an der University of Wisconsin, schickte den Artikel an Excerpta zurück mit den Worten: "ob sie nicht in Zukunft alle seine Artikel schreiben wollten. Sie könnten das so toll." "My only general comment is that this piece may make desfrenfluramine sound better than it really is." (zit 201)

    Wyeth-Sprecher Doug Petkus meint, das sei völlig normal im medizinischen Journalismus. Redakteure der Medical Tribune bestätigen dies. Das passiert selbst bei angesehenen Publikationen wie dem "New England Journal of Medicine". 1986 veröffentlichte das "New England Journal of Medicine" eine Studie und verweigerte die Annahme einer Gegenstudie über das Antibiotikum Amoxicillin, obwohl beide Studien auf der gleichen Datenbasis beruhten. Wissenschaftler der Pro-Studie erhielten $ 1,6 Mio. in Form von grants vom Hersteller, während der Gegengutachter die Annahme von Geldern verweigert hatte! Der Gegengutachter suchte jahrelang nach einer Möglichkeit, seine Studie zu veröffentlichen. Erst nach 5 Jahren gelang ihm das. Dann gab es eine Studie, die auf einer größeren Datenmenge beruhte und herausfand, dass die Einnahme des Medikamentes schlechtere Ergebnisse bei Kindern zeigte, als wenn sie gar nichts genommen hätten.

    Im November´97 veröffentlichte das "New England Journal of Medicine" die Buchbesprechung von Sandra Steingrabers "Living Downstream: An ecologist looks at cancer and the environment". Steingraber wurde vom Rezensenten als "obsessed with environmental pollution" bezeichnet. Jener Rezensent Jerry H. Berke war Laborleiter bei W. R. Grace (was das New England Journal of Medicine aber nicht als solches angab). Grace ist als Asbestproduzent einer der größten Umweltverschmutzer der Welt. Grace musste schon Millionen Dollar als Wiedergutmachung zahlen. In Woburn, Massachusetts, vergiftete Grace das Grundwasser und zahlte $ 8 Mio durch eine außergerichtliche Einigung mit den Familien von 7 Kindern aus Woburn, die Leukämie bekamen, weil sie vergiftetes Wasser getrunken hatten.

    Als das "New England Journal of Medicine" auf Berke angesprochen wurde, sagte die Redaktion, sie habe nicht gewusst, dass Berke für Grace arbeite. Ein anderes Mal behauptete die Redakteurin, sie hätte Grace nicht gekannt. Obwohl Graces Hauptquartier 8 Meilen von der Redaktion entfernt ist und jahrelang über Grace in den Zeitungen berichtet worden war. Als das "New England Journal of Medicine" wegen dieses Falles kritisiert wurde, sagte der Chefredakteur, dass das "New England Journal of Medicine" am strengsten sei. "Es ist eine traurige Tatsache, dass er recht hat", schreiben die Autoren. 1996 untersuchte eine Studie, dass in 34% aller Studien mindestens einer der Autoren ein offensichtliches finanzielles Interesse am Ergebnis der Studie hatte. Dabei nicht eingerechnet die Zahl derer, die Aktien oder einen Beratervertrag mit der betreffenden Pharmafirma hatten.

    Die Forschung wurde in den 50er Jahren erheblich ausgeweitet aufgrund von Unterstützung durch das Militär. Die Autoren zitieren zwei Wissenschaftler, die sich ob der Entwicklung große Sorgen machen. Einer von ihnen, Altieri, ist Spezialist in der Kontrolle von Pestiziden. Er beklagte sich, dass er kein Geld mehr für seine Studien bekommt, seit Novartis Gelder zahlt.

    Durch die Industriegelder hat sich die Wissenschaft völlig verändert (213). Eine Studie der Jahre 1994 und 1995 von David Blumenthal vom Massachusetts General Hostpital untersuchte über 3000 Wissenschaftler in Life sciences und fand heraus, dass 64% ihrer Studien in irgendeiner Form finanziell von der Industrie gesponsert waren.
    1997: Der Fall von Betty Dong, einer Forscherin an der University of California:

    In den 80er Jahren hatte Dong eine Studie über "Synthroid" veröffentlicht, ein Thyroid-Medikament von Boots. Die Studie vermutete, dass das Medikament besser war als das der Konkurrenten. Boots gab daraufhin $ 250.000 für eine größere Studie, die die Vermutung untermauern sollte. Dong fand 1990 in dieser größeren Studie heraus, dass die Anfangsvermutung nicht stand hielt ( im Gegenteil). Es folgte ein 7jähriger juristischer Kampf gegen Dong, um die Veröffentlichung ihrer Studie zu verhindern. Sie hatte unterschrieben, dass Boots die exklusiven Rechte am Ergebnis hat. 1997 bekam Dong Recht. Bis dahin aber konnte Boots 7 Jahre lang in einem $ 600-Mio.-Markt damit werben, "Synthroid" sei besser als die Konkurrenzprodukte. Boots wurde inzwischen von Knoll übernommen. Knoll einigte sich außergerichtlich durch Zahlung von $ 98 Mio, einem Bruchteil des Gewinns in der Zwischenzeit.
    1995: Der Fall von Nancy Olivieri an University of Toronto:

    Sie hatte die Patienten vor den Nebenwirkungen eines Medikaments von "Apotex" warnen wollen, das sie testete. Sie wurde gefeuert. Ihr Arbeitgeber erhält jährlich hunderttausende von Dollars für Forschung von Apotex.

    (Nun werden weitere Fälle geschildert.)

    Man kann den Ausgang einer Studie auch durch die für Tests usw. veranschlagte Zeit beeinflussen. Ein Buch zu diesem Thema ist: "Tainted Truth: The Manipulation of Fact in America" von Cynthia Crossen; es nennt weitere Fälle. Sie zitiert eine Studie, die 107 Studien untersuchte, in denen ein neues gegenüber einem alten Medikament getestet wurde. Fazit: in keinem einzigen Fall war das neue Medikament schlechter als das alte!

    Eine Studie des "New England Journal of Medicine" über 70 Artikel von Betablockern fand heraus, dass in 96% der Fälle, in denen positiv über das Medikament berichtet wurde, der Autor finanziell mit dem Hersteller verbunden war. Bei neutralen Artikeln waren 60% der Autoren finanziell gebunden, und bei kritischen Artikel 37% der Autoren. Aber nur in zwei der 70 Artikel wurde auf die finanzielle Verbindung hingewiesen!

    1996 untersuchten zwei Journalisten Studien in wichtigen wissenschaftlichen Zeitschriften über die Sicherheit von Alachlor, Atrazin, Formaldeyhd und Perchlorethylen. Das Ergebnis: Wenn industrieunabhängige Forscher die Studien führten, waren 60% der Studien ungünstig für die betreffenden Chemikalien, wenn industrieabhängige Forscher die Chemikalien untersuchten, waren 74% der Studien positiv.

    Die Öffentlichkeit wird heutzutage bombardiert mit "wissenschaftlichen" Studien wie zum Beispiel:

    • Knoblauchbrot bringt Familien enger zusammen, sagt eine Studie, gesponsert von "Pepperdige Farms bakeries", die Tiefkühl-Knoblauchbrot produzieren.

    • Weizenflocken senken den Cholesterinspiegel, sagt eine Studie, gesponsert von "Quaker Oats", die Weizenflocken produzieren.

    • Schokolade essen verhindert Karies (!), sagt eine Studie des "Dental Resource Center", gesponsert von M & M / Mars.

    • Täglich ein Glas Rotwein verhindert Herzprobleme, sagt eine Studie, gesponsert von der Likörindustrie.


    Es existieren auch gegensätzliche Studien:

    • Sonnencreme verhindert Hautkrebs, sagt eine Studie, gesponsert von Schering-Plough, die Sonnencreme produzieren.

    • Regelmäßige Sonnenbäder verhindern 30.000 Krebstote jährlich in den USA, sagt eine Studie, gesponsert von der "International Smart Tan Network", die Sonnenstudios vertreten. Laut ISTN hätten Sonnencremehersteller eine "Paranoia" über Hautkrebs angerichtet!


    Kapitel 9: the Junkyard Dogs
    "junk science" gilt als Kampfbegriff gegen kritische Wissenschaftler, der ursprünglich von der Tabakindustrie eingeführt wurde.

    "Alar" ist eine Chemikalie, die auf Bäume gespritzt wird, damit Äpfel länger reifen bevor sie herunterfallen. Studien ergaben, dass 50 von 1 Mio. Menschen, die regelmäßig mit Alar gespritzte Äpfel essen, Krebs bekommen. CBS berichtete darüber in "60 Minutes". Daraufhin formierte sich eine PR-Kampagne von Umweltschützern des "Natural Resources Defense Council" gegen Alar mit Meryl Streep. Auch die WHO warnte vor Alar als krebserregenden Stoff.

    Der Gegenangriff wurde geführt von Elizabeth Whelan und ihrem "Amercian Council on Science and Health", das von der Industrie finanziert wird. Die Apfelindustrie zahlte Hill & Knowlton über 1 Mio. $ für Werbung. Gegengutachter wurden herangezogen, und so konnte der Eindruck entstehen, dass der Alar-Alarm eine Form der öffentlichen Hysterie sei. 1991 ergab eine Meinungsumfrage, dass 68% der Bevölkerung glaubten, dass der Alar-Alarm übertrieben gewesen sei. "Alar" wird heute als Synonym für "junk science" verwendet.

    Hill & Knowlton entwickelten eine Kampagne für die Tabakindustrie(TASSC) und führten hier erstmals das Prinzip der "third party technique" und der industriefinanzierten Bürgerinitiativen-Gründung ein. Zusammen mit Burson-Marsteller gründeten sie die Organisation "Scientists for Sound Public Policy", später umbenannt in "European Science and Environment Forum".

    Elizabeth Whelans "American Council on Science and Health" (ACSH) ist eins der berüchtigsten Institute. Gegründet 1978, kommen 76% des Budgets von der Industrie. Whelan attackierte stets Umweltschützer und verteidigte Umweltverschmutzer. 1981 schrieb sie zum Beispiel einen Artikel nahmes "Chemicals and Cancerphobia". Das führe dahin, dass man schließlich "not only zero risk, but zero food, zero jobs, zero energy, and zero growth" habe (244).

    Das ACSH nannte den Bann auf DDT "one of the 20 worst unfounded health scares", verteidigte die Asbestindustrie, Agent Orange und Atomenergie. Was Junk Food angehe, gäbe es keinen Beweis für einen Zusammenhang zwischen Ernährung und irgendwelchen Krankheiten. Der ACSH versendet einen Medienbrief "Media Update", in dem immer auf die erfolgreiche Medienarbeit hingewiesen wird. Eine typische Überschrift daraus: "At Christmas Dinner, Let Us Be Thankful For Pesticides And Safe Food". Merkwürdigerweise hat Whelan nie etwas mit der Tabakindustrie am Hut gehabt. Es gibt ein internes Memorandum von Phillip Morris: "The little I know about Elizabeth Whelan, the executive director, would be enough to suggest that PM have nothing to do with the Council". Das mag vielleicht auch der Grund dafür sein, dass sich Whelan als heftige Gegnerin der Tabakindustrie ausgibt und es auch immer anführt als Zeichen dafür, wie unabhängig sie ist.

    Stephen Milloy ist, ähnlich wie Whelan, ein ausgewiesener Kämpfer gegen Ökologie. Er nennt Berichte über die Verdünnung der Ozonschicht "nutty"; er hat eine Junk-Science-Homepage; er ist Erfinder der Ausdrücke "sound science" und "junk science".

    Andere pseudo-wissenschaftliche Institute, die von der Industrie finanziert werden:

    • "Washington Legal Foundation", gesponsert von Philip Morris.

    • "Hudson Institute"; Der Mitarbeiter Dennis T. Avery schrieb das Buch "Saving the Planet with Pesticides and Plastic". Er propagierte die Idee, dass Bionahrung gefährlicher ist als gespritzte Nahrung wegen des e-coli-Bakteriums. Er schrieb Artikel "Organic Foods Can Make You Sick". Aufgegriffen von ABC (TV), die in einer Sendung behaupteten, "buying organic could kill you". ABC erwähnte nicht, dass Averys Institut von Monsanto, DuPont, Sandoz, Ciba-Geigy, etc. bezahlt wird.

    • "Competitive Enterprise Institute", finanziert von großen Ölfirmen. Es behauptet, dass tausende von Wissenschaftlern darin übereinstimmen, dass es kein Treibhausproblem gebe. Es behauptet auch, dass kleine Autos gefährlich seien für die Kunden, weil es mehr Verkehrstote gebe (von Autoindustrie finanziert).

    • "Heartland Institute"; im Aufsichtsrat sitzten Mitglieder von General Motors, Amoco, Procter & Gamble, Philip Moris.

    • "American Policy Center"; Es griff Jeremy Rifkin an als jemanden, der "Selbstmord, Abtreibung, Kannibalismus und Sodomie" befürworte.

    • "National Anxiety Center"




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    Von John Stauber und Sheldon Rampton.
    Mit einem Vorwort von Freimut Duve

    Wie viel der Berichterstattung, die wir für neutral, sauber recherchiert und ausgewogen halten, stammt in Wirklichkeit aus der Feder professioneller Meinungsmacher? Schon jetzt gibt es in den Vereinigten Staaten doppelt so viele PR-Berater wie Journalisten. Echter Journalismus und von PR-Firmen im Auftrag von Industrie und Regierung angefertigte Berichte sind oft nicht mehr voneinander zu unterscheiden.
    Giftmüll macht schlank zeigt, wie die PR-Industrie immer größeren Einfluss auf die öffentliche Meinung gewinnt - wie Kriege verkauft werden und Konzernen ein »grünes« Image verpasst wird.

    John Stauber und Sheldon Rampton decken die Taktiken und Strategien der Spin Doctors auf und erzählen die aufregende Geschichte der modernen PR: von den verwegenen Publicity-Stunts des Zirkusmannes P.T. Barnum, über den Freud-Neffen Edward Bernays, der das Rauchen von Frauen in der Öffentlichkeit hoffähig machte, bis hin zu den PR-Kampagnen der US-Regierung für die öffentliche Unterstützung ihrer weltweiten militärischen Interventionen.
    Hat der klassische Journalismus überhaupt noch eine Chance gegen das schier unbegrenzte Budget der PR-Maschine?
    Giftmüll macht schlank geht Fragen wie dieser auf den Grund und zeigt, wie wir uns in der sich ändernden Medienlandschaft zurechtfinden können. Denn davon hängt nicht weniger ab als die Demokratie.


    John Stauber und Sheldon Rampton: Giftmüll macht schlank – Spin Doctors, PR-Wizards, Medienprofis. Die Wahrheit über die Public-Relations-Industrie.
    Klappenbroschur
    224 Seiten, fadengeheftet
    € 20,- (D) / € 20,60 (A) / sFr. 34,80 (CH)
    ISBN: 3-936086-28-1 // ISBN: 978-3-936086-28-7

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    Dieser Artikel wurde 6421 mal gelesen und am 18.6.2008 zuletzt geändert.