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Vattenfall Kritik - AKW - KKW Der Atomkonzern und die Kohle

Eine Kritik am Atom- und Stromkonzern Vattenfall
Vattenfall betreibt sieben Kernkraftwerke in Schweden und zwei in Deutschland: in Brunsbüttel und Krümmel an der Elbe in Schleswig-Holstein. Die Geschäftsführung der deutschen Atomkraftwerke liegt bei der Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH.

Wir beginnen hier kritische Beiträge zum Atomkonzern Vattenfall zusammenzutragen:



Auszug aus der Badischen Zeitung vom Freitag, 20. Juli 2007
Für den Goldesel Vattenfall wird es ungemütlich
Mit den in Deutschland erwirtschafteten Überschüssen füllt der Konzern Schwedens Staatskasse / Aber jetzt leidet das Image

Als Schweden im Vorjahr eine bürgerliche Regierung bekam, zählte die Privatisierung von Staatsunternehmen zu ihren wichtigsten Anliegen. Ein Konzern steht allerdings nicht auf der Verkaufsliste von Finanzminister Mats Odell: der Energieversorger Vattenfall, der 1992 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde, jedoch weiter zu 100 Prozent in Staatsbesitz ist. Denn einen Goldesel verkauft man nicht.

Das offizielle Argument gegen eine breitere Streuung der Aktien ist die Versorgungssicherheit. Liefert Vattenfall doch Jahr für Jahr Milliarden an Dividenden an die schwedische Staatskasse ab. Das verstärkt den Wunsch der Regierung entscheidend, den Zugriff auf den Konzern zu behalten. Allein im Vorjahr führte er 7,5 Milliarden Kronen (824 Millionen Euro) an den Finanzminister ab. Das waren 40 Prozent des Konzerngewinns von 18 Milliarden. Dazu haben die deutschen Kunden über die hohen Strompreise in Deutschland einen großen Anteil beigetragen, sodass deren Beitrag zum beneidenswerten schwedischen Haushaltsüberschuss nicht gering ist.

Die Vattenfall AB — zu Deutsch: Wasserfall AG — ging aus der einstigen Königlichen Wasserfallbehörde hervor. Der Staat gliederte das Stromnetz in eine eigene Gesellschaft aus und trimmte den Energieproduzenten als Aktiengesellschaft für den Kampf auf dem liberalisierten Strommarkt. Allerdings stimmte der ökologisch so vertrauenerweckende Name längst nur noch teilweise. Denn nur die Hälfte des Stroms in Schweden erzeugt der Konzern mit Wasserkraft, für die anderen 50 Prozent steht die Nuklearenergie aus den AKWs in Forsmark und Ringhals zur Verfügung. Zitatende



Die Süddeutsche Zeitung schrieb am 10.03.08 über die „Politische Landschaftspflege der Energiekonzerne“
(Auszug)

Energiekonzerne & Dolce Vita für Kommunalpolitiker


„Abenteuer in Norwegen

Auf das dubiose Belohnungssystem der Energiewirtschaft für Kommunalpolitiker und Rathausbeamte war die Kölner Staatsanwaltschaft erstmals im Mai 2005 gestoßen. Bei den Ermittlern traf eine anonyme Anzeige ein. Es ging um eine luxuriöse Norwegen-Reise, die von den Stadtwerken im rheinischen Burscheid für ihre Aufsichtsratsmitglieder organisiert und finanziert worden war. Gebucht worden war der Ausflug für die Burscheider Lokalhonoratioren über ein Reisebüro der Eon-Tochter Ruhrgas. Für die Fahnder eine heiße Spur. Im Zuge ihrer Ermittlungen fanden sie heraus, dass das Reisebüro von Ruhrgas eigens eingerichtet worden war, um diskret Vergnügungsreisen für einflussreiche Rathauspolitiker, aber auch Bundestags- und Landtagsabgeordnete zu organisieren.

Eine Lawine von Strafermittlungsverfahren war losgetreten. In 150 Verfahrenskomplexen ermittelte die Kölner Staatsanwaltschaft in ganz Deutschland gegen 1300 Politiker und Verwaltungsbeamte sowie Manager der Energiekonzerne wegen des Verdachts der Vorteilsannahme, der Vorteilsgewährung und der Untreue. Das Strafdelikt der Untreue sah die Staatsanwaltschaft in den Fällen verwirklicht, in denen kommunale Energieunternehmen durch Lustreisen für ihre Aufsichtsräte, bei denen es sich häufig um Ratsvertreter handelt, geschädigt wurden. "Das war ein flächendeckendes System", sagt Oberstaatsanwalt Feld. Als Motiv für die Großzügigkeit der Energiefirmen vermuten die Ermittler "politische Landschaftspflege". Häufige Reiseziele waren Barcelona, Rom oder Brügge, oftmals mit einem Abstecher zu einer norwegischen Gasförderinsel, um die Reise als "Energieseminar" zu tarnen.

Neben Kommunalpolitikern und Rathausbeamten ermittelten die Kölner Staatsanwälte auch gegen vier Bundestags- und sieben Landtagsabgeordnete. Der Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, Franz Thönnes (SPD), soll im Jahr 2003 während eines Privaturlaubs samt seiner Ehefrau der Flug auf eine norwegische Bohrinsel von der Eon-Tochter Ruhrgas spendiert worden sein. Inzwischen wurde das Verfahren gegen den Staatssekretär laut Feld "mangels hinreichendem Tatverdachts" eingestellt. Der Essener CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Königshofen soll sich gemeinsam mit seiner Ehefrau auf Kosten der Essener Stadtwerke drei Tage in Budapest bei Konzerten und Dinner-Shows vergnügt haben. Bei diesem Ausflug zahlte der Energiekonzern 2800 Euro pro Person.

(auszugsweise zitiert)


Was tun?
Wenn Sie sich diese Atom – Infos lesen, sich heftig über die Atomkonzerne EnBW, RWE, E.ON, Vattenfall, Siemens und die Atomparteien ärgern, "die Faust im Sack ballen", nachts mit den Zähnen knirschen, aber ansonsten nichts tun, dann nützt das recht wenig.

  • Engagieren Sie sich! Für die Stilllegung der Atomkraftwerke und gegen die geplanten Euroreaktoren.
  • Leben Sie energischer. Werden Sie aktiv beim BUND oder bei den Bürgerinitiativen und der Anti-Atom-Bewegung vor Ort.
  • Wichtig: Wenn Sie eine Homepage haben, dann legen Sie doch bitte einen Link zu dieser Seite
  • Wenn Ihr Energieversorgungsunternehmen Sie mit Atomanlagen bedroht, dann lassen Sie sich das nicht gefallen. Wechseln Sie zu einem „echten“ Ökostromanbieter, wie z. B. dem BUND Regionalstrom von den EWS Schönau
  • Bringen Sie das Atomthema zur Sprache: Bei der Arbeit, im Verein, dort wo Sie leben, arbeiten und aktiv sind.
  • Lassen Sie sich nicht gegen Ihre europäischen Nachbarn ausspielen. Die Atomlobby arbeitet grenzüberschreitend. Wir Umweltschützer auch.
  • Setzen Sie sich ein, für Mensch, Natur, Umwelt und für eine nachhaltige, erdverträgliche Entwicklung.
  • Engagieren Sie sich für die Demokratie. Die Dauerregierungsmitglieder EnBW, e.on, RWE und Vattenfall verstärken ihren Einfluß auf Politik und Medien und gefährden die Demokratie..
  • Bekennen Sie sich zu Ihrem Engagement. Mit einem Leserbrief, einem Aufkleber im Fenster, am Rad, an der Mülltonne, am Auto oder mit einem Plakat am Hoftor (Materialien gibt's beim BUND: Onlineshop ).
  • Ein neuer Ansatz Atomgefahren abzuwehren wird hier aufgezeigt: Die No-Logo Kampagne
  • Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende oder werden Sie Mitglied (steuerlich absetzbar). Flugblätter und Ausstellungen kosten Geld.
  • Sparen Sie Energie und gehen Sie mit uns den Weg ins Solarzeitalter.
  • Lassen Sie nicht zu dass Wikipedia weiterhin einseitig von den Werbeabteilungen der Atomlobby manipuliert wird.
  • Elektrisches Heizen ist umweltfeindlich. Die Energiekonzerne werben massiv für diese Form der Energieverschwendung
  • Schreiben Sie mal wieder einen Leserbrief

Axel Mayer
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Vattenfall verliert Kunden - Großer Erfolg gegen Atomlobby
Stromwechselkampagne als Erfolgskonzept und Strategie gegen neue AKW
11.September 2007

Der Energiekonzern Vattenfall hat in den vergangenen Monaten rund 100.000 Stromkunden an andere Anbieter verloren. In den beiden Kernmärkten Berlin und Hamburg sind seit den Unfällen in Brunsbüttel und Krümmel in den vergangenen vier Monaten "etwa 100.000 Kunden" zu Wettbewerbern gewechselt, sagte Vattenfall-Chef Hans-Jürgen Cramer dem Nachrichtenmagazin "Focus". Bei diesen Wettbewerbern handelt es sich sehr häufig um Ökostromanbieter und die Bereitschaft zum Wechsel, weg von den schmutzigen Vier (EnBW, E.on, Vattenfall und RWE) wächst.

Die Umwelt- und Antiatombewegung hat in den Konflikten mit den mächtigen und einflußreichen Atom- und Kohlekonzernen nicht die Druckmittel einer Gewerkschaft, die beispielsweise mit Streiks ihre Ziele erreichen kann. Manche unserer Aktionsformen wurden und werden von der Atomlobby belächelt.

Ein erfolgreiches Bollwerk gegen die atomaren Gefahren war und ist über die Jahrzehnte hinweg der kreative und gewaltfreie Widerstand der Menschen im Raum Gorleben und wenn in Zukunft der Neubau von Atomreaktoren in Deutschland ansteht, dann könnte das Modell Gorleben bundesweit durchaus Schule machen.

Doch mit noch größerer Sorge schauen die Energiekonzerne auf den stärker werdenden Kundenschwund. Jahrelang hat die Umweltbewegung für den Stromwechsel, hin zu echten Ökostromanbietern (EWS Schönau, BUND Regionalstrom, Greenpeace energy...) geworben und lange über den mangelnden Erfolg dieser Kampagen geklagt.

Doch langsam zeigen sich Erfolge. Das Wissen über die Möglichkeit den Anbieter zu wechseln nimmt in der Bevölkerung zu. Die Störfälle in Brunsbüttel und Krümmel haben Vattenfall ökonomisch schmerzhaft getroffen und 100 000 KundInnen gekostet.

Mit Sorgen denken die Chefs der mächtigsten Konzerne an die ökonomischen Folgen des nächsten Atomunfalls und in den Werbeabteilungen wird das Herunterspielen von Unfällen und deren Folgen noch intensiver geplant.

Und wenn beispielsweise EDF / EnBW irgendwann zwei neue Euroreaktoren in die sensible Ökoregion am Oberrhein nach Fessenheim bauen wollen, dann plant und organisiert die Umweltbewegung bereits jetzt einen EnBW Kundenschwund der die Konzerne am empfindlichsten Körperteil, nämlich am Geldbeutel massiv treffen wird.

Es ist nur noch ein Problem, dass bundesweit diese neuen, erfolgreichen Druckmittel in den Konzernspitzen der Atomkonzerne und ihren Werbeabteilungen intensiver diskutiert werden als in Teilen der Umweltbewegung. Der KundInnenschwund bei Vattenfall ist ein Grund zu feiern
und noch mehr zu tun.
Axel Mayer / Geschäftsführer
hier: mehr Infos zu "neuen AKW"
hier geht`s zum BUND Regionalstrom

Information, Hintergrundinfo, Ausstellung, Material, Vortrag, Hausarbeit, Diplomarbeit, Schularbeit, Aufsatz, Referat...

Neues Kohlekraftwerk und CO2
Neue Kohlekraftwerke - EnBW, Eon, Vattenvall und RWE contra Klimaschutz

Atomenergie Ausstellung - Eine umfassende Information
Ausstellung des BUND zum Thema AKW, Atomkraftwerke, Atomwaffen und Atomgefahren
Atompropaganda & Greenwash
Die Propagandatricks von EnBW, Vattenfall, E.ON und RWE


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Dieser Artikel wurde 1876 mal gelesen und am 13.3.2008 zuletzt geändert.