Landesverband Thüringen28.10.2008Rhöntrasse wird zur Thüringer SackgasseNach dem Aus in Hessen fordert der BUND den sofortigen Stopp aller Planungen in ThüringenErfurt. Die Rhöntrasse auf hessischer Seite steht vor dem Aus. Eine neue rot-grüne Landesregierung in Hessen wird das umstrittene Projekt voraussichtlich kippen:„Im Entwurf des Koalitionsvertrages zwischen SPD und Grünen wird der Bau der Bundesstraße B87n zwischen Fulda und Meiningen abgelehnt. Das ist ein schöner Erfolg der Umweltverbände und Bürgerinitiativen in beiden Ländern, die seit Jahren gegen das unsinnige Projekt kämpfen“, zeigte sich BUND-Landesgeschäftsführer Dr. Burkhard Vogel hocherfreut über das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen in Hessen. Dieses Verhandlungsergebnis muss von beiden Parteien auf Parteitagen am kommenden Wochenende zwar noch bestätigt werden, aber der BUND geht davon aus, dass das Projekt definitiv zu den Akten gelegt wird. „Thüringen kann es sich nicht leisten, im Alleingang das Landschaftsbild der Rhön zu zerstören und dafür noch Unsummen auszugeben“, so Vogel. Die Bundesländer Hessen und Thüringen hatten die Straße beim Bund als vordringliches Verkehrsprojekt angemeldet und in den Bundesverkehrswegeplan 2003 eingebracht. Schere Hessen nun aus, werde der Bund bei der Fortschreibung des Verkehrswegeplanes im nächsten Jahr das Projekt und die Mittel dafür streichen. Thüringer Verkehrsministerium in der Pflicht Der BUND Thüringen forderte die Landesregierung in Thüringen auf, die Planungen sofort zu stoppen. Es dürfe kein Geld mehr für das von Anfang an sinnlose Vorhaben verpulvert werden. Das Thüringer Verkehrsministerium stehe in der Pflicht: Dessen Sprecher Dr. Thomas Sauer hatte bereits zugegeben, dass Erfurt neu überlegen müsse, falls Wiesbaden aussteige, denn nur als Ganzes mache der Bau der Straße Sinn. „Diese Erkenntnis wünsche ich auch Herrn Althaus. Wer glaubwürdig sein will, lässt Worten Taten folgen“, so Vogel. Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs statt Transitrouten „Die Bewohner der Rhön dürfen nicht als Geiseln der einseitig auf Transitverkehr ausgerichteten Politik der CDU-Landesregierung genommen werden. Nun müssen endlich alternative Lösungen erarbeitet werden“, forderte Vogel weiter. Dazu gehöre, den Transitverkehr auf bereits leistungsfähigen Trassen zu kanalisieren und den Öffentlichen Nahverkehr in der Rhön auszubauen. „Was die Pendler wirklich brauchen, ist keine Bundesstraße, sondern Schnellbusverbindungen, damit sie sicher und ausgeruht zur Arbeit kommen“, meint Vogel. |
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