Landesverband ThüringenDas Problem LärmLärm ist ein allgegenwärtiger Begleiter unseres Lebens - Lärm stört - Lärm macht krank.Unter den verschiedenen Krachmachern rangiert der Verkehrslärm an vorderster Front: Kaum ein Winkel der Republik, der nicht von Flugrouten, Autostraßen oder Schienenwegen durchschnitten oder zumindest tangiert wird. Die Folge: Immer mehr Menschen fühlen sich durch Lärm gestört und beeinträchtigt, aber fast jeder ist gleichzeitig auch Verursacher. 500 Milliarden Kilometer legen die Deutschen mittlerweile jährlich in ihren Autos zurück, sechsmal mehr als 1960. Damit einher geht nicht nur eine enorme Luftverschmutzung, sondern auch ein erhöhter Lärmpegel. Ohne Übertreibung gehört der Verkehrslärm mit zu den größten Umweltproblemen unserer Zeit. Auf Dauer macht Lärm krank! Unser Körper kann sich nur schlecht gegen ihn schützen. Nicht einmal im Schlaf sind wir ungestört, da unser Ohr weiterhin Geräusche wahrnimmt, diese als Signale an den Körper sendet und damit eine instinktive Reaktion in Gang setzt. Je nach Intensität und Wahrnehmung reagiert der Körper weniger oder sehr heftig auf die Geräuschkulissen. Dies war in der Vergangenheit der Menschheit überlebenswichtig. Heute jedoch, angesichts einer zunehmend verlärmten Umwelt, produziert ein solcher Mechanismus allzu häufig Stress. In der Folge lässt unsere Konzentrationsfähigkeit nach, wir wirken gereizt und schlafen unruhiger. Unter extremer Belastung drohen gar Herz- und Kreislauferkrankungen. Lärm stellt ohne Zweifel eine Gefahr für die Gesundheit der Betroffenen dar. Problematisch ist gerade die moderne Dauerbeschallung, ohne Lärmpausen können sich die Ohren nicht erholen. ![]() Ruhe und Entspannung sind heutzutage ein teures Gut geworden Etwa 13 Mio. Bundesbürger sind in ihren Wohnungen gesundheitsschäd- lichem Straßenlärm ausgesetzt. Die Europäische Kommission beziffert die Folgekosten des Lärms auf 0,2 bis 2 Prozent des Bruttoinlandproduktes. Auf Deutschland bezogen sind das 4 bis 40 Milliarden Euro pro Jahr. Maßnahmen gegen Lärm sind somit nicht teuer, sondern vermeiden teure Folgen. |
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