Landesverband Thüringen

Allgemeine Informationen zu Hornissen?

Was sind Hornissen?
Hornissen sind soziale Faltenwespen, welche zu der großen Gruppe der Hautflügler (Hymenoptera) zählen. Als Merkmal besitzen sie zwei Hautflügelpaare, die durch viele kleine Häkchen miteinander verbunden sind. In Ruhestellung sind sie der Länge nach einmal gefaltet. Daher kommt der Name „Faltenwespe“. Ebenso gehören dazu Bienen, Holzwespen, Schlupfwespen, Ameisen und viele andere.
Die größte einheimische „Faltenwespe“ ist die Hornisse (Vespa crabro). Wie auch die anderen Wespenarten bilden sie einjährige Insektenstaaten, das heißt, die Völker werden im Frühjahr von einer im Vorjahr geborenen Königin gebildet und sterben im Herbst ab. Der Hauptteil des Volkes besteht aus „Arbeiterinnen“. Im Herbst erscheinen „Jungköniginnen“ und die männlichen „Drohnen“.

Wie gefährlich sind Hornissen?
Man kennt die Geschichten, dass sieben Hornissenstiche ein Pferd, drei einen Erwachsenen und zwei ein Kind töten können. Das sind Märchen. Ein Hornissenstich ist nicht gefährlicher als ein Wespen- oder Bienenstich. Lediglich für Allergiker besteht besondere Gefahr, das gilt für Wespen-, Bienen und Hornissenstiche gleichermaßen.



Fachberaterin Karin lauscht am umgesiedelten Hornissennest


Vorkommen und Nahrung
Ursprünglich lebten Hornissen in artenreichen Mischwäldern, Auwäldern und parkähnlichen Landschaften mit großen alten Eichen, Eschen oder Birken. In diese mächtigen Bäume bauen sie ihre Nester, wenn Hohlräume vorhanden sind.
Hornissen ernähren sich von Baumsäften, von Fallobst im Herbst und von Insekten. Oft sind sie auf Streuobstwiesen anzutreffen und besonders mögen sie Waldränder und die Nähe zu Gewässern wegen des Insektenreichtums. Hornissen ernähren ihre Brut mit Insekten. So kann ein intaktes Volk ca. ein halbes bis ein Kilogramm Insekten täglich fangen um damit die Brut zu versorgen.
Da es im Wald nicht mehr genügend Nistplätze gibt, weichen Hornissen vermehrt auf menschliche Behausungen aus. Hier wird praktisch jeder Hohlraum genutzt, ob auf dem Dachboden oder in der Scheune. Selbst in Erdlöchern findet man ihre Nester.


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