Landesverband ThüringenÖkotipp:Sonnenschutz mit RisikenHurra, der Sommer ist da! Es ist also wieder soweit, es darf gegrillt werden. Nicht nur die Nahrung - an lauschigen Abenden mit Freunden im Freien -, sondern auch unsere Haut, tagsüber, damit wir im Bikini, Tanga und in der Tarzanbadehose nicht weiß wie Nordlichter wirken. Da unsere helle Haut sehr empfindlich ist, braucht - wer sich länger als eine Viertelstunde in die Sonne legen will - ein Sonnenschutzmittel. Aber viele Präparate arbeiten mit Lichtschutzfiltern, deren Unbedenklichkeit noch nicht feststeht. Mit Emulgatoren und Konservierern sieht es ähnlich aus. Die UV-Lichtschutzfilter absorbieren einen Teil der riskanten (Hautkrebs) ultravioletten Strahlung des Sonnenlichts und gestatten so längeres Sonnenbaden. Sie bilden das Herzstück des Sonnenfilters, aber die meisten gängigen UV-Filter sind bloß befristet vom Bundesgesundheitsamt zugelassen. Das Hauptproblem der komplizierten Chemikalien: Licht läßt Lichtfilter für manche Menschen zu Allergieauslösern werden! Am häufigsten werden sie mit einer Sonnenmilch aufgetragen. Diese "Milch" besteht aus einer Emulsion von Wasser und Paraffinöl. Folglich kommen Emulgatoren in die Rezeptur, damit sich das ganze mischt und Konservierungsmittel, damit es nicht verdirbt. Die Emulgatoren sind für ein besonderes Problem verantworlich, genannt die Mallorca-Akne. Unser Tipp: Wer nicht nur sonnenbadet, sondern zwischendurch in's Wasser will, braucht ein wasserfestes Mittel. Gesetzliche Normen fehlen aber, weshalb jeder Hersteller sein Produkt so nennen darf. Mit mehr als dem halben Lichtschutzfaktor sollte man nach dem Baden nicht rechnen. - Wer noch blaß ist, sollte sich je nach Empfindlichkeit pro Tag maximal zehn bis zwanzig Minuten Sonne multipliziert mit dem Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzmittels zumuten. - Auf keinen Fall parfümierte Sonnenmittel (z.B. Sandelholz oder Moschus) verwenden. Parfüme können unter Lichteinfluß giftig wirken. - Sollten sich bei Ihnen allergische Reaktionen zeigen, empfielt sich der Wechsel zu einem Produkt mit anderen Inhaltsstoffen. Weiterführende Literatur/Quellen: WUNDRAM, DIETER: Kosmetik., Chemie auf Haut und Haaren, Rowohlt, Reinbek, S. 77-79. ÖKO-TEST-MAGAZIN: Ratgeber Kosmetik, 1988, Rowohlt, Reinbek, 39. ÖKO-TEST-MAGAZIN: Test Sonnenmilch, Heft Nr. 5/89, S. 32/33. |
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