Landesverband ThüringenÖkotipp:Ostereier und NaturschutzWenn die Eier - hübsch bemalt von Kinderhand oder gefärbt von den Eltern - auf den Tellern oder in den Nestern liegen, vergisst man leicht, woher diese Symbole für Fruchtbarkeit und Frühlingsanfang stammen. Tier- und Verbraucherschutzorganisationen rufen immer wieder dazu auf, keine Eier aus der Käfighaltung zu verwenden. Auch aus der Sicht des Umweltschutzes spricht viel dafür, das ganze Jahr über Eier aus Boden- oder Freilandhaltung zu bevorzugen. Alle Formen der Intensivtierhaltung sind nicht nur grausam und einer "Kulturnation" unwürdig, sondern schaffen z.T. enorme Umweltprobleme. Die weitgehende Automatisierung der Ställe und Käfige erfordert einen unglaublich hohen Energieeinsatz. Das Futter stammt häufig aus der dritten Welt oder wird zumindest über große Entfernungen hinweg transportiert - auch dabei wird Energie vergeudet. Da die Tiere nicht artgerecht gehalten werden, sind Krankheiten häufig. Um die "Ausfallrate" zu drücken, werden dem Futter Medikamente (Antibiotika etc.) beigemischt - Guten Appetit! Doch damit nicht genug: die Ausscheidungen der Tiere sind häufig so mit Rückständen belastet, dass die Verwendung als Mist (oder Gülle) problematisch ist - womit auch noch Entsorgungsprobleme entstehen. Tipp: Bevorzugen Sie Eier aus artgerechter Haltung, aber nicht nur zu Ostern ... Eier sind seit neuestem mit einer Zahlenfolge gekennzeichnet. Dabei steht die erste Ziffer für die Haltungsart, danach kommt die Betriebskennziffer. Die Klassifizierung erfolgt von 0 bis 3: 0: Bio-Ei 1: Freilandhaltung 2: Bodenhaltung 3: Legebattteriehaltung Also: Kein Ei mit der 3! Weiterführende Literatur/Quellen: KATALYSE: Chemie in Lebensmitteln, S. 18f, Zweitausendundeins 1986, Frankfurt a.Main CHANCEN 4/88, S.54 "Arznei im Ei" NATUR 4/88, S. 90 ff, "Eier-Report" BUNDargumente- "Massentierhaltung", im Rheingarten 7,53225 Bonn Stiftung Verbraucherlnitiative: Verbraucher ausgaben März 1989, Breitestr.51, 53111 Bonn |
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