Landesverband Thüringen

Ökotipp:

Alle Jahre wieder: Streusalz

Den "guten Rutsch", den wir uns alle Jahre wieder wünschen, versuchen wir auf den Gehwegen und Straßen zu verhindern, indem wir die Natur "einpökeln". Im Durchschnitt werden jährlich in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1 und 2 Millionen Tonnen Auftausalze im Winterdienst verwendet. Das verätzt nicht nur die Pfoten der lieben Vierbeiner, sondern lässt auch den Pflanzen am Wegesrand und den Kleinlebewesen im Boden keine Überlebenschance! Die Folge: Laubbäume verlieren mitten im Sommer ihre Blätter oder sterben ganz ab. Gleichzeitig entstehen durch Streusalz Jahr für Jahr volkswirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe, sowohl durch Korrosion an Brücken und Kraftfahrzeugen – insbesondere gefährlich: Korrosion der Bremsen -, als auch durch Schädigungen von Fahrbahndecken.

Tipp:
Benutzen Sie für Gehwege und Hofauffahrten zum Schneeräumen eine Schneeschaufel.
Verwenden Sie zum Streuen entweder die Streumittel mit dem "Blauen Engel" - diese enthalten weder Auftaumittel (Salz), noch organische Bestandteile (z.B. Harnstoff), noch lösliche Schwermetallverbindungen - oder einfachen Sand bzw. Split.

Weiterführende Literatur/Quellen:

Umweltfreundliche Beschaffung, Handbuch zur Berücksichtigung des Umweltschutzes in der öffentlichen Verwaltung und im Einkauf, Hrsg. Umweltbundesamt, Bauverlag GmbH, Wiesbaden und Berlin, 1987.

Streusalzbericht, UBA, Berlin, 1981.

Winterdienstbericht, UBA- Berichte 3/85, Berlin, 1985.

Öko-Test-Magazin 1/87, S. 57 Natur 1/88, S.81f.

BUND-Infomappe: Salz tut weh, Bestelladresse: Rotebühlstr. 86/1, 70178 Stuttgart.

Informationsmaterial:

Bürgerinformation Nr.32/1988, Universitätsstadt Marburg,
Umweltamt Marburg
Barfüßerstr. 50
Magistrat der Universitätsstadt
35037 Marburg


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