Landesverband ThüringenÖkotipp:TropenholzFenster aus Meranti, Klodeckel aus Teak, Parkett aus Mersawa - das Angebot an Produkten aus Tropenhölzern beschränkt sich schon lange nicht mehr auf vereinzelte Luxusartikel. Ganz im Gegenteil, heute dienen die "Exoten" bei uns als Bauholz und Rohstoff für Massenartikel, wie z.B. Besenstiele, Kleiderbügel, Bilderrahmen, sogar Streichhölzer etc., etc. Die Selbstverständlichkeit mit der wir solche Produkte benutzen ist erschreckend, betrachtet man die Auswirkungen und Folgen die eine solche "Nutzung" hat. So ist mehr als die Hälfte aller tropischen Regenwälder bereits zerstört. Pro Minute geht' eine Fläche in der Größe von 56 Fußballfeldern verloren! Bodenerosion, Überschwemmungen und Trockenheit sind die Folge. In den tropischen Regenwäldern sind ca. die Hälfte aller auf unserem Planeten lebenden Wildpflanzen und Tiere beheimatet. Sie gehören zu den wertvollsten Ökosystemen der Welt und halten eine Menge Rohmaterialien für die Medizin bereit, was uns nur eine blasse Ahnung gibt von der Vielfalt und dem Reichtum dieser Erde und insbesondere dieses unvorstellbar lebendigen Ökosystems Regenwald, wo quasi schon ein Quadratkilometer in etwa die Artenvielfalt Europas beinhaltet. Durch die rasante Rodung verschwinden nicht nur mehrere Hunderttausend Tier- und Pflanzenarten, sondern auch die Grundvoraussetzung für das klimatische Gleichgewicht der Kräfte der Natur. Tipp: Für alle Bereiche, in denen heute Tropenholz eingesetzt wird, gibt es Alternativen aus heimischen Holzarten. Als VerbraucherIn ist es nicht ganz leicht Produkte aus Tropen-hölzern zu erkennen, denn die meisten sind nicht als solche deklariert. Falls sie es doch sind, lassen Sie das Zeug im Laden stehen. Fragen Sie gezielt nach heimischen Holzarten. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, dann entscheiden Sie sich gleich für einen Schreiner oder einen Möbelhandel, der auf Tropenholz verzichtet. Es dauerte 40 Jahre, bis der Mensch die Hälfte des Regenwaldes und damit etwa ein Drittel der gesamten Flora und Fauna vernichtete. Analog des exponentiellen Wachstums technischer Entwicklungen geht es mit der Wildnis zuende. Wenn wir jetzt nicht handeln, gibt es in 20 Jahren keinen Regenwald mehr. Dann werden wir zivilisierte Menschen höchst wahrscheinlich nie mit eigenen Sinnen diese natürliche Wildnis erfahren aus der das Leben einst hervorging. Helfen Sie mit dies zu verhindern. Weiterführende Literatur/Quelle: Andreas Küstermann: Vorsicht Tropenholz BUNDfakten: Tropische Regenwälder öko-Test August 89. Ekkehard Launer: Zum Beispiel Holz. Beate von Devivere: Das letzte Paradies Regenwald Report Umweltnachrichten Nr.: 37/91 |
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