Landesverband ThüringenÖkotipp:Mehr Grün in die StadtGeht man mit geschärften Sinnen durch eine Großstadt, wird man sie als hektisch, laut, staubig und nach Abgasen stinkend erleben. Gleichzeitig wird man die meisten Häuser, Garagen und Hinterhöfe als nackt, kahl und grau empfinden. Dass die in der Stadt lebenden Menschen dieses Manko ebenfalls wahrnehmen und ein starkes Bedürfnis nach Naturerleben entwickeln, ist jedes Wochenende an den kilometerlangen Autoschlangen von den Ballungszentren zu den Ausflugszielen im Grünen deutlich wahrnehmbar. Holen Sie das Grün in die Stadt! Z.B. durch die Begrünung einer Häuserfassade oder eines Blumenkastens. Einheitlich wirkende Häuserreihen werden individueller, bekommen eine „persönliche“ Fassade und der Anblick und das Erleben von Grünflächen hat eine beruhigende Wirkung auf den Menschen. Außerdem hat die Begrünung positive Auswirkungen auf unsere Umwelt. Nicht zuletzt steigt und fällt der Wohnwert unserer Wohnungen mit der Qualität des Wohnumfeldes. Grünpflanzen verbessern die Luft, zum einen durch die Produktion von Sauerstoff, zum anderen durch das Binden des feinen Staubs und anderer Schadstoffe in der Luft. Im Sommer beschatten und kühlen Kletterpflanzen (bei Platzmangel ideal!) die Hauswände durch „Verdunstungskälte“. Zusätzlich funktionieren sie durch ihre Blätter wie ein Isolator. Das städtische Gesamtklima wird verbessert, die Luft kann sich nicht mehr so stark aufheizen, weil Pflanzen Feuchtigkeit abgeben. Der Clou: lebensfeindliche Stoffe werden durch diese lebendigen Filtersysteme aufgenommen und Frühling/Sommer sogar durch Blütenduft ersetzt. Im übrigen sind Pflanzengemeinschaften Lebensräume für eine ganze Reihe von Tierarten. Viele davon sind auf die städtisch geprägten Lebensräume spezialisiert und somit auf sie angewiesen. Tipp: Machen auch Sie mit bei der Begrünung Ihrer Stadt. Pflanzen Sie z.B. Efeu, Wilden Wein, Knöterich, Rosen, Duftrebe, Geißblatt, Clematis oder Kletterhortensie und verschönern Sie das Gesicht einer ansonsten zumeist hässlichen und toten Fassade. Die entstandenen Kosten stehen in keinem Verhältnis zu dem ästhetischen und ökologischen Gewinn, der hierdurch erzielt wird. Pflanzen Sie mit! Sie werden sich wundern, wie viele kahle Stellen Sie bei kritischer Betrachtung entdecken werden. !Nach der Begrünung aller Hauswände wäre die Luftqualität der Städte selbst in stark industriell geprägten Regionen enorm! Weiterführende Literatur/Quelle: "Häuser in lebendigem Grün" Ulrike Mehl; Klaus Werk "Grün kaputt" Hrsg. Dieter Wieland u.a. Informationsmaterial: "Hessen wird grün. An Häusern, auf Dächern, in Höfen." Bestelladresse: Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Referat Öffentlichkeitsarbeit, Hölderlinstr. 1-3, 65187 Wiesbaden |
||
| Impressum | zum Seitenanfang | |