Landesverband Thüringen18.11.2004BUND Thüringen und BUNDjugend starten Aktionstour gegen LärmErfurt.Unter dem Titel „Lärm nervt!“ starten der BUND Thüringen und die BUNDjugend heute in Eisenach eine landesweite Aktionstour gegen Lärm. Mit der Tour will der Verband in den nächsten Wochen auf die Verlärmung der Umwelt und die Folgen des Lärms für die Gesundheit aufmerksam machen. Zu den Forderungen des BUND Thüringen gehört ein gesetzlich verankerter Schutz gegen Lärm, strengere Grenzwerte beim Lärmschutz und die Umsetzung von sog. Lärmminderungsplänen in den Kommunen.„Lärm ist mehr als einfach nur lästig“, erklärt Ron Hoffmann, Landesvorsitzender des BUND Thüringen. „Lärm macht krank. Deshalb fordern wir wirksame Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Lärm.“ Nach Angaben des BUND ist Straßenverkehr in Thüringen die Lärmquelle Nr. 1. Mehr als 60% der Bevölkerung fühlten sich bundesweit durch Straßenlärm belästigt. Wohnen an verkehrsreichen Straßen steigere das Herzinfarktrisiko um 20%. In Thüringen sei der Verkehr auf Gemeindestraßen Hauptversursacher von Lärm. Der BUND fordert die Kommunen daher auf, in sog. Lärmminderungsplänen konkrete Maßnahmen gegen Verkehrslärm zu ergreifen. Durch verkehrsberuhigende Maßnahmen, Temporeduzierungen und Nachtfahrverbote für LKWs ließen sich bereits spürbare Entlastungen erzielen. Zu den weitergehenden Maßnahmen gehörten Tempolimits auf Thüringer Autobahnen, lärmarme Strassenbeläge und Lärmschutz entlang großer Verkehrstrassen. Hoffmann wies darauf hin, dass beim Lärm die „Opfer“ häufig auch die „Täter“ seien. Die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs, Radverkehr oder zu Fuß gehen reduziere die Anzahl der Autos und damit die Lärmverursacher. |
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