Landesverband Thüringen16.12.2004BUND Thüringen kämpft gegen zunehmende Verlärmung der UmweltWeimar. Im Rahmen einer Kampagne gegen die Verlärmung der Umwelt machte der BUND Thüringen heute in Weimar Station. Interessierte Bürger konnten sich an einem Informationsstand am Goetheplatz über die Problematik Lärm und daraus entstehende gesundheitliche Folgen aufklären lassen."Im selben Maße wie der Verkehr auf unseren ohnehin schon überfüllten Straßen zunimmt, wird auch das Thema Lärm und Lärmschutz für den einzelnen an Bedeutung gewinnen", sagt Ron Hoffmann, Landesvorsitzender des BUND in Thüringen. "Wir brauchen in der Zukunft intelligente Lärmschutzkonzepte und sinnvolle Lösungen zum Verhindern eines Verkehrsinfarktes auf den Straßen." Eine stärkere Förderung von Schienenwegen, Nahverkehr und Radwegen sei ein Schritt in diese Richtung. Nach Angaben des BUND ist Straßenverkehr in Thüringen die Lärmquelle Nr. 1. Mehr als 60% der Bevölkerung fühlten sich bundesweit durch Straßenlärm belästigt. Wohnen an verkehrsreichen Straßen steigere das Herzinfarktrisiko um 20%. In Thüringen sei der Verkehr auf Gemeindestraßen Hauptversursacher von Lärm. Der BUND fordert die Gemeinden daher auf, in den Lärmminderungsplänen konkrete Maßnahmen gegen Verkehrslärm zu ergreifen. Durch verkehrsberuhigte Zonen, Temporeduzierungen und Nachtfahrverbote für LKWs ließen sich bereits spürbare Entlastungen erzielen. Als weitergehende Maßnahmen sind Tempolimits auf Thüringer Autobahnen, lärmarme Strassenbeläge und Lärmschutz entlang großer Verkehrstrassen denkbar. Zu den Forderungen des BUND Thüringen gehört u.a. ein gesetzlich verankerter Schutz gegen Lärm, strengere Lärm-Grenzwerte und die Umsetzung von so genannten Lärmminderungsplänen in den Kommunen. Mit diesen Themen befasst sich zur Zeit auch der Vermittlungsausschuss des Bundesrates, der bis Anfang nächsten Jahres über die Umsetzung einer EUweiten Lärmrichtlinie entscheiden muss. |
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