Landesverband Thüringen27.06.2003Umweltpolitik muss Querschnittsaufgabe der Regierungspolitik werdenErfurt. Die Landesversammlung des BUND Thüringen hat heute in Erfurt einen Leitantrag zur Neuorientierung der Umweltpolitik im Freistaat verabschiedet und einen neuen Landesvorstand gewählt.„Wir fordern den neuen Ministerpräsidenten Dieter Althaus zu einem Kurswechsel in der Umweltpolitik des Freistaates auf. Natur- und Umweltschutz dürfen nicht länger als Mauerblümchen der Landespolitik behandelt werden. Die Umweltpolitik muss zu einer Querschnittsaufgabe der Regierungspolitik werden. Das Prinzip der Gleichrangigkeit von Ökologie, Ökonomie und Sozialem muss in allen Politikfeldern zum Handlungsmaßstab werden“, erklärte Ron Hoffmann, neugewähltes Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes, heute vor der Landesversammlung des BUND Thüringen in Erfurt. Die Landesversammlung verabschiedete zur Umweltpolitik in Thüringen einstimmig einen Leitantrag des Landesvorstandes. Darin sind 10 Punkte benannt, in denen der BUND Thüringen unmittelbar zum Handeln auffordert. Hierzu gehören u.a. eine finanzielle Stärkung von Naturschutz und Umweltbildung, eine nachhaltige Verkehrspolitik, der Stopp des Gesetzes zur Rodung von Hecken und Waldrändern, der Ausstieg aus der Müllverbrennung und der ökologische Hochwasserschutz. Die Neuwahl des Landesvorstandes war ebenfalls auf der Tagesordnung der Landesversammlung. In den Geschäftsführenden Vorstand wurden Frank Henkel, Frank Augsten und Ron Hoffmann gewählt. Der erweiterte Vorstand besteht aus Wigbert Schorcht und Evelyn Höhn. Schatzmeisterin ist Kerstin Schnelle. Die Landesversammlung beschloss darüber hinaus die Fortführung der Schwerpunkt-Projekte des BUND Thüringen. Auch in den kommenden Jahren wird sich der BUND Thüringen verstärkt für den Schutz des Grünen Bandes und die Initiative „Lebendige Werra“ einzusetzen. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Schutz der Wildkatze. Mit einem Brückenschlag vom Nationalpark Hainich in den Thüringer Wald soll die großräumige Vernetzung der Lebensräume in Thüringen wieder hergestellt werden. Schließlich setzt sich der BUND Thüringen für den Erhalt des Waldgebietes „Hohe Schrecke“ ein. Unter dem Motto „Alter Wald mit Zukunft“ soll hier gemeinsam mit den Anrainer-Kommunen eine nachhaltige Entwicklung der gesamten Region angestoßen werden. Den Grundstock dafür sollen die alten Buchenwälder der Hohen Schrecke bieten. |
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