Landesverband Thüringen

21.04.2005

Wer singt denn da? Was wächst denn da?

SUA Suhl und BUND Thüringen laden ein zur Vogelstimmenwanderung und naturkundlichen Exkursion am Sonntag, den 24. April.
Treff um 8.00 Uhr an den Serpentinen zwischen Lauchröden und Sallmannshausen.


Sallmannshausen/Lauchröden. Feldschwirl? Hopfenseide? Nie gehört?! „Amsel, Drossel, Fink und Star...“, das singen schon unsere Kinder. So weit reichen die Kenntnisse der Meisten von uns gerade noch, diese Vögel zu unterscheiden. Aber da gibt es natürlich wesentlich mehr, was da kreucht und fleucht, oft im Verborgenen und für den Laien schwer zu unterscheiden.

Während der Feldschwirl ein relativ selten gewordener Singvogel unserer Heimat ist, handelt es sich bei der Hopfenseide um eine parasitär lebende Pflanze mit sehr interessantem Lebenszyklus. Was beide miteinander verbindet, ist die Vorliebe für ungenutzte Brachflächen, wie sie in unserer Kulturlandschaft kaum noch anzutreffen sind.

Zu einer naturkundlichen Exkursion in ein solches Areal laden der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Thüringen und das Staatliche Umweltamt Suhl alle Interessenten recht herzlich ein!

Zwischen Sallmannshausen und Lauchröden , westlich von Eisenach gelegen, gibt es einen Abschnitt an der Werra, der auf ca. 10 km Länge für Jahrzehnte die innerdeutsche Staatsgrenze bildete. In diesem „Grünen Band“ haben sich in der zwangsweisen Abgeschiedenheit viele Tier- und Pflanzenarten erhalten können, die woanders kaum noch intakte Lebensräume besetzen konnten.

Inzwischen führt dort das Staatliche Umwelt Suhl in Zusammenarbeit mit dem BUND ein Modellvorhaben zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie durch. Ziel ist die langfristige Strukturverbesserung der Werra und ihres Umfeldes. Stephan Gunkel, Projektkoordinator des BUND-Naturschutzprojektes "Lebendige Werra" wird den Teilnehmern einige geplante Maßnahmen des Modellvorhabens vor Ort erläutern.

Unter sachkundiger Leitung von Carl und Karola Schneider aus Bad Sooden-Allendorf , beide passionierte Ornithologen und Naturschützer und mit dem Projektgebiet seit Jahren bestens vertraut, soll es am Sonntag zu einem ehemaligen Altarm an der Werra gehen. Die Wanderung wird etwa 3 Stunden dauern, entsprechende Kleidung und Schuhwerk sind angemessen. Mit etwas Glück können Flussuferläufer, Feldschwirl und einige andere Vogelarten beobachtet werden.


Weitere Infos und Bilder finden Sie auf der Homepage des Umweltministeriums zur Wasserrahmenrichtlinie: www.flussgebiete.thueringen.de sowie auf der Internetseite des Projektes „Lebendige Werra“: www.lebendige-werra.de


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