Landesverband ThüringenBUND Thüringen stellt Kernforderungen für künftige Umweltpolitik vorErfurt. Der BUND Thüringen hat heute 10 Kernforderungen für die künftige Umweltpolitik einer neuen Bundesregierung vorgestellt. Der 10-Punkte-Katalog soll den Wählerinnen und Wählern ermöglichen, die Parteien darauf hin zu prüfen, ob sie sich für mehr Umwelt – und Naturschutz einsetzen wollen oder nicht.Der BUND Thüringen fordert, die Förderung erneuerbarer Energien aus zu bauen und den Ausstieg aus der Atomenergie zu beschleunigen. Das Recht der Verbraucher auf gentechnikfreie Lebensmittel auch und gerade bei Babynahrung müsse gesichert werden. Gefährliche Chemikalien hätten im Alltag nichts zu suchen. Der Schutz des nationalen Naturerbes zu dem in Thüringen auch das Grüne Band und das Waldgebiet „Hohe Schrecke“ gehören, sei Voraussetzung für die Sicherung der Biologischen Vielfalt und Verpflichtung gegenüber nachfolgenden Generationen. Der Öffentliche Verkehr müsse ausgebaut und die Agrarreform fortgesetzt werden. Umweltschädliche Subventionen müssten abgebaut und die Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze in der Wachstumsbranche Umweltschutz vorangetrieben werden. Ron Hoffmann, Landesvorsitzender des BUND Thüringen: „Wir geben keine Wahlempfehlung für eine Partei. Aber am 18. September ist die Chance zwischen Zukunft und Vergangenheit zu wählen.“ Ein Zurück ins Atomzeitalter dürfe es eben so wenig geben, wie die Aufweichung des Verbraucherschutzes durch die Rücknahme des Gentechnikgesetzes. Wer Umweltschutz kurzsichtig als Wachstumsbremse diskreditiere, verhafte einer rückwärtsgerichteten Ideologie. Zukunftsperspektiven für den Standort Deutschland sieht Hoffmann dagegen in der Entwicklung moderner, umweltschonender Technologien. So habe sich Thüringen längst zu einem herausragenden Standort für die Entwicklung und Produktion von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Bereich der Windenergie, der Sonnenenergie und bei Biogasanlagen entwickelt. Hoffmann betonte, dass Umwelt und Naturschutz kein Luxus seien, auf dem man in wirtschaftlich schwierigen Zeiten verzichten könne. Wie notwendig eine konsequente Klimaschutzpolitik für eine Volkswirtschaft sei, werde durch den Hurrikan „Katrina“ und die Flutkatastrophe im Alpenraum erneut auf dramatische Weise deutlich. Nach Auffassung des BUND Thüringen ist es in den vergangenen Jahren nicht gelungen, Ökologie, Ökonomie und soziale Fragen in einem zukunftsfähigen Konzept zu verbinden. Dies sei die zentrale Herausforderung für alle Parteien in den nächsten Jahren. Hoffmann: „Die Umweltpolitik muss auch in der neuen Bundesregierung wieder eine eigene Stimme am Kabinettstisch erhalten. Sie muss zur Querschnittsaufgabe in allen Ressorts werden. Denn Zukunft hat nur eine Politik der Nachhaltigkeit – in jedem Politikbereich. Deshalb ist es wichtig, am 18. September wählen zu gehen und Umweltschutz zu wählen.“
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