Projektverlauf


13. und letzte Arbeitswoche (2.01. - 8.01.07) – Update von Ralf

9. Januar 07

In der dreizehnten und letzten Arbeitswoche, der ersten Woche des Jahres 2007, bauten wir die Versuchsanlage in El Jicaro sowie unsere Batch-Tests ab und bereiteten einen 2-stündigen Vortrag zum Thema Energiekrise und Klimawandel, Erneuerbare Energien und Biogas vor. Bei der „Capacitación“, welche wir am Samstag Vormittag vor etwa 40 interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern hielten, gingen wir am Ende besonders darauf ein, wie sich mit einfachen Mitteln und mit geringem Finanzeinsatz eine Low-Tech Biogasanlage realisieren lässt, mit der bereits durch die Beschickung mit Dung von zwei Kühen genug Gas zum Kochen erzeugt werden kann, um den Bedarf einer Familie zu decken. Auch die aktuellen Informationen zur Energiekrise und zur Zuspitzung des Problems des Klimawandels durch die Nutzung fossiler Energiequellen – ein Thema, welches hierzulande wenig bekannt ist – wurden von dem aufmerksamen Publikum interessiert aufgenommen.

In der letzten Arbeitswoche trugen wir außerdem alles zusammen, was wir brauchten, um unseren Abschlussbericht fertig zu stellen. Am letzten Arbeitstag, Montag Nachmittag, konnten wir den Bericht in Druck geben und der Direktive der Genossenschaft übergeben. Diese bedankte sich wie auch wir für die produktive Zusammenarbeit und bekundete ihr Interesse zur Fortführung der Kooperation zur Umsetzung der angestoßenen Ideen zum Bau einer Biogasanlage oder vielen kleinen Biogasanlagen (dezentraler Ansatz). Uns freut natürlich, dass wir bereits den Bau einer Anlage zur Versorgung der Käserei erreichen konnten und dieses Vorhaben auch umgesetzt wurde, selbst wenn wir die Fertigstellung nicht mehr miterleben werden, da aufgrund der Mais- und Zuckerrohrernte in den letzten Wochen oft keine Arbeitskräfte verfügbar waren, um den Bau zügig voran zu treiben. Über unseren Email-Kontakt zu ADEMUZA bzw. dem der NRO angehörenden Mitglied Meme, der die Bauaufsicht übernommen hat, werden wir laufend über den Baufortschritt informiert werden und können bei Fragen und Unklarheiten stets mit der Kooperative in Kontakt treten.


12. Arbeitswoche (11.12. - 15.12.) – Update von Niklas

15. Dezember 06

Diese Woche beschäftigten wir uns wie schon in der vergangenen mit unserem Standardprogramm und der Ausformulierung unserer Studie.

Zu unserer Freude sahen wir am Donnerstag, dass bereits mit dem Aushub für den Gasspeicher der geplanten Biogasanlage begonnen wurde. Auch war der Baum, der die Anlage beschattet und durch seine großen Wurzeln den Betonbehälter gefährdet hätte, gefällt.

Am Freitagmorgen war dann bereits die Grube fertig auf einen Meter Tiefe ausgehoben und es wurden Steine und Zement bestellt und geliefert, um den sandigen Grubenboden Wasserdicht zu bekommen. Ausserdem wurde der schon bestehende Regenwasserbehälter für die Aufstockung seiner Mauern vorbereitet. Es fanden sich in den Lagern der Genossenschaft auch noch ein paar Plastikrohre, sodass beim Materialeinkauf etwas gespart werden kann und die Arbeiten ohne Verzögerung weitergehen können.

Leider werden wir die nächsten zwei Wochen nicht da sein, um das Fortschreiten des Baus zu begleiten. Der ADEMUZA-Mitarbeiter Meme, welcher uns bereits bei der Planung der 5,5 m³-Anlage und vorher mit der Fertigung der Biogas-Speicher für die Versuchsanlage half, wird an unserer Stelle wohl eine Art Bauleitung übernehmen. Der Vorarbeiter aus der Genossenschaft macht ebenfalls einen sehr kompetenten Eindruck. Wir hoffen, nach unserer Rückkehr aus dem Urlaub mit der Verrohrung und dem Befüllen der Anlage beginnen zu können.

Am Freitag konnten wir außerdem ca. 100 l Biogas, die während der letzten Wochen von unserer Versuchsanlage erzeugt worden sind, mit einem handelsüblichen Gasherd verbrennen. Fast eine dreiviertel Stunde lang konnten wir eine geruchslose und gleichmäßige Flamme aufrecht erhalten.

Allen Interessierten wünschen die Arbeitstagebuchredakteure frohe Weihnachten und einen gutes neues Jahr!


11. Arbeitswoche (4.12. - 9.12.) – Update von Niklas

12. Dezember 06

Die erste Tätigkeit der Woche bestand aus dem Holen neuen Dungs aus den Ställen der Kühe. Dafür müssen wir zu Fuß ca. 15 min hin und ca. 20 min mit dem halbvollen Eimer zurück zu unserem Arbeitsplatz laufen. Wir holen etwa einmal wöchentlich Dung, damit die Substrate für unsere Versuchs-Anlage nicht zu abgestanden sind. Die Substratmischung aus Molke bzw. Käsereiabwässern und Dung setzen wir alle drei Tage neu an.

Am Dienstag fuhren wir dann voller Hoffnung nach San Salvador, um unsere Chemikalien aus dem Zoll zu holen. Unser Gastgeber und Abgeordneter Yohalmo begleitete uns, und freundlicherweise fuhr uns der Direktor der UNES (Unidad Ecológica Salvadoreña, größter Dachverband von unabhängigen Umweltorganisationen im Land) mit seinem Wagen zum Flughafen, der ca. 40 km ausserhalb San Salvadors liegt. Dort mussten wir nach einigem Verhandeln und Warten leider erfahren, dass zur Übergabe der Chemikalien zusätzlich zum Dekret des Parlaments noch eine Unbedenklichkeitserklärung des Umweltministeriums und eine Zustimmung der Chemikalienkommission nötig seien; das würde etwa nochmals 4 Wochen dauern, wurde uns mitgeteilt.

Eine Information, die uns vier Wochen vorher wahrscheinlich noch geholfen hätte, da wir dann Zeit gehabt hätten, die entsprechenden Unterlagen zu besorgen. So war aber durch den Umstand, dass in guten vier Wochen unser Aufenthalt in El Salvador endet, nicht mehr daran zu denken, noch an die Chemikalien zu kommen. Wir mussten also unverrichteter Dinge wieder zurück nach Atiquizaya fahren.

Der quasi unumgängliche Verzicht auf die Chemikalien führt leider dazu, dass wir einige interessante Parameter der Frischsubstrate und des ausgefaulten Guts nicht feststellen können. So ist es unmöglich geworden, in der kurzen Zeit die Düngequalität des ausgefaulten Substrats zu bestimmen. Neben dem Wegfall einiger interessanter Informationen für unsere Studie tut es uns auch um die Mühen aller Beteiligten hier in El Salvador leid, die Versucht haben, uns die Sachen zu beschaffen, sowie um das große Engagement der Firma HACH LANGE GmbH, welche nun auch auf die erhofften Daten verzichten muss.

Die übrige Woche führten wir täglich das Standardprogramm (Substrat nachfüllen, Gasstand und Fermentertemperatur ablesen) durch. Das nahm meisstens den Vormittag in Anspruch. Die Nachmittage setzten wir erste Auswertungen der Ergebnisse von Versuchsanlage und Batch-Tests fort und arbeiteten an der schriftlichen, spanischen Ausarbeitung der Studie weiter. Für deren Fertigstellung fehlen uns aber noch die endgültigen Ergebnisse der Versuche und einige Preisangaben für Anlagenteile, welche wir bei entsprechenden Herstellern per Email angefragt haben, welches ebenfalls Bestandteil der Arbeiten in dieser Woche war.

Jetzt verbleiben effektiv nur noch 2 Arbeitswochen, um alle Ergebnisse unserer Studie zusammenzutragen und diese der Genossenschaft vorzustellen.


10. Arbeitswoche (27.11. - 3.12.) – Update von Ralf

6. Dezember 06

Um mehr von dem in der Versuchsanlage entstehenden Biogas speichern zu können, schlossen wir nach Beendingung entsprechender Umbauarbeiten Anfang der Woche einen neuen Gasspeicher daran an. Er besteht aus einem 120 l fassenden Kunststofffass, an welches wir außen einen „kommunizierenden“ transparenten Schlauch angebracht und mit einer Skala versehen haben. Da dieselbe Menge Biogas, welche in den Behälter einströmt die gleiche Menge Sperrflüssigkeit (Wasser) verdrängt, können wir anhand der Skala die noch im Gasspeicher verbleibende Wassermenge und somit die Gasproduktion im Vergleich zum letzten Messzeitpunkt überwachen. Nachdem wir eine Undichtigkeit im Deckelrand nach dem dritten Anlauf durch Verwendung einer ordentlichen Menge Silikon in den Griff bekamen, können wir nun soviel Gas speichern, dass sich damit ein normaler Gaskocher betreiben lässt. Wir hoffen, dies den Genossenschaftsmitgliedern noch in diesem Jahr vorführen zu können.

Am Mittwoch präsentierten wir der Direktive von El Jicaro die möglichen Konzepte zur Produktion und Nutzung von Biogas und gaben jeweile eine Beurteilung dazu ab. Wir stellten klar, dass die Erzeugung und Verteilung von elektrischem Strom mit großem technischen Aufwand und sehr hohen Investitionen verknüpft ist und sich die Technologie zur permanenten Versorgung mit Elektrizität nicht eignet, da keine Einspeisemöglichkeit überschüssiger Energie ins öffentliche Netz besteht. Desweiteren schlossen wir unser anfängliches Konzept aus, das Biogas in die hier üblichen Gasflaschen abzufüllen, da eine Verfahrensstufe zur Gasreinigung, -trocknung und -komprimierung auf mehr als 200 bar ebenfalls sehr teuer und energieintensiv ist. Außer der Verteilung des in einer zentralen Anlage erzeugten Biogases mittels lokalem Rohrleitungs-Gasnetz regten wir an, dass das Biogas prinzipiell auch denzentral in vielen kleinen Anlagen hergestellt werden könnte. Dies hätte zur Folge, dass nur sehr kurze Wege zwischen Biogasproduktion und -nutzung bestünden – nämlich ein wenige Meter langer Schlauch von der Anlage bis zum Herd. Allerdings hätte dies negativen Einfluss auf die Gesamtbiogasausbeute und die Qualität des Substrats als Biodünger, da der Prozess in kleinen Anlagen großen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist. Zuletzt schlugen wir vor, einen bereits vorhandenen Behälter aus Backsteinen, welcher einmal als Regenwasserzisterne genutzt worden war, zu einer kleinen Demonstrations-Biogasanlage mit 5,5 l Fermentervolumen „aufzurüsten“, wofür insgesamt ein Investitionsvolumen von ca. 400 USD nötig sind. Dafür ist eine Einsparung an Ausgaben für Propangas von jährlich 100 USD zu erwarten. Nach Erörterung des vorher erarbeiteten Anlagensystems waren die Mitglieder der Direktive so von dieser Idee begeistert, mit der sich die Hälfte des von der Käserei verbrauchten Propans einsparen ließe, dass bereits am nächsten Tag die entsprechende Menge Backsteine und Sand zum Anrühren von Zement bestellt wurde. Somit konnten wir mit unserem Projekt bereits einen ersten, konkreten Erfolg verbuchen. Natürlich hoffen wir, dass die Anlage in den nächsten Wochen so schnell aufgebaut werden kann, dass wir noch vor unserer Abreise die Inbetriebnahme miterleben können.

Nach positivem Entscheid der Nationalversammlung El Salvadors über die Spende der Fa. HACH-LANGE GmbH zur steuerfreien Abholung des Mess-Equipments beim Zoll wurden Ende der Woche die dafür erforderlichen Dokumente ausgestellt. Somit hoffen wir, dass die Sachen in der kommenden Woche nun endlich abgeholt werden können.


9. Arbeitswoche (20.11. - 26.11.) – Update von Ralf

27. November 06

Da wir den Montagmorgen noch in San Salvador verbrachten, nutzten wir die Gelegenheit, bei der Firma Analítica Salvadoreña Messstreifen zur pH-Messung zu beschaffen. Das kleine aber feine Unternehmen hatte Indikatorpapier für pH 6 – 9 vorrätig, was uns sehr entgegen kam, da wir für unser Biogas-Substrat Werte in genau diesem Bereich erwarten. Nach unserer Rückkehr war es uns am Montagnachmittag also zum ersten Mal möglich, den pH-Wert des Substrats im Fermenter sowie des Frischsubstrats zu überprüfen.

Die ganze Woche hindurch maßen wir vormittags wie nachmittags die entstandene Gasmenge aus der Versuchsanlage sowie aus den 8 angesetzten Batch-Tests. Dabei fuhren wir damit fort, einmal pro Tag 800 ml des Substrats im Fermenter durch die gleiche Menge Frischsubstrat auszutauschen. Auf diese Weise wird eine quasi-kontinuierliche Betriebsweise erzielt, d.h. durch das regelmäßige Nachfüllen von Substrat können wir am ehesten den späteren Regelbetrieb einer Biogasanlage simulieren, bei welchem sich mit der Zeit eine gleichmäßige Biogasproduktion einstellt. In unserem Fall haben wir die täglich nachzufüllende Substratmenge so gewählt, dass die durchschnittliche Verweilzeit im Reaktor 50 Tage beträgt. Dadurch ist eine sehr gute Ausnutzung des Biogas-Substrats hinsichtlich der möglichen Gasausbeute gewährleistet, und eine verbesserte Düngewirkung kann ebenfalls erzielt werden.

In dieser Woche beendeten wir unsere Befragung bei den Familien der Kooperative. Damit haben wir nun Daten von Familien aus 51 Wohnhäusern hinsichtlich ihres Energieverbrauchs, sodass wir berechnen können, ob man mittels der zu erwartenden Biogasmenge den Bedarf an heute konsumiertem Propangas sowie einen Teil des verwendeten Brennholzes subsistuieren kann.

Desweiteren stellten wir gemeinsam mit ADEMUZA-Mitarbeiter Meme vor Ort in El Jicaro eine Liste mit den benötigten Baustoffen, Rohren und Armaturen zusammen, welche nötig wären, um eine kleine Demonstrations-Biogasanlage (ca. 5,5 m² Fermentervolumen) zu bauen. Diese könnte bereits etwa die Hälfte des Gasbedarfs der Käserei ersetzen, was einer finanziellen Einsparung von jährlich ca. 100 USD entspricht. Bei einem befreundeten Bauingenieur gaben wir außerdem in Auftrag, die Baukosten zur Errichtung eines 200 m³ Biogas-Fermenters für uns zusammenzustellen. Desweiteren kümmerten wir uns per Email um Fragen hinsichtlich Fermenter-Durchmischung und Fermenter-Auskleidung bzw. Foliengasspeicher.


8. Arbeitswoche (13.11. - 18.11.) – Update von Ralf

22. November 06

Bei der standardmäßigen Überprüfung der Versuchsanlage Anfang der Woche stellten wir fest, dass ein deutlicher Einbruch der Biogasproduktion zu verzeichnen war. Möglicherweise ist dies einerseits auf die niedrigen Temperaturen der letzten beiden regnerischen Nächte zurückzuführen, wodurch der Fermenter recht stark ausgekühlt ist, andererseits könnte durch das Überhand nehmen z.B. von Propionsäure eine Hemmung aufgetreten sein, welche der Biogasproduktion entgegenwirkt. Auch das Befüllen des Fermenters mit zusätzlich 3 l Faulschlamm aus der biologischen Kläranlage von Nejapa brachte keine Zunahme der Gasausbeute in den darauffolgenden Tagen mit sich. Das spricht andererseits dafür, dass sich bereits eine ausreichend große Menge Biomasse im Fermenter gebildet hat und diese nicht verantwortlich ist für die magere Gasausbeute.

Am Freitag tauschten wir 6,6 l altes Substrat gegen die gleiche Menge Frischsubstrat aus. Dabei beschickten wie die Versuchsanlage mit der gleichen prozentualen Zusammensetzung an Molke und Gülle, wie die beiden Bestandteile in der Realität mengenmäßig tatsächlich auch anfallen. Anhand der wenige Tage später abgelesenen Gasmenge zeigt sich, dass diese Vorgehensweise eine bemerkbare – wenngleich nicht sehr große – Zunahme der Biogasproduktion zur Folge hatte.

Außer der Beobachtung der Versuchsanlage begannen wir damit, Batch-Tests (Klein-Versuche zur Ermittlung des Biogasertrags in Plastikflaschen) mit Molke, Altsubstrat, Substrat in Original-Zusammensetzung sowie ausgefaultem Klärschlamm anzusetzen. Durch letzteren Versuch können wir ermitteln, wie sehr der Klärschlamm von Nejapa selbst noch Gas produziert, sodass wir die restlichen Batch-Versuche um diesen Wert korrigieren können, da diese alle auf Basis dieses Schlamms durchgeführt werden.

Darüber hinaus setzten wir unsere Befragungen bei Familien in der Kooperative hinsichtlich ihres Verbrauchs von Brennholz und Propangas fort.

Leider konnten wir das Mess-Equipment der Firma HACH-LANGE GmbH noch immer nicht in Empfang nehmen. Jedoch wurde unser Fall in der Nationalversammlung El Salvadors vom Abgeordneten der „fmln“ des Departamentos Ahuachapan vorgetragen. Generell ist es nämlich zulässig, dass Spenden von Unternehmen an gemeinnützige Organisationen steuerfrei in Empfang genommen werden dürfen. Entsprechend erwähnte der Abgeordnete als Repräsentant unserer Interessen bzw. der der nationalen Umweltorganisation UNES (an deren Adresse die Lieferung geschickt wurde), dass die Sendung mit Chemikalien zur Realisierung eines Projekts zur Produktion von Biogas vorgesehen ist und er daher die Versammlung dazu aufforderte, der zollfreien Auslieferung zuzustimmen. Wie wir erfahren haben, dauert es noch mindestens eine Woche, bis dieser Antrag alle bürokratischen Kanäle passiert hat; wir dürfen also zumindest darauf hoffen, in der kommenden Woche die Ausrüstung nach langem Warten endlich in Empfang zu nehmen.

In dieser Woche wurde außerdem von Mitgliedern von ADEMUZA der Vorschlag eingebracht, eine kleinere Demonstrations-Biogasanlage zu realisieren, wofür sie gerne finanzielle Mittel bereitstellen würden. Daraufhin machten wir uns Gedanken über Anlagenspezifikation und den Aufstellungsort. Glücklicherweise fanden wir sehr schnell ein Behältnis, was sich außerordentlich gut für den Umbau zum Biogas-Fermenter eignet – ein öffener, gemauerter Behälter gegenüber unserer „Casita“, welcher früher zum Auffangen von Regenwasser diente. Durch Modifikation dieses Mauerwerks sowie der Konstruktion eines einfachen Gasspeichers aus verschweißten Fässern ließe sich innerhalb weniger Wochen eine Anlage mit etwa 3 - 5 m³ Substratvolumen realisieren, wobei das produzierte Biogas dazu dienen könnte, den Gasverbrauch des Hauptkonsumenten (namentlich: die Käserei) drastisch zu reduzieren. Diese Überlegungen veranlassten uns auch dazu, ein dezentrales Konzept – d.h. viele kleine Anlagen zu bauen statt einer großen – nicht unberücksichtigt zu lassen, da dies die Versorgungswege des Biogases bis zum Gasherd der einzelnen Familien erheblich reduzieren könnte. Auch finanziell könnte diese Lösung eine Alternative sein, selbst wenn sich die Frage stellt, ob kleine, unbeheizte Anlagen ihren Zweck tatsächlich erfüllen und trotz größerer Temperaturschwankungen ausreichend Biogas liefern.


7. Arbeitswoche (6. - 12.11.06) – Update von Niklas

14. November 06

Montag morgen fuhren wir nach nunmehr 3 Tagen Abwesenheit wieder nach El Jicaro und waren gespannt, wie sich die Gasproduktion entwickelt hatte. Was wir im Gasspeicher vorfanden, war nicht übermäßig, doch schon ein deutliches Anzeichen dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Nun begannen wir auch mit der Befragung der Familien nach deren Gas- und Brennholzkonsum. Dazu hatten wir einen kurzen Fragebogen rund um deren Energieverbrauch ausgearbeitet, mit dem wir nun von Haus zu Haus zogen.

Die Leute waren großteils herzlich und stellten sich bereitwiliig der Befragung zur Verfügung. Wie sich herausstellte, war unsere Anwesenheit in der Kooperative bei weitem nicht Allen bekannt. Unsere Vorstellung vor der Vollversammlung hatte sich wohl nicht besonders stark durch Mundpropaganda herumgesprochen. So fügten wir in unserer informellen Begrüßung gleich noch eine kurze Vorstellung und Erläuterung zum Projekt hinzu, über das auch nicht alle informiert waren.

Durch die Besuche erhielten wir einen guten Einblick in die verschiedenen Wohnverhältnisse der Menschen. Oft ist der Fussboden der Wohnungen nicht befestigt, und dass nicht einmal ein Gasherd vorhanden ist, kommt teilweise auch vor. Andererseits gibt es auch Häuser mit ordentlichem Fliesenboden und sogar einem Kühlschrank.

Für Dienstag war eine Exkursion zu einer Kläranlage in Nejapa in der Nähe von San Salvador vorgesehen, von der wir uns erhofften, etwas anaerobe Biomasse für die Versuchsanlage und sogenannte Batch-Tests bekommen zu können, mit deren Hilfe der Gasertrag verschiedener Substrate bestimmt werden kann. Mit dem ADEMUZA-Mitarbeiter Gustavo fuhren wir zuerst bei dem staatlichen Forschungszentrum für Landwirtschaft (CESTA) vorbei. Dort bekamen wir ohne Weiteres die Labore gezeigt und erhielten das Angebot, die Räumlichkeiten und Messeinrichtungen bei Bedarf für unser eigenes Projekt zu nutzen. Es stellte sich auch heraus, dass ein dort angestellter Agrar-Ingenieuer bereits eine Biogas-Versuchsanlage für viele Jahre in Betrieb hatte. Die Reste dieser Analge konnten wir besuchen und sahen so zum ersten Mal sogenannte Festdom-Anlagen, die in China schon seit Jahrzehnten millionenfach im Einsatz sind. Leider fehlte hier das Geld zur Weiterbetreuung der Anlage und die Ergebnisse wurden nicht dazu verwertet, dass die Technologie im ländlichen Raum heute Einsatz findet. Sicher eine vertane Chance.

In Nejapa fanden wir eine Kläranlage für die 32 000 Einwohner der Stadt vor. Diese wurde sehr schön ins Landschaftsbild integriert und mit etlichen Pflanzen dekoriert angelegt. Zwei Mitarbeiter des Büros für Umweltschutz der Stadtverwaltung zeigten und erklärten uns das gesamte Aufbereitungssystem. Schließlich konnten wir auch ca. 20 Liter der anaeroben Biomasse aus dem Imhof-Tank, der zentralen Reinigungseinheit der Anlage, abzwacken.

Am Mittwoch war in unserer Versuchsanlage bereits eine enorme Menge Gas entstanden, sodass wir begannen, an einen größeren Gasspeicher zu denken, der nötig wäre, wollten wir uns auch mal einen Tag frei nehmen ohne Wasser (Sperrflüssigkeit) nachfüllen zu müssen. Wir führten die Befragung der Familien fort, was wieder ohne Probleme verlief. Lediglich unsere Landkarte der Cooperativa ist so ungenau, dass es etwas Fantasie bedarf, um die Häuser darauf denen der Realität zuzuordnen.

Leider hatten wir uns den Tag wohl so viel in der Sonne aufgehalten, dass wir abends beide mit recht starken Kopfschmerzen früh zu Bett gehen mussten. Da es mir bis zum Ende der Woche nicht besser ging, musste Ralf alleine die Betreuung der Versuchsanlage weiterführen. So fuhr er jeden Tag ein bis zwei Mal nach El Jicaro, um die Gasproduktion zu messen, die unsere Erwartungen mittlerweile bei weitem übertroffen hatte, und um das Gas abzulassen und den Speicher wieder mit Wasser zu befüllen.

Ausserdem begann Ralf damit, die gesammelten Daten aus der Befragung in eine Excel-Tabelle zu übertragen. Am Samstag hatte Meme wirklich schon eine Tonne mit fast 100 L Volumen besorgt, die wir in der kommenden Woche zum neuen Gasspeicher umbauen wollen.


6. Arbeitswoche - Neuer Fermenter muss her (Update von Ralf)

06. November 06

Aufgrund einer Undichtigkeit zwischen dem von zu Hause mitgebrachten Flanschstück aus PVC und der Behälterwand unseres alten Fermenters kam es neuerdings bei jedem Schütteln des Behälters zum ungewollten Gasaustritt, wie wir in den letzten Tagen leider feststellen mussten. Dass kein Gas Richtung Gasspeicher floss zeigte sich auch daran, dass sich eine verbliebene Wassersäule im Schlauch nicht forwärts bewegte bzw. sich der Überlauftrichter des Gasspeichers nicht füllte – Grund genug, den Bau eines neuen rohrförmigen Fermenters ins Auge zu fassen, bei dem die Dichtigkeit in jedem Fall gewährleistet ist. Hierzu bestellten wir in der „Ferreteria Dima“ 2,5 Meter Rohr mit 6 Zoll Durchmesser, was nahezu einem DN 150 Rohr entspricht. In dem Laden wurde am Dienstag auch die zweite Seite des Rohres auf das nötige Anschlussmaß unserer Flansche aufgeweitet, sodass am Folgetag die Montage vorgenommen werden konnte.

Am Mittwoch wurden die Flansche mit den daran befindlichen Armaturen in die beiden Enden des Rohrstücks eingebaut und der so entstandene Rohrfermenter mit dem aus dem vorher benutzten Behälter entnommenen Substrat befüllt. Nach Überwindung von Verstopfungsproblemen konnte am Ende praktisch die komplette Menge Substrat eingefüllt werden. Bei unserer Rückkehr am folgenden Tag, etwa 20 Stunden danach, konnten wir erfreut feststellen, dass das entstandene Biogas wie vorgesehen in den Gasspeicher strömt und dadurch die Sperrflüssigkeit Wasser verdrängt, welche in einen Überlauftrichter gedrückt wird. Nach dem Schütteln des Fermenters war wie erwartet ein starker kurzzeitiger Anstieg des Gasaustritts festzustellen, sodass der Trichter kurze Zeit später bereits überlief. Dieser Erfolg, d.h. die Dichtigkeit der Anlage und Verbindungsarmaturen, ist ein großer Schritt in Richtung des zuverlässigen Betriebs unserer Versuchsanlage zur Bestimmung der Biogasproduktion unter suboptimalen Bedingungen (Tag/Nacht-bedingte Temperaturschwankungen).

Die Biogas-Versuchsanlage ähnelt nun doch sehr der bereits in Deutschland erprobten, auch wenn wir hier die Anlage mit ca. dem doppelten Volumen, nämlich 40 l Substrat, beaufschlagen. Diese Menge ermöglicht uns u.a., soviel Biogas zu erzeugen, dass wir am Ende für mehrere Minuten eine brennbare Flamme erzeugen können. Vielleicht wird es ja sogar ausreichen, um gegen Ende des Jahres eine Kleinigkeit zu kochen?!

Außer den beschriebenen praktischen Tätigkeiten kümmerten wir uns diese Woche um das weitere Vorgehen / die Erledigung von Formalitäten zum Erhalt unserer Substrat-Messausrüstung, einer Spende der Hach-Lange GmbH, welche immer noch im salvadorenischen Zoll auf uns wartet. Daneben recherchierten wir nach Firmen, welche Foliengasspeicher und Auskleidungen für Fermenter herstellen, und setzten uns per Email mit der Bitte um Zusendung eines Angebots mit Ihnen in Verbindung.


5. Arbeitswoche – Update von Ralf

24. Oktober 06

Ralf ist durch eine Erkältung seit Montag nachmittag „außer Gefecht“ gesetzt. Immerhin reichten am Dienstag die Kräfte aus, und die abfotografierten Stromrechnungen fertig zu analysieren und daraus die Gesamtverbrauch an elektrischer Energie sowie die jährlichen Stromkosten zu ermitteln. Darüber hinaus berechneten wir den Druck und Energieinhalt einer hier handelsüblichen 35 lb (libra = Pfund) Propangasflasche. Wie sich zeigt, enthält bei gleichem Anfangs-Fülldruck eine entsprechende Flasche mit Biogas nur ca. ein Viertel des Energieinhalts von Propan, sodass wir es nun eher als fraglich ansehen, das Gas mit Hilfe eine Abfüllung in Flaschen zu substituieren. Dies würde nämlisch in vielen Fällen mehr als einen Flaschenwechsel pro Woche zur Folge haben.


4. Arbeitswoche – Update von Niklas

24. Oktober 06

Zu Wochenanfang stellten wir fest, dass unser Gasspeicher noch nicht dicht war. Mit einem neuen Schraubverschluss und weiterem Silikon konnten wir dieses Problem im Laufe der Woche beheben. Außerdem nahmen wir am Fermenter eine optische Änderung vor, indem wir die obere Hälfte weiß, die untere schwarz übermalten. Dadurch soll einerseits sichergestellt werden, dass keine bakteriozide UV-Strahlung in den aus blauem Kunststoff beschaffenen Kanister gelangt, andererseits wollen wir damit eine natürliche Substratkonvektion erzeugen. Dies kann erreicht werden, indem das unten stärker erhitzende Substrat durch die geringere Dichte tendentiell nach oben strömt und so tagsüber eine gewisse Umwälzung erzeugt wird.

Neben der praktischen Arbeit erstellten wir eine Mind-Map des Projekts und begannen, Daten über den Energieverbrauch in der Genossenschaft zu sammeln. So fragten wir in den verschiedenen Geschäften auf dem Gelände nach, wieviel Gas sie zu verkaufen pflegen. Da nicht überall ein Kassenbuch geführt wird, sind manche Angaben, die wir bekommen haben, wohl eher „Gefühlswerte“. Eine weitere Schwierigkeit in der Kommunikation bestand in den unterschiedlichen Größen der Gasflaschen, die je nach Gaslieferant einen anderen Namen haben.

Die Angaben zum Stromverbrauch der Genossenschaftseinrichtungen konnten wir ohne Probleme der Buchführung der Genossenschaft entnehmen. Im Verwaltungsgebäude wurden uns dafür ganz selbstverständlich alle Aufzeichnungen und Rechnungen aus dem Geschäftsjahr 2005 zur Einsicht zur Verfügung gestellt.

Wegen Kränkeleien von Niklas und Ralf konnten wir in dieser Woche nicht viel mehr erreichen.


3. Arbeitswoche – Update von Niklas

24. Oktober 06

Für diese Woche hatten wir uns vorgenommen, die Versuchsanlage mit dem dazugehörigen Gasspeicher fertigzustellen und nach El Jicaro zu bringen. So verbrachten wir einige Zeit in der Werkstatt von Meme, wo er durch gute Ideen die Sache schnell vorwärts brachte. Dichtigkeitsprobleme am Gasspeicher hofften wir durch den nicht zu zaghaften Einsatz von Silikon beheben zu können. Am Donnerstag stand uns dann auch wirklich ein Pick-Up zur Verfuegung, der uns, die Versuchsanlage, unsere Laborausruestung (außer die noch fehlenden Reagenzien) und noch ein paar Schaulustige/Interessierte aus dem Bekanntenkreis über die holprigen 3 km nach El Jicaro brachte.

Dort bezogen wir mit der ganzen Ausrüstung unser Häuschen, welches wir als Labor zur Verfügung gestellt bekommen haben. Am Freitag war es dann soweit: die Versuchanlage sollte mit dem Originalsubstrat befüllt werden, aus dem das Biogas später im Betrieb der Großanlage gewonnen werden soll. So zogen wir mit ein paar Eimern los zum Stall, um uns dort ein paar Kilo frischen Kuhdung zu besorgen. Das Bild, das wir darboten, war sicher ganz lustig: zwei scheinbare „Gringos“, die mit Kuhmist in Eimern durch's Gelände stapfen.

Zum Anmischen des Substrats auf den gewünschten Wassergehalt schöften wir einige Eimer aus dem Behälter, in dem die Abwässer der Käseproduktion zwischengelagert werden, bevor sie dann in den Fluss abgelassen werden. Dieses Abwasser ist ein ergiebiges Biogas-Substrat. Durch diese Nutzung kann die den Fluss belastende Schmutzwasserfracht reduziert werden. Es entsteht also ein zusaetzlicher ökologischer Nutzen.

Schließlich war die Versuchsanlage mit ca. 40 l eines Dung/Molkewasser-Gemisches befüllt. Die Anlage stellten wir auf einer betonierten, zum trocknen von Ackerfrüchten gedachten Fläche auf. Diese ist nur geringer Beschattung durch Baeume ausgesetzt, was für die Anlage besonders wichtig ist, da wir einen Prozess zur Biogasproduktion bei 30-40 ºC anstreben. Diese Temperatur soll in unserem Fall durch die Sonneneinstrahlung auf den Versuchsfermenter erreicht werden.

Der Samstag zeigte, dass 40 ºC zur Mittagszeit gut erreicht werden. An diesem Tag fand ausserdem eine Vollversammlung der Genossenschaftsmitglieder statt. Zu dieser wurden auch wir eingeladen, um allen auf leicht verständliche Art zu erklären, wie eine Biogasanlage funktioniert und um unsere Arbeit der nächsten Wochen vorzustellen. Bei den Anwesenden schien unser Vortrag gut anzukommen, wenn man das Kopfnicken so deuten kann. Die Fragen der Mitglieder konnten wir mit Hilfe der Direktive, die auch anwesend war, beantworten. Diese bat die Mitglieder auch darum, uns zu unterstützen und ihre Familen aufzuklären, was es mit unserer Arbeit auf sich hat.


2. Arbeitswoche – Update von Niklas

24. Oktober 06

Die zweite Arbeitswoche begann mit Internetrecherchen, um Informationen von Anlagenausrüstern zusammen zu stellen. Am Wochenanfang fand auch unser erstes Treffen mit der Direktive der Genossenschaft statt. Sie ist für die Planung des landwirtschaftlichen Anbaus und für die Einkäufe von Düngern und Pestiziden zuständig. Sie wird von allen Genossenschaftsmitgliedern gewählt und ist zusammen mit dem Präsidenten die höchste Instanz in der Verwaltung der Genossenschaft.

Auf dem Treffen stellten wir uns selber und das Prinzip einer Biogasanlage vor. Außerdem versuchten wir mit unseren nicht ganz flüssigen Spanischkentnissen den Anwesenden die Möglichkeiten aufzuzeigen, die sich aus einer solchen Anlage für die Genossenschaft ergeben könnten. Nach der Beantwortung einiger kritischen Fragen schienen doch alle von dem doppelten Nutzen – Gas zum Kochen und kostenloser Dünger – einer solchen Anlage überzeugt zu sein und sich für das Projekt als solches zu begeistern.

Die restlichen Tage der Woche verbrachten wir mit Arbeiten an unserer Versuchanlage in der Werkstatt von Meme und Besorgungen, die im Zusammenhang damit standen. Ausserdem kümmerten wir uns weiter um Informationen zur Ausrüstung von Biogasanlagen und die Möglichkeiten einer Einspeisung von aus Biogas gewonnener elektrischer Energie ins öffentliche Stromnetz. Dazu nahmen wir Kontakt mit einem Mitarbeiter des Wirtschaftsministeriums von El Salvador auf, der uns auch hilfreich Auskunft erteilte.

Kümmern mussten wir uns auch um die von der Firma Hach-Lange gesponsorten Reagenzien zur Inhaltsstoffbestimmung im Substrat. Diese sollten auf dem Postweg nach El Salvador gelangen, damit wir im Flugzeug keine Probleme damit bekämen. Da diese nicht diekt zu uns sondern zu einer NGO in San Salvador geschickt werden sollten, hatten wir keine direkten Informationen über den Verbleib der Ware auf dem Postweg. Unklar war auch, ob die Sachen direkt zugestellt werden würden oder zunächst im Zoll landen sollten.


Erstes Treffen mit dem Presidenten der Kooperative El Jicaro

1. Oktober 06

Bei unserem ersten Zusammentreffen mit dem Präsidenten der Kooperative konnten wir grundsätzliche Fragen los werden und uns einen Einblick in die Örtlichkeiten verschaffen. Dabei konnten bereits die zwei größten potentiellen „Gaslieferanten“ ermittelt werden, nämlich der Kuhmastbetrieb mit 75 Tieren und einem täglichen Mist-Anfall von 1,3 Tonnen, sowie Molkewasser aus der Käserei, welches sich optimal zur Verflüssigung des Kuhdungs bis zum optimalen Trockensubstanzgehalt (TS-Gehalt) eignet. Bisher wird der Mist auf eine Halde gekippt und das Molkewasser in ein 100-Kubikmeter-Basin eingeleitet, was nach ca. einem Monat einfach überläuft. Den Energieinhalt dieser beiden Substrate zu nutzen lässt sich Dank Ihrer Konsistenz ohne großen Aufwand realisieren – die Aufgabe, welche wir mittels der Erzeugung von Biogas auf Basis von Flaschentests und mit Hilfe einer Pilotanlage demnächst angehen werden.


Erste Teamsitzung mit ADEMUZA

30. September 06

Bei einem ersten Treffen mit den Mitgliedern von ADEMUZA im Hause unseres Gastgebers Yohalmo Cabrera, dem Vorsitzenden der Organisation, wurden wir mit den neuen Gesichtern vertraut gemacht. In der Diskussionsrunde wurden Ihre und unsere Vorstellungen der Projektziele abgesteckt, welche in den kommenden drei Monaten erreicht werden sollen. Außer der experimentellen Herangehensweise zur Ermittung des Biogasertrags mit Hilfe von Bottletests und einer Versuchsanlage wollen wir ein Vorschläge der Biogasnutzung erarbeiten, welche der bestehenden Infrastruktur der Kooperative angepasst sind und eine Verbesserung der ökologischen und ökononischen Situation ermöglichen würden.



Letztes Update: 9.01.2007