Kreisverband WeimarBienen sind für unsere Umwelt unverzichtbar“Honig kann man importieren, aber die Bestäubung der Pflanzen nicht delegieren. Die Imkerei leistet hier einen unverzichtbaren Beitrag für den Erhalt unserer Umwelt, der Artenvielfalt und der Ertrags-Stabilität vieler Nutzpflanzen”, so Ute Steiner, Naturschutzsprecherin des BUND am 6. September während ihres Besuchs im Rundlingsdorf Tiefengruben."Hier vereinigen sich Passion - 95 % der Bienen werden von etwa 90.000 Hobbyimkern gehalten - mit einer wertvollen Leistung für die Gesellschaft", erklärte Ute Steiner weiter. Hinzu kommt, dass “Echter Deutscher Honig” ein besonderes naturbelassenes Qualitätsprodukt ist, das in der Gunst der Verbraucher besonders hoch steht. Der BUND unterstützt deshalb die Bemühungen des Obstbauvereins Tiefengruben, des Bienenmuseums Weimar und des Deutschen Imkerbundes, neue Interessenten und insbesondere junge Leute für die Imkerei zu begeistern und notwendige Fertigkeiten für den anspruchsvollen Umgang zur Erhaltung gesunder Bienenbestände zu vermitteln. "Die Ansiedlung neuer Bienenvölker ist für den Ertrag der Streuobstweisen und damit für deren langfristigen Erhalt unverzichtbar", warb Ute Steiner für das Hobby der Imkerei am Beispiel von Tiefengruebn mit seinem wertvollen Streuobstgürtel. Angesichts der Verluste in der letzten Überwinterungsperiode informierte sich Ute Steiner über die Maßnahmen zur wirksameren Bekämpfung der Varroamilbe, die die Hauptursache für die Verluste ist. Bei der vergangenen Überwinterung der rd. 900.000 Bienenvölker waren außerordentlich hohe Verluste (29 %) aufgetreten. Wie man heute weiß, waren diese hohen Schädigungen durch die Varroamilbe auf besondere klimatische Umstände und nur eingeschränkte Wirkung der Bekämpfungsmaßnahmen zurück zu führen. Inzwischen wurden zwei neue umwelt- und verbrauchergerechte organische Arzneimittel zur Varroabekämpfung (Thymol, Milchsäure) zugelassen. Mit Unterstützung des Bundeslandwirtschaftsministeriums werden neuartige züchterische Verfahren für eine Bienenzucht auf Varroatoleranz gefördert. Der BUND bittet Interessenten an der Bienenzucht um eine Kontaktaufnahme, damit gemeinsame Schritte überlegt werden können. |
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