Kreisverband WeimarPressemitteilung vom 28. Juli 2003BUND strebt Wiederherstellung des Quelltrichters der Herzquelle in Oberweimar anDie im Tal des Papierbaches (auch: Papiergraben) entspringende Herzquelle ist seit 29 Jahren durch Betonschichten verschlossen und der Quellkessel daher trockengefallen. Der BUND REGION WEIMAR hat sich für das Jahr 2003 das Ziel gesetzt, den herzförmigen Quellkessel der Herzquelle wieder in seinen natürlichen Zustand zurückzuführen. Dies Projekt soll sich im Früh-jahr 2004 den Besuchern und Bewohnern der Stadt Weimar als ein ganzheitlicher „Denkanstoß“ geologischer, hydrogeologischer, kulturgeschichtlicher und ökologischer Besonderheiten des Ilmtal-Grabens und der Ursprünge der Weimarer Besiedlung präsentieren.Diese Renaturierung des Gewässers ist seit Jahren eine gesetzliche Pflichtaufgabe der Stadt Weimar. Denn nicht naturnah ausgebaute natürliche Gewässer sind, sofern nicht überwiegende Gründe des Wohls der Allgemeinheit entgegenstehen, nach der Forderung des Thüringer Was-sergesetzgebers „in einem angemessenen Zeitraum wieder in einen naturnahen Zustand zu-rückzuführen“ (§ 67 Abs. 3 Satz 2 ThürWG). Damit ist ein Handlungspflicht der Stadt Weimar begründet. Allerdings erfordert dies finanzielle Mittel, die bekanntlich nicht nur hier fehlen. Der BUND hat daher der Stadt Weimar eine Zusammenarbeit in der Form angetragen, dass der Naturschutzverein eine Planung für die Bauarbeiten ausarbeitet und einen Sponsor für die Rückbaukosten sucht. Zusammengefasst werden folgende Ziele angestrebt:
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Kreisverband REGION WEIMAR, begrüßt die heute angekündigte Genehmigung des Wasserversorgungszweckverbandes, das auf den Hausdächern anfallende und in Zisternen gesammelte Regenwasser zur Toilettenspülung nutzen zu können. „Was der Verband in einem Musterverfahren zwei Klägern gestattete, muß er nun wegen des Gleichheitsgrundsatzes allen Bürgern gestatten, die ihren Beitrag zum sparsamen Umgang mit dem Lebensmittel Nummer 1 leisten wollen“ erklärte heute Ute Steiner vom Kreisvorstand des BUND in Weimar. Der BUND fordert nun weitere Schritte zum Wassersparen, nämlich das in der Region Weimar verbrauchte Wasser auch langfristig nur in der Region zu gewinnen und dazu den Wasserverbrauch drastisch zu reduzieren; Mittel dazu sind nach Ansicht des BUND - neben der Nutzung von Regenwasser zur Toilettenspülung - a. die eilige Erneuerung der Wasserleitungen, um die mit 30% bezifferte Leckageverluste zu minimieren, b. der Verzicht der Agrargenossenschaften auf Gift und Gülle, um das Grundwasser effektiv als Trinkwasserreservoir zu schützen und c. eine Pflicht der Bauherrn das ungenutzte Regenwasser zur Stabilisierung des Grundwassers nach örtlichen Möglichkeiten auf den Baugrundstücken zu versickern, statt es in die Mischkanalisation zu leiten. Das Ziel, so der BUND, ist der Ausstieg von Stadt und Landkreis aus der Fernwasserversorgung. Weiterhin fordert der BUND Anreize und Planungsgebote zum Bau von Hauswasserspeichern für Regenwasser, um den Bau von zusätzlichen teuren Regenrückhaltebecken zu vermeiden. Regionales Wasserwirtschaftskonzept Der BUND fordert von SPD und CDU in Stadt und Landkreis Weimar ein Wasser-programm, das sich an folgenden Zielen orientiert:
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