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Die ISPOL - Expedition der Polarstern war Thema bei der BUND Kreisgruppe Wesermarsch am 11.12.2005

Zu Gast waren vier Wissenschaftler vom Alfred Wegener Institut und Clasu Peter Lieckfeld, der aus seinem Buch vorlas. Jan Michels zeigte Dias von der Seereise in die Antarktis vor einem Jahr.
Eine sehr gute Dokumentation der ISPOL - Expedition gibt es im Internet.

www.ispol.deDie Übersicht

www.awi-bremerhaven.de/Climate/ISPOL/diary.html das Tagebuch

www.awi-bremerhaven.de/Climate/ISPOL/gallery/index.html Bildserie

Das Buch von C.P. Lickfeld und Ingo Arndt ist sehr zu empfehlen.
Siehe Bild unten


Hier der Bericht aus der Kreiszeitung Wesermarsch von Christoph Heilscher

Neugierige Pinguine als ständige Begleiter

Journalist Claus-Peter Lieckfeld berichtet über Antarktis-Forschungsfahrt

Iffens (hei). Das Schönste sind wohl die ungewöhnlichen Farben und Formen. Eisberge, die aussehen, als seien sie bei einem Designwettbewerb ausgezeichnet worden, das warme gelbe Licht der subpolaren Sommernacht, das von Algen grün gefärbte Meereis. Der Journalist Claus-Peter Lieckfeld hat das alles gesehen als Teilnehmer der 88. Antarktisfahrt der „Polarstern“. Er hat diese Fahrt in einem Geo-Buch dokumentiert. Am vergangenen Sonntag hat er in der Umweltstation Iffens über die Expedition zu Kaiserpinguinen und Seeleoparden berichtet.

Der Journalist Claus-Peter Lieckfeld und Dr. Wolfgang Meiners von der Umweltstation in Iffens kennen sich seit Anfang der 80er Jahre, als Claus-Peter Lieckfeld für den NDR aus Butjadingen berichtete. Seitdem hat der Autor immer wieder mal die Umweltstation besucht und dort auch das eine oder andere seiner Werke vorgestellt. Vor Jahresfrist war er mit der „Polarstern“ in der Antarktis, als offizieller Reisebegleiter mit der Aufgabe, die Reise journalistisch zu dokumentieren. Während Claus-Peter Lieckfeld geschrieben hat, hat Ingo Arndt fotografiert. Das Ergebnis ist als Geo-Buch unter dem Titel „Logbuch Polarstern“ im Verlag Frederking & Thaler erschienen, umfasst 199 farbig illustrierte Seiten und kostet 39,90 Euro.

Die „Polarstern“, Forschungsschiff des in Bremerhaven ansässigen Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung, fuhr von Kapstadt ins subpolare Meer bis zum 68. Grad südlicher Breite, an Bord 57 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus zehn Ländern. Im westlichen Weddellmeer machte die „Polarstern“ für zwei Monate an einer riesigen Eisscholle fest, um die Stoffumsätze im Eis, Schmelzvorgänge im antarktischen Sommer sowie das Leben im Eis zu untersuchen. Dabei haben die Forscher bisher nicht bekannte Arten von Mikroorganismen entdeckt.

Denn im Eis gibt es sehr wohl Leben. Algen beispielsweise, Eisalgen, die das Meereis grün einfärben. Diese Algen stehen am Anfang der antarktischen Nahrungskette. Von den Algen ernährt sich der Krill – das ist die antarktische Variante der Nordseegarnele. Krill wiederum steht auf dem Speiseplan von Pinguinen, Robben und Walen.
Neugierige Kaiserpinguine gehörten auf der Eisscholle zu den ständigen Begleitern der Wissenschaftler. „Sie kamen bis auf einen Meter heran“, erzählten Claus-Peter Lieckfeld und Jan Michels, Planktonzoologe auf der „Polarstern“, der seine Expeditions-Dias in Iffens zeigte. Dabei empfiehlt das Umweltbundesamt den Forschern, Abstand von den Pinguinen zu halten. Aber was soll man machen, wenn die Pinguine nicht lesen können.
Pinguine und auch Robben sind in der Antarktis auf dem Eis absolut zutraunlich. Sie haben dort keine Feinde. Eisbären gibt es nur in der Arktis. Die Raubtiere der Antarktis lauern unter der Wasseroberfläche, bis zu 3,5 Meter lange Seeleoparden, eine Robbenart, die auch vor kleineren Artgenossen nicht Halt macht. Die Seeleoparden haben den Polarforschern den zu Weihnachten geplanten Tauchgang vermasselt. Denn im Taucheranzug sehen Menschen fast so aus wie Krabbentaucher.


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