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BUND besucht Biohof Bakenhus


Der Titel von Infoblatt Der Besuch des Biohofs Bakenhus am 22.9. stand schon vom Wetter her gesehen unter günstigen Bedingungen. Hinter der Huntebrücke ließ der Regen nach und im Landkreis Oldenburg bei Großenkneten empfing die BUND-Gruppe aus der Wesermarsch trockenes Wetter.
Zwei Fragestellungen interessierten die Besucherinnen und Besucher besonders. Was hat die Bewirtschaftung eines Biohofes mit dem Grundwasserschutz zu tun, und warum unterhält der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband diesen Hof? Während des eineinhalb stündigen Rundgangs beantwortete Beate Brunow vom OOWV diese Fragen ausführlich, zeigte alle Betriebsteile und gab sachkundig Auskunft. Zum einen dient der Hof als Anschauungsobjekt und nachahmenswertes Beispiel, um speziell in Regionen mit durchlässigen Böden die Nitratbelastung im Boden und in den tieferen Schichten, aus denen Trikwasser gefördert wird, zu senken.
Dabei wird auf Hof Bakenhus nach den Grundsätzen der Anbauverbände Naturland und Bioland gewirtschaftet, d.h. unter Verzicht von Kunstdünger, Schädlingsbekämpfungsmitteln und künstlichen Futterzusätzen Dieses ist verbunden mit der artgerechten Tierhaltung, wovon sich die BUND-Mitglieder in den Rinder,-Pferde- und Schweineställen selbst überzeugen konnten. Vor allem die 180 Schweine des Hofes fühlten sich sauwohl und spielten, schliefen, quiekten und grunzten voller Wohlbehagen den Besuchern entgegen. Besonders verblüffte das friedliche Miteinander einer gemischtaltrigen Gruppe.
Mittlerweile hat der Absatz des Hofes sehr zugenommen, denn die Verbraucher wollen Transparenz über die Herkunft von Fleisch- und Wurstwaren. All dies bietet der Hof bishin zur eigenen Fleischerei. Neben der Vermarktung beteiligen sich die Mitarbeiter vom Hof Bakenhus an der praktischen Erprobung neuer Miststreuverfahren, bei denen die Nährstoffe gleichmäßiger auf der Fläche verteilt werden. Wissenschaftlich begleitet wird dieses Projekt von der Uni Göttingen.
Aufgrund der Messungen im Oberboden und im Grundwasser zeichnet sich ab, dass die Nitrateinträge durch solche neuen Verfahren und den Biologischen Landbau weiter langfristig zurückgehen werden. Dies beantwortet auch die Frage, warum ein Wasserversorger sich dieser Thematik in praktischer Erprobung annimmt, denn: der OOWV soll auch in Zukunft einwandfreies Trinkwasser gewährleisten. Am Ende des Rundgangs gab es noch ein gesundes Früstück mit hofeigenen Kostproben, so dass die BUND-Gruppe sich gestärkt im Magen und im Kopf bei der OOWV-Mitarbeiterin für die informative Führung sehr bedankte.
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