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Zwei wichtige links:
Die Webseite des Zoo am Meer
Mehr zum Zoo auch von Eva bei den
Tipps für Museumsbesuche auf der Seite der der Umweltststion Iffens
Der Zoo am Meer ehemals Tiergrotten in Bremerhaven war Ziel der BUND - Gruppe
Hier ist der Bericht von Simone und Lea:
Wellness für Zootiere am Meer
Naturschützer besuchen Zoo in Bremerhaven
Am 16. September besuchten Mitglieder der BUND Kreisgruppe bei strahlendem Sonnenschein den Zoo am Meer in Bremerhaven.
Zooinspektor......... führte durch die komplett neu gestalteten ehemaligen Tiergrotten.
Kein noch so gutes Gehege kann einem Tier die Freiheit ersetzen, aber zu rechtfertigen ist ein Zoo wohl dann, wenn den Besuchern das Leben der Tiere und ihre Umwelt auf eine besondere und einzigartige Art nahegebracht werden kann.
Kann der Zoo am Meer diesen Anforderungen gerecht werden?
Aus gewohnter Flachlandumgebung gerissen, starteten wir unseren Rundgang durch eine beeindruckende Felsenlandschaft, wie wir sie nur aus dem Urlaub oder Fernsehen kennen. Das warf die Frage auf, was diese mit unserer regionalen Umwelt am Meer zu tun haben könnte. Man erklärte uns, hiermit werde auf den früheren Zoonamen Tiergrotten Bezug genommen. Dieser ungewöhnliche aber einzigartige Name wurde durch den gewöhnlicheren, weil wohl freundlicheren Namen Zoo am Meer ersetzt.
Den Tieren scheint die stark verwinkelte, teils bepflanzte Felsumgebung mit einigen Versteck- und Klettermöglichkeiten sehr viel besser zu gefallen als ihre früheren Gehege. Die bestanden oft nur aus einer rechteckigen Plattform und einem Kastenartigen Süßwasser -Chlor -Swimmingpool. Das Wasser wurde für Meerestiere endlich durch Salzwasser ersetzt.
Während wir staunen, dass die Robben die Süßwasserzeit überlebt haben, wird uns berichtet, dass das Zoopersonal von der positiven Entwicklung nach dem Wasseraustausch in Staunen versetzt worden sei. Langjährige, unerklärliche Krankheiten, beispielsweise an den Füßen von Hochseeschwimmvögeln schienen im Salzwasser plötzlich wie weggeblasen!
Für den Besucher sind die Becken, die zum Teil von unten durch Glasscheiben eingesehen werden können ebenfalls attraktiver als früher und die Pinguine erwarten morgens schon ungeduldig die ersten Besucher vor den Fenstern. Sie scheinen wirklich Spaß an der Kommunikation mit dem Menschen zu haben.
Während sich die Pinguine die Freizeit selbst gestalten, wird den Affen die Langeweile durch kreatives Spielzeug wie einem künstlichen Termitenhügel zum Ameisenangeln vertrieben. Nebenan lernt der Seebär, Gegenstände zu ertauchen, die Besuchern ins Wasser gefallen sind.
Wenn auch mit besseren Finanzen für Umfeld und Unterhaltung der Tiere noch sehr viel mehr geboten werden könnte, hat sich doch vieles im Alltag der Tiere verbessert. Trotzdem mussten wir uns die Frage stellen, ob bei ohnehin knapper Kasse und kleinem Gelände eines Zoos zum Thema Meer unbedingt Affen präsentiert werden müssen. Auch die drei Pumas schienen in ihrem sehr kleinen Gehege (obwohl einige Quadratmeter über dem Mindestwert) recht gelangweilt. Doch Attraktionen wie Affen und Raubkatzen erwarten die Leute von einem Zoo, wurde uns gesagt. Heute müsse ein Zoo es schaffen im Unterhaltungswert mit Erlebnisparks mitzuhalten um überhaupt finanzierbar zu sein. Das ist leider so. Trotzdem wird hier versucht, Inhalte so zu vermitteln, dass es nicht beim Entertainmentpark bleibt und Besuchern eine Sensibilisierung und Erweiterung der Naturwahrnehmung vermittelt wird. Ansonsten wäre das Einsperren der Tiere nicht gerechtfertigt.
Neben knapp und sachlich gehaltenen Infotafeln wird zum Beispiel in kleinen Frage-Antwort Klappen vor den Gehegen auf Besonderheiten im Leben der jeweiligen Tiere verwiesen. Ab und zu können Tierspuren wie Fußstapfen am Wegesrand erraten werden und in Fühlkästen durften wir Schlangenhaut ertasten. Fragebögen für eine Zoorallay sind am Eingang erhältlich.
Keine Frage, dass all diese Möglichkeiten, wie auch der kleine, dafür recht vielseitig gestaltete Kinderspielplatz den Erlebnisdurst, vor allem der jungen Besucher, stillt. Dabei tragen sie jedoch in der Form noch relativ wenig zum tieferen Verständnis von ökologischen Zusammenhängen oder tierischer Wahrnehmung bei. Aber auch hierzu wurde uns zugesichert, dass bereits weitere Informationen, zum Anfassen und multimedial geplant seien.
Gerade aber weil ein Zoo heute mit einem kleinen Budget ein so breites Spektrum an Anforderungen zu erfüllen hat, waren wir uns nach dem Besuch einig, dass der Zoo am Meer vor allem für die Tiere stark an Attraktivität gewonnen hat und neben der Unterhaltung die gute Chance besteht, in Zukunft auch die Vermittlung pädagogischer Inhalte weiter auszubauen.
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