Klimaschutz und Energie

Unterschriftenliste für Klimaschutz in der Ortenau: Forderungen an Kreis und Städte zur Verringerung der CO2-Emissionen

Klimaschutz und Energiesicherheit sind DIE zentralen Konfliktthemen des 21. Jahrhunderts. Im Zusammenhang mit Strategien für nachhaltige Entwicklung auf lokaler wie globaler Ebene zeigt sich immer deutlicher, dass die menschliche Gesellschaft einen grundlegenden Wandel im Umgang mit den natürlichen Ressourcen und der Biosphäre vollziehen muss. Nur wenn die Menschheit eine entschiedene Abkehr von der Betrachtung der Umwelt als „Selbsbedienungsladen“ und „Müllkippe“ an den Tag legt, kann auch zukünftigen Generationen ein menschenwürdiges Leben in einer halbwegs intakten Umwelt ermöglicht werden.

Dies bedeutet, dass der bislang vorherrschenden Plünderung der Natur und ihrer andauernden Verschmutzung durch das veraltete und nicht zukunftsfähige Wirtschaftsmodell der neoliberalen Industrie- und Konsumgesellschaft dringend Einhalt geboten werden muss bzw. eine neue „industrielle Revolution“ in ein post-fossiles Solarzeitalter vonnöten ist, in welchem wir Energie und Rohstoffe nur in dem Maße verbrauchen oder wiederverwerten, in welchem sie sich regenerieren können. Um dies umzusetzen bedarf es einer erheblichen Verbesserung der Ressourceneffizienz zur Bereitstellung von Gütern und Dienstleistungen, sowie der zügigen Umstellung der Energiewirtschaft auf – vorwiegend dezentral strukturierte – erneuerbare Energiesysteme.

Gelingt uns die wichtige Umstrukturierung von Wirtschaft und Gesellschaft nicht, drohen Umweltprobleme – allen voran der globale Klimawandel – bis Ende dieses Jahrhunderts zum Konfliktherd Nummer eins zu werden. Die negativen Auswirkungen von Umweltkatastrophen würden ein friedliches Zusammenleben der Menschen in verschiedenen Teilen der Welt ebenso schwer oder gar unmöglich machen, wie den Fortbestand und die Koexistenz der rechhaltigen Flora und Fauna auf unserer Erde, mit unabsehbaren Folgen für deren Integrität.

Auf den folgenden Seiten haben wir umfangreiche Informationen und Tipps zum Thema Klimaschutz und Energie für Sie zusammengestellt. Darüber hinaus informieren wir über Aktionen und Projekte, die wir getreu dem Motto „Global denken – lokal handeln“ in der Ortenau anbieten oder bereits durchgeführt haben. Erfahren Sie unter den verschiedenen Rubriken, mit welchen Maßnahmen Sie selbst etwas tun können, um Energie zu sparen, das Klima zu schonen, und Atommüll zu vermeiden. Letztenendes bedeutet konsequenter Klimaschutz nicht nur ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit unserer Umwelt, sondern sorgt für „Win-Win-Situationen“, welche die natürlichen Ressourcen ebenso schonen wie jene in Ihrem eigenen Geldbeutel.

Der Klimawandel – Auf dem Weg in die Super-Warmzeit?

Der 4. Klimabericht (hier die dt. Zusammenfassung) – Fourth Assessment Report (AR4) – des UN-Klimarats IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change – www.ipcc.ch) von 2007 hat deutlich gemacht, dass der Klimawandel die wohl größte Herausforderung unseres 21. Jahrhunderts darstellt. Längst sind die sogenannten „Klimaskeptiker“, welche die durch den Menschen hervorgerufene, beschleunigte Erderwärmung leugnen, als unglaubwürdige Opportunisten entlarvt worden. Fundierte wissenschaftliche Theorien über die Treibhausgaswirkung von Kohlendioxid, welche bereits im 19. Jahrhundert von namhaften Wissenschaftlern erforscht wurden, weltweit gesammelte Messdaten über die Temperaturentwicklung der letzten Jahrzehnte bis Jahrtausende, sowie aktuelle Beobachtungen wie rapide Gletscherschmelze und starker Meeresspiegelanstieg belegen inzwischen zweifelsfrei, dass ein direkter Zusammenhang zwischen der extremen Zunahme der CO2-Konzentration in der Atmosphäre durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe (Kohle, Erdöl, Erdgas) und dem starken Temperaturanstieg der letzten Jahrzehnte besteht.

hier erfahren Sie mehr zum Thema Klimawandel

BUND Ortenau macht mit bei der Aktion Klimafasten

Das BUND-Umweltzentrum Ortenau, die evangelische Erwachsenenbildung, das katholische Bildungszentrum und die Stadt Offenburg beteiligen sich aktiv an der Aktion „Klimafasten“. Mit einem Vortrag zum Thema: „Wie viel ist genug - Klimaschutz durch Maßhalten“ von BUND-Geschäftsführerin Petra Rumpel und einer umfangreichen Artikelserie mit konkreten Anregungen und Anreizen zum Mitmachen wird gezeigt, wie man sein Leben mit kleinen Schritten klimafreundlicher und resourcenschonender gestalten kann. Dabei steht nicht der Verzicht, sondern die Befreiung von unnötigen und oftmals belastenden Gewohnheiten im Vordergrund. Die Artikel können hier nachgelesen werden:

Ortenauer / Offenburger verbessern ihre CO2-Bilanz – Die BUND-Klimaschutzaktionen zum Mitmachen

Das Klimaschutzprojekt mit Eizelpersonen und Familien wurde vom BUND-Kreisverband Ortenau im Frühjahr 2009 gestartet. Ziel es war, für den Klimawandel zu sensibilisieren, die konkreten persönlichen Handlungsmöglichkeiten jedes Einzelnen aufzuzeigen und Privathaushalte bei dem oftmals schwer zu vollziehenden Schritt vom Wissen zum Handeln zu unterstützen.

hier erfahren Sie mehr über das Projekt „Ortenauer verbessern ihre CO2-Bilanz“

hier erfahren Sie mehr über das Projekt „Offenburger verbessern ihre CO2-Bilanz“

Klimaschutzmaßnahmen – Ihr Beitrag zur Sicherung der Zukunft

Entscheidend zur Lösung der Klimaproblematik sind Antworten auf die Frage, wie jede und jeder Einzelne etwas gegen die sich anbahnende Katastrophe unternehmen kann. Was können wir im täglichen Leben tun, um das Klima zu retten – also auch nachfolgenden Generationen durch unser vorausschauendes Handeln ein menschenwürdiges Dasein in einer intakten Umwelt zu ermöglichen?

Unter dem Motto Klimaschutzmaßnahmen – Ihr Beitrag zur Sicherung der Zukunft haben wir Ihnen in den Rubriken „Klimafreund oder Klimafeind – wo stehen Sie?“, „Haus, Heim und Allgemein“, „Mobilität“, „Konsum“, sowie „Aktiv werden, Informieren und Weiterbilden“ eine umfangreiche Sammlung von Maßnahmen zusammengestellt, wie Sie in den einzelnen Lebensbereichen zum Klimaschutz beitragen können. Darüber hinaus haben wir 10 konkrete Vorschläge in unserem Flyer „10 Schritte zum persönlichen Klimaschutz“ (pdf zum Herunterladen) als kompakte Übersicht zusammenfasst.

hier erfahren Sie mehr zum Thema Klimaschutzmaßnahmen

Umwelt und Gesundheit zuliebe: Einkaufen mit dem Rad

Klimawandel, Fahrverbote wegen Feinstaubbelastung, hohe Benzinpreise und im Stau verlorene Lebenszeit: Viele Gründe sprechen dafür, vom Auto auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umzusteigen. Für kleine und mittlere Entfernungen, etwa für den Einkauf des täglichen Bedarfs, bietet sich das Fahrrad an. Es überzeugt nicht allein durch seine Ökobilanz (kein Abgasausstoß, kein Lärm, kaum Energieverbrauch bei der Herstellung), es ist obendrein schnell, preiswert und gesund. In den meisten Haushalten stehen hochwertige Fahrräder als Sport- und Freizeitgerät zur Verfügung – warum also nicht damit einkaufen?

2007 hat das BUND-Umweltzentrum Ortenau deshalb eine Initiative des BUND Berlin (www.bund-berlin.de) unterstützt, die vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (www.bmvbs.de) gefördert wird, und Aktionen zum Thema „Einkaufen mit dem Rad“ (detaillierte Infos, siehe www.einkaufen-mit-dem-rad.de) durchgeführt. Dabei wurden wir auch vom Freiburger Umweltversand Waschbär unterstützt, welcher dem BUND-Umweltzentrum Ortenau den „Big Trolley“ Einkaufswagen mit Fahrradkupplung für Demonstrationszwecke kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

hier erfahren Sie mehr zur Aktion Einkaufen mit dem Rad

Anti-Atomkraft, Ökostrom und effiziente Energienutzung

Welche Farbe hat IHR Strom? Wir beraten Sie, wenn Sie zu einem Ökostromanbieter wechseln möchten, und berechnen Ihnen Ihre zukünftigen Stromkosten. Außerdem verleihen wir kostenlos Energiekosten-Messgeräte, damit die Stromfresser in den Haushalten ermittelt werden können, und geben Stromspartipps.

Schützen AKWs wirklich das Klima? Eine differenzierte Betrachtung zum Thema Klimaschutz und Atomkraft finden Sie in dem Artikel des BUND Südlicher Oberrhein: AKW und Klimaschutz - Eine gut gesteuerte Illusion.

Im Dezember 2007 erschien eine Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken (KiKK-Studie). Das Ergebnis der Untersuchung des Deutschen Kinderkrebsregisters in Mainz, die im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) durchgeführt wurde, zeigt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen einer erhöhten Krebsrate und der Nähe des Wohnorts zu AKWs bei Kleinkindern auf. Dieser Zusammenhang wurde von einem Gremium unabhängiger Experten bestätigt, welche die Ergebnisse der Studie genauer unter die Lupe nahmen. Lesen Sie dazu die Stellungnahme „Wie ein Fels in der Brandung“ von Dr. Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz und Mitglied des Expertengremiums der Studie (Nachdruck mit freundlicher Genehmigung von Publik-Forum, www.publik-forum.de).

Auch Diplom-Physiker Dr. Alfred Körblein vom Münchner Umweltinstitut, ebenfalls Mitglied der Expertengruppe, kam zu der eindeutigen Feststellung, dass Atomreaktoren im Normalbetrieb unsere Gesundheit gefährden (siehe „Kinderkrebs um Kernkraftwerke“ auf seiner Webseite www.alfred-koerblein.de). Dieses Ergebnis war selbst für Befürworter der Atomenergie überraschend, da es strahlenbiologisch alleine nicht erklärbar ist. Es macht jedoch deutlich, dass weitere Untersuchungen auf dem Gebiet notwendig sind.

Weitere Informationen rund um die Gefahren, die von Atomkraftwerken ausgeht finden Sie hier auf der Seite des BUND Südlicher Oberrhein. Daneben finden Sie hier Informationen zu Gefahren und Risiken bei der ungeklärten Frage der Atommüll-Lagerung, sowie hier speziell zur Problematik der grenznahen Lagerung von Atommüll in der Schweiz.

Weitere bestechende Argumente, warum die Strategie an Strom aus Atomkraft festzuhalten in jeglicher Hinsicht in eine Sackgasse führt, finden Sie auf der Seite www.facts-on-nuclear-energy.info

Lesen Sie außerdem, wie die Atomlobby die freie Enzyklopädie Wikipedia bei der Eintragung von kritischen Beiträgen zum Thema Atomkraft gezielt manipuliert und so versucht, die von der Technologie ausgehenden Gefahren auszublenden: Wikipedia: AKW, KKW, Atomkraftwerk, Kernkraftwerk – Die freie Enzyklopädie und die Macht der Atomlobby

Wenn Sie zu einem preisgünstigen, umweltfreundlichen Stromanbieter wechseln wollen und gleichzeitig eine ökologische Stromerzeugung fördern möchten, können Sie das ganz einfach mittels der Aktion „BUND Regionalstrom“ tun. Wie's geht erfahren Sie auf der Homepage www.bund-regionalstrom.de

Mit Hilfe des BUND-Stromrechners können Sie durch die Eingabe ihres jährlichen Stromverbrauchs online berechnen lassen, zu welchem Preis sie diese Strommenge von unterschiedlichen Ökostrom-Anbietern beziehen können. Auf der Seite finden Sie auch die jeweiligen Lieferverträge zum Herunterladen, sodass Sie nach der Ermittlung des Ihnen am geeignetsten erscheinenden Anbieters direkt die nötigen Schritte zum Wechsel auf Ihren persönlichen Ökostrom-Anbieter in die Wege leiten können.

Recycling von Drucker- und Kopierpatronen

Klimaschutz beinhaltet für uns auch einen sparsamen Umgang mit Resourcen und die Vermeidung von unnötigem Müll. Deshalb sammeln wir Tintenpatronen und Tonerkartuschen von Druckern und Kopierern aus Privathaushalten und Büros und führen sie dem Recycling zu.

Downloads des BUND-Umweltzentrum zum Thema Klimaschutz (pdf-Dokumente):


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Letztes Update: 30.04.2017