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Windenergie / Windräder: Sponsert und lenkt auch die Aluminiumindustrie einige Bürgerinitiativen gegen Windkraft ? Thomas Heinzow: Anti-Wind-Lobbyist

13.08.2004

Die Nutzung der Windenergie ist manchen ein Dorn im Auge.


Da gibt es enstzunehmende Argumente zum Landschaftsschutz, aber auch das massive wirtschaftliche Interesse, eine umweltfreundliche Energieversorgung zu verhindern.

Gerade bei Energieversorgungsunternehmen wie EnBW, RWE, Vattenfall, E.ON und deren Paten in der Politik, kann man den Eindruck gewinnen, dass sie im Hintergrund an den Strippen des Widerstandes gegen die Windenergienutzung ziehen, insbesondere wenn diese von Privaten gebaut werden.


Nachdem jahrzehntelang in den Propagandabroschüren der Atomlobby gesagt wurde: "Windenergie kann nicht funktionieren", wird diese Form der Energieerzeugung, die sehr gut funktioniert, jetzt massiv bekämpft. Jeder kleine Windrad-Betreiber ist eine Konkurrenz zu den nicht ausgelasteten Atom- und Kohlekraftwerken und behindert den langfristig geplanten Ausstieg aus dem Atomausstieg. Ein neuer Typ von Atomkraftwerk, der sogenannte Euroreaktor EPR, finanziert von der EnBW mit unseren Stromgeldern und realisiert von Siemens und der französischen Areva, soll in Frankreich (Fessenheim?) und sehr warscheinlich nach einem Regierungswechsel auch in Deutschland gebaut werden. Eine gezielte Spaltung der Umweltbewegung in Sachen Windkraft, kann durchaus eine der geschickten Durchsetzungsstrategien für die neuen Atomkraftwerke sein. In den USA sind industriegesteuerte Scheininitiativen durchaus an der Tagesordnung, wenn es darum geht, wirtschaftliche Interessen gegen den Umweltschutz durchzusetzen. Auch in Europa haben wir mit Organisationen wie "Waste Watcher", "Aktionskreis Energie e.V", "Informationskreis Kernenergie", "Genepeace" und "Au fil du Rhin"/ "Am Rhein entlang" vergleichbare Scheininitiativen.

Am 25.4.2004 berichtete das Politikmagazin Monitor über das falsche Spiel der Stromlobby in Sachen Windkraft.
Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen schießen überall im Bundesgebiet wie Pilze aus dem Boden. Mehr oder weniger nachvollziehbare Argumente werden von ihnen vorgebracht. Den einen sind die Windräder aus landschaftsästhetischer Sicht ein Dorn im Auge, die anderen vermuten gefährlichen Infraschall in der Umgebung. Viele dieser Bürgerinitiativen kämpfen nicht allein, sondern werden laut Monitor vertreten von einem Rechtsanwalt namens Thomas Mock. Er taucht überall auf wo Lobbyarbeit gegen Windkraft gefragt ist. Die Mitglieder der Initiativen sind froh, einen kompetenten und – ihrer Meinung nach – unabhängigen Experten an ihrer Seite zu haben und das zu einem, für einen Rechtsanwalt, unglaublich günstigen Honorar. Was die meisten Bürgerinitiativen, die von Thomas Mock unterstützt werden, aber wohl nicht wissen, ist, dass er laut Monitor die Interessen der Aluminiumindustrie vertritt. Sein Arbeitgeber ist Hydro Aluminium, der drittgrößte Aluminiumkonzern in Deutschland. Die Herstellung von Aluminium ist ein sehr energieintensiver Prozess. 40% der anfallenden Kosten sind Stromkosten. Kein Wunder also, dass dieser Industriezweig an niedrigen Strompreisen interessiert ist. Und hier kommt die Windkraft ins Spiel. Sie lässt die Strompreise zwar nur leicht ansteigen, bei einem großen Konzern wie Hydro Aluminium könnte das aber bis 10 Millionen Euro mehr in der Stromrechnung ausmachen. Thomas Mock versichert natürlich, dass keinerlei Zusammenhang zwischen der Arbeit für die Aluminiumindustrie und seiner tatkräftigen Unterstützung von Anti-Windkraft-Initiativen besteht.

Seit einiger Zeit tritt "Dipl-SozÖk Thomas Heinzow" in die Fußstapfen von Herrn Mock und agitiert bundesweit gegen die Nutzung der Windenergie.

Gerade die kleine Gruppe von wirklich ernstzunehmenden Windkraftgegnern, die aus idealistischen und nicht nur vorgeschobenen Landschaftsschutzgründen gegen die Windkraft oponiert, sollte sich von der Stromlobby, den Kohle-, Atom- und Aluminiumkonzernen nicht missbrauchen lassen.


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Dieser Artikel wurde 5623 mal gelesen und am 8.11.2010 zuletzt geändert.