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Fessenheim strahlt: Alle Informationen zum EDF - EnBW AKW Fessenheim

12.06.2011

Aktuell:


Schließung von Fessenheim im Jahr 2012 „nicht ausgeschlossen“?

Der grenzüberschreitende Widerstand gegen das altersschwache französische AKW hat im Fukushima-Jahr 2011 gerade auch im Elsass massiv zugenommen und bei einem Regierungswechsel in Frankreich stünde Fessenheim auf der rot-grünen Schließungsliste.

Am 15.12.2011 gab es erste Hinweise in den französischen Medien, dass „eine Schließung des ältesten französischen AKW im Jahr 2012“ auch von der jetzigen französischen Pro-Atomregierung zumindest nicht mehr ausgeschlossen wird.

„Eine mediale Schwalbe macht zwar noch keine französische Energiewende“ sagt BUND-Geschäftsführer Axel Mayer, aber diese Hinweise zeigen doch ein vorsichtiges Umdenken. Mit einer Pro-Fessenheim-Politik lässt sich auch für Herrn Sarkozy im Elsass keine Wahl gewinnen und er braucht jede Stimme. Dennoch glauben wir an eine Schließung erst, wenn die „alten Kisten“ tatsächlich auch abgeschaltet sind. Und unabhängig von einer Schließung besteht immer noch die Gefahr des Zubaus von zwei neuen AKW am erdbebengefährdeten Fessenheimer Standort. Der Bund für Umwelt und Naturschutz schaut dennoch vorsichtig optimistisch ins nächste Jahr und auf die Wahl in Frankreich. Die dringend notwendige Schließung des französischen AKW würde auch den Druck auf die Schweiz erhöhen das „Technikmuseum“ AKW-Beznau zu schließen.
Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer



Hier geht´s zu unserem neuen, kritischen Fessenheim-Beitrag auf you tube







AKW / KKW Fessenheim: die beiden EDF / EnBW 900 MW Reaktorblöcke am Oberrhein

Gefahrenquelle Atomkraftwerk / Kernkraftwerk / AKW Fessenheim (Eine kurze Zusammenfassung)


30 Kilometer südwestlich von Freiburg und 30 Kilometer südöstlich von Colmar
stehen die beiden alten französischen AKW-Reaktoren von Fessenheim. Die zwei ältesten Druckwasserreaktoren Frankreichs wurden 1977 und 1978 in Betrieb genommen. Die Nutzung der Atomenergie, gerade auch in Fessenheim, ist eine Gefahr für Mensch und Umwelt, insbesondere auch weil das AKW schlecht gesichert in einem Erdbebengebiet liegt. Ein Dammbruch des höher liegenden Rheinkanals könnte das Kraftwerk überfluten und die außen liegenden "Abklingbecken" sind besonders stark gefährdet. Das Fundament der Anlage weist eine Dicke von nur 1,5 Metern auf. Dies ist somit die dünnste Fundamentierung aller französischen Kernkraftwerke. Ein Ölkraftwerk müsste täglich 8,64 Millionen Liter Öl verbrennen um die Wärme zu erzeugen, die das EDF / EnBW AKW Fessenheim jeden Tag in den Rhein leitet, denn das AKW hat keine Kühltürme. Die radiologische und thermische Verschmutzung des Rheins und der Umwelt sind ein Skandal.

Die deutsche EnBW bezieht "gezielt indirekt" Fessenheimer Gefahrstrom
Die EnBW hat seit der Inbetriebnahme des AKW-Fessenheim Bezugsrechte für den französischen Gefahrstrom. Das deutsche Unternehmen EnBW hat sich in Höhe von 17,5 % am Bau des Kernkraftwerkes Fessenheim beteiligt und trägt ferner jedes Jahr einen entsprechenden Teil der Betriebs- und Investitionskosten. Im Gegenzug erhält EnBW "gezielt indirekt" 17,5 % der Stromproduktion. Die neue Landesregierung sollte endlich dafür sorgen, dass sich der deutsche Atomkonzern von dieser gefährlichen Beteiligung löst.
Auch ein Konsortium Schweizer Elektrizitätsunternehmen ist Gefahrstrom-Partner mit einer Beteiligung in Höhe von 15% und einem entsprechenden Anteil an der Stromproduktion.


Fessenheim "Inspektion" im Jahr 2011 durch ASN: Nicht die Sicherheit sondern der der EDF - EnBW Profit bestimmt die Kontrollen



  • Umweltbelastend, krank machend, neokolonial und sogar tödlich sind die Folgen des AREVA- Uranabbaus in Afrika, der Urananreicherung und die Herstellung der Brennelemente.
  • Im so genannten Normalbetrieb gibt das AKW-Fessenheim über den Schornstein und das Abwasser ständig krebserzeugende Radioaktivität an die Umwelt ab.
  • Ein jederzeit möglicher schwerer Unfall oder Terroranschlag kann das Leben und die Gesundheit von hunderttausenden Menschen in Gefahr bringen und große Gebiete im Herzen Zentraleuropas dauerhaft unbewohnbar machen. Das erdbebengefährdete AKW Fessenheim liegt mitten in der Erdbebenzone Oberrhein.
  • Atomkraftwerke und Atomwaffen sind gerade auch in Frankreich "Zwillinge" und "zivile" Nutzung der Atomenergie führt zur weltweiten Weiterverbreitung von Atomkraftwaffen. Noch problematischer, "strahlender" und unsicherer als das AKW ist die französische Wiederaufarbeitungsanlage in Cap la Hague. Der Fessenheimer Atommüll verseucht dort Luft und Meer. Die Macht und der Einfluss der Fessenheimer Atomkonzerne EDF (F), EnBW (D), AXPO (CH) auf die Politik in Frankreich, Deutschland und der Schweiz sind undemokratisch.
  • Der in Fessenheim produzierte Atommüll muss eine Million Jahre sicher gelagert werden und gefährdet das Leben zukünftiger Generationen auf dieser Erde.


Eine solcher Text kann die Probleme nur sehr verkürzt darstellen.
Links zu umfangreichen Hintergrundinformationen finden Sie unter den jeweiligen Kurzbeiträgen.

Aktueller Einschub
"Atomausstieg"
Die nach dem Atomunfall in Fukushima stillgelegten acht Atomkraftwerke Biblis A und B, Neckarwestheim 1, Brunsbüttel, Isar1, Unterweser, Philippsburg1 und Krümmel dürfen nicht wieder ans Netz.
Neun AKW gefährden auch in Zukunft Mensch, Natur und Umwelt. Sie strahlen weiter und gehen bis 2022 vom Netz: 2015 Grafenrheinfeld, 2017 Gundremmingen B, 2019 Philippsburg II, 2021 Grohnde, Brokdorf und Gundremmingen C. Im Jahr 2022 Isar II, Neckarwestheim II und Emsland. Der angefallene Atommüll wird noch ca. eine Million strahlen.
  • Hier geht´s zu unserem neuen, kritischen AKW-Fessenheim-Beitrag auf you tube
  • Hier geht´s zu unserem aktuellen Beitrag zur globalen Krise


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  • Ein Reaktor wurde gerade von der ASN im Rahmen der 10-Jahresinspektion "gründlich" überprüft und für "sicher" befunden
    Auch in der Vergangenheit waren solche Kontrollen häufig von Pleiten, Pech und Pannen verfolgt. Am 20.10.2009 wurde festgestellt, dass gerade 20 000 Liter Dieselöl (für die Notstromaggregate) ausgelaufen waren. 14000 Liter Öl gingen direkt ins Grundwasser, auf dem jetzt eine 2 Zentimeter dicke Ölschicht schwimmt. Das korrodierte Rohr war im Rahmen der „großen Fessenheiminspektion“ erst wenige Wochen zuvor, am 28.9.09 “gründlich“ untersucht worden... Und dieses marode AKW hat sogar ein verlogenes "Umweltzertifikat" nach ISO 14001.
    Auf der TRAS Homepage finden Sie mehr Infos zum Ölunfall

    Uranabbau tötet
    Die letzten großen abbauwürdigen Uranvorkommen liegen in Australien, Russland, Nordamerika, Südafrika und im Kongogebiet. Für jede Tonne verwertbares Uranerz fallen bis zu 2000 Tonnen strahlender, umweltbelastender Abraum an. Das beim Uranabbau verstärkt entweichende Radongas macht die Bergwerksarbeiter und AnwohnerInnen krank. Ein Beispiel ist der Uranabbau der "Wismut" in Ost-Deutschland: Auf Grund der hohen Strahlenbelastung in diesen Gebieten traten dort verstärkt Krebserkrankungen auf. Allein rund 7.000 Lungenkrebsfälle sind dokumentiert. Insgesamt gehen Schätzungen von mehr als 20.000 Opfern im deutschen Uranabbau aus. Die Sanierung der deutschen Urangruben der Wismut hat die SteuerzahlerInnen 6,5 Milliarden Euro gekostet. Die gesundheitlichen Folgen des Uranabbaus in den Ländern der Dritten Welt sind verheerend.

    Und doch ist Uran endlich: Nach seriösen Schätzungen reichen die Uranvorräte nur noch wenige Jahrzehnte.
    Mehr Infos: Energiereserven und Uran

    Radioaktivität im so genannten Fessenheimer-Normalbetrieb

    AKW Fessenheim / Schornstein für radioaktive Abgase / Eine Quelle für Krebserkrankungen am Oberrhein


    Radioaktivität im so genannten Normalbetrieb
    Der Krebskamin und das radioaktive Abwasser
    In der Propaganda der Atomkonzerne werden Atomkraftwerke häufig als "abgasfrei" bezeichnet. Doch Atomkraftwerke geben auch im so genannten Normalbetrieb über den Kamin, das Maschinenhaus und das Abwasser radioaktive Stoffe an die Umwelt ab. Jede noch so geringe radioaktive Strahlung kann Krebs auslösen. In der Umgebung vieler Atomanlagen wurden erhöhte Krebsraten festgestellt. Die Grenzwerte für erlaubte Radioaktivitätsabgabe des Atomkraftwerks Fessenheim zum Beispiel liegen bei 925 Milliarden Becquerel/Jahr für radioaktives Material und 74.000 Milliarden Becquerel/Jahr für Tritium (laut einer dpa-Meldung). Die erlaubte "Entsorgung durch Verdünnung", die schleichende Verseuchung über den Kamin und das Abwasser, ist ein Skandal. Dort wo die Atomlobby Wikipedia beeinflusst, heißt der Schornstein der AKW sehr häufig verharmlosend "Abluftkamin".

    Krebs und AKW
    Aus einer Studie, die das Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) veröffentlichte, geht hervor, dass die Häufigkeit von Krebserkrankungen bei Kindern unter fünf Jahren mit der Nähe zum Reaktorstandort deutlich zunimmt. Die Studie mit Daten von über 6000 Kindern liefert die bislang deutlichsten Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko bei Kindern in der Nähe von Kernkraftwerken. Das Risiko ist demnach im 5-km-Radius für Kinder unter fünf Jahren um 60 Prozent erhöht, das Leukämierisiko um etwa 120 Prozent. Im Umkreis von fünf Kilometern um die Reaktoren wurde für den Zeitraum von 1980 bis 2003 ermittelt, dass 77 Kinder an Krebs erkrankten, davon 37 Kinder an Leukämie. Im statistischen Durchschnitt wären 48 Krebserkrankungen beziehungsweise 17 Leukämiefälle zu erwarten. Der Studie zufolge gibt es also zusätzlich 1,2 Krebs- oder 0,8 Leukämieerkrankungen pro Jahr in der näheren Umgebung von allen 16 untersuchten Akw-Standorten.

    Wenn japanischen Politiker jetzt sagen, die entwichene Radioaktivität in Fukushima hätte keine gesundheitlichen Folgen, dann ist dies eine unglaubliche Lüge!

    Es ist unerklärlich warum viele Spitzenpolitiker von "liberalen" und "konservativen" Parteien das Krebsrisiko im "Normalbetrieb" nicht sehen wollen. Es ist ebenso unerklärlich warum immer noch Menschen ihren Gefahrstrom von den Atomkonzernen E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW beziehen.


    Diese und andere Studien zeigen, dass auch im weiteren Radius um AKW die Kinderkrebshäufigkeit zunimmt. Der prozentuale Anteil sinkt zwar, dafür nimmt aber die Anzahl der kranken Kinder zu, denn dort wohnen und leben mehr Kinder als in direkter Nähe des AKW.

    Der Epidemiologe und Mitglied des Expertengremiums des Bundesamtes für Strahlenschutz Eberhard Greiser sagte dazu in einerm Interview der TAZ vom 18.12.07:
    „Im 5-Kilometer-Kreis ist das Risiko um 60 bis 75 Prozent höher, in 5 bis 10 Kilometeren Entfernung um 20 bis 40 Prozent erhöht, weiter entfernt sinkt das Risiko bis auf sehr kleine Werte. Wenn Sie die Zahl der Bewohner nehmen, gibt es in der 50-Kilometer-Zone allerdings deutlich mehr betroffene Kinder“
    „Von allen Krebserkrankungen bei Kindern unter 5 Jahren, die im 50-Kilometer-Umkreis von Kernkraftwerken leben, sind 8 bis 18 Prozent auf das Wohnen in der Nähe des Atomkraftwerkes zurückzuführen.“
    Info: Krebs, Kinderkrebs und AKW
    Am Oberrhein bläst der Wind häufiger von Frankreich nach Deutschland, als umgekehrt. Wegen der "Verteilungswirkung" des Fessenheimer Schornsteins ist die direkte elsässische Umgebung des AKW vermutlich weniger stark von Krebserkrankungen betroffen, als badische Gemeinden, die in der Hauptwindrichtung liegen (Freiburg, Breisach, Bad Krozingen...).

    Atomunfälle und Reaktorkatastrophen – Die große Gefahr


    In jedem AKW wird in einem Betriebsjahr pro Megawatt elektrischer Leistung die Radioaktivität einer Hiroshima-Bombe erzeugt. Das heißt, dass in den beiden Fessenheimer Reaktorblöcken mit je 900 MW Leistung im Jahr in etwa die kurz- und langlebige Radioaktivität von ca. 1800 Hiroshima-Bomben entsteht. Die "Freisetzung" nur eines kleinen Teils dieser Radioaktivität hätte verheerende Folgen für die betroffene Region. Große Landstriche im Elsass und in Baden müssten für lange Zeiträume evakuiert werden. Dies wäre eine menschliche und ökonomische Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes, insbesondere im dicht besiedelten Gebiet am Oberrhein. Alternde, laufzeitverlängerte AKW (in Fessenheim stehen die ältesten Reaktoren dieses Typs in Frankreich, die 1977 und 1978 in Betrieb genommen wurden) vergrößern die Unfallgefahr. Dazu kommt die Erdbebengefahr im Rheingraben. PolitikerInnen, die vor diesen Gefahren die Augen verschließen, sind apokalypseblind. Die Unfälle von Tschernobyl und Fukushima werden sich "genau so" nicht wiederholen. Die nächste Katastrophe, ob in Ost- oder Westeuropa, oder eben in Fessenheim wird neue, nicht vorhersehbare und nicht planbare Ereignisabläufe bringen. Überall, wo Menschen arbeiten, gab und gibt es Fehler. Die Atomtechnologie verträgt keine Fehler, insbesondere nicht in einem altersschwachen AKW. Sie ist nicht menschengerecht. Dazu kommt die Gefahr durch jederzeit mögliche Terroranschläge.



    Atomkraftwerk Fessenheim: Wie funktioniert ein Druckwasserreaktor?


    Mehr Infos - Atomunfall

    AKW Fessenheim- Erdbeben verboten!

    Das AKW Fessenheim und Erdbeben
    Der Oberrheingraben gehört zu den seismisch aktivsten Zonen in Frankreich und Deutschland und im Jahr 1356 hat ein Erdbeben der Stärke 6,5 auf der Richterskala die Stadt Basel zerstört. Das AKW Fessenheim sei erdbebensicher und für ein Erdbeben wie das Basler Beben ausgelegt, sagen EDF und EnBW.
    Die Atomkonzerne haben recht! Das Atomkraftwerk Fessenheim könnte sogar noch einem viel stärkeren Beben als dem Basler Beben standhalten! Dieses Beben muss nur sehr sehr weit von Fessenheim entfernt stattfinden. Wissenschaftler bestätigen: "Das AKW Fessenheim übersteht möglicherweise ein zweites Beben von der Stärke des Basler Bebens wenn dieses Beben sein Epizentrum mindestens 30 km vom AKW Standort entfernt hat." Wer aber sagt, dass sich dieses Beben nicht direkt unter Fessenheim abspielt? Wenn das AKW Fessenheim einem Basler Beben am Standort Fessenheim nicht standhält, dann ist es nicht erdbebensicher und gehört abgestellt. Dann ist die Aussage "Fessenheim ist erdbebensicher" ein Lüge. Es war unverantwortlich in Fessenheim ein AKW zu bauen und es ist skandalös es weiter zu betreiben. Die Pläne irgendwann zwei neue EPR-Reaktoren nach Fessenheim zu bauen, ist verantwortungslos.

    Die Gefährdung des AKW Fessenheim durch potentielle Anschläge
    und Terror wird in der politischen Debatte gerne verdrängt und ausgeblendet. Doch die sogenannte friedliche Nutzung der Atomenergie hat die Büchse der Pandora weit geöffnet. Für Atom - Terrorismus gibt es vier denkbare Wege:

    • Aus spaltbarem Material (Plutonium-239, hochangereichertes Uran-235...) könnte ein nuklearer Sprengkörper einfachster Technologie gebaut werden
    • Verwendung einer (gestohlenen) Atombombe aus Beständen regulärer Armeen
    • Radioaktives Material kann mit Hilfe einer geeigneten technischen Vorrichtung in der Umwelt verbreitet werden, um eine radioaktive Verseuchung zu schaffen (Schmutzige Bombe)
    • Direkter Angriff auf ein Atomkraftwerk, einen Castortransport, eine Wiederaufarbeitungs-anlage oder sonstige Atomanlage


    Während die Punkte 1 und 2 technisch extrem aufwändig und sehr unwahrscheinlich (aber nicht ausgeschlossen) sind, müssen die letzten beiden Punkte als konkrete Bedrohungen angesehen werden. Ein Anschlag mit "modernen" panzerbrechenden Waffen auf das AKW hätte verheerende Auswirkungen. Panzer- und bunkerbrechende Waffen aller Art gehören leider schon lange zum gängigen Waffenarsenal im Bereich des Terrorismus. Solange das AKW Fessenheim nicht abgestellt ist, gehört es zumindest besser gesichert als bisher.
    Mehr Infos - Atomterrorismus

    Flugzeugabsturz und das AKW Fessenheim
    Eine geheimgehaltene Studie der deutschen "Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit" über die Terror-Anfälligkeit von Atomkraftwerken wurde u.a. vom Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht.
    Wir zitieren:
    Terroristen sind mit jeder Art von Passagierflugzeug in der Lage, den atomaren Super-GAU auszulösen. Wenn nur ein Triebwerk eine Reaktorgebäudewand durchdringe und einen Brand auslöse, sei die Beherrschung des atomaren Ernstfalls "fraglich". Selbst ein "Treffer des Daches des Reaktorgebäudes durch Wrackteile mit Absturz eines Dachträgers in das Brennelementbecken" führe zu einer "begrenzten Freisetzung" von Radioaktivität aus dem Brennelementlagerbecken. Wird in diesem Fall auch noch Kühlwasser verloren und entsteht ein Treibstoffbrand - wie es beim World Trade Center der Fall war - rechnen die Experten mit "erheblicher Freisetzung aus dem Brennelementlagerbecken".

    Die Süddeutsche Zeitung schrieb:
    "Keiner der 19 deutschen Atommeiler ist so gegen einen Flugzeugabsturz gesichert, dass eine Atomkatastrophe als Folge ausgeschlossen werden kann."

    Fessenheim ist ein besonders schlecht geschütztes Kernkraftwerk. Es kann nicht angehen, angesichts dieser Gefahren, den Kopf in den Sand zu stecken. Nicht einmal die "nächste" Atomkraftwerksgeneration, der Europäische Druckwasserreaktor (EPR), könnte einen gezielten Anschlag überstehen. Nach einem Anschlag mit modernen Waffen oder einem Flugzeug auf das Atomkraftwerk würden das Elsass und Baden- Württemberg aufhören, in der bisherigen Form zu existieren.
    Mehr Infos Flugzeugabsturz Terrorgefahr und AKW

    Fessenheim unter "Polizeischutz"
    Das französische Atomkraftwerk Fessenheim hat seit dem 1. September 2010 eine eigene, aus 38 Personen bestehende Polizeitruppe, „zum Schutz vor Katastrophen und Zwischenfällen“.
    • Doch was macht die Polizei, wenn von einem Schiff auf dem Kanal oder vom Fahrweg eine panzerbrechende Waffe auf das AKW abgeschossen wird?
    • Was macht die Polizei, wenn sich ein entführtes Flugzeug dem AKW nähert?
    • Was macht die Polizei wenn das überalterte, versprödete Reaktordruckgefäß bricht?
    • Was macht die Polizeitruppe bei einem jederzeit möglichen schweren Erdbeben, für das das AKW in Fessenheim nicht ausgelegt ist?


    Die Idee alternde Atomanlagen mit Polizeitruppen zu schützen entspringt einem rückwärtsgewandten Sicherheitsdenken aus der Vor-AKW-Zeit. Die Polizisten sollen die Illusion von Sicherheit erzeugen. Vor den realen Gefahren des alternden AKW schützen sie die Bevölkerung aber nicht.
    Info



    Folgen möglicher Atomunfälle im AKW Fessenheim
    (aus einer Studie des Ökoinstituts Darmstadt im Auftrag der Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen)
    Hintergrund der Studie war ein angenommener schwerer Atomunfall im französischen EDF / EnBW-Atomkraftwerk Fessenheim: "Bei lebhaftem Südwestwind mit Regen würde sich eine bis zu 370 km lange Schadensfahne von Fessenheim bis in den Raum Würzburg-Nürnberg erstrecken. In deren Bereich müssten alle Siedlungen auf 50 Jahre geräumt werden, sollten die Richtlinien von Tschernobyl zur Anwendung kommen. Betroffen wären u.a. die Städte Freiburg, Freudenstadt, Tübingen, Stuttgart, Heilbronn und Schwäbisch Hall." (Sollte der Wind am Katastrophentag in eine andere Richtung wehen, so wären natürlich andere Städte und Gemeinden betroffen.) Der Atomunfall in Tschernobyl hat gezeigt, dass die bestehenden Katastrophenschutzpläne mit einem vorgesehenen 8-km-Evakuierungsradius Makulatur sind und nur der Beruhigung der Menschen dienen.


    Realistische Evakuierungszone bei einem GAU in Fessenheim


    Der Katastrophenschutzplan für das AKW Fessenheim:
    Im "sicheren" Haus bleiben und gleichzeitig die Jodtabletten von den zentralen Sammelstellen abholen. Wie soll das gehen?

    Auszug aus der ersten offiziellen "Notfallbroschüre" für das AKW Fessenheim Seite 7:

    Die bei einem solchen Ereignis im Kernkraftwerk freigesetzten radioaktiven Stoffe werden vor allem mit der Luft transportiert. Der Verbleib in den Häusern bietet gegen Strahlung einen beträchtlichen Schutz.


    Auszug aus der "Notfallbroschüre" Seite 8:
    Kaliumjodtabletten werden vorrätig gehalten. Nach einem erfolgten Aufruf über den Rundfunk oder nach entsprechenden Lautsprecherdurchsagen können Sie diese Tabletten bei den Ausgabestellen Ihres Wohnortes abholen...


    Nach Ansicht des BUND müssten die Jodtabletten an alle Haushalte in großem Umkreis um die AKW verteilt werden. Es genügt nicht, die Jodtabletten (die nur einen sehr begrenzten Schutz bieten) im engen Radius um die Atomanlagen zu verteilen.

    Der bisherige Katastrophenschutzplan
    kann bei Unfällen, die erst nach mehreren Tagen zu einer "Freisetzung" von Radioaktivität führen, zu einem gewissen Schutz der Bevölkerung beitragen. Es ist sicher sinnvoll, sich mit ihnen auseinander zu setzen, denn die Folgen und die Zahl der Todesfälle könnten reduziert werden. Der Notfallschutz kann und soll auch Panikreaktionen verhindern, also beruhigen. Nach dem Atomunfall in Fukushima, wird jetzt erstmals die uralte BUND-Forderung geprüft, den lächerlichen Evakuierungsradius von 8 Kilometer auf 25 Kilometer zu erweitern.

    Bei schweren atomaren Katastrophen,
    bei denen nach kurzer Zeit ein Großteil des radioaktiven Inventars entweicht, bietet der jetzige Katastrophenschutzplan nur eine minimale Hilfe. Solche Unfälle, deren Eintrittswahrscheinlichkeit gering ist, die aber dennoch jeden Tag möglich sind, sprengen unser Vorstellungsvermögen. (Ansonsten hätten auch schon mehr Menschen den Stromanbieter gewechselt)
    Mehr Infos - katastrophaler Katastrophenschutz für AKW

    Folgen eines schweren Unfalls oder eines Terroranschlages
    auf das AKW Fessenheim für Sie:
    Nehmen Sie einen Zirkel und ziehen Sie einen Kreis von ca. 300 Kilometer um das AKW Fessenheim. Wenn Sie in diesem Kreis wohnen und es zu einem schweren Unfall oder Terroranschlag kommt, zu einer Katastrophe die unwahrscheinlich ist und die dennoch morgen schon eintreten kann, wenn ein Teil des radioaktiven "Inventars" des AKW austritt und der Wind in Richtung Ihres Wohnortes weht, dann werden Sie diese Ihre Heimat, mit allem was Sie in Jahrzehnten mühevoll aufgebaut haben, schnell und endgültig verlassen müssen und froh sein, einfach nur zu überleben.


    Brandstifter Michel Habig kontrolliert AKW Fessenheim
    Seit Oktober 2008 wird die so genannte Kontrollkommission CLS des AKW Fessenheim vom Bürgermeister von Ensisheim und Generalrat Michel Habig geleitet. Dies ist ein politischer Skandal, denn Herr Habig ist ein vorbestrafter Brandstifter. Am 11. Januar 2006 hat er eigenhändig eine Wohnwagensiedlung von Roma angezündet. Es gab und gibt viele Gründe, die Arbeit der Fessenheimer "Kontroll"komission inhaltlich zu kritisieren. Ein Brandstifter als Chef dieser Kommission ist absolut unerträglich und eine politische Instinktlosigkeit.

    Neue EPR / AKW nach Fessenheim?
    Hinter diesem festungsähnlichen Zaun wird das AKW Fessenheim versteckt. Das umzäunte Gelände ist aber so groß, dass "problemlos" zwei weitere Reaktoren dazu gebaut werden könnten. Wenn es nach dem Willen von EnBW und EdF ginge, sollen hier in wenigen Jahren zwei neue Atomkraftwerke in potentielle Erdbebengebiet gebaut werden. Ohne den grenzüberschreitenden Widerstand gegen Fessenheim hätte der Bau der EPR-Euroreaktoren von AREVA schon begonnen. Der Europäische Druckwasserreaktor (EPR, European Pressurized Water Reactor) soll die alten AKWs ersetzen. Wieder einmal wird uns von der Atomlobby das Märchen vom "neuen, absolut sicheren AKW" aufgetischt.
    Mehr Infos zum EPR, zum Europäischen Druckwassereaktor


    Vor 25 Jahren: Der Atomunfall in Tschernobyl
    Der Super-GAU im AKW Tschernobyl geschah am 26. April 1986. Während eines Experiments geriet Block 4 des Atomkraftwerkes außer Kontrolle. Noch kurz vor dem Unfall war dieser russische Reaktortyp auch in westlichen Medien als „besonders sicher“ beschrieben worden. Die Hitze verbog Metall und Reaktorstäbe und der Kern konnte nicht mehr gekühlt werden. Es kam zur Explosion, durch die innerhalb des Reaktors 1500 Tonnen Graphit in Brand gerieten. Der Feuersturm riss radioaktive Materialien kilometerhoch in die Atmosphäre, wo sie von starken Winden erfasst wurden. Eine radioaktive Wolke verteilte den Fallout über weite Teile Europas. Millionen Menschen wurden einer starken Strahlenbelastung ausgesetzt. Es gab zehntausende Tote, obwohl Tschernobyl in einer dünn besiedelten Region liegt. Viele Menschen sind schwer erkrankt und die Zahl der Krebserkrankungen nimmt zu. Ein Gebiet, halb so groß wie die Bundesrepublik, wurde in der Ukraine, Weißrussland und Russland verseucht; 375 000 Bewohner mussten umgesiedelt werden. Über die Opferzahlen gibt es einen interessengeleiteten Streit. Die in der IAEO organisierte Atomlobby versucht die Unfallfolgen herunterzuspielen und zu verharmlosen. Wer neue Atomanlagen bauen will, muss Unfälle aus dem öffentlichen Bewusstsein verdrängen.


    Eine mit dem Unfall von Tschernobyl durchaus vergleichbare Katastrophe für die Menschheit ist jedes neue Land, das mit Hilfe der so genannten friedlichen Nutzung der Atomenergie zum Atomwaffenstaat wird.


    25 Jahre Tschernobyl: Infos & Grafik zur freien Verwendung hier



    Haben Sie einen Fluchtkoffer gepackt?
    Auszug aus dem offiziellen Katastrophenschutzplan für das AKW Fessenheim

    Der Katastrophenstab für den Regierungsbezirk Freiburg gibt folgende ANORDNUNG zur Räumung bestimmter Ortschaften bekannt:
    Durch den bereits gemeldeten Unfall im Kernkraftwerk Fessenheim/Elsaß wurde vorübergehend Radioaktivität freigesetzt, wodurch in einigen Gebieten der näheren Umgebung des Kernkraftwerkes Vorsichts-Maßnahmen für die Bevölkerung geboten sind.
    Die Bevölkerung wird zur sofortigen Räumung der umliegenden Ortschaften aufgefordert.
    Kraftfahrzeugbesitzer werden gebeten, möglichst ältere oder geh-behinderte Nachbarn, Mütter mit Kleinkindern und andere hilfsbedürftige Nachbarn bis zu den genannten Kontrollstellen mitzunehmen. Wer nicht motorisiert ist, begibt sich auf kürzestem Weg zur nächsten Schule, Sporthalle, Gemeindehalle, Kirche oder einem anderen festgelegten Versammlungsraum und wartet dort auf die Abholung.
    Haus-, Nachbargemeinschaften und sonstige Gruppen von mindestens 30 Personen können sich auch in anderen geeigneten Räumlichkeiten (z.B. Gaststätten und Saalbauten) versammeln und das Bürgermeisteramt oder die nächste Polizeidienststelle zwecks Abholung verständigen. Veranlassen Sie bitte unbedingt die Abholung von alleinstehenden, hilflosen und schwerkranken Nachbarn.

    Beim Verlassen der Wohnung nur das Nötigste mitnehmen! Dazu gehören:

    • Ausweise, Wertpapiere, Geld und andere Wertsachen
    • Je eine Garnitur Oberkleidung, Schuhe und Unterwäsche zum Wechseln
    • Waschzeug und besonders verordnete Medikamente
    • Ein Mundvorrat als Wegzehrung. Mitgeführte Sachen sind staubdicht zu verpacken, z.B. in verschnürten Plastiktüten
    • Wasserdichte Regenkleidung, besonders auch für Kopf und Füße, ist unabhängig vom Wetter ein wirksamer Schutz gegen radioaktive Verunreinigungen; wenn Sie das Haus verlassen, nützt ein Regenschirm nur bei Regen; bei Wind und bei jeder Staubentwicklung atmen Sie im Freien möglichst nur durch ein Taschentuch


    AKW Fessenheim: EDF & EnBW Gefahrstrom

    In geschlossenen Räumen können Sie alle Räumungsvorbereitungen in Ruhe und mit Besonnenheit treffen. Vermeiden Sie aber unnötigen und längeren Aufenthalt im Freien. Bewahren Sie auf jeden Fall Ruhe, wenn Ihnen Meßtrupps und Hilfskräfte unter Schutzmasken und Schutzanzügen begegnen. Diese sind länger im Freien, müssen radioaktive Verunreinigungen aufspüren und beseitigen und sind nur deshalb besonders geschützt. Für Sie selbst besteht deshalb keine erhöhte Gefahr. Bewahren Sie Ruhe und Besonnenheit!
    Diese Durchsage wird jetzt und in kurzen Abständen wiederholt. Bei Bedarf werden weitere Mitteilungen gemacht

    Auszug aus dem offiziellen Katastrophenschutzplan für das AKW Fessenheim
    mehr Infos zum sogenannten AKW - Notfallschutz

    Wie gefährlich ist Atommüll?

    In einem AKW entsteht in einem Jahr pro Megawatt Leistung ca. die kurz- und langlebige Radioaktivität einer Hiroshimabombe. Das heißt, im AKW Fessenheim entsteht jährlich ca. die Radioaktivität von ca. 1800 Hiroshimabomben. Ein Teil dieser Radioaktivität zerfällt nach relativ kurzer Zeit. Manche radioaktiven Stoffe ("Isotope") zerfallen in wenigen Jahren (z.B. das klimaschädliche Krypton-85: 10,76 Jahre Halbwertzeit). Andere radioaktive Gifte haben extrem lange Halbwertszeiten (z.B. Jod-129: 17 000 000 Jahre). Ins Endlager kommt ein "Cocktail" aus vielen gefährlichen Abfallstoffen. Ein atomares Endlager muss also Sicherheit über viele Halbwertszeiten, über mindestens eine Million Jahre(!) geben - über Zeiträume, die unser Vorstellungsvermögen sprengen. Es fällt schwer, die Gefahren und Gefährdungszeiträume von Atommüll zu bedenken.
    Mehr Informationen Der Fessenheimer Atommüll soll irgendwann ins geplante, höchst umstrittene Endlager nach Bure. Es fällt schwer, sich die Gefahren und Gefährdungszeiträume von Atommüll (Eine Million Jahre!) vorzustellen.

    Plutonium und der Pharao
    Beim Betrieb eines AKW mit 1000 MW Leistung entstehen pro Jahr ca. 200 - 250 kg hochgefährliches Plutonium. Wenn der bekannte ägyptische Pharao Cheops vor 4550 Jahren nicht die berühmte Pyramide gebaut, sondern ein AKW 4 Jahre lang betrieben hätte, dann wären neben vielen anderen Abfällen ca. 1000 kg Plutonium zusammengekommen. Bei einer Halbwertszeit von 24 110 Jahren (Plutonium 239) wären heute noch 877 kg vorhanden. Nach 10 Halbwertszeiten, also nach 241 100 Jahren müssten immer noch ca. 0,1% der Ausgangsmenge, also 1 kg Plutonium dauerhaft sicher gelagert werden.

    Mehr Infos - Atommüll


    AKW Fessenheim & Rhein & Wasser: Die thermische und radiologische Verschmutzung
    Atomkraftwerk Fessenheim heizt Fischen ein

    Das AKW Fessenheim hat keine Kühltürme und setzt zu hundert Prozent auf die, für EDF und EnBW profitable, für die Umwelt aber verheerende Flusswasserkühlung.

    Die beiden Reaktorblöcke haben eine elektrische Leistung von je 900 MW, aber eine thermische Leistung von je ca. 2700 MW. Bei einem Wirkungsgrad von ungefähr 33% werden von beiden Reaktoren ca. 3600 MW Abwärme in den Rhein geleitet, denn das AKW hat keine Kühltürme. Das ist eine unvorstellbar große Energiemenge.

    Stellen Sie sich vor am Rhein bei Fessenheim stünde ein Ölheizwerk. In diesem Ölheizwerk würden stündlich 360 000 Liter Öl verbrannt um damit Wasser zu erhitzen und dieses erhitzte Wasser würde in den Rheinseitenkanal gekippt... 3600 MW Abwärme entsprechen umgerechnet stündlich dem Wärmeäquivalent von ca. 360 000 Litern Öl.

    Laut Arrêté préfectorale vom 26.05.1972 darf der Rhein durch die beiden Blöcke des AKW Fessenheim im Juni, Juli und August um skandalöse 4 °C und im September, Oktober, November, März, April und Mai um 6,5 °C erwärmt werden. Im Dezember, Januar und Februar darf der Rhein sogar um 7 °C wärmer werden. Bis auf 30 Grad darf das Atomkraftwerk den Rhein aufheizen.

    Diese unglaubliche Genehmigungspraxis
    spiegelt den verheerenden umweltpolitischen Zeitgeist aus dem Jahr 1972 und die politische Macht der EDF. Damals war der Rhein eine Kloake, weil jeder Dreck ungeklärt in den Fluss eingeleitet werden durfte. In den letzten 30 Jahren hat die Umweltbewegung in Sachen Wasserqualität viel erreicht. Durch unseren Druck haben sich die Gesetze und Vorschriften geändert und Bäche und Flüsse sind sauberer geworden. Nur an der thermischen und radiologischen Rheinverschmutzung durch das AKW Fessenheim hat sich nichts verändert. In Zeiten des Klimawandels und heißer Sommer entwickelt sich hier ein zunehmendes Umweltproblem. Wenn alle Kraftwerke am Rhein auf Kühltürme verzichtet hätten, dann wäre der Rhein biologisch tot. Und dieses AKW hat tatsächlich immer noch ein Umweltzertifikat nach ISO 14001]!
    Mehr Infos Atomkraftwerke und Rhein
    Zusätzlich zur Erwärmung des Rheins kommt noch die radioaktive Verschmutzung.
    Alle Atomkraftwerke belasten auch im so genannten Normalbetrieb die Flüsse mit radioaktivem Tritium. Der Grenzwert für erlaubte Radioaktivitätsabgabe in den Rhein liegt in Fessenheim bei 74.000 Milliarden Becquerel im Jahr.
    Fessenheim, der radioaktive Heizofen für den Rhein, ist immer noch nach ISO 14001 "umweltzertifiziert".

    AKW - Fessenheim Abschalten: Unser Banner für Ihren Balkon! Info
    hier


    Der atomare Umweltclub von EDF und EnBW
    Mit der Gründung des so genannten Umweltvereins "Au fil du Rhin" (dt.: "Am Rhein entlang") in Fessenheim versuchen die beiden AKW Betreiber EDF und EnBW den Begriff der Nachhaltigkeit für sich zu besetzen und die Umweltbewegung zu spalten und zu kaufen. Auch die Kampagne für den Euroreaktor EPR, der von Siemens und Framatome in Frankreich und bei einem Regierungswechsel auch in Deutschland gebaut werden soll, läuft genau wie "Au fil du Rhin" unter dem Deckmäntelchen der Nachhaltigkeit. Die "Nachhaltige Kernenergie" ist das Motto der neuen Atomkampagne. Mit Lockvogelangeboten und viel Geld sollen regionale Umweltorganisationen in diesen "neuen Umweltverband" gelockt werden, doch BUND und Alsace Nature lehnen die Mitgliedschaft in einer solchen Tarnorganisation der Atomindustrie ab. EDF und EnBW setzen auf Käuflichkeit der Umweltbewegung und der Menschen. In Sachen neue AKW und Europäischer Druckwasserreaktor geht es alleine in Frankreich um ein Geschäft von weit über 200 Milliarden Euro. Industriegesteuerte Bürgerinitiativen, verlogene Umweltzertifikate wie ISO 14001, Greenwash und Atompropaganda gehören da zur langsam anlaufenden Pro - Atom - Werbekampagne für die fast unbegrenzte Geldmittel zur Verfügung stehen. Mit derartigen Desinformationskampagnen gefährden die Atomstromproduzenten auch die Demokratie.

    Mehr Infos zur Fessenheimer Atom- und Umweltpropaganda und zu "au fil du rhin"

    Atomkraftwerk Fessenheim: Ja Bitte!
    Selbstverständlich gibt es in Frankreich und (vor Fukushima) auch in Südbaden auch eine einflussreiche, mächtige Pro - Atomlobby, angeführt vom ehemaligen Staatssekretär und MdL Gundolf Fleischer, Aufsichtsrat der EnBW Systeme Infrastruktur Support GmbH. In Sachen Fessenheim geht es um viel Geld. Bereits jetzt "beeinflusst" die EDF mit Steuergeldern und "Zuwendungen" Gemeinden Vereine und Politiker.
    Das Atomkraftwerk Fessenheim leistet pro Jahr rund 30 Mio. € an Zahlungen (Gewerbesteuern, Gebühren und Zuwendungen) an staatliche Gremien und lokale Behörden. Immer wieder werden auch ganze Anzeigenseiten in elsässischen und badischen Medien gekauft.

    Atomkraft & Geld: Ja bitte!

    Der CLS wurden dazu folgende Angaben gemacht:
    • 10,5 Mio. € Gewerbesteuer
    • 0,8 Mio. € Grundstückssteuer
    • 11,5 Mio. € Wasserentnahmegebühren
    • 8,4 Mio. € Atomgebühren ("redevances Installations Nucléaires de Base")

    Was ansonsten noch an Geldern "fließt" wissen wir nicht. Viele regionale Politiker sind nicht aus Überzeugung für Atomkraft. Es geht ums Geld! Dennoch gibt es quer durch alle politischen Lager und Parteien am Oberrhein eine erfreulich massive Ablehnung des AKW. Infos zum Widerstand im Elsass


    Eine neues AKW nach Fessenheim brächte ziemlich viel Ärger für EDF und AREVA


    EDF und EnBW setzen auf Käuflichkeit
    der Menschen. Das viele Geld an Gemeinden und Vereine wird genutzt, um Akzeptanz für das AKW Fessenheim zu kaufen.
    Jedes Jahr Laufzeitverlängerung bringt uns mehr Gefahren und den AKW-Betreibern pro Kraftwerksblock im Mittel Zusatzgewinne von etwa 300 Mio. Euro. Wenn Fessenheim also 1 Jahr früher abgestellt wird, kostet das die EDF ca. 600 Mio. Euro. Und auch bei den Plänen neue Reaktoren nach Fessenheim zu bauen, geht es um schwindelerregende Summen. 3,2 Milliarden Euro soll der erste Europäische Druckwasserreaktor EPR, der gerade zu Dumpingpreisen in Olkiluoto in Finnland gebaut wird, kosten. Realistisch sind nach Expertenansicht eher 4 Milliarden Euro. Beim Neubau von zwei neuen Reaktorblöcken in Fessenheim geht es also um die Summe von ca. 8 000 000 000 Euro. Gehen wir von 5% "Werbung" und "baubegleitenden Maßnahmen" zur politischen Akzeptanzgewinnung aus, dann handelt es sich um einen Betrag von 400 Millionen Euro. Aus Überzeugung für das AKW Fessenheim? "It's the money, stupid!"

    Atomkraftwerk + Atomwaffen = Atomkraftwaffen
    Das größte Atomproblem ist die Gefährdung allen Lebens mit der weltweiten Verbreitung von Atomkraftwaffen durch den Bau von Atomkraftwerken, Urananreicherungsanlagen und dem Schwarzmarkt für Plutonium. Wieso haben Länder wie Pakistan und Israel Atomwaffen? Weil sie mit Hilfe der "friedlichen Nutzung der Kernenergie" Mittel und Wege gefunden haben, Atomkraftwaffen zu bauen. Und jedes alte und neue AKW (auch der neue Siemens Euroreaktor EPR) vergrößert die Gefahr für den Weltfrieden. Deutlich wird diese Gefahr auch beim Streit um das iranische bzw. nordkoreanische Atomprogramm und die iranische bzw. nordkoreanische Atombombe. Doch der erhobene Zeigefinger in Richtung Nordkorea und Iran gilt nicht, wenn hinter diesem Zeigefinger eigene Atomwaffen, AKW und Urananreicherungsanlagen stehen.

    Woher kommt die Anmaßung der Atomstaaten,
    anderen Ländern das verbieten zu wollen, was sie selber haben? Wie der Kolonialismus lässt sich eine weltweite atomare Zweiklassengesellschaft auf Dauer nicht aufrecht erhalten. Wer im eigenen Land Atomkraftwerke betreibt und länger laufen lässt, wer heimlich auf den Bau neuer Siemens Druckwasserreaktoren spekuliert, liefert dem Rest der Welt gute Gründe, neue Atomkraftwerke und Atomwaffen zu bauen, fördert die Proliferation und gefährdet so diesen Planeten und alles Leben. Deshalb fordert der BUND auch den schnellen, nationalen und internationalen Ausstieg aus der Gefahrtechnologie Atomenergie.

    Wie der französische Präsident Sarkozy durch Atomexporte an Gaddafi und Andere den Weltfrieden gefährdet
    Der französische Präsident wollte noch vor wenigen Jahren an den libyschen Diktator Gaddafi AREVA-AKW liefern! Wenn er diese Pläne realisiert hätte, dann müsste er im Jahr 2011 Krieg gegen ein Land führen, das über französische Atomkraftwaffen verfügen könnte.

    Der französische Präsident sieht sich als Außendienstmitarbeiter und Vertreter der französischen Atomkonzerne EDF und AREVA.
    Sarkozy, AKW & Atomwaffen
    Mehr Infos zu AKW und Atomwaffen

    Fessenheimer Gefahrzeitverlängerung
    Auch das AKW in Fessenheim (Ingefahrnahme 1977 und 1978) soll länger laufen als ursprünglich geplant, um so die Gewinne der EDF, EnBW und AXPO zu erhöhen. Laufzeitverlängerung für das Atomkraftwerk Fessenheim bedeutet mehr Atommüll, mehr atomares Risiko durch die Alterung der Atomkraftwerke, mehr Gefahr durch die Versprödung der Reaktordruckgefäße, durch die Weitergabe von Atomkraftwaffen und die zunehmende Gefahr von Atomterrorismus. Laufzeitverlängerung für AKW ist eine unverantwortliche Gefahrzeitverlängerung.
    mehr Infos - AKW Laufzeitverlängerung ist Gefahrzeitverlängerung


    Energie ohne Kinderkrebs und Klimawandel

    Dieses neue Banner für Demo & Balkon gibt´s für 20 Euro hier im BUND-Shop

    AKW, Klimawandel und gut gemachte Propaganda
    „Atomkraftwerke schützen das Klima“. Damit werben die Atomkonzerne RWE, Vattenfall, E.ON, EnBW und Atomparteien für den scheinbar CO2-freien Atom-Kraftwerkspark (und bauen gleichzeitig neue Kohlekraftwerke!). Diese geschickte Werbebotschaft der AKW-Betreiber soll Akzeptanz für alte und neue AKW schaffen und die AKW-Laufzeitverlängerung durchsetzen. Im Zeitalter der organisierten Desinformation erleben wir hier ein spannendes Exempel. Die Forderung nach neuen Atomkraftwerken dient auch der psychologischen Entlastung vieler Politiker der Atom- und Kohleparteien. Sie tragen die Hauptverantwortung für die bisherige und zukünftige Verschwendung von Energie, Rohstoffen und für die drohende Klimaveränderung. Die Werbeabteilungen der Atomkonzerne bieten Ihnen jetzt eine schöne Illussion, sich scheinbar aus der Verantwortung stehlen zu können. Mit vorgeschobenen Umweltargumenten wird Umweltschutz verhindert und umweltgefährdente Anlagen "grüngewaschen". Die Propaganda der Umweltzerstörer ist besser geworden.

    Den neuen überregionalen Atomflyer zum kaufen/verschenken/weitergeben gibt's für 4 Cent pro Stück in unserem BUND-Shop
    Flyer
  • für Ihren nächsten Rundbrief
  • für die Briefkästen in Ihrer Nachbarschaft/Dorf/Stadt/Strasse
  • für die nächste Demo/Aktion/Infostand
  • als Beilage für Ihre Zeitung
  • zur Auslage in Kneipen/Kinos/Bioläden



    Die Nutzung der Atomenergie ist nicht nur lebensbedrohend, sondern auch die teuerste Art von Klimaschutz.
    Der Bau neuer AKW kommt uns wesentlich teurer, als das Energiesparen oder die Errichtung moderner Gaskraftwerke. Umweltforscher haben berechnet, dass sich durch Investitionen im Bereich Energieeinsparung mehr als die doppelte Menge an Kohlendioxid vermeiden lässt, als bei vergleichbaren Investitionen in den Bau neuer AKW. Atomenergie soll angeblich der Schlüssel zum Klimaschutz sein, da sie kein Kohlendioxid (CO2) emittiert. Dies ist nur auf den ersten Blick richtig. Auch Atomenergie ist nicht CO2-frei zu haben! Denn der Betrieb von Uranerzminen und Urananreicherungsanlagen, der Transport von Atommüll und nicht zuletzt der Bau und Abriss von Atomkraftwerken verursachen CO2-Emissionen. Das Freiburger Öko-Institut hat eine interessante Bilanz erstellt: Die CO2
    -Emissionen eines AKW betragen etwa 25-50 Gramm/Kilowattstunde.
    Stromsparmaßnahmen und regenerative Energien "emittieren" nur 0-20 Gramm/Kilowattstunde. Die Atomkraft zieht also eindeutig den Kürzeren! Mit falschen Argumenten nutzen AKW-Befürworter die berechtigte Sorge der Bevölkerung vor dem Klimawandel, um mehr Akzeptanz für die atomare Technologie zu schaffen. Nur der Dreiklang aus erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und Energieeinsparung kann den Klimawandel stoppen. Aus Techinikoptimisten und Förderern in Sachen Atomtechnologie werden Technikpessimisten und Verhinderer, wenn es um Sonnenenergie und Windkraftwerke geht.
    Die ökologische Ärzteinitiative IPPNW hat berechnet, dass bis zum Jahr 2050 1000 neue AKW gebaut werden müssten (bisher gibt es weltweit 442), um 10 % der fossilen Energie zu ersetzen. Die endlichen Uranreserven wären dann in Kürze erschöpft.



    Klimaschutz und AKW: Mythos und Realität
    Der Beitrag der Atomenergie zur weltweiten Energieversorgung liegt bei lediglich 2% während der Beitrag der erneuerbaren Energien schon 18% beträgt. Mit einer „2%-Technik“ ist das das Klimaproblem nicht zu lösen. Selbst der Neubau von Atomkraftwerke könnte diesem geringen Anteil kaum ändern. Eine Vervierfachung der Atomkraftwerkskapazität bis 2050 könnte nur 6% zur angestrebten Halbierung der CO2-Emissionen beitragen (Szenario der Internationalen Energie Agentur, Juni 2008).
    Mehr Infos - Atomkraft, Atomkraftwerk, AKW, Klima und Klimaschutz

    Die kommende weltweite Energiekrise und das Uran
    Die weltweiten fossilen Energievorräte und das Uran nur noch für wenige Jahrzehnte

    Die Erde steuert auf eine gigantische Energiekrise mit massiven ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen zu, wenn der Umstieg auf nachhaltige, regenerative Energien nicht beschleunigt wird. Die Übernahme unseres westlichen Verschwendungsmodells durch Indien und China beschleunigt die kommende Energiekrise. Der von den Werbeabteilungen der Atomkonzerne ins Gespräch gebrachte Heilsbringer Uran wird ähnlich schnell aufgebraucht sein wie Erdöl und Erdgas.

    Die Fachzeitschrift Politische Ökologie schreibt in ihrer Ausgabe vom März 2004:
    Bei den Steigerungsraten des Verbrauchs, welche die Internationale Energieagentur des OECD (International Energy Agency, IEA) berechnete, ergibt sich:

    • ein Ende des Erdöls um 2035,
    • von Erdgas vermutlich vor 2040,
    • Kohle reicht bis maximal 2100. Dabei ist jedoch nicht berücksichtigt, dass sie die anderen Energieträger ersetzen muss und gleichzeitig zu einem gesteigerten CO2-Ausstoß führt.
    • Uran reicht bei der heutigen Förderung nur bis 2040.


    AKW & Fortschritt?

    Nur ein rascher Umbau unserer weltweiten Raubauwirtschaft auf Nachhaltigkeit und die Nutzung regenerativer Energien können die drohende Energiekrise verhindern.
    Mehr Infos - Weltweite Energievorräte/ Energiereserven/ Energieressourcen

    Mit neuen Elektroheizungen wird der Strombedarf gezielt in die Höhe getrieben
    „Mit neuen Atom- und Kohlekraftkraftwerken decken wir nur den wachsenden Bedarf“ sagen die Energieversorgungsunternehmen. Gleichzeitig läuft eine bundesweite Werbekampagne für elektrische Direktheizungen und Nachtspeicheröfen.
    Für diese teuere, umweltschädliche, für die Konzerne aber gewinnbringende Form der elektrischen Energieverschwendung wird zur Zeit massiv geworben. So wird gezielt Energie verschwendet und „Bedarf“ für neue Kraftwerke geschaffen, während öffentlich über Energiesparlampen diskutiert wird.

    RWE, Eon, Vattenfall und EnBW: Hohe Profite – teurer Strom
    „Die vier großen Strom-, Atom- und Kohlekonzerne in Deutschland haben einer Studie zufolge ihre Profite durch eine Erhöhung der Kundenpreise in fünf Jahren mehr als verdreifacht“ berichtete die Nachrichtenagentur afp am 30.12.2008. Zwischen 2002 und 2007 verdienten die Unternehmen insgesamt 80 Milliarden Euro. Ohne Steuern und Abgaben sei Strom zwischen den Jahren 2000 und 2008 um 51 Prozent teurer geworden. Nachrichtenquelle war eine Studie der Hochschule für Wirtschaft und Technik des Saarlandes mit. Allein im Jahr 2008 stieg demnach der Strompreis um rund 6,5 Prozent. Die vier großen Stromkonzerne – RWE, Eon, Vattenfall und EnBW – konnten ihre Gewinne in den ersten neuen Monaten diesen Jahres im Schnitt um elf Prozent steigern, heißt es in der Studie. Damit deute sich für 2008 ein neues Rekordgeschäft an. Kein Wunder, dass so intensiv für Elektroheizungen, für die umweltschädlichste Art zu heizen, geworben wird. Auch diese Profite auf Kosten der Umwelt sind ein Grund den Stromanbieter zu wechseln.



    Yello - Strom - Billigstrom - Gefahrstrom aus alten AKW
    In der Zeitschrift "Die Welt" fand sich das folgende Zitat über die EnBW Tochter Yello:
    "Dabei wird Yello bei den Franzosen etwa 10% Wasserstrom und 60 bis 70% Atomstrom einkaufen. Lieferanten sind die beiden grenznahen Kernkraftwerke der EDF Fessenheim und Cattenom."EnBW Strom und Yello "Billigstrom" ist Gefahrstrom aus alten AKW.











    Energiealternativen
    Das Wachstum im Bereich der alternativen Energien gehört zu den wenigen hoffnungsvollen Zeichen der Zeit. Von 1995 bis 2005 haben sich die Preise für atomare und fossile Energien mehr als verdoppelt, während sie sich für erneuerbare Energien halbiert haben. Windstrom ist global die am schnellsten expandierende Energienutzung. In der EU gingen im Jahr 2005 alle zwei Monate 1000 MW neue Windenergie ans Netz. In Kilowatt (Leistung) entspricht dies einem neuen AKW Gösgen (CH), in Kilowattstunden (Produktion) wird damit ein Atomreaktor der Größe Beznau (CH) ersetzt - und dies alle 60 Tage. "Seit 2004 ersetzt der Zubau erneuerbarer Energien in Deutschland jedes Jahr ein Atomkraftwerk" , sagt Milan Nitzschke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energien. Im Jahr 2007 nahm die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland sogar um fast 14 Milliarden Kilowattstunden zu, was der Erzeugung von anderthalb Atomkraftwerken entspricht. Bei etwa 140 Milliarden Kilowattstunden, die im vergangenen Jahr in Deutschland mittels Atomkraft erzeugt wurden, ließe sich bei unvermindert zügigem Ausbau der erneuerbaren Energien der Atomausstieg also binnen zehn Jahren kompensieren. Ende Juni 2008 waren in Deutschland Rotoren mit zusammen gut 23.000 Megawatt am Netz. Das teilten der Bundesverband Windenergie (BWE) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit. Die 17 deutschen Atommeiler kommen zusammen auf knapp 21.500 Megawatt. Allerdings muss man berücksichtigen, dass die Windräder nicht so kontinuierlich Strom liefern, wie wie Atomkraftwerke (wenn diese nicht durch Wartungsarbeiten, Stör- und Unfälle abgeschaltet sind).
    “Trotz einer vermeintlichen Atom-Renaissance hat die Windkraft die Atomkraft auch international längst deklassiert, wenn man den Zubau betrachtet. Seit Anfang 2006 wurden weltweit rund 45.000 Megawatt Windkraft neu installiert, wie aus Zahlen der European Wind Energy Association (EWEA) hervorgeht. Zugleich lag die Leistung der neu in Betrieb genommenen Atomkraftwerke laut internationaler Atomenergiebebehörde IAEA bei lediglich 3.347 Megawatt. Rechnet man gegen, dass seither acht Atomreaktoren mit zusammen 2.236 Megawatt abgeschaltet wurden, so stieg die AKW-Leistung weltweit binnen zweieinhalb Jahren nur um 1.100 Megawatt. Im Vergleich dazu wurde 40-mal so viel Windkraft installiert.” berichtete die TAZ am 24.7.2008 Und genau dieses positive Wachstum der zukunftsfähigen Energien wird von den Anhängern der atomar-fossilen Energiegewinnung massiv bekämpft, denn jede neue Photovoltaikanlage und jedes neu gebaute, privat finanzierte Windrad nimmt den AKW-Betreibern und Atomkonzernen Anteile an der Stromproduktion weg. Widerstand gegen Windräder wegen Vögeln, Fledermäusen und Landschaftsschutz? Es geht um Geld und Macht!


    Fessene? Nai hämmer gsait! Trinational gemeinsam gegen AKW (Das Motiv gibt´s hier als Banner und Plakat

    Was tun?
    Wenn Sie sich diese Ausstellung anschauen, sich heftig über die Atomkonzerne EnBW, EDF, RWE, E.ON, Vattenfall, Siemens und die Atomparteien ärgern, "die Faust im Sack ballen", nachts mit den Zähnen knirschen, aber ansonsten nichts tun, dann nützt das recht wenig.
    • Helfen Sie uns nach Fukushima neu konzipierte Flugblätter zu drucken und zu verteilen (im Ihrem Stadtteil, Strasse, Dorf, Vereinsrundbrief, Infostand...) und helfen Sie mit einer Spende weitere Infoblätter zu drucken
    • Engagieren Sie sich! Für die Stilllegung der Atomkraftwerke und gegen die geplanten Euroreaktoren.
    • Leben Sie energischer. Werden Sie aktiv beim BUND oder bei den Bürgerinitiativen und der Anti-Atom-Bewegung vor Ort.
    • Wichtig: Wenn Sie eine Homepage haben, dann legen Sie doch bitte einen Link zu dieser Seite
    • Wenn Ihr Energieversorgungsunternehmen Sie mit Atomanlagen bedroht, dann lassen Sie sich das nicht gefallen. Wechseln Sie zu einem "echten" Ökostromanbieter, wie z. B. zum BUND Regionalstrom.
    • Bringen Sie das Atomthema zur Sprache: Bei der Arbeit, im Verein, dort wo Sie leben, arbeiten und aktiv sind. Nutzen Sie dazu auch unser Infoblatt.
    • Lassen Sie sich nicht gegen Ihre europäischen Nachbarn ausspielen. Die Atomlobby arbeitet grenzüberschreitend. Wir Umweltschützer auch.
    • Setzen Sie sich ein, für Mensch, Natur, Umwelt und für eine nachhaltige, erdverträgliche Entwicklung.
    • Engagieren Sie sich für die Demokratie. Die Dauerregierungsmitglieder EnBW (D), EDF (F) und AXPO (CH) verstärken ihren Einfluß auf Politik und Medien in Deutschland, Frankreich und der Schweiz und gefährden die Demokratie.
    • Bekennen Sie sich zu Ihrem Engagement. Mit einem Leserbrief, einem Aufkleber im Fenster, am Rad, an der Mülltonne, am Auto oder mit einem Plakat am Hoftor (Materialien gibt's im BUND Freiburg Shop)
    • Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende oder werden Sie BUND-Mitglied (steuerlich absetzbar). Flugblätter,Internetarbeit und Ausstellungen kosten Geld.
    • Lassen Sie nicht zu, dass Wikipedia weiterhin einseitig von den Werbeabteilungen der Atomlobby manipuliert wird.
    • Sparen Sie Energie und gehen Sie mit uns den Weg ins Solarzeitalter.


    Information: Beängstigende Ignoranz der Behörden in Sachen Terrorgefahr und AKW Fessenheim
    Axel Mayer



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    Diese Seite soll auch der Vernetzung dienen. Darum finden sich hier Links von regionalen Initiativen zum AKW. Wenn der Link zu Eurer Seite fehlt, dann informiert uns. Legt bitte auch einen Link zu dieser Seite.

    TRAS: Trinationaler Atomschutzverband
    Französische Seite gegen das AKW Fessenheim





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    Fessenheim strahlt : Alle Informationen zum AKW Fessenheim
    Information, Hintergrundinfo, Ausstellung, Material, Vortrag, Hausarbeit, Diplomarbeit, Aufsatz, Schularbeit, Referat..


    Gefährliche französische AKW / KKW


    Unsere detailierte Kritik am Atomkraftwerk Fessenheim / Frankreich
    lässt sich auch auf die folgenden französischen Kernkraftwerke übertragen


    Belleville-1, France, PWR
    Belleville-2, France, PWR
    Blayais-1, France, PWR
    Blayais-2, France, PWR
    Blayais-3, France, PWR
    Blayais-4, France, PWR
    Bugey-2, France, PWR
    Bugey-3, France, PWR
    Bugey-4, France, PWR
    Bugey-5, France, PWR
    Cattenom-1, France, PWR
    Cattenom-2, France, PWR
    Cattenom-3, France, PWR
    Cattenom-4, France, PWR
    Chinon-B1, France, PWR
    Chinon-B2, France, PWR
    Chinon-B3, France, PWR
    Chinon-B4, France, PWR
    Chooz-B1, France, PWR
    Chooz-B2, France, PWR
    Civaux-1, France, PWR
    Civaux-2, France, PWR
    Cruas-1, France, PWR
    Cruas-2, France, PWR
    Cruas-3, France, PWR
    Cruas-4, France, PWR
    Dampierre-1, France, PWR
    Dampierre-2, France, PWR
    Dampierre-3, France, PWR
    Dampierre-4, France, PWR
    Fessenheim-1, France, PWR
    Fessenheim-2, France, PWR
    Flamanville-1, France, PWR
    Flamanville-2, France, PWR
    Golfech-1, France, PWR
    Golfech-2, France, PWR
    Gravelines-1, France, PWR
    Gravelines-2, France, PWR
    Gravelines-3, France, PWR
    Gravelines-4, France, PWR
    Gravelines-5, France, PWR
    Gravelines-6, France, PWR
    Nogent-1, France, PWR
    Nogent-2, France, PWR
    Paluel-1, France, PWR
    Paluel-2, France, PWR
    Paluel-3, France, PWR
    Paluel-4, France, PWR
    Penly-1, France, PWR
    Penly-2, France, PWR
    Phenix, France, FBR
    St. Alban-1, France, PWR
    St. Alban-2, France, PWR
    St. Laurent-B1, France, PWR
    St. Laurent-B2, France, PWR
    Tricastin-1, France, PWR
    Tricastin-2, France, PWR
    Tricastin-3, France, PWR
    Tricastin-4, France, PWR

    Legende: PWR = Pressurized Water Reactor / Druckwasserreaktor


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    Dieser Artikel wurde 46513 mal gelesen und am 16.12.2011 zuletzt geändert.