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Das AKW Fessenheim strahlt (noch): BUND-Infos zum EDF - EnBW AKW Fessenheim

08.07.2014

Das AKW Fessenheim strahlt (noch): BUND-Infos zum EDF - EnBW AKW Fessenheim



  • Hier finden Sie eine kurze Zusammenfassung der Fessenheim-Gefahren
  • Unter der kurzen Zusammenfassung finden Sie eine sehr umfangreiche Darstellung der Fessenheimer AKW-Gefahren mit vielen weiter führenden Links

    Fessenheim strahlt


    25 Kilometer südwestlich von Freiburg und 25 Kilometer südöstlich von Colmar “strahlt“ in Fessenheim das älteste und damit eines der gefährlichsten Atomkraftwerke Frankreichs. Die beiden Druckwasserreaktoren wurden 1977 und 1978 in Betrieb genommen.

    Die Nutzung der Atomenergie, gerade auch in Fessenheim, ist eine Gefahr für Mensch und Umwelt, insbesondere, weil das Alt-AKW schlecht gesichert in einem Erdbebengebiet liegt. Ein Dammbruch am höher liegenden Rheinkanal könnte das Kraftwerk überfluten. Die außen liegenden, extrem schlecht geschützten "Abklingbecken" mit den gefährlichen, alten, hochradioaktiven Brennstäben sind besonders stark gefährdet. Das Fundament der Anlage ist trotz der teuren, von der deutschen EnBW mitfinanzierten „Nachrüstung“ im internationalen Vergleich viel zu dünn. Ein Ölkraftwerk müsste täglich 8,64 Millionen Liter Öl verbrennen um die Wärme zu erzeugen, die das EDF/EnBW-AKW Fessenheim jeden Tag in den Rhein leitet, denn das AKW hat keine Kühltürme. Die ständige radioaktive und thermische Verschmutzung des Rheins und der Umwelt ist ein Skandal und der Rhein wäre biologisch tot, wenn alle Rheinkraftwerke ähnlich verantwortungslos betrieben würden.

    Gefahren (eine kleine „Auswahl“):
    • Im so genannten Normalbetrieb gibt das AKW Fessenheim über den Schornstein und das Abwasser ständig krebserzeugende Radioaktivität an die Umwelt ab (und der Wind weht meist Richtung Südbaden...).
    • Atomkraftwerke und Atomwaffen sind gerade auch in Frankreich "Zwillinge" und der Export von AKW und Atomtechnologie führt zur weltweiten Weiterverbreitung von Atomkraftwaffen.
    • Der in Fessenheim produzierte Atommüll muss für eine Million Jahre sicher gelagert werden und gefährdet das Leben zukünftiger Generationen auf dieser Erde.
    • Umweltbelastend und sogar tödlich sind die Folgen des französischen Uranabbaus in Afrika.


    Atomunfälle und Reaktorkatastrophen – die große Gefahr
    In den beiden Fessenheimer Reaktorblöcken mit je 900 MW Leistung entsteht pro Jahr in etwa die kurz- und langlebige Radioaktivität von ca. 1800 Hiroshima-Bomben. Wenn bei einem Unfall auch nur ein kleiner Teil dieser Radioaktivität entweicht, dann hat das verheerende Folgen für unsere Heimat und für alle Menschen am Oberrhein. Fukushima hat gezeigt, dass zumindest die eine Million Menschen, die in einem Radius von 30 km um Fessenheim leben, schnell und für lange Zeiträume evakuiert werden müssten. Dies wäre eine unglaubliche menschliche und ökonomische Katastrophe, die wir leider gerne verdrängen.

    Die Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima werden sich in Fessenheim sicher nicht "genau so" wiederholen. Die nächste Katastrophe, ob in Ost- oder Westeuropa, im ältesten AKW der Welt in Beznau (CH) oder eben in Fessenheim wird neue, nicht vorhersehbare und nicht planbare Katastrophenabläufe bringen. Überall, wo Menschen arbeiten, gab und gibt es Fehler. Die Atomtechnologie verträgt aber keine Fehler, insbesondere nicht in einem altersschwachen AKW in einem Erdbebengebiet. Atomkraft ist nicht menschengerecht. Dazu kommt die Gefahr durch jederzeit mögliche Terroranschläge. Weder die Reaktoren noch die Abklingbecken noch der Steuerungsraum halten dem Aufprall eines Kampfflugzeuges stand.


    Folgen möglicher Atomunfälle im AKW Fessenheim (aus einer Studie des Ökoinstituts Darmstadt)
    "Bei lebhaftem Südwestwind mit Regen würde sich eine bis zu 370 km lange Schadensfahne von Fessenheim bis in den Raum Würzburg-Nürnberg erstrecken. In deren Bereich müssten alle Siedlungen für Jahrzehnte geräumt werden, sollten die Richtlinien von Tschernobyl zur Anwendung kommen. Betroffen wären u.a. die Städte Freiburg, Freudenstadt, Tübingen, Stuttgart, Heilbronn und Schwäbisch Hall." (Sollte der Wind am Katastrophentag in eine andere Richtung wehen, so wären natürlich andere Städte und Gemeinden betroffen.) Die Atomunfälle in Fukushima und Tschernobyl haben gezeigt, dass die bestehenden Katastrophenschutzpläne mit ihrem viel zu kleinen Evakuierungsradius Kataströphchenschutz sind und nur der Beruhigung der Menschen dienen sollen.

    AKW Fessenheim - Abschaltung 2016?
    Der französische Staatspräsident Hollande hat versprochen, das AKW Fessenheim (viel zu spät) im Jahr 2016 abzuschalten. Diese Ankündigung ist auch ein Erfolg des BUND und der Umweltbewegung. Hoffnungsfroh-illusionslos hat sich auch der BUND am Oberrhein an den bisherigen Gesprächen mit Herrn „Fessenheim-Abschalten“, dem Vertreter von Staatspräsident Hollande beteiligt.

    Unsere Forderungen sind:
    • Eine sofortige Abschaltung der beiden Hochrisikoreaktoren
    • Eine schnellstmögliche Entfernung der hochgefährlichen Brennelemente aus den ungeschützten Abklingbecken
    • Kein Neubau eines AKW in Fessenheim durch eine Nachfolgeregierung
    • Ein möglichst sicherer Abriss und keine Billiglösung


    Wir glauben, dass Herr Hollande das AKW Fessenheim tatsächlich abschalten will. Doch ob der übermächtige, immer mitregierende Atomkonzern EDF das zulässt und ob die Regierung Hollande bis 2016 politisch durchhält, ist offen und die gut organisierten Angstkampagnen im Elsass laufen an. Die vielen Millionen Euro „Beruhigungsgelder“, welche die EDF jährlich großzügig am Oberrhein streut, tun ihre Wirkung. Auch das Land Baden-Württemberg sollte mehr Abschalt-Druck machen, und so lange die alten Kisten in Fessenheim, Leibstadt und Beznau noch laufen, muss aus dem alten „schwarz-gelben“ Kataströphchenschutz“ endlich realistischer Katastrophenschutz werden.

    Aus diesem Grund darf unser und Dein Widerstand bis zur endgültigen Abschaltung des AKW nicht nachlassen. Es ist wichtig, dass wir immer noch grenzüberschreitend, trinational gemeinsam und machtvoll demonstrieren. Und genau so wichtig ist es, dass man der Region das „Nein“ zu Fessenheim auch ansieht. Viele Plakate und Fahnen, die nach Fukushima überall aufgehängt wurden, sind zwischenzeitlich verblasst.

    Neue Banner, „NAI“-Fahnen, Aufkleber und Plakate gibt’s beim BUND in der Freiburger Wilhelmstr. 24 a oder übers Internet: www.bund-freiburg.de und es ist und bleibt wichtig, dass man in der Region den Widerstand auch sieht.

    Unter www.bund-freiburg.de gibt’s auch einen Fessenheim-Newsletter, mit dem Sie regelmäßig über Fessenheim informiert werden.

    Axel Mayer, BUND Geschäftsführer


    Endlich! Neuer Fessenheim-Flyer entsteht


    Seit Fukushima sind unsere letzten Fessenheim-Flyer vergriffen und wir bekommen von vielen Menschen, Gruppen und Schulklassen immer wieder Anfragen nach einer kurzen, knappen, schriftlichen Basisinformation zum AKW. Die vielen zehntausend BUND-Flyer der letzten Jahrzehnte waren als wichtige Informationsquelle unserer Sache sicher dienlich...
    Gerade auch wegen der "unsicheren Abschaltung" 2016 müssen wir unsere Aktivitäten verstärken und darum erstellen wir gerade mit diesem Text einen neuen Flyer zum Thema AKW-Fessenheim.

    Wir denken an eine Erst-Auflage von 30- 80.000 Stück.
    Die ersten 30.000 Stück finanziert der BUND. Für jedes weitere Infoblatt bitten wir Euch um eine Spende:
    Die Atomlobby hat die Kohle - wir nicht!


    Spendenkonto: (Stichwort Fessenheim-Flyer)
    Bund für Umwelt und Naturschutz
    Südwestbank Freiburg
    IBAN: DE97 6009 0700 0601 0210 02 BIC: SWBSDESS








    Hier finden Sie eine sehr umfangreiche Darstellung der Fessenheimer AKW-Gefahren mit vielen weiter führenden Links



    AKW / KKW Fessenheim: die beiden EDF / EnBW 900 MW Reaktorblöcke am Oberrhein


    Gefahrenquelle Atomkraftwerk / Kernkraftwerk / AKW Fessenheim (Eine kurze Zusammenfassung)


    25 Kilometer südwestlich von Freiburg und 25 Kilometer südöstlich von Colmar
    stehen die beiden alten französischen AKW-Reaktoren von Fessenheim. Die zwei ältesten Druckwasserreaktoren Frankreichs wurden 1977 und 1978 in Betrieb genommen. Die Nutzung der Atomenergie, gerade auch in Fessenheim, ist eine Gefahr für Mensch und Umwelt, insbesondere auch weil das AKW schlecht gesichert in einem Erdbebengebiet liegt. Ein Dammbruch des höher liegenden Rheinkanals könnte das Kraftwerk überfluten und die außen liegenden "Abklingbecken" sind besonders stark gefährdet. Das Fundament der Anlage weist eine Dicke von nur 1,5 Metern auf. Dies ist somit die dünnste Fundamentierung aller französischen Kernkraftwerke. Ein Ölkraftwerk müsste täglich 8,64 Millionen Liter Öl verbrennen um die Wärme zu erzeugen, die das EDF / EnBW AKW Fessenheim jeden Tag in den Rhein leitet, denn das AKW hat keine Kühltürme. Die radiologische und thermische Verschmutzung des Rheins und der Umwelt sind ein Skandal.

    Die deutsche EnBW bezieht "gezielt indirekt" Fessenheimer Gefahrstrom
    Die EnBW hat seit der Inbetriebnahme des AKW-Fessenheim Bezugsrechte für den französischen Gefahrstrom. Das deutsche Unternehmen EnBW hat sich in Höhe von 17,5 % am Bau des Kernkraftwerkes Fessenheim beteiligt und trägt ferner jedes Jahr einen entsprechenden Teil der Betriebs- und Investitionskosten. Im Gegenzug erhält EnBW "gezielt indirekt" 17,5 % der Stromproduktion. Die neue Landesregierung sollte endlich dafür sorgen, dass sich der deutsche Atomkonzern von dieser gefährlichen Beteiligung löst.
    Auch ein Konsortium Schweizer Elektrizitätsunternehmen ist Gefahrstrom-Partner mit einer Beteiligung in Höhe von 15% und einem entsprechenden Anteil an der Stromproduktion.


    Dieses Fessenheim-Banner gibt´s direkt im BUND-Büro oder gleich hier in unserem Online-Shop


    • Umweltbelastend, krank machend, neokolonial und sogar tödlich sind die Folgen des AREVA- Uranabbaus in Afrika, der Urananreicherung und die Herstellung der Brennelemente.
    • Im so genannten Normalbetrieb gibt das AKW-Fessenheim über den Schornstein und das Abwasser ständig krebserzeugende Radioaktivität an die Umwelt ab.
    • Ein jederzeit möglicher schwerer Unfall oder Terroranschlag kann das Leben und die Gesundheit von hunderttausenden Menschen in Gefahr bringen und große Gebiete im Herzen Zentraleuropas dauerhaft unbewohnbar machen. Das erdbebengefährdete AKW Fessenheim liegt mitten in der Erdbebenzone Oberrhein.
    • Atomkraftwerke und Atomwaffen sind gerade auch in Frankreich "Zwillinge" und "zivile" Nutzung der Atomenergie führt zur weltweiten Weiterverbreitung von Atomkraftwaffen. Noch problematischer, "strahlender" und unsicherer als das AKW ist die französische Wiederaufarbeitungsanlage in Cap la Hague. Der Fessenheimer Atommüll verseucht dort Luft und Meer. Die Macht und der Einfluss der Fessenheimer Atomkonzerne EDF (F), EnBW (D), AXPO (CH) auf die Politik in Frankreich, Deutschland und der Schweiz sind undemokratisch.
    • Der in Fessenheim produzierte Atommüll muss eine Million Jahre sicher gelagert werden und gefährdet das Leben zukünftiger Generationen auf dieser Erde.


    Eine solcher Text kann die Probleme nur sehr verkürzt darstellen.
    Links zu umfangreichen Hintergrundinformationen finden Sie unter den jeweiligen Kurzbeiträgen.

    Aktueller Einschub:



    Endlich! Neuer Fessenheim-Flyer entsteht


    Seit Fukushima sind unsere letzten Atom-Flyer vergriffen und wir bekommen von vielen Menschen, Gruppen und Schulklassen immer wieder Anfragen nach einer kurzen, knappen, schriftlichen Basisinformation zum Thema AKW. Die vielen zehntausend BUND-Flyer der letzten Jahrzehnte waren als wichtige Informationsquelle unserer Sache sicher dienlich...
    Gerade auch wegen der "unsicheren Abschaltung" 2016 müssen wir unsere Aktivitäten verstärken und darum erstellen wir gerade einen neuen Flyer.

    Wir denken an eine Erst-Auflage von 30- 80.000 Stück.
    Die ersten 30.000 Stück finanziert der BUND. Für jedes weitere Infoblatt bitten wir Euch um eine Spende:
    Die Atomlobby hat die Kohle - wir nicht!


    Spendenkonto: (Stichwort Fessenheim-Flyer)
    Bund für Umwelt und Naturschutz
    Südwestbank Freiburg
    IBAN: DE97 6009 0700 0601 0210 02 BIC: SWBSDESS


    Das wichtigste aktuelle Großthema der Umweltbewegung
    • Info Freihandelsabkommen TTIP: Hier
    • Info Schiedsgerichtsbarkeit Konzerngerichtsbarkeit: Hier




    Die entsetzliche globale Unvernunft (Israel, Palästina, Ukraine, Syrien, Irak, Afghanistan...) macht es leider wieder nötig für Friedensbanner, Friedensfahnen,, Friedensaufkleber & Friedensanstecker zu werben...






    Uranabbau tötet
    Die letzten großen abbauwürdigen Uranvorkommen liegen in Australien, Russland, Nordamerika, Südafrika, in Mali und im Kongogebiet. Für jede Tonne verwertbares Uranerz fallen bis zu 2000 Tonnen strahlender, umweltbelastender Abraum an. Das beim Uranabbau verstärkt entweichende Radongas macht die Bergwerksarbeiter und AnwohnerInnen krank. Ein Beispiel ist der Uranabbau der "Wismut" in Ost-Deutschland: Auf Grund der hohen Strahlenbelastung in diesen Gebieten traten dort verstärkt Krebserkrankungen auf. Allein rund 7.000 Lungenkrebsfälle sind dokumentiert. Insgesamt gehen Schätzungen von mehr als 20.000 Opfern im deutschen Uranabbau aus. Die Sanierung der deutschen Urangruben der Wismut hat die SteuerzahlerInnen 6,5 Milliarden Euro gekostet. Die gesundheitlichen Folgen des Uranabbaus in den Ländern der Dritten Welt sind verheerend.
    Und doch ist Uran endlich: Nach seriösen Schätzungen reichen die Uranvorräte nur noch wenige Jahrzehnte.

    Uran-Krieg in Mali?
    Im Krieg in Mali spielen auch Rohstoff- und Uran-Ressourcen eine große Rolle. Nicht mehr nur Öl (aber auch davon soll es in Mali große Vorkommen geben) steht dabei oft im Blickpunkt. In Mali und im benachbarten Niger gibt es große Uran-Vorkommen. Im Niger ist der französische Atomkonzern AREVA schon seit Jahrzehnten im Urangeschäft und betreibt dort im großen Stil den Uranabbau. Neue Uranminen sollen demnächst im Niger in Betrieb genommen werden. Bereits seit vielen Jahren gibt es um die Uranminen im Norden des Niger immer wieder auch militärische Auseinandersetzungen. In der Gegend um Arlit, wo Uran unter entsetzlichen Bedingungen für die dort lebenden Menschen oberirdisch abgebaut wird, häuften sich auch schon in der Vergangenheit die Konflikte. Quelle

    Mehr Infos: Energiereserven und Uran

    Radioaktivität im so genannten Fessenheimer-Normalbetrieb

    AKW Fessenheim / Schornstein für radioaktive Abgase / Eine Quelle für Krebserkrankungen am Oberrhein


    Radioaktivität im so genannten Normalbetrieb
    Der Krebskamin und das radioaktive Abwasser
    In der Propaganda der Atomkonzerne werden Atomkraftwerke häufig als "abgasfrei" bezeichnet. Doch Atomkraftwerke geben auch im so genannten Normalbetrieb über den Kamin, das Maschinenhaus und das Abwasser radioaktive Stoffe an die Umwelt ab. Jede noch so geringe radioaktive Strahlung kann Krebs auslösen. In der Umgebung vieler Atomanlagen wurden erhöhte Krebsraten festgestellt. Die Grenzwerte für erlaubte Radioaktivitätsabgabe des Atomkraftwerks Fessenheim zum Beispiel liegen bei 925 Milliarden Becquerel/Jahr für radioaktives Material und 74.000 Milliarden Becquerel/Jahr für Tritium (laut einer dpa-Meldung). Die erlaubte "Entsorgung durch Verdünnung", die schleichende Verseuchung über den Kamin und das Abwasser ist ein Skandal. Dort wo die Atomlobby Wikipedia beeinflusst, heißt der Schornstein der AKW sehr häufig verharmlosend "Abluftkamin".

    Krebs und AKW
    Aus einer Studie, die das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) veröffentlichte, geht hervor, dass die Häufigkeit von Krebserkrankungen bei Kindern unter fünf Jahren mit der Nähe zum Reaktorstandort deutlich zunimmt. Die Studie mit Daten von über 6000 Kindern liefert die bislang deutlichsten Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko bei Kindern in der Nähe von Kernkraftwerken. Das Risiko ist demnach im 5-km-Radius für Kinder unter fünf Jahren um 60 Prozent erhöht, das Leukämierisiko um etwa 120 Prozent. Im Umkreis von fünf Kilometern um die Reaktoren wurde für den Zeitraum von 1980 bis 2003 ermittelt, dass 77 Kinder an Krebs erkrankten, davon 37 Kinder an Leukämie. Im statistischen Durchschnitt wären 48 Krebserkrankungen beziehungsweise 17 Leukämiefälle zu erwarten. Der Studie zufolge gibt es also zusätzlich 1,2 Krebs- oder 0,8 Leukämieerkrankungen pro Jahr in der näheren Umgebung von allen 16 untersuchten Akw-Standorten.

    Wenn japanische Politiker jetzt sagen, die entwichene Radioaktivität in Fukushima hätte keine gesundheitlichen Folgen, dann ist dies eine unglaubliche Lüge!

    Es ist unerklärlich, warum viele Spitzenpolitiker von "liberalen" und "konservativen" Parteien das Krebsrisiko im "Normalbetrieb" nicht sehen wollen. Es ist ebenso unerklärlich, warum immer noch Menschen ihren Gefahrstrom von den Atomkonzernen E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW beziehen.


    Diese und andere Studien zeigen, dass auch im weiteren Radius um AKW die Kinderkrebshäufigkeit zunimmt. Der prozentuale Anteil sinkt zwar, dafür nimmt aber die Anzahl der kranken Kinder zu, denn dort wohnen und leben mehr Kinder als in direkter Nähe des AKW.

    Der Epidemiologe und Mitglied des Expertengremiums des Bundesamtes für Strahlenschutz Eberhard Greiser sagte dazu in einerm Interview der TAZ vom 18.12.07:
    „Im 5-Kilometer-Kreis ist das Risiko um 60 bis 75 Prozent höher, in 5 bis 10 Kilometeren Entfernung um 20 bis 40 Prozent erhöht, weiter entfernt sinkt das Risiko bis auf sehr kleine Werte. Wenn Sie die Zahl der Bewohner nehmen, gibt es in der 50-Kilometer-Zone allerdings deutlich mehr betroffene Kinder“.
    „Von allen Krebserkrankungen bei Kindern unter 5 Jahren, die im 50-Kilometer-Umkreis von Kernkraftwerken leben, sind 8 bis 18 Prozent auf das Wohnen in der Nähe des Atomkraftwerkes zurückzuführen.“
    Info: Krebs, Kinderkrebs und AKW
    Am Oberrhein bläst der Wind häufiger von Frankreich nach Deutschland, als umgekehrt. Wegen der "Verteilungswirkung" des Fessenheimer Schornsteins ist die direkte elsässische Umgebung des AKW vermutlich weniger stark von Krebserkrankungen betroffen, als badische Gemeinden, die in der Hauptwindrichtung liegen (Freiburg, Breisach, Bad Krozingen...).

    Atomunfälle und Reaktorkatastrophen – Die große Gefahr


    In jedem AKW wird in einem Betriebsjahr pro Megawatt elektrischer Leistung die Radioaktivität einer Hiroshima-Bombe erzeugt. Das heißt, dass in den beiden Fessenheimer Reaktorblöcken mit je 900 MW Leistung im Jahr in etwa die kurz- und langlebige Radioaktivität von ca. 1800 Hiroshima-Bomben entsteht. Die "Freisetzung" nur eines kleinen Teils dieser Radioaktivität hätte verheerende Folgen für die betroffene Region. Große Landstriche im Elsass und in Baden müssten für lange Zeiträume evakuiert werden. Dies wäre eine menschliche und ökonomische Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes, insbesondere im dicht besiedelten Gebiet am Oberrhein. Alternde, laufzeitverlängerte AKW (in Fessenheim stehen die ältesten Reaktoren dieses Typs in Frankreich, die 1977 und 1978 in Betrieb genommen wurden) vergrößern die Unfallgefahr. Dazu kommt die Erdbebengefahr im Rheingraben. PolitikerInnen, die vor diesen Gefahren die Augen verschließen, sind apokalypseblind. Die Unfälle von Tschernobyl und Fukushima werden sich "genau so" nicht wiederholen. Die nächste Katastrophe, ob in Ost- oder Westeuropa, oder eben in Fessenheim wird neue, nicht vorhersehbare und nicht planbare Ereignisabläufe bringen. Überall, wo Menschen arbeiten, gab und gibt es Fehler. Die Atomtechnologie verträgt keine Fehler, insbesondere nicht in einem altersschwachen AKW. Sie ist nicht menschengerecht. Dazu kommt die Gefahr durch jederzeit mögliche Terroranschläge.



    Atomkraftwerk Fessenheim: Wie funktioniert ein Druckwasserreaktor?


    Mehr Infos - Atomunfall

    AKW Fessenheim- Erdbeben verboten!

    Das AKW Fessenheim und Erdbeben
    Der Oberrheingraben gehört zu den seismisch aktivsten Zonen in Frankreich und Deutschland und im Jahr 1356 hat ein Erdbeben der Stärke 6,5 auf der Richterskala die Stadt Basel zerstört. Das AKW Fessenheim sei erdbebensicher und für ein Erdbeben wie das Basler Beben ausgelegt, sagen EDF und EnBW.
    Die Atomkonzerne haben recht! Das Atomkraftwerk Fessenheim könnte sogar noch einem viel stärkeren Beben als dem Basler Beben standhalten! Dieses Beben muss nur sehr sehr weit von Fessenheim entfernt stattfinden. Wissenschaftler bestätigen: "Das AKW Fessenheim übersteht möglicherweise ein zweites Beben von der Stärke des Basler Bebens wenn dieses Beben sein Epizentrum mindestens 30 km vom AKW Standort entfernt hat." Wer aber sagt, dass sich dieses Beben nicht direkt unter Fessenheim abspielt? Wenn das AKW Fessenheim einem Basler Beben am Standort Fessenheim nicht standhält, dann ist es nicht erdbebensicher und gehört abgestellt. Dann ist die Aussage "Fessenheim ist erdbebensicher" ein Lüge. Es war unverantwortlich in Fessenheim ein AKW zu bauen und es ist skandalös es weiter zu betreiben. Die Pläne irgendwann zwei neue EPR-Reaktoren nach Fessenheim zu bauen, ist verantwortungslos.

    Die Gefährdung des AKW Fessenheim durch potentielle Anschläge
    und Terror wird in der politischen Debatte gerne verdrängt und ausgeblendet. Doch die sogenannte friedliche Nutzung der Atomenergie hat die Büchse der Pandora weit geöffnet. Für Atom - Terrorismus gibt es vier denkbare Wege:

    • Aus spaltbarem Material (Plutonium-239, hochangereichertes Uran-235...) könnte ein nuklearer Sprengkörper einfachster Technologie gebaut werden
    • Verwendung einer (gestohlenen) Atombombe aus Beständen regulärer Armeen
    • Radioaktives Material kann mit Hilfe einer geeigneten technischen Vorrichtung in der Umwelt verbreitet werden, um eine radioaktive Verseuchung zu schaffen (Schmutzige Bombe)
    • Direkter Angriff auf ein Atomkraftwerk, einen Castortransport, eine Wiederaufarbeitungs-anlage oder sonstige Atomanlage


    Während die Punkte 1 und 2 technisch extrem aufwändig und sehr unwahrscheinlich (aber nicht ausgeschlossen) sind, müssen die letzten beiden Punkte als konkrete Bedrohungen angesehen werden. Ein Anschlag mit "modernen" panzerbrechenden Waffen auf das AKW hätte verheerende Auswirkungen. Panzer- und bunkerbrechende Waffen aller Art gehören leider schon lange zum gängigen Waffenarsenal im Bereich des Terrorismus. Solange das AKW Fessenheim nicht abgestellt ist, gehört es zumindest besser gesichert als bisher.
    Mehr Infos - Atomterrorismus

    Flugzeugabsturz und das AKW Fessenheim
    Eine geheimgehaltene Studie der deutschen "Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit" über die Terror-Anfälligkeit von Atomkraftwerken wurde u.a. vom Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht.
    Wir zitieren:
    Terroristen sind mit jeder Art von Passagierflugzeug in der Lage, den atomaren Super-GAU auszulösen. Wenn nur ein Triebwerk eine Reaktorgebäudewand durchdringe und einen Brand auslöse, sei die Beherrschung des atomaren Ernstfalls "fraglich". Selbst ein "Treffer des Daches des Reaktorgebäudes durch Wrackteile mit Absturz eines Dachträgers in das Brennelementbecken" führe zu einer "begrenzten Freisetzung" von Radioaktivität aus dem Brennelementlagerbecken. Wird in diesem Fall auch noch Kühlwasser verloren und entsteht ein Treibstoffbrand - wie es beim World Trade Center der Fall war - rechnen die Experten mit "erheblicher Freisetzung aus dem Brennelementlagerbecken".

    Die Süddeutsche Zeitung schrieb:
    "Keiner der 19 deutschen Atommeiler ist so gegen einen Flugzeugabsturz gesichert, dass eine Atomkatastrophe als Folge ausgeschlossen werden kann."

    Fessenheim ist ein besonders schlecht geschütztes Kernkraftwerk. Es kann nicht angehen, angesichts dieser Gefahren, den Kopf in den Sand zu stecken. Nicht einmal die "nächste" Atomkraftwerksgeneration, der Europäische Druckwasserreaktor (EPR), könnte einen gezielten Anschlag überstehen. Nach einem Anschlag mit modernen Waffen oder einem Flugzeug auf das Atomkraftwerk würden das Elsass und Baden- Württemberg aufhören, in der bisherigen Form zu existieren.
    Mehr Infos Flugzeugabsturz Terrorgefahr und AKW

    Fessenheim unter "Polizeischutz"
    Das französische Atomkraftwerk Fessenheim hat seit dem 1. September 2010 eine eigene, aus 38 Personen bestehende Polizeitruppe, „zum Schutz vor Katastrophen und Zwischenfällen“.
    • Doch was macht die Polizei, wenn von einem Schiff auf dem Kanal oder vom Fahrweg eine panzerbrechende Waffe auf das AKW abgeschossen wird?
    • Was macht die Polizei, wenn sich ein entführtes Flugzeug dem AKW nähert?
    • Was macht die Polizei wenn das überalterte, versprödete Reaktordruckgefäß bricht?
    • Was macht die Polizeitruppe bei einem jederzeit möglichen schweren Erdbeben, für das das AKW in Fessenheim nicht ausgelegt ist?


    Die Idee alternde Atomanlagen mit Polizeitruppen zu schützen entspringt einem rückwärtsgewandten Sicherheitsdenken aus der Vor-AKW-Zeit. Die Polizisten sollen die Illusion von Sicherheit erzeugen. Vor den realen Gefahren des alternden AKW schützen sie die Bevölkerung aber nicht.
    Info



    Folgen möglicher Atomunfälle im AKW Fessenheim
    (aus einer Studie des Ökoinstituts Darmstadt im Auftrag der Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen)
    Hintergrund der Studie war ein angenommener schwerer Atomunfall im französischen EDF / EnBW-Atomkraftwerk Fessenheim: "Bei lebhaftem Südwestwind mit Regen würde sich eine bis zu 370 km lange Schadensfahne von Fessenheim bis in den Raum Würzburg-Nürnberg erstrecken. In deren Bereich müssten alle Siedlungen auf 50 Jahre geräumt werden, sollten die Richtlinien von Tschernobyl zur Anwendung kommen. Betroffen wären u.a. die Städte Freiburg, Freudenstadt, Tübingen, Stuttgart, Heilbronn und Schwäbisch Hall." (Sollte der Wind am Katastrophentag in eine andere Richtung wehen, so wären natürlich andere Städte und Gemeinden betroffen.) Der Atomunfall in Tschernobyl hat gezeigt, dass die bestehenden Katastrophenschutzpläne mit einem vorgesehenen 8-km-Evakuierungsradius Makulatur sind und nur der Beruhigung der Menschen dienen.


    Realistische Evakuierungszone bei einem GAU in Fessenheim


    Der Katastrophenschutzplan für das AKW Fessenheim:
    Im "sicheren" Haus bleiben und gleichzeitig die Jodtabletten von den zentralen Sammelstellen abholen. Wie soll das gehen?

    Auszug aus der ersten offiziellen "Notfallbroschüre" für das AKW Fessenheim Seite 7:

    Die bei einem solchen Ereignis im Kernkraftwerk freigesetzten radioaktiven Stoffe werden vor allem mit der Luft transportiert. Der Verbleib in den Häusern bietet gegen Strahlung einen beträchtlichen Schutz.


    Auszug aus der "Notfallbroschüre" Seite 8:
    Kaliumjodtabletten werden vorrätig gehalten. Nach einem erfolgten Aufruf über den Rundfunk oder nach entsprechenden Lautsprecherdurchsagen können Sie diese Tabletten bei den Ausgabestellen Ihres Wohnortes abholen...


    Nach Ansicht des BUND müssten die Jodtabletten an alle Haushalte in großem Umkreis um die AKW verteilt werden. Es genügt nicht, die Jodtabletten (die nur einen sehr begrenzten Schutz bieten) im engen Radius um die Atomanlagen zu verteilen.

    Der bisherige Katastrophenschutzplan
    kann bei Unfällen, die erst nach mehreren Tagen zu einer "Freisetzung" von Radioaktivität führen, zu einem gewissen Schutz der Bevölkerung beitragen. Es ist sicher sinnvoll, sich mit ihnen auseinander zu setzen, denn die Folgen und die Zahl der Todesfälle könnten reduziert werden. Der Notfallschutz kann und soll auch Panikreaktionen verhindern, also beruhigen. Nach dem Atomunfall in Fukushima, wird jetzt erstmals die uralte BUND-Forderung geprüft, den lächerlichen Evakuierungsradius von 8 Kilometer auf 25 Kilometer zu erweitern.

    Bei schweren atomaren Katastrophen,
    bei denen nach kurzer Zeit ein Großteil des radioaktiven Inventars entweicht, bietet der jetzige Katastrophenschutzplan nur eine minimale Hilfe. Solche Unfälle, deren Eintrittswahrscheinlichkeit gering ist, die aber dennoch jeden Tag möglich sind, sprengen unser Vorstellungsvermögen. (Ansonsten hätten auch schon mehr Menschen den Stromanbieter gewechselt)
    Mehr Infos - katastrophaler Katastrophenschutz für AKW

    Folgen eines schweren Unfalls oder eines Terroranschlages
    auf das AKW Fessenheim für Sie:
    Nehmen Sie einen Zirkel und ziehen Sie einen Kreis von ca. 300 Kilometer um das AKW Fessenheim. Wenn Sie in diesem Kreis wohnen und es zu einem schweren Unfall oder Terroranschlag kommt, zu einer Katastrophe die unwahrscheinlich ist und die dennoch morgen schon eintreten kann, wenn ein Teil des radioaktiven "Inventars" des AKW austritt und der Wind in Richtung Ihres Wohnortes weht, dann werden Sie diese Ihre Heimat, mit allem was Sie in Jahrzehnten mühevoll aufgebaut haben, schnell und endgültig verlassen müssen und froh sein, einfach nur zu überleben.


    Brandstifter Michel Habig kontrolliert AKW Fessenheim
    Seit Oktober 2008 wird die so genannte Kontrollkommission CLS des AKW Fessenheim vom Bürgermeister von Ensisheim und Generalrat Michel Habig geleitet. Dies ist ein politischer Skandal, denn Herr Habig ist ein vorbestrafter Brandstifter. Am 11. Januar 2006 hat er eigenhändig eine Wohnwagensiedlung von Roma angezündet. Es gab und gibt viele Gründe, die Arbeit der Fessenheimer "Kontroll"komission inhaltlich zu kritisieren. Ein Brandstifter als Chef dieser Kommission ist absolut unerträglich und eine politische Instinktlosigkeit.



    Haben Sie einen Fluchtkoffer gepackt?
    Auszug aus dem offiziellen Katastrophenschutzplan für das AKW Fessenheim

    Der Katastrophenstab für den Regierungsbezirk Freiburg gibt folgende ANORDNUNG zur Räumung bestimmter Ortschaften bekannt:
    Durch den bereits gemeldeten Unfall im Kernkraftwerk Fessenheim/Elsaß wurde vorübergehend Radioaktivität freigesetzt, wodurch in einigen Gebieten der näheren Umgebung des Kernkraftwerkes Vorsichts-Maßnahmen für die Bevölkerung geboten sind.
    Die Bevölkerung wird zur sofortigen Räumung der umliegenden Ortschaften aufgefordert.
    Kraftfahrzeugbesitzer werden gebeten, möglichst ältere oder geh-behinderte Nachbarn, Mütter mit Kleinkindern und andere hilfsbedürftige Nachbarn bis zu den genannten Kontrollstellen mitzunehmen. Wer nicht motorisiert ist, begibt sich auf kürzestem Weg zur nächsten Schule, Sporthalle, Gemeindehalle, Kirche oder einem anderen festgelegten Versammlungsraum und wartet dort auf die Abholung.
    Haus-, Nachbargemeinschaften und sonstige Gruppen von mindestens 30 Personen können sich auch in anderen geeigneten Räumlichkeiten (z.B. Gaststätten und Saalbauten) versammeln und das Bürgermeisteramt oder die nächste Polizeidienststelle zwecks Abholung verständigen. Veranlassen Sie bitte unbedingt die Abholung von alleinstehenden, hilflosen und schwerkranken Nachbarn.

    Beim Verlassen der Wohnung nur das Nötigste mitnehmen! Dazu gehören:

    • Ausweise, Wertpapiere, Geld und andere Wertsachen
    • Je eine Garnitur Oberkleidung, Schuhe und Unterwäsche zum Wechseln
    • Waschzeug und besonders verordnete Medikamente
    • Ein Mundvorrat als Wegzehrung. Mitgeführte Sachen sind staubdicht zu verpacken, z.B. in verschnürten Plastiktüten
    • Wasserdichte Regenkleidung, besonders auch für Kopf und Füße, ist unabhängig vom Wetter ein wirksamer Schutz gegen radioaktive Verunreinigungen; wenn Sie das Haus verlassen, nützt ein Regenschirm nur bei Regen; bei Wind und bei jeder Staubentwicklung atmen Sie im Freien möglichst nur durch ein Taschentuch


    AKW Fessenheim: EDF & EnBW Gefahrstrom

    In geschlossenen Räumen können Sie alle Räumungsvorbereitungen in Ruhe und mit Besonnenheit treffen. Vermeiden Sie aber unnötigen und längeren Aufenthalt im Freien. Bewahren Sie auf jeden Fall Ruhe, wenn Ihnen Meßtrupps und Hilfskräfte unter Schutzmasken und Schutzanzügen begegnen. Diese sind länger im Freien, müssen radioaktive Verunreinigungen aufspüren und beseitigen und sind nur deshalb besonders geschützt. Für Sie selbst besteht deshalb keine erhöhte Gefahr. Bewahren Sie Ruhe und Besonnenheit!
    Diese Durchsage wird jetzt und in kurzen Abständen wiederholt. Bei Bedarf werden weitere Mitteilungen gemacht

    Auszug aus dem offiziellen Katastrophenschutzplan für das AKW Fessenheim
    mehr Infos zum sogenannten AKW - Notfallschutz

    Wie gefährlich ist Atommüll?
    In einem AKW entsteht in einem Jahr pro Megawatt Leistung ca. die kurz- und langlebige Radioaktivität einer Hiroshimabombe. Das heißt, im AKW Fessenheim entsteht jährlich ca. die Radioaktivität von ca. 1800 Hiroshimabomben. Ein Teil dieser Radioaktivität zerfällt nach relativ kurzer Zeit. Manche radioaktiven Stoffe ("Isotope") zerfallen in wenigen Jahren (z.B. das klimaschädliche Krypton-85: 10,76 Jahre Halbwertzeit). Andere radioaktive Gifte haben extrem lange Halbwertszeiten (z.B. Jod-129: 17 000 000 Jahre). Ins Endlager kommt ein "Cocktail" aus vielen gefährlichen Abfallstoffen. Ein atomares Endlager muss also Sicherheit über viele Halbwertszeiten, über mindestens eine Million Jahre(!) geben - über Zeiträume, die unser Vorstellungsvermögen sprengen. Es fällt schwer, die Gefahren und Gefährdungszeiträume von Atommüll zu bedenken.
    Mehr Informationen Der Fessenheimer Atommüll soll irgendwann ins geplante, höchst umstrittene Endlager nach Bure. Es fällt schwer, sich die Gefahren und Gefährdungszeiträume von Atommüll (Eine Million Jahre!) vorzustellen.

    Plutonium und der Pharao
    Beim Betrieb eines AKW mit 1000 MW Leistung entstehen pro Jahr ca. 200 - 250 kg hochgefährliches Plutonium. Wenn der bekannte ägyptische Pharao Cheops vor 4550 Jahren nicht die berühmte Pyramide gebaut, sondern ein AKW 4 Jahre lang betrieben hätte, dann wären neben vielen anderen Abfällen ca. 1000 kg Plutonium zusammengekommen. Bei einer Halbwertszeit von 24 110 Jahren (Plutonium 239) wären heute noch 877 kg vorhanden. Nach 10 Halbwertszeiten, also nach 241 100 Jahren müssten immer noch ca. 0,1% der Ausgangsmenge, also 1 kg Plutonium dauerhaft sicher gelagert werden.

    Mehr Infos - Atommüll


    AKW Fessenheim & Rhein & Wasser: Die thermische und radiologische Verschmutzung
    Atomkraftwerk Fessenheim heizt Fischen ein

    Das AKW Fessenheim hat keine Kühltürme und setzt zu hundert Prozent auf die, für EDF und EnBW profitable, für die Umwelt aber verheerende Flusswasserkühlung.

    Die beiden Reaktorblöcke haben eine elektrische Leistung von je 900 MW, aber eine thermische Leistung von je ca. 2700 MW. Bei einem Wirkungsgrad von ungefähr 33% werden von beiden Reaktoren ca. 3600 MW Abwärme in den Rhein geleitet, denn das AKW hat keine Kühltürme. Das ist eine unvorstellbar große Energiemenge.

    Stellen Sie sich vor am Rhein bei Fessenheim stünde ein Ölheizwerk. In diesem Ölheizwerk würden stündlich 360 000 Liter Öl verbrannt um damit Wasser zu erhitzen und dieses erhitzte Wasser würde in den Rheinseitenkanal gekippt... 3600 MW Abwärme entsprechen umgerechnet stündlich dem Wärmeäquivalent von ca. 360 000 Litern Öl.

    Laut Arrêté préfectorale vom 26.05.1972 darf der Rhein durch die beiden Blöcke des AKW Fessenheim im Juni, Juli und August um skandalöse 4 °C und im September, Oktober, November, März, April und Mai um 6,5 °C erwärmt werden. Im Dezember, Januar und Februar darf der Rhein sogar um 7 °C wärmer werden. Bis auf 30 Grad darf das Atomkraftwerk den Rhein aufheizen.

    Diese unglaubliche Genehmigungspraxis
    spiegelt den verheerenden umweltpolitischen Zeitgeist aus dem Jahr 1972 und die politische Macht der EDF. Damals war der Rhein eine Kloake, weil jeder Dreck ungeklärt in den Fluss eingeleitet werden durfte. In den letzten 30 Jahren hat die Umweltbewegung in Sachen Wasserqualität viel erreicht. Durch unseren Druck haben sich die Gesetze und Vorschriften geändert und Bäche und Flüsse sind sauberer geworden. Nur an der thermischen und radiologischen Rheinverschmutzung durch das AKW Fessenheim hat sich nichts verändert. In Zeiten des Klimawandels und heißer Sommer entwickelt sich hier ein zunehmendes Umweltproblem. Wenn alle Kraftwerke am Rhein auf Kühltürme verzichtet hätten, dann wäre der Rhein biologisch tot. Und dieses AKW hat tatsächlich immer noch ein Umweltzertifikat nach ISO 14001]!
    Mehr Infos Atomkraftwerke und Rhein
    Zusätzlich zur Erwärmung des Rheins kommt noch die radioaktive Verschmutzung.
    Alle Atomkraftwerke belasten auch im so genannten Normalbetrieb die Flüsse mit radioaktivem Tritium. Der Grenzwert für erlaubte Radioaktivitätsabgabe in den Rhein liegt in Fessenheim bei 74.000 Milliarden Becquerel im Jahr.
    Fessenheim, der radioaktive Heizofen für den Rhein, ist immer noch nach ISO 14001 "umweltzertifiziert".

    AKW - Fessenheim Abschalten: Unser Banner für Ihren Balkon! Info
    hier


    Der atomare Umweltclub von EDF und EnBW
    Mit der Gründung des so genannten Umweltvereins "Au fil du Rhin" (dt.: "Am Rhein entlang") in Fessenheim versuchen die beiden AKW Betreiber EDF und EnBW den Begriff der Nachhaltigkeit für sich zu besetzen und die Umweltbewegung zu spalten und zu kaufen. Auch die Kampagne für den Euroreaktor EPR, der von Siemens und Framatome in Frankreich und bei einem Regierungswechsel auch in Deutschland gebaut werden soll, läuft genau wie "Au fil du Rhin" unter dem Deckmäntelchen der Nachhaltigkeit. Die "Nachhaltige Kernenergie" ist das Motto der neuen Atomkampagne. Mit Lockvogelangeboten und viel Geld sollen regionale Umweltorganisationen in diesen "neuen Umweltverband" gelockt werden, doch BUND und Alsace Nature lehnen die Mitgliedschaft in einer solchen Tarnorganisation der Atomindustrie ab. EDF und EnBW setzen auf Käuflichkeit der Umweltbewegung und der Menschen. In Sachen neue AKW und Europäischer Druckwasserreaktor geht es alleine in Frankreich um ein Geschäft von weit über 200 Milliarden Euro. Industriegesteuerte Bürgerinitiativen, verlogene Umweltzertifikate wie ISO 14001, Greenwash und Atompropaganda gehören da zur langsam anlaufenden Pro - Atom - Werbekampagne für die fast unbegrenzte Geldmittel zur Verfügung stehen. Mit derartigen Desinformationskampagnen gefährden die Atomstromproduzenten auch die Demokratie.

    Mehr Infos zur Fessenheimer Atom- und Umweltpropaganda und zu "au fil du rhin"

    Atomkraftwerk Fessenheim: Ja Bitte!
    Selbstverständlich gibt es in Frankreich immer noch eine massive Pro-Atom-Lobby. Angeführt wird diese "Bewegung" vom Rechtspopulisten und Brandstifter und Bürgermeister Michel Habig und von der gekauften Gewerkschaft CGT. In Sachen Fessenheim geht es um viel Geld. Bereits jetzt "beeinflusst" die EDF mit Steuergeldern und "Zuwendungen" Gemeinden, Gewerkschaften, Vereine und Politiker.

    Das Atomkraftwerk Fessenheim leistet pro Jahr rund 30 Mio. € an Zahlungen (Gewerbesteuern, Gebühren und Zuwendungen) an staatliche Gremien und lokale Behörden. Immer wieder werden auch ganze Anzeigenseiten in elsässischen und badischen Medien gekauft.

    Atomkraft & Geld: Ja bitte!

    Der CLS wurden dazu folgende Angaben gemacht:
    • 10,5 Mio. € Gewerbesteuer
    • 0,8 Mio. € Grundstückssteuer
    • 11,5 Mio. € Wasserentnahmegebühren
    • 8,4 Mio. € Atomgebühren ("redevances Installations Nucléaires de Base")

    Was ansonsten noch an Geldern "fließt" wissen wir nicht. Viele regionale Politiker sind nicht aus Überzeugung für Atomkraft. Es geht ums Geld! Dennoch gibt es quer durch alle politischen Lager und Parteien am Oberrhein eine erfreulich massive Ablehnung des AKW. Infos zum Widerstand im Elsass


    Eine neues AKW nach Fessenheim brächte ziemlich viel Ärger für EDF und AREVA


    EDF und EnBW setzen auf Käuflichkeit
    der Menschen. Das viele Geld an Gemeinden und Vereine wird genutzt, um Akzeptanz für das AKW Fessenheim zu kaufen.
    Jedes Jahr Laufzeitverlängerung bringt uns mehr Gefahren und den AKW-Betreibern pro Kraftwerksblock im Mittel Zusatzgewinne von etwa 300 Mio. Euro. Wenn Fessenheim also 1 Jahr früher abgestellt wird, kostet das die EDF ca. 600 Mio. Euro. Und auch bei den Plänen neue Reaktoren nach Fessenheim zu bauen, geht es um schwindelerregende Summen. 3,2 Milliarden Euro soll der erste Europäische Druckwasserreaktor EPR, der gerade zu Dumpingpreisen in Olkiluoto in Finnland gebaut wird, kosten. Realistisch sind nach Expertenansicht eher 4 Milliarden Euro. Beim Neubau von zwei neuen Reaktorblöcken in Fessenheim geht es also um die Summe von ca. 8 000 000 000 Euro. Gehen wir von 5% "Werbung" und "baubegleitenden Maßnahmen" zur politischen Akzeptanzgewinnung aus, dann handelt es sich um einen Betrag von 400 Millionen Euro. Aus Überzeugung für das AKW Fessenheim? "It's the money, stupid!"


    Zum Thema Fessenheim-Abschaltung im Jahr 2016 gibt es unterschiedliche Einschätzungen.

    Hier zwei Debattenbeiträge:


  • Eine Einschätzung aus dem Elsass
    Die Schliessung des AKW Fessenheim scheint in weite Ferne zu rücken und damit überhaupt in Frage zu stehen. Einem heutigen Bericht der Zeitung L’Alsace entnehme ich, dass der ‚Schließungsbeauftragte‘ mit folgendem Ablauf rechnet: Zuerst ein Gesetz zur Energiewende mit einem Passus zur Schließung von Fessenheim frühestens Oktober 2013. Sodann Planungsprozess zur Schließung durch die EDF , der zwei Jahre in Anspruch nehmen soll, sodann Prüfung dieser Pläne durch die Atomaufsicht ASN , dafür veranschlagt drei Jahre (!!) . Man kann sich also ausrechnen, dass in dieser Legislaturperiode des Parlaments und der Amtszeit von Hollande nichts passieren wird, und schon garnix, was die Stilllegung unumkehrbar machen würde. Alles hängt dann von der Zusammensetzung des nächsten Parlaments und vom nächsten Präsidenten ab. Vermutlich werden wir aber in 4 Jahren wieder die andere Seite an der Regierung sehen, wenn ich mir die bisherige Politik-Bilanz der aktuellen Machtinhaber ansehe. Das war’s dann mit Schließung Fessenheim. Also machen wir uns bitte keine Illusionen mehr ….

  • Und hier noch die Einschätzung von BUND-Geschäftsführer Axel Mayer
    Nach unserem "Besuch" am 16.1.13 im Umweltministerium in Paris, um über die schnelle und endgültige Abschaltung des AKW Fessenheim zu verhandeln, bin ich ein wenig verunsichert. Ich nehme Herrn Rol-Tanguy (Mr. Fessenheim-Abstellen) und Herrn Hollande durchaus ab, dass sie Fessenheim schließen möchten.
    Ein Wiederanfahren des Reaktors durch eine "andere Regierung" schließt Herr Rol-Tanguy aber nicht aus...
    Meine zentrale Forderung im Gespräch mit Herrn Rol-Tanguy, war die "Unumkehrbarkeit" des Ausstieges. D.h. alle Einrichtungen, die für den sicheren Abschaltbetrieb nötig sind, müssen selbstverständlich weiter laufen. Alles was nur für den "Normalbetrieb" nötig ist, muss schnellstmöglich ausgebaut werden.
    Es gibt viele Anzeichen, dass die französische Atomlobby alles versucht, um den Reaktor über die rot-grüne französische Regierungszeit hinüberzuretten. Rechtspopulistische Politiker wie der Brandstifter und Bürgermeister Habig, aber auch Gewerkschaften die in größter finanzieller Abhängigkeit mit der EDF verbunden sind, kämpfen für die Gefahrzeitverlängerung des alten AKW.

    Es ist meine größte Sorge,
    dass jetzt, wo es in Fessenheim ernst werden könnte, die gefährlichste politische Waffe aus der Mottenkiste geholt wird. Die kleinen "Nationalismen" sind die gefährlichsten Waffen in trinationalen Konflikten am Oberrhein. Sie wurden und werden von deutschen, schweizern und französischen Konzernen und Politikern gerne genutzt um ökonomische Interessen durchzusetzen (Airportstreit Zürich, Giftmüllofen Kehl...) Wir dürfen uns nicht gegeneinander aus spielen lassen. Wir sind das gelebte Europa der Menschen.

    Am Beispiel der Fessenheim-Abschaltung wird sich zeigen, wer Frankreich regiert. Die gewählte Regierung und Herr Hollande oder wie bisher die EDF und die Konzerne

    Unser Protest ist also weiterhin notwendig. Wir sollten allerdings darauf achten, dass wir nicht in die kleinen nationalen Fettnäpfchen treten, die gerade überall aufgestellt werden. Amitié Franco-Allemande!



    Aktuell gibt es immer häufiger eine Forderung aus unseren Reihen:

    „Die 17,5% deutschen Anteile am AKW Fessenheim sofort zu kündigen."

    Das klingt erst mal gut, ist es aber tatsächlich auch eine „kluge“ Forderung auf unserem Weg zu einer schnellen Abschaltung?

    Die deutsche EnBW bezieht "gezielt indirekt" Fessenheimer Gefahrstrom. Die EnBW hat seit der Inbetriebnahme des AKW-Fessenheim Bezugsrechte für den französischen Gefahrstrom. Eine richtige Beteiligung ist dies nach meinem Wissensstand nicht, aber der BUND wird versuchen diese Frage zu klären. Das deutsche Unternehmen (Badenwerk) heute EnBW, hat sich in Höhe von 17,5 % am Bau des Kernkraftwerkes Fessenheim beteiligt und trägt ferner jedes Jahr einen entsprechenden Teil der Betriebs- und Investitionskosten. Im Gegenzug erhält EnBW "gezielt indirekt" 17,5 % der Stromproduktion.

    Was bedeutet es, wenn wir den „Strombezugsvertrag über Energielieferungen“ sofort kündigen wollen?


    Soll der „kleine Atomkonzern“ EnBW dem „großen Atomkonzern“ EDF den Anteil schenken? Welchen strategischen Nutzen brächte uns das auf unserem Weg schnellstmöglich aus der Gefahrstromproduktion auszusteigen?

    Soll die EnBW die Bezugsrechte verkaufen? Wer sollte diese dann sinnvollerweise kaufen? Die Schönauer (die dies am besten könnten) würden sich verständlicherweise mit Händen und Füßen wehren...

    Die EDF würde den Strombezugsvertrag vermutlich nicht einmal geschenkt zurücknehmen, weil an die 17,5% Beteiligung (vermutlich) auch die Abrisskosten für´s AKW geknüpft sind. Die EnBW hat jahrzehntelang an Fessenheim-Strom profitiert.
    Die Forderung "die 17,5% Beteiligung am AKW Fessenheim zu kündigen" würde dann EnBW vermutlich massive finanzielle Vorteile bringen.
    Wenn die EnBW jahrzehntelang profitiert hat, dann soll sie sich nach meiner Ansicht auch an den Abrisskosten beteiligen.

    Ich möchte keinen „Billigabriss“ und die EDF hat extrem wenig Geld für die Abrisskosten zurückgelegt.

    Zurückgeben, verkaufen, verschenken....?
    Da finde ich die BUND-Forderung: "Den 17,5%-Anteil der landeseigenen EnBW an diesem AKW zu nutzen, um gemeinsam mit dem französischen Staatspräsidenten Hollande eine schnelle Abschaltung des ältesten französischen AKW zu erreichen." realistischer...
    Axel Mayer



    Atomkraftwerk + Atomwaffen = Atomkraftwaffen
    Das größte Atomproblem ist die Gefährdung allen Lebens mit der weltweiten Verbreitung von Atomkraftwaffen durch den Bau von Atomkraftwerken, Urananreicherungsanlagen und dem Schwarzmarkt für Plutonium. Wieso haben Länder wie Pakistan und Israel Atomwaffen? Weil sie mit Hilfe der "friedlichen Nutzung der Kernenergie" Mittel und Wege gefunden haben, Atomkraftwaffen zu bauen. Und jedes alte und neue AKW (auch der neue Siemens Euroreaktor EPR) vergrößert die Gefahr für den Weltfrieden. Deutlich wird diese Gefahr auch beim Streit um das iranische bzw. nordkoreanische Atomprogramm und die iranische bzw. nordkoreanische Atombombe. Doch der erhobene Zeigefinger in Richtung Nordkorea und Iran gilt nicht, wenn hinter diesem Zeigefinger eigene Atomwaffen, AKW und Urananreicherungsanlagen stehen.

    Woher kommt die Anmaßung der Atomstaaten,
    anderen Ländern das verbieten zu wollen, was sie selber haben? Wie der Kolonialismus lässt sich eine weltweite atomare Zweiklassengesellschaft auf Dauer nicht aufrecht erhalten. Wer im eigenen Land Atomkraftwerke betreibt und länger laufen lässt, wer heimlich auf den Bau neuer Siemens Druckwasserreaktoren spekuliert, liefert dem Rest der Welt gute Gründe, neue Atomkraftwerke und Atomwaffen zu bauen, fördert die Proliferation und gefährdet so diesen Planeten und alles Leben. Deshalb fordert der BUND auch den schnellen, nationalen und internationalen Ausstieg aus der Gefahrtechnologie Atomenergie.

    Wie der ehemalige französische Präsident Sarkozy durch Atomexporte an Gaddafi und Andere den Weltfrieden gefährdete
    Der ehemalige französische Präsident wollte noch vor wenigen Jahren an den libyschen Diktator Gaddafi AREVA-AKW liefern! Wenn er diese Pläne realisiert hätte, dann müsste er im Jahr 2011 Krieg gegen ein Land führen, das über französische Atomkraftwaffen verfügen könnte.

    Der französische Präsident sieht sich als Außendienstmitarbeiter und Vertreter der französischen Atomkonzerne EDF und AREVA.
    Sarkozy, AKW & Atomwaffen
    Mehr Infos zu AKW und Atomwaffen

    Fessenheimer Gefahrzeitverlängerung
    Auch das AKW in Fessenheim (Ingefahrnahme 1977 und 1978) sollte (vor dem Regierungswechsel) länger laufen als ursprünglich geplant, um so die Gewinne der EDF, EnBW und AXPO zu erhöhen. Laufzeitverlängerung für das Atomkraftwerk Fessenheim bedeutet mehr Atommüll, mehr atomares Risiko durch die Alterung der Atomkraftwerke, mehr Gefahr durch die Versprödung der Reaktordruckgefäße, durch die Weitergabe von Atomkraftwaffen und die zunehmende Gefahr von Atomterrorismus. Laufzeitverlängerung für AKW ist eine unverantwortliche Gefahrzeitverlängerung.
    mehr Infos - AKW Laufzeitverlängerung ist Gefahrzeitverlängerung


    Energie ohne Kinderkrebs und Klimawandel

    Dieses wichtige Banner / Transparent für Demo & Balkon gibt´s zum Sonderpreis von nur 8,- Euro hier im BUND-Shop

    AKW, Klimawandel und gut gemachte Propaganda
    „Atomkraftwerke schützen das Klima“. Damit werben die Atomkonzerne RWE, Vattenfall, E.ON, EnBW auch nach Fukushima für den scheinbar CO2-freien Atom-Kraftwerkspark (und bauen gleichzeitig neue Kohlekraftwerke!). Diese geschickte Werbebotschaft der AKW-Betreiber soll Akzeptanz für die immer noch laufenden AKW schaffen. Im Zeitalter der organisierten Desinformation erleben wir hier ein spannendes Exempel. Mit vorgeschobenen Umweltargumenten wird Umweltschutz verhindert und umweltgefährdente Anlagen "grüngewaschen". Die Propaganda der Umweltzerstörer ist besser geworden.

    Es gibt in der Atom-PR zwischenzeitlich ein neues Grundprinzip:
    "Lob dich nicht selber - Lass dich von anderen loben". Wenn McDonalds sagt, McDonalds-Hamburger seien die besten, wenn Öl- und Kohlekonzerne den Klimawandel leugnen, wenn die Tabakindustrie das Krebsrisiko herunter spielt, wenn Monsanto die Gentechnik lobt und Atomkonzerne die sichere Kernenergie preisen, dann ist das weniger glaubwürdig als wenn "neutrale Dritte" die Werbung übernehmen und die Konzernmeinung geschickt verkaufen. Immer wieder haben aus diesem Grund Tabak-, Atom- und Genkonzerne WissenschaftlerInnen gekauft und "ehemalige UmweltschützerInnen" sind noch "glaubwürdiger" als Professoren. Info Auch bösartige Ökologismus Kampagnen gehören zu den neuen Durchsetzungsstrategien der Atomlobby.

    Klimaschutz und AKW: Mythos und Realität
    Der Beitrag der Atomenergie zur weltweiten Energieversorgung liegt bei lediglich 2% während der Beitrag der erneuerbaren Energien schon 18% beträgt. Mit einer „2%-Technik“ ist das das Klimaproblem nicht zu lösen. Selbst der Neubau von Atomkraftwerke könnte diesem geringen Anteil kaum ändern. Eine Vervierfachung der Atomkraftwerkskapazität bis 2050 könnte nur 6% zur angestrebten Halbierung der CO2-Emissionen beitragen (Szenario der Internationalen Energie Agentur, Juni 2008).
    Mehr Infos - Atomkraft, Atomkraftwerk, AKW, Klima und Klimaschutz

    Die kommende weltweite Energiekrise und das Uran
    Die weltweiten fossilen Energievorräte und das Uran nur noch für wenige Jahrzehnte

    Die Erde steuert auf eine gigantische Energiekrise mit massiven ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen zu, wenn der Umstieg auf nachhaltige, regenerative Energien nicht beschleunigt wird. Die Übernahme unseres westlichen Verschwendungsmodells durch Indien und China beschleunigt die kommende Energiekrise. Der von den Werbeabteilungen der Atomkonzerne ins Gespräch gebrachte Heilsbringer Uran wird ähnlich schnell aufgebraucht sein wie Erdöl und Erdgas.

    Die Fachzeitschrift Politische Ökologie schreibt in ihrer Ausgabe vom März 2004:
    Bei den Steigerungsraten des Verbrauchs, welche die Internationale Energieagentur des OECD (International Energy Agency, IEA) berechnete, ergibt sich:

    • ein Ende des Erdöls um 2035,
    • von Erdgas vermutlich vor 2040,
    • Kohle reicht bis maximal 2100. Dabei ist jedoch nicht berücksichtigt, dass sie die anderen Energieträger ersetzen muss und gleichzeitig zu einem gesteigerten CO2-Ausstoß führt.
    • Uran reicht bei der heutigen Förderung nur bis 2040.


    AKW & Fortschritt?

    Nur ein rascher Umbau unserer weltweiten Raubauwirtschaft auf Nachhaltigkeit und die Nutzung regenerativer Energien können die drohende Energiekrise verhindern.
    Mehr Infos - Weltweite Energievorräte/ Energiereserven/ Energieressourcen

    Mit neuen Elektroheizungen wird der Strombedarf gezielt in die Höhe getrieben
    Für diese teuere, umweltschädliche, für die Konzerne aber gewinnbringende Form der elektrischen Energieverschwendung wird teilweise immer noch geworben. Mit Elektroheizungen, Nachtspeicheröfen und Wärmewellenheizungen wird gezielt Energie verschwendet und „Bedarf“ für neue Kraftwerke geschaffen, während öffentlich über Energiesparlampen diskutiert wird.
    Info: Elektroheizung






    Sonne, Wind, Wasser: Energiealternativen
    „Wenn in Deutschland die ersten Atomkraftwerke abgestellt werden, dann wird Deutschland -dreckigen Atom- und Kohlestrom aus dem Ausland- importieren
    und der CO² Ausstoß wird zunehmen.“
    Das waren die alten Lügen der deutschen Atomindustrie und in Frankreich und der Schweiz wird diese Propaganda immer noch betrieben. Doch die Realität sieht anders aus. Trotz aller Fehler der ehemaligen (?) Atomparteien CDU und FDP beim Atomausstieg exportiert Deutschland Strom und der CO² Ausstoß sinkt. In den ersten drei Quartalen 2012 flossen im Saldo 12,3 Terawattstunden Elektrizität ins Ausland. Das entspricht der Leistung von zwei Großkraftwerken. Seit 1990 ist die Nutzung von Ökostrom im Bereich der Strom- und Wärmeerzeugung massiv gestiegen. Ökostrom erreichte in Deutschland im Jahr 2012 schon einen Anteil von 23 Prozent. Aktuell wird in Deutschland eine Kilowattstunde Solarstrom für ca. 16 bis 18 Cent erzeugt. Vor 25 Jahren kostete die KWh aus der Sonne noch 1 Euro und vor 12 Jahren noch 70 Cent. Selbst die Bundesregierung geht davon aus, dass in etwa zehn Jahren die Kilowattstunde Solarstrom für acht bis zehn Cent gewonnen werden kann, denn die Erneuerbaren Energien werden wegen der Massenproduktion der Technologien und durch Effizienzfortschritte immer preiswerter während die fossil-atomaren Energieträger immer teurer werden.
    Die rund 1,3 Millionen Solarstromanlagen in Deutschland deckten 2012 nach Informationen des Bundesverbandes Solarwirtschaft rechnerisch den Jahresstromverbrauch von acht Millionen Haushalten – ein Plus gegenüber dem Vorjahr von etwa 45 Prozent. Eine Energieversorgung Deutschlands für Strom und Wärme ist mit 100 % erneuerbaren Energien möglich, und zwar ohne jegliche Importe von Energie, also nur auf Basis von Ressourcen, die in Deutschland zur Verfügung stehen. Nicht nur die Gefahren der Nutzung von Atom und Kohle sondern auch die Endlichkeit der atomar-fossilen Energievorräte erfordern eine schnelle Energiewende und echte Nachhaltigkeit.

    Den Aufkleber "100% erneuerbare Energien" gibt´s hier im BUND-Shop



    Fessene? Nai hämmer gsait! Trinational gemeinsam gegen AKW (Das Motiv gibt´s hier als Banner und Plakat

    Was tun?
    Wenn Sie sich diese Ausstellung anschauen, sich heftig über die Atomkonzerne EnBW, EDF, RWE, E.ON, Vattenfall, Siemens und die Atomparteien ärgern, "die Faust im Sack ballen", nachts mit den Zähnen knirschen, aber ansonsten nichts tun, dann nützt das recht wenig.
    • Engagieren Sie sich! Für die schnelle Stilllegung aller Atomkraftwerke und gegen die geplanten Euroreaktoren.
    • Leben Sie energischer. Werden Sie aktiv beim BUND oder bei den Bürgerinitiativen und der Anti-Atom-Bewegung vor Ort.
    • Wichtig: Wenn Sie eine Homepage haben, dann legen Sie doch bitte einen Link zu dieser Seite
    • Wenn Ihr Energieversorgungsunternehmen Sie mit Atomanlagen bedroht, dann lassen Sie sich das nicht gefallen. Wechseln Sie zu einem "echten" Ökostromanbieter, wie z. B. zum BUND Regionalstrom.
    • Bringen Sie das Atomthema zur Sprache: Bei der Arbeit, im Verein, dort wo Sie leben, arbeiten und aktiv sind. Nutzen Sie dazu auch unser Infoblatt.
    • Lassen Sie sich nicht gegen Ihre europäischen Nachbarn ausspielen. Die Atomlobby arbeitet grenzüberschreitend. Wir Umweltschützer auch.
    • Setzen Sie sich ein, für Mensch, Natur, Umwelt und für eine nachhaltige, erdverträgliche Entwicklung.
    • Engagieren Sie sich für die Demokratie. Die Dauerregierungsmitglieder EnBW (D), EDF (F) und AXPO (CH) verstärken ihren Einfluß auf Politik und Medien in Deutschland, Frankreich und der Schweiz und gefährden die Demokratie.
    • Bekennen Sie sich zu Ihrem Engagement. Mit einem Leserbrief, einem Aufkleber im Fenster, am Rad, an der Mülltonne, am Auto oder mit einem Plakat am Hoftor (Materialien gibt's im BUND Freiburg Shop)
    • Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende oder werden Sie BUND-Mitglied (steuerlich absetzbar). Flugblätter,Internetarbeit und Ausstellungen kosten Geld.
    • Lassen Sie nicht zu, dass Wikipedia weiterhin einseitig von den Werbeabteilungen der Atomlobby manipuliert wird.
    • Sparen Sie Energie und gehen Sie mit uns den Weg ins Solarzeitalter.


    Information: Beängstigende Ignoranz der Behörden in Sachen Terrorgefahr und AKW Fessenheim
    Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer, Vizepräsident TRAS



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    Diese Seite soll auch der Vernetzung dienen. Darum finden sich hier Links von regionalen Initiativen zum AKW. Wenn der Link zu Eurer Seite fehlt, dann informiert uns. Legt bitte auch einen Link zu dieser Seite.

    TRAS: Trinationaler Atomschutzverband
    Französische Seite gegen das AKW Fessenheim





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    Fessenheim strahlt : Alle Informationen zum AKW Fessenheim
    Information, Hintergrundinfo, Ausstellung, Material, Vortrag, Hausarbeit, Diplomarbeit, Aufsatz, Schularbeit, Referat..


    Gefährliche französische AKW / KKW


    Unsere detailierte Kritik am Atomkraftwerk Fessenheim / Frankreich
    lässt sich auch auf die folgenden französischen Kernkraftwerke übertragen


    Belleville-1, France, PWR
    Belleville-2, France, PWR
    Blayais-1, France, PWR
    Blayais-2, France, PWR
    Blayais-3, France, PWR
    Blayais-4, France, PWR
    Bugey-2, France, PWR
    Bugey-3, France, PWR
    Bugey-4, France, PWR
    Bugey-5, France, PWR
    Cattenom-1, France, PWR
    Cattenom-2, France, PWR
    Cattenom-3, France, PWR
    Cattenom-4, France, PWR
    Chinon-B1, France, PWR
    Chinon-B2, France, PWR
    Chinon-B3, France, PWR
    Chinon-B4, France, PWR
    Chooz-B1, France, PWR
    Chooz-B2, France, PWR
    Civaux-1, France, PWR
    Civaux-2, France, PWR
    Cruas-1, France, PWR
    Cruas-2, France, PWR
    Cruas-3, France, PWR
    Cruas-4, France, PWR
    Dampierre-1, France, PWR
    Dampierre-2, France, PWR
    Dampierre-3, France, PWR
    Dampierre-4, France, PWR
    Fessenheim-1, France, PWR
    Fessenheim-2, France, PWR
    Flamanville-1, France, PWR
    Flamanville-2, France, PWR
    Golfech-1, France, PWR
    Golfech-2, France, PWR
    Gravelines-1, France, PWR
    Gravelines-2, France, PWR
    Gravelines-3, France, PWR
    Gravelines-4, France, PWR
    Gravelines-5, France, PWR
    Gravelines-6, France, PWR
    Nogent-1, France, PWR
    Nogent-2, France, PWR
    Paluel-1, France, PWR
    Paluel-2, France, PWR
    Paluel-3, France, PWR
    Paluel-4, France, PWR
    Penly-1, France, PWR
    Penly-2, France, PWR
    Phenix, France, FBR
    St. Alban-1, France, PWR
    St. Alban-2, France, PWR
    St. Laurent-B1, France, PWR
    St. Laurent-B2, France, PWR
    Tricastin-1, France, PWR
    Tricastin-2, France, PWR
    Tricastin-3, France, PWR
    Tricastin-4, France, PWR

    Legende: PWR = Pressurized Water Reactor / Druckwasserreaktor


    Infos, Informationen für Hausarbeit, Schularbeit, Referat, Vortrag, Diplomarbeit
    Fessenheim strahlt : Alle Informationen zum EDF / EnBW AKW Fessenheim


    Fessenheim Aktuell:

    (nicht nur in) Fessenheim: Korrosion an den Hüllrohren des AKW - Rostreaktor Fessenheim



    Zusätzlich zu den „üblichen Problemen“ sind laut Medienberichten an 25 der 58 französischen Kernreaktoren Schäden an Hüllrohren der Brennelemente festgestellt worden und selbstverständlich sind auch die ältesten Reaktoren Frankreichs in Fessenheim betroffen.
    Wenn die dünnen Rohre, die die Brennelemente umhüllen und vom Kühlwasser trennen, stark oxidieren können sie auch rissig werden. Wird die Hülle eines Brennelements durch Rost stark beschädigt, so können radioaktive Gase in das Reaktorwasser austreten. Vergrössert sich ein Riss im Hüllrohr, so entweicht neben den Edelgasen auch gefährliches radioaktives Iod in den Primärkreislauf. Da es auch zwischen Primärkreislauf und Sekundärkreislauf immer wieder Undichtigkeiten gibt, kann dies auch zu einer Erhöhung der der krebserregenden Strahlung im sogenannten Normalbetrieb führen. Über das konkrete Ausmaß der Schäden in den 25 französischen Reaktoren gibt es noch keine Informationen. Da die Radioaktivtät im Reaktorwasser kontinuierlich überwacht werden sollte, ist es mehr als erstaunlich, dass das Problem „unbemerkt-gleichzeitig“ an 25 der 58 französischen Kernreaktoren aufgetreten sein soll.
    Notwendig wäre eine schnelle Abschaltung der betroffenen AKW und eine Ursachen- und Folgenanalyse. Doch die notwendige Abschaltung von 25 Reaktoren wäre auch eine wirtschaftliche Katastrophe für Frankreich und die EDF. Hier zeigt sich wieder einmal die risikovergrößernde Abhängigkeit des französischen Staates von einer Hochrisikotechnologie. Die fast gleichzeitig alternden Reaktoren könnten Morgen Probleme bekommen die eine schnelle gemeinsame Abschaltung erforderlich machen würden. Doch es fehlen die Alternativen und es fehlt insbesondere auch die Rücklagen für den Abbruch der AKW. Der Strom in Frankreich ist nur scheinbar billig.

    Axel Mayer, BUND Geschäftsführer







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    Dieser Artikel wurde 59595 mal gelesen und am 8.8.2014 zuletzt geändert.