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Dirk Maxeiner & Michael Miersch: Industrielobbyisten als Journalisten getarnt? (Ökooptimismus / Ökologismus / Klimaskeptiker)


Maxeiner / Miersch


Industriegelenkter Ökooptimismus & Ökologismus - Kampagnen: Maxeiner & Miersch




Thomas Leif vom Netzwerk Recherche in Medienhandbuch.de:
"Die PR-Industrie kolonialisiert den Journalismus; oftmals ist Journalismus nur noch die Kommentierung von Marketing."

Axel Mayer vom BUND-Regionalverband Südlicher Oberrhein:
"Die als Journalisten getarnten Industrielobbyisten Dirk Maxeiner und Michael Miersch sind gute Beispiele für die Kolonialisierung des Journalismus. Als "offizielle" Vertreter der Kohle-, Öl-, Auto-, Gen- und Atomindustrie würden die beiden gut getarnten Industrielobbyisten wesentlich weniger wahrgenommen. Beide hatten früher für die renommierte Zeitschrift Natur gearbeitet. Der Wechsel von der Zeitschrift Natur, das Paulus-Saulus Prinzip, wurde so gezielt genutzt um Glaubwürdigkeit zu erreichen. Heute verbreiten sie für die Industrie wirtschaftsfreundlichen neoliberalen "Ökooptimismus". Diese industriegelenkte Kampagne (Alles wird gut und die Industrie löst alle Probleme) stammt ursprünglich aus den USA. Mit einer kleinen Zeitverzögerung haben Maxeiner und Miersch eine industriegelenkte Lobbykampagne, den so genannten "Ökooptimismus", nach Deutschland getragen. Bei vielen aktuellen Artikeln und Beiträgen dieser "Journalisten" ist nicht deutlich, ob es sich um redaktionelle Beiträge oder oder um Freianzeigen der Atom-, Kohle-, Öl- oder Gentechindustrie handelt. Die Journalisten Maxeiner und Miersch entlarven "Öko-Irrtümer", die gar keine sind, berichtet "Die Zeit" am 31/1998. Die beiden "Journalisten"schreiben für die Klimawandelleugner und sorgen jetzt dafür, dass die Pro-Atom und Laufzeitverlängerungskampagnen von EnBW, RWE, Vattenfall und E.ON in den Medien (FAZ & Welt) umgesetzt werden. Kein Wunder, dass Dirk Maxeiner und Michael Miersch häufig in der Schweizer WELTWOCHE veröffentlichen. Dort wird "gut und gerne" der Klimawandel geleugnet und gegen Deutsche, andere Ausländer und Minarette polemisiert. 500 000 Franken soll rechte SVP-Patron Christoph Blocher pro Jahr dafür an die Weltwoche überweisen, dass sein Chemieunternehmen ein Kreuzworträtsel sponsert, schreibt die Badische Zeitung in einem lesenswerten Beitrag über die Weltwoche

Dirk Maxeiner & Michael Miersch sind auch die klassischen Vertreter der gut organisierten Klimaskeptiker. Sie schreiben was die Konzerne gerne hören und versuchen die Kampagnen der Kohle-, Öl- und Atomkonzerne journalistisch umzusetzen. Gerade auch vor dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen 2009 waren sie in dieser Sache sehr aktiv.


Der geschickt eingeführte Kampfbegriff "Ökologismus" ist ein direkter Angriff auf die Umweltbewegung, den neoliberale Netzwerke in den USA entwickelt haben. Es geht Maxeiner und Miersch darum positiv besetzte Begriffe wie Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Ökologie durch den Kampfbegriff Ökologismus zu ersetzen, Zukunftsfähigkeit zu diskreditieren und die Umweltbewegung in die politische Nähe von Sekten zu stellen. "


Das lesenswerte Buch “Giftmüll macht schlank”
von John Stauber und Sheldon Rampton liefert profundes Wissen über das Innenleben der amerikanischen Desinformationsindustrie. Es beschreibt mit welchen Mitteln die amerikanische Public Relations-Profis im Auftrag von Politik und Wirtschaft die öffentliche Meinung manipulieren: Das Erfinden guter Nachrichten und wie die PR-Industrie immer größeren Einfluss auf die öffentliche Meinung gewinnt – wie Kriege verkauft werden und Konzernen ein grünes Image verpasst wird. Da das Buch die PR-Kampagnen in den USA aufzeigt, kommen die Herren Maxeiner und Miersch darin persönlich nicht vor. Viele der beschriebenen amerikanischen Desinformationskampagen zum Ökooptimismus, zur Verleugnung des Klimawandels, für die Genfood, gegen Bionahrungsmittel und für die “umweltfreundliche Kernenergie” aber kommen einem seltsam bekannt vor, wenn man sich mit den Texten und Internetseiten der Herren Maxeiner und Miersch und insbesondere mit der so genannten „Achse des Guten“ beschäftigt.

Auch industriegelenkte "Angriffe" auf Umweltorganisationen und NGO´s
nehmen zu, wenn es um ökonomische Interessen geht. Ein Beispiel dafür sind die Ökologismus - Kampagnen verschiedenster neoliberaler Netzwerke, angeführt u.a. von den Industrielobbyisten Maxeiner und Miersch. Geben Sie bei einer Suchmaschine den Begriff Ökologismus ein und schauen sie welche Interessengruppen Sie dort finden...

Sie finden dort neben den beiden "Journalisten" auch die gut organisierte Lobby der Öl- und Kohlekonzerne,
die immer noch den menschengemachten Klimawandel leugnet, die industriegelenkten Initiativen der Atom- und Genlobby. Am stärksten vertreten und organisiert wird die Ökologismus-Kampagne von neoliberalen Netzwerken und Think-Tanks.

Gerade diese Gruppen haben in den letzten Jahrzehnten die neoliberale Deregulierung der Wirtschaft und des Bankenwesens durchgesetzt und sie sind die Mitverantwortlichen für die aktuelle weltweite Finanz-und Wirtschaftskrise. Immer wieder taucht in diesen Traktaten der Begriff der "Freiheit" auf. Es geht aber nicht um die Freiheit der Menschen und des Denkens, sondern um die uneingeschränkte "Freiheit der Industrie" auf Kosten von Mensch, Umwelt und Natur. "Für den Antiökologen und Welt-Kolumnisten Michael Miersch ist die Genkartoffel Amflora die Hoffnungsknolle." schreibt die TAZ.

Mit dem Ökologismus - Begriff
wird der Umweltbewegungen gezielt der Vorwurf gemacht, eine Ideologie zu schaffen, die nicht mehr die Interessen des Menschen, sondern die Interessen einer gegen die wirtschaftliche und politische Vernunft handelnden Randgruppe zu vertreten. Es geht darum positiv besetzte Begriffe wie Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Ökologie durch den Kampfbegriff Ökologismus zu ersetzen, Zukunftsfähigkeit zu diskreditieren und die Umweltbewegung in die politische Nähe von Sekten zu stellen.

Solche gezielten Kampagnen
(hinter denen häufig auch gut bezahlte Werbeagenturen stecken) gehören in den USA zum politischen Tagesgeschäft der Gentechnik- und Atomlobby und der Öl- und Kohleindustrie die immer noch aggressiv den Klimawandel leugnet. In Deutschland stehen solche Angriffe auf die Umweltbewegung und Zersetzungskampagnen noch am Anfang. Angeführt werden solche Kampagnen aber immer wieder von den Herren Maxeiner und Miersch.

Erschreckend ist die politische Naivität der Umweltbewegung
für die diese gut getarnten Konzernkampagnen (noch) kein Thema sind.


Ökologismus: Eine industriegelenkte Kampagne





Klimaskeptiker / Die letzten Fortschrittsgläubigen


Von Lorenz Jäger
kurzer Auszug aus einem lesenswerten Artikel der FAZ vom 11. Dezember 2009

"Klimaskeptiker gibt es in vielen Versionen. Einmal findet ein Klimawandel nicht statt, ein anderes Mal ist er nicht so dramatisch wie von Umweltschützern behauptet, oder die Erderwärmung wird am Ende gute Effekte für uns alle haben (vor allem für den Sport, wie ein britischer Tory-Parlamentarier ernsthaft erklärte), oder, ein anderes Mal: Es gibt kein Menschenrecht auf einen stabilen Meeresspiegel. Einig sind sie sich nur darin, dass es sich bei den Zielen der Konferenz in Kopenhagen um, so Michael Miersch im Magazin „Cicero“, „Klima-Hysterie“ handelt, wie auch Wolfram Weimer, Chefredakteur des „Cicero“, von der Klimadiskussion glaubt, dass sie „viel zu hysterisch ist“. Umweltschutz wird mit dem Kampfbegriff „Ökologismus“ als Gedanke verblendeter Fortschrittsfeinde verächtlich gemacht.“ Zitatende

Quelle: FAZ


Norbert Schnorbach, Greenpeace-Pressechef, schreibt im greenpeace magazin 5.98 (Auszug)

Echter Fortschritt kann nur durch vermehrte Aufklärung stattfinden“, heißt es im Vorwort des Buches „Lexikon der Öko-Irrtümer“. Das Buch plädiert „für einen Neuanfang in Ökobewegung und Umweltpolitik“. Nachdem „die erste Welle des Umweltschutzes viel erreicht“ habe, müsse man nun „in den Köpfen Platz für das Neue schaffen und eine Menge alten Ballast abwerfen“, schreiben die Autoren Dirk Maxeiner und Michael Miersch. Klingt gut — auf den ersten Blick.

Sie stellen rund 150 Behauptungen auf (zum Beispiel „Der Müllberg wächst und wächst“ oder „Die Wälder sind weltweit in Gefahr“) und prangern diese dann als Öko-Irrtümer an. Die Argumentation folgt simplen Strickmustern: Manche „Irrtümer“ sind teilweise korrekt (viele Waldgebiete sind tatsächlich in Gefahr, aber nicht alle), andere waren früher richtig (damals wuchsen die Müllberge, aber heute wird mehr recycelt). Manche Kapitel lesen sich als flotte Polemik („Omas Küche war gesünder“, „Beton ist böse“), andere sind schlichte Einseitigkeit (Gentechnik, PVC, Brent Spar). Bei genauerem Hinsehen zeigt sich, daß die beiden einst angesehenen Journalisten in seichten Gewässern segeln. Sie halten keineswegs, was sie im Vorwort versprechen. Statt Fortschritt präsentieren sie Klischees gegen „überzogenen“ Umweltschutz, statt neuer Ideen servieren sie schludrige Informationen aus dubiosen Quellen. Statt Aufklärung enthält das Buch ein manipulatives Gemisch aus Halbwahrheiten und Verharmlosungen.

Wäre das alles, könnte man das Buch zuklappen und in der hinteren Reihe des Bücherregals verstauben lassen. Aber das griffige Motto von den „Öko-Irrtümern“ findet Widerhall dort, wo politischer Umweltschutz ein Dorn im Auge ist. So hat die BILD-Zeitung Gefallen gefunden am Niveau des Lexikons. BILD startete eine Serie mit dem Titel „Die größten Öko-Lügen“. Die Serie ging allerdings schnell zu Ende. Greenpeace konterte mit einer öffentlichen Erklärung über die „Öko-Lügen von BILD“ und legte juristische Mittel ein. Mit Erfolg: Der Springer-Verlag unterschrieb angesichts der sachlichen Fehler im Text eine Unterlassungserklärung. Sind die beiden Autoren Überzeugungstäter? Oder ökologische Wendehälse? Oder surfen sie auf den Wogen des Zeitgeistes? Einst waren Maxeiner und Miersch Umweltjournalisten bei der Zeitschrift „Natur“. Danach nur noch Journalisten, die bei Hoechst „in Lohn und Brot“ standen. Sie machten für den Chemie-Multi „phantasievolle Pressearbeit“ (Handelsblatt) als Textchefs der umstrittenen Hoechst-Zeitschrift „Change“. 1996 fiel ihr gemeinsames Buch „Öko-Optimismus“ unangenehm auf mit verbalen Attacken gegen „Pseudo-Ökos“, „Ökoheuchler“, „Ökopharisäer“, „Ökochonder“, „Ökopriester“, „Ökopäpste“, „Ökoromantiker“, „Öko-Stalinisten“ und so weiter...




Reinhild Bennig schreibt im BUND-Magazin 3/2008 in dem Artikel „Nicht verunsichern lassen! Kontrollen bei Ökolebensmitteln“ (Auszug)


Gesundes Käfighuhn?

„Hennen in Käfighaltung leben vergleichsweise gesünder, und auch ihre Eier sind weniger von Keimen belastet“, schreibt etwa Michael Miersch im Magazin „Cicero“ vom Juli 2008, das den Titel „ Der große Bio-Schwindel“ trägt. Michael Miersch und Dirk Maxeiner sind wegen ihrer Bioschmähungen in der FAZ einschlägig bekannt. Mierschs Behauptung, Käfigeier trügen weniger Krankheitserreger, ist allerdings schlicht falsch. Das Bundesamt für Risikobewertung wies nach, dass Salmonellen in Käfighaltungen viel häufiger vorkommen als in tiergerechter Haltung: Gerade Großbetrieben mit über 30 000 Legehennen sind wahre Salmonellenhorte: In über zwei Drittel der Großbetriebe wurden Salmonellen gefunden, doch nur in 15 Prozent der kleinen Bestände (bis zu 3 000 Tiere). Von Kritikern heißt es häufig auch, Biolebensmittel seien vermehrt mit Schimmelpilzen (Mykotoxinen) belastet. Ein groß angelegtes EU-Forschungsprojekt zeigt aber: Biolebensmittel sind mindestens so sicher wie konventionelle: „Frisch geerntetes biologisches Getreide enthält normalerweise ähnliche oder kleinere Mengen an Mykotoxinen als nichtbiologisches Getreide“…



Christoph Bals Politischer Geschäftsführer Germanwatch e.V. schreibt zu einem Artikel in "Die Welt" vom 12.4.07: Der Tschadsee:

"Maxeiner und Miersch behaupten in ihrem Artikel, der Germanwatch-Mitarbeiter Martin Fliegner vermittle bei seinen Schulbesuchen im Rahmen der Klimaexpedition "den 17-Jährigen ihre Mitschuld am Klimafrevel, den er mit dem austrocknenden Tschadsee illustriert. Schuld an dessen Schrumpfen ist zwar in erster Linie die Ableitung von immer mehr Wasser für die Landwirtschaft an seinen Zuflüssen, aber dieser Hinweis wäre für Martins pädagogische Botschaft kontraproduktiv." Dabei zeigt sich gerade am Beispiel Tschadsee die zunehmende Bedeutung von veränderter Klimavariabilität und abnehmender Regenfälle in Teilen der Sahelzone. In der umfassendsten wissenschaftlichen Studie zum Thema (J. Geophys. Res. 106: 3349-56) schätzen die Autoren, dass ca. die Hälfte der Schrumpfung des Sees direkt auf Klimaänderungen zurückzuführen ist, die andere Hälfte auf die steigenden Wasserentnahmen (die aber gerade bei trockenerem und wärmerem Klima auch stärker zunehmen). Nicht die Aussagen der Klimaexpedition, sondern die Behauptungen von Maxeiner und Miersch stehen folglich mit dem derzeitigen Stand der Wissenschaft in Konflikt."




ZEIT ONLINE 31/1998 S. 27 zum Artikel

Falsche Fakten
Die Journalisten Maxeiner und Miersch entlarven "Öko-Irrtümer", die gar keine sind


hier geht`s zum lesenswerten Zeit-Artikel



Hier einige Bücher von Dirk Maxeiner und Michael Miersch



  • 1. Schöner Denken: Wie man politisch unkorrekt ist
    von Josef Joffe, Dirk Maxeiner, Michael Miersch, Henryk M. Broder

  • 2. Biokost & Ökokult: Welches Essen ist wirklich gut für uns und unsere Umwelt
    von Dirk Maxeiner, Michael Miersch

  • 3. Frohe Botschaften: Maxeiner und Miersch über den alltäglichen Wahnsinn
    von Dirk Maxeiner, Michael Miersch

  • 4. Schöner Denken
    von Josef Joffe, Henryk M. Broder, Dirk Maxeiner, Michael Miersch

  • 5. Life Counts. Eine globale Bilanz des Lebens
    von Michael Gleich, Dirk Maxeiner, Michael Miersch

  • 6. Das Mephisto-Prinzip
    von Dirk Maxeiner, Michael Miersch

  • 7. Lexikon der Öko-Irrtümer
    von Dirk Maxeiner, Michael Miersch

  • 8. Öko-Optimismus
    von Dirk Maxeiner, Michael Miersch

  • 9. Lexikon der Öko-Irrtümer
    von Dirk Maxeiner, Michael Miersch










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Dieser Artikel wurde 2908 mal gelesen und am 11.3.2010 zuletzt geändert.