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Kernfusion Reaktor: Eine Kritik

Seite Jahrzehnten träumt die Industrie weltweit auf Kosten der SteuerzahlerInnen einen teuren Traum. Der Kernfusionsreaktor soll die Energieprobleme der Welt lösen. Kernfusionsreaktoren oder Fusionsreaktoren sind technische Anlagen, die dazu dienen sollen, die Kernfusion kontrolliert ablaufen zu lassen und zur Energiegewinnung zu nutzen. Doch dazu sind sehr hohe Temperaturen und Drücke notwendig, die aufwändiger Techniken bedürfen. Die bisher gebauten Fusionsreaktoren waren technische Versuche und nicht zur Energieerzeugung geeignet. Seit Jahrzehnten kommt die Forschung in diesem Bereich nicht voran und verschlingt (ähnlich wie die Hochrisikotechnologie des Schnellen Brüters) ungeheure Geldsummen. Aus diesem Grund beginnen wir jetzt damit kritische Beiträge zu den Themenbereichen

Kernfusionsreaktor - Fusionsreaktor - Tokamaks - Stellaratoren

zusammenzutragen.
Axel Mayer




Zurück in die Zukunft: Kanzlerin setzt auf Kernfusion



In den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts kündigten Kernforscher an, in etwa 30 Jahren einen Kernfusionsreaktor realisieren zu wollen.

Heute, 60 Jahre später, sprechen die Fusionsforscher davon, vielleicht ab 2050 einen Versuchsreaktor bauen zu können. Hohe Milliardenbeträge flossen weltweit seitdem in die Kernfusion, ohne dass irgendein Beitrag zur Energieversorgung in Sicht ist.

Am Montag war die Kanzlerin zu Besuch beim Kernfusionsexperimentes Stellarator in Greifwald. Der Stellearator ist neben dem geplanten ITER-Experiment eine zweite Großbaustelle, die aufzeigt, dass für die Fata Morgana Kenfusion unglaublich viel Geld ohne erkennbare Fortschritte rausgeworfen wird.

Die in den vergangenen Wochen bekannt gegebene Kostenexplosionen desITER-Experimentes sind nur ein weiteres Beispiel für Zeitverzug und Geldverschwendung. Das Stellarator Experiment in Greifswald sollte 2008 in Betreib gehen; heute spricht man von 2014. Die ursprünglichen Kostenansätze sind um einige Hundert Millionen gestiegen.

Ein Paradebeispiel, wie es seit Jahrzehnten läuft. Es wird Zeit endlich innezuhalten und eine Evaluation der Sinnhaftigkeit der Kernfusion anzugehen, als immer weiter business as usual zu betreiben und alle Forderungen, vor allem der Helmholtzgemeinschaft, nach immer neuen Milliarden zu erfüllen. Längst hat das Büro für Technikfolgeabschätzung in einem Bericht zur Kernfusion diese Empfehlung an den Bundestag gegeben.

Der Ausstieg aus dem Atomausstieg wird bisher immer damit begründet, dass Atomkraft als Brückentechnologie fungieren soll bis die Technologien der Erneuerbaren Energien ausgereift seien. Nun heißt es in einer Videobotschaft aus dem Kanzleramt, dass die Brücke die bisher ins Grüne, nämlich zu den Erneuerbaren führen sollte in eine ganz andere Richtung gehen wird, hin zur Kernfusion!

Da die Kernfusion aller Voraussicht nach nicht kommen wird, spricht sich Merkel indirekt für eine dauerhafte Nutzung der Kernspaltung aus. Es muss endlich Schluss sein, mit der Erfüllung immer neuer Milliarden Wünsche der Kernforscher der Helmholtzgemeinschaft, die mit ihren alten Empfehlungen für Atomspaltung und Kernfusion nur Milliardengräber und größte atomare Probleme brachten, aber keine wirklichen Lösungen zur Energiefrage aufzeigten. Ganz anders kalifornische Forscher, die erst kürzlich einen Plan für die Welt auflegten, bis 2030 die gesamte Energieversorgung auf 100 EE umzustellen. Was soll da noch Forschung für Kernfusion, die wird dann gar nicht gebraucht?

Quelle: Hans-Josef Fell MdB 2010




Mehr Infos:
  • Energiereserven der Welt

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    Dieser Artikel wurde 224 mal gelesen und am 21.2.2010 zuletzt geändert.