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Aktiver Umwelt- und Naturschutz in Bielefeld
Aktuelle Themen
beim BUND Bielefeld sind u.a.
Direkt zum Bericht "Besser Leben: Umwelt- und Klimatipps "

Baumpatenschaften, Baumkataster, Exkursionen zu
Baumveteranen
Mehr dazu auf www.denkmalbaum.de
So lange es keine Baumschutzsatzung in Bielefeld gibt
und jeder Eigentümer stadtbildprägende Eichen,
Linden, Kastanien usw. einfach fällen kann, müssen
die Bürger ihre Bäume eben selber schützen.
Wie das geht, zeigt die neue Website www.bielefelder-bäume.de.
Sie präsentiert die schönsten Bäume jedes
Bielefelder Stadtteils auf einer eigenen Seite, und jeder kann
mitmachen: den Lieblingsbaum in der Nachbarschaft oder am Wanderweg
digital fotografieren und hochladen. Zu jedem Baum kann man
außerdem individuelle Kommentare schreiben. Dazu kommen
nützliche Informationen zum Baumschutz und zur Baumpflege. Die
Website ging im August 2007 online und ist ein Projekt des BUND
Bielefeld.
"Besser leben": Umwelt- und Klimatipps für NW-Redakteurin Nicole Hille-Priebe
Nicole Hille-Priebe macht einen Selbstversuch und will den ganzen Mai 2010 ökologisch bewusst leben (siehe NW 3.5.2010).
Da sie um Öko-Tipps von erfahrenen Umweltschützern
gebeten hat, wollen wir uns nicht lumpen lassen! Hier unsere Tipps
für die tapfere Öko-Reporterin:
- Die Ausrede "Bringt
doch nichts" dribbeln Sie am besten dadurch aus, dass Sie sich auf einige
Änderungen konzentrieren, die tatsächlich etwas bringen, und dafür andere
Änderungen auslassen, die allenfalls eine symbolische Bedeutung haben. Dies sind
nämlich vor allem die Dinge, bei denen man nachher feststellt, dass sie fast
nichts gebracht haben.
- Dazu gehört z.B.
der Versuch, Strom zu sparen, indem man ständig überall das Licht ausschaltet
oder überall Sparlampen einbaut. Bringt fast gar nichts, da nur ca. 1% unseres
Energieverbrauchs auf die Beleuchtung entfällt.
- Auch penetrantes
Wassersparen bringt für die Umwelt fast nichts, da es in unserer Gegend stets
genügend Trinkwasser gibt. Es nützt den Leuten in Somalia leider nichts, wenn
Sie in Bielefeld den Wasserhahn zudrehen. Zum Sparen reicht es, wenn Sie bei
kleinen Geschäften nur die kleine Spülung betätigen.
- Fast die Hälfte
unseres Energieverbrauchs entfällt auf die Heizung. Die wird oft gar nicht
mitgezählt, weil sie in der Regel nicht mit Strom betrieben wird, und weil viele
Leute Energie mit Strom verwechseln. Wie spart man Heizenergie
ein?
- Die Heizung einfach
um 1 °C niedriger drehen.
- Nie mit gekippten
Fenstern lüften, sondern kurz und kräftig mit ganz offenem Fenster (Stoßlüften).
Dazu muss man ein paar Fensterbänke leer räumen oder so organisieren, dass man
die Pflanzen etc. rasch beiseite räumen kann.
- Ritzen, durch die
es hineinzieht, vor allem im Winter abdichten.
- Ggf. eine bessere
Wärmedämmung des Hauses anleiern (als längerfristiges Projekt). Dafür gibt es
Fördermittel oder zinsgünstige Kredite (Wikipedia: Wärmedämmung).
- An zweiter Stelle
des privaten Energieverbrauchs steht meist das Auto. Da sind Sie als Car-Sharer
ja schon auf bestem Wege, weil Sie dann bewusst jede einzelne Autofahrt planen
und in der Regel mehrere Dinge auf einmal erledigen. Das spart Autofahrten ein.
Wie steht es mit Ihrem Fahrrad? Ist es fahrbereit? Welche Dinge könnten Sie mit
dem Fahrrad erledigen? Es ist in der Stadt bei vielen Fahrten fast genau so
schnell wie das Auto, manchmal sogar schneller.
- Auch die Stadtbahn
ist eine gute Alternative (vor allem bei Regenwetter). Hier geht es oft um einen
Bewusstseinswandel. Manche Leute fühlen sich automatisch wie ein
Hartz-4-Empfänger, sobald sie eine Stadtbahn betreten. Machen Sie sich einfach
klar, dass in Zürich die Bankiers ganz selbstverständlich Fahrrad und
Straßenbahn fahren. Die Bielefelder Stadtbahn fährt häufig und schnell. Um die
Hemmschwelle zu verringern, brauchen Sie eine Monatskarte (als 9-Uhr-Monatskarte
recht günstig zu haben) (moBiel).
- Ein heikler Punkt
scheint das Duschen zu sein. Warmwasser steht auf dem dritten Platz des privaten
Energieverbrauchs. Dagegen hilft: Das Badezimmer vor dem Duschen beheizen (z.B.
kurz und schnell mit einem Infrarotstrahler). Dann brauchen Sie das Duschwasser
nur ein paar Minuten laufen zu lassen. Während dem Shampoonieren und Einseifen
das Wasser abdrehen. Und nicht mehr so heiß duschen. Denken Sie daran, dass das
auch schlecht für die Haut ist;-)
- längerfristig:
Solarkollektoren fürs Warmwasser (Wikipedia: Sonnenkollektor)
- Auch Baden ist
weiterhin möglich, wenn Sie es als besondere Gelegenheit oder Belohnung für sich
inszenieren. Nur beiläufiges, quasi unbewusstes Baden sollten Sie bleiben
lassen. So können Sie besser leben und gleichzeitig das Leben
genießen.
- Achten Sie im
Haushalt vor allem auf Geräte, die Wasser aufheizen: Waschmaschine,
Spülmaschine, Kaffeemaschine und - gerne vergessen - Untertisch-Boiler fürs
Spülwasser! Diese sind für rund 80% unseres sog. Standby-Stromverbrauchs
verantwortlich. Klar, Wasch- und Spülmaschine nur anmachen, wenn sie voll sind.
Sie können Wäschewaschgänge einsparen, wenn Sie einmal getragene Blusen usw.
auslüften lassen und nochmal tragen. Beim Untertischboiler sollten Sie die
Temperatur herunterdrehen, wenn Sie für längere Zeit außer Haus sind, vor allem
tagsüber während Ihrer Arbeitszeit und im Urlaub. (Denn wenn wir den
Spitzenstomverbrauch über Tag reduzieren, können wir am ehesten auf Kraftwerke
verzichten. Aus gleichem Grund die Waschmaschine möglichst über Nacht laufen
lassen.)
- Beim Tiefkühlen
sparen Sie viel Strom, wenn Sie die Gebrauchsanweisung beachten und z.B.
ungefrorene Sachen stets alleine im ***-Fach herunterkühlen, alles Tiefgekühlte
nach unten räumen, niemals warme Speisen direkt in den Gefrierschrank tun (immer
erst vorher draußen abkühlen lassen), niemals Sekt im Tiefkühlfach abkühlen. Vor
dem Sommerurlaub möglichst den Gefrierschrank leeren und während des Urlaubs
abschalten.
- Zu Ihrer Sorge
wegen der Putzmittel: Sparsam Aufbrauchen ist auf jeden Fall das Vernünftigtste,
und dann auf harmlosere Mittel umsteigen. Auf keinen Fall ungebraucht ins Klo
schütten, das wäre widersinnig; genau da richten sie ja Schaden an. Um im
testmonat zu bleiben, empfehle ich: abwechselnd mit dem (knapp dosierten)
scharfen und mit einem milden Putzmittel putzen (Neutralseife; fürs Bad mit
einem Schuss Essigessenz).
- À propos Klo: Bitte
schütten Sie keine Essensreste ins Klo. Die belasten das Abwasser oft noch
stärker als Putzmittel (auch, wenn das Essen aus dem Bioladen stammt; die
Nährstoffe im Wasser sind das Problem). Werfen Sie die besser in den Hausmüll
(dazu können Sie sie z.B. in leere Joghurtbecher schütten).
- Den Müll
trennen, klar. Wir haben in der Speisekammer eine Extratonne für
Verpackungsmüll. Getränke möglichst in Mehrwegflaschen
kaufen. Wenn Sie sich eine Biotonne anschaffen oder einen Komposthaufen
im Garten, können Sie auch Ihre Kaffeepads wieder benutzen, denn
die können Sie als Biomüll umweltneutral entsorgen.
 
Haben Sie Fragen zur Umwelt und Nachhaltigkeit?
Ende 2006 ist das Infonetz Umwelt und
Nachhaltigkeit OWL online gegangen. Es beantwortet Tausende
von Fragen - zu Themen von A wie "Abfall" bis Z wie "Zugereiste Tiere"
- mit solide recherchierter Information und weiterführenden
Links und Kontakten.
Für einen Nationalpark Senne-Eggegebirge,
gegen Kampfdörfer in der Senne
Mit Unterstützung des BUND Bielefeld setzt sich
der Förderverein
Nationalpark Senne-Eggegebirge dafür ein, dass in
dieser bundesweit einmaligen Naturlandschaft ein Nationalpark
eingerichtet wird. Nur in Nationalparks kann die Natur wirksam
großräumig geschützt und der Nachwelt
erhalten werden. Seit Anfang 2009 kämpft der
Förderverein gegen das Vorhaben der britischen Armee, auf dem
Truppenübungsplatz Senne Kampfdörfer zu bauen.
Aktionsbündnis
"Keine Kampfdörfer in der Senne"
Kreisgruppentreffen
Jeden ersten Donnerstag im Monat um 20.00
Uhr
im Umweltzentrum Bielefeld, August-Bebel-Str. 16-18
> Termine
der nächsten Treffen
© 2009 BUND Bielefeld - E-Mail: service@bund-bielefeld.de
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