Projekt "Main-Kinzig blüht"

Wiesenausschnitt

Das dramatische Insektensterben – und das betrifft nicht nur die Bienen – beobachten wir schon viele Jahre. Erst jetzt hat es auch in den Medien die entsprechend erforderliche Aufmerksamkeit bekommen, das subjektiv wahrgenommene Verschwinden der Insekten ist nun auch wissenschaftlich erfasst und publiziert worden. Es gibt viele Ursachen für dieses Artensterben: die zunehmende Versiegelung von Flächen, die „Verbuschung“ und „Verwaldung“ von Flächen außer Bewirtschaftung, die Form unserer industrialisierten Landbewirtschaftung, der Einsatz von Pestiziden und nicht zuletzt auch der beginnende Wandel des Klimas.

Unter dem Verlust dieser Lebewesen leidet aber nicht nur die Bestäubung von vielen Pflanzen mit ernsthaften Folgen, auch Vögel und andere Tiere, wie z.B. der Igel, Amphibien und Reptilien verlieren einen wichtigen Teil ihrer Nahrungsgrundlage. Es erfolgt damit ein dramatischer Eingriff in die Ökosysteme unserer Mitwelt.

 

Distelfalter

Um diesem bedrohlichem Sterben der Insekten zu begegnen, hat auch die Hessische Regierung mit dem Programm „Hessen blüht“ zur Hilfe aufgerufen. Diesem Aufruf folgend hat der BUND Gelnhausen und der BUND-Kreisverband zusammen mit der Unteren Naturschutzbehörde zwei Informationsveranstaltungen für Bürger, Kommunen und Unternehmen mit dem Thema „Der Main-Kinzig-Kreis blüht“ im Forum des MKK durchgeführt.

Als weitere Konsequenz wurde ein Arbeitskreis gebildet, der sich diesem Thema widmet, der BUND Gelnhausen bietet monatlich kostenlose Beratungen zu einer naturnahen Um- oder Neugestaltung von Freiflächen, Gärten und Vorgärten mit einheimischen Pflanzen an oder gestaltet selber Flächen um. Mit einer finanziellen Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist es in diesem und nächsten Jahr möglich, das Projekt „Main-Kinzig blüht“ in Angriff zu nehmen. Das Projekt, das gemeinsam von der Unteren Naturschutzbehörde, dem Landschaftspflegeverband, dem BUND, dem NABU und den Imkern des Kreises begleitet wird, sieht vor, interessierte Kommunen, Unternehmen und Privatpersonen durch Mitarbeiter/innen von Fachbetrieben für naturnahes Grün zu schulen, gemeinsam mit Ihnen Beispielflächen umzugestalten und in den ersten Folgejahren zu pflegen. Auf diese Weise sollen die Blühflächen des Main-Kinzig-Kreises sichtbar und wirksam vermehrt werden.

Unsere Mitarbeit an folgenden Flächen:

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Main-Kinzig blüht

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