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Wikipedia - AKW, KKW, Atomkraftwerk, Kernkraftwerk – Die freie Enzyklopädie und die Macht der Atomlobby

25.06.2008
1. Angriff auf BUND Atomseiten?
1.1 Kritik am Einfluss der Atomlobby, nicht an Wikipedia
2. Einfluss der Atomlobby auf Wikipedia? - einige Belege
2.1 Auszug aus einem Artikel der Schweizer Wochenzeitung WOZ
2.2 Ausschnitt eines Berichts von Focus-Online
3. Erfolg der Atomlobby
4. Wikipedia Links zu deutschen und schweizer AKW´s
5. BUND Links zu deutschen und schweizer AKW´s
6. Weitere Artikel zum Thema Wikipedia und Manipulation durch Unternehmen


Wikipedia - Atomkraftwerk: Angriff auf BUND Atomseiten? (Juni 2008)


Hier geht es zur aktuellen Wikipedia-Diskussion

Wikipedia, Google, AKW & Manipulation?

Atomindustrie contra Meinungsvielfalt
Der bisherige, öffentliche Disput um den Einfluss der Atomindustrie auf Wikipedia, hat schon kleine, erste, positive Veränderungen gebracht. Die bisher sehr einseitigen, Pro-Atomseiten bei Wikipedia werden langsam ein wenig ausgewogener, die Umweltbewegung ist aufgewacht und beginnt sich zu engagieren. Das ist auch ein Fortschritt für Wikipedia. Dennoch sind die Unterschiede immer noch deutlich. Links zu kritischen Organisationen werden zwar seltener als vor Beginn der Debatte gelöscht, die Links zu den AKW Betreibern werden nicht einmal kritisiert.

Was in diesem Wiki-Konflikt häufig fehlt ist die Debatte um Burson Marsteller und die Rolle der PR-Industrie
Eine der größten PR-Firmen der Welt, Burson Marsteller, hat im Auftrag der Öl- und Kohleindustrie jahrelang Kampagnen zur Verharmlosung des Klimawandels organisiert. Jetzt arbeitet Burson Marsteller für die Schweizer Atomindustrie („Nuklearforum“) und dreht die bisher verwendeten Aussagen ins Gegenteil um. Die Kampagne „Kernenergie rettet das Klima“ stammt auch von der Werbefirma, die jahrzehntelang im Auftrag der Kohle- und Öllobby die Klimaveränderung heruntergespielt hat.
Im Buch ”GIFTMÜLL MACHT SCHLANK” “Die Wahrheit über die Public-Relations-Industrie” von John Stauber und Sheldon Rampton (ISBN: 3-936086-28-1) wird genau beschrieben, wie Burson Marsteller Umweltorganisationen und Soziale Bewegungen infiltriert, unterwandert, manipuliert und ausspäht. Die Manipulation des Internets gehört heute zu den klassischen Aufgaben solcher Werbefirmen. Die Anonymität von Wikipedia macht es den PR-Profis sehr einfach gezielt Einfluss auf die Wiki-Atomseiten zu nehmen. Es war erschreckend, wie wenig sich die die echten Wikipedianer und die Umweltbewegung mit diesem Thema auseinander gesetzt haben. Der aktuelle Konflikt könnte das ändern.

Aus dem bisherigen Disput um Wikipedia und um den Einfluss der Atomlobby sollte aber kein Konflikt werden. Es geht uns nicht um einen Streit mit Wikipedia, sondern um den massiven Einfluss der Atomlobby auf einzelne Seiten.


Wikipedia & AKW & Atomlobby
Heftig und leider "erfolgreich" sind schon lange die gut organisierten (und gut getarnten) Einflussversuche der Atomlobby auf viele deutsche und schweizer Wiki-Seiten. Häufig gibt es keinerlei Infos zur Abgabe von Radioaktivität im "Normalbetrieb" zu Krebsrisiken oder zur Unfallgefahr.

Wir haben nie versucht Einfluss auf die Wikipedia Seiten zu nehmen,
haben allerdings von jeder Wiki-AKW Seite einen Link zu unseren BUND-AKW-Seiten gelegt um zumindest einen Hauch von Ausgewogenheit zu schaffen. (Beispielsweise von der Biblis-Wiki-Seite zur BUND-AKW-Biblis-Seite)

Diese Links zu unseren BUND-AKW-Seiten wurden seit Monaten häufig schnell gelöscht, die einseitigen Links zu AKW-Betreiberseiten blieben stehen.

Seit Mai 2008 stehen alle Links zu BUND-AKW-Seiten auf der Wiki - Spamliste.
Danach wurden alle unsere Internetseiten auch von Google nicht mehr gefunden, was für den freien Informationszugang eine ziemliche Katastrophe darstellt.
In einer Zeit, in der die Propagandakampagne für die AKW-Laufzeitverlängerung läuft freut sich die Atomlobby natürlich über die Sperrung unserer Seiten.

Wenn bei Wikipedia die Links zu den Atomkonzernseiten unkritisiert bleiben, die Links zu kritischen Seiten von Nichtregierungsorganisationen aber gelöscht werden, dann ist das ziemlich peinlich für eine "freie" Enzyklopädie. Dieser Angriff zeigt natürlich auch wie ungern unsere Informationen von der Atomlobby gesehen werden, auch wenn die Löschungen und der Eintrag in die Spamliste natürlich immer vollkommen anders begründet werden.

Zu diesem allem passt, dass sich teilweise auch orwellsches „Neusprech“ auf den Wikipedia Seiten zur Atomkraft findet. In vielen Artikeln wird vom „Abluftkamin“ gesprochen. Gemeint ist damit der Schornstein mit dem jedes AKW im so genannten Normalbetrieb krebserzeugende Radioaktivität an die Umwelt abgibt.
Aber Abluftkamin klingt im Zeitalter der „Entsorgungsparks“ einfach besser.

Der BUND-Regionalverband ist der Meinung, dass die Umweltbewegung Wikipedia nicht den Werbeabteilungen der Atomkonzerne überlassen darf. Was wir seit vielen Monaten erleben, ist ein Krieg um das Internet und um Wikipedia, ein moderner Konflikt um den Zugang zu Informationen. Es gibt Hinweise, dass Unbekannte sich in unsere Mailinglisten eintragen, um unsere Info-Mails dann als "Spam" zu melden.

Solche Konflikte werden in Zukunft noch an Schärfe zunehmen. Wir wissen, dass die Wikipedia-Manipulation Thema von Tagungen der Atomlobby war.
Die Umweltbewegung sollte die "freie Enzyklopädie" Wikipedia nicht kampflos der Atomindustrie überlassen.

Axel Mayer / BUND Geschäftsführer, Freiburg
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Wichtig!


Dies ist keine generelle Kritik an Wikipedia, das zu den genialsten und wichtigsten demokratischen Projekten unserer Zeit zählt, dessen offene Strukturen aber auch stets gefährdet sind, wenn es um Geld und Macht geht.

Wir kritisieren allerdings eine kleine Gruppe von Wikipedia-Insidern die seit einiger Zeit eine der kritischsten Internetseiten zum Themenbereich Atomenergie gezielt mobbt.

Unser Verdacht, dass es sich bei dieser kleinen Gruppe auch um Vertreter der Atomlobby handeln könnte, sehen wir u.a. durch einen Beitrag in der Zeit bestätigt. Dieser Artikel beschreibt Vorgehensweisen, die der Sperrung von www.bund-freiburg.de entsprechen:

Getarnt als unabhängige Bürgerinitiative, verbreitet die industriegesteuerte Schein-Bürgerinitiative „Bürger für Technik“ (BfT) Lobeshymnen über die Kernkraft, schreibt die Wochenzeitung "Die Zeit" am 17.4.2008. Die Tarnorganisation der Atomlobby bearbeitet natürlich auch Wikipedia:
„Zum selben Zweck wird offenbar auch das freie Internetlexikon Wikipedia manipuliert. Mehrmals schon wurden die BfT-Mitglieder aufgefordert, missliebige Beiträge zu bearbeiten. "In der Anfangszeit war da viel ideologisch durchsetzt", sagt Lindner. (Zitatende)


Ein informativer Beitrag zu diesem wichtigen Thema in Radio Dreyeckland /Sendungsmitschnitt im Internet

mehr Infos finden Sie hier: Die freie Enzyklopädie Wikipedia und die Macht der Atomlobby

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Wikipedia: AKW, KKW, Atomkraftwerk, Kernkraftwerk – Die freie Enzyklopädie und die Macht der Atomlobby


12.07.2007
Zu den genialsten und wichtigsten demokratischen Projekten
unserer Zeit zählt die freie Enzyklopädie Wikipedia. Die kostenlos verfügbaren und im Internet frei zugänglichen Artikel sollen bedeutsame Informationen aus belegten und zuverlässigen Quellen beinhalten.

Doch offene Strukturen
sind stets gefährdet. Wie überall, wo es um Geld und Macht geht, müssen auch hier diese demokratischen Strukturen gegen den massiven Einfluss von Wirtschaftsinteressen geschützt werden.

Atomlobby und Wikipedia
Es gibt einige Indizien, die darauf hinweisen, dass in der Schweiz und auch in Deutschland, viele Wikipedia-Seiten zu den Themen AKW und Atomenergie von der Atomindustrie und deren Werbeagenturen (Burson Marsteller?) massiv manipuliert werden. Dies gilt sicher auch für andere Wiki-Seiten, wo die Interessen der Menschen den Interessen der Industrie im Wege stehen (Gentechnik, Klimaschutz...)

Die Wochenzeitung "Die Zeit" berichtete am 17.4.2008

über die Manipulationsmacht der Atomlobby bei Wikipedia.
hier gehts zur Wikipedia Debatte

AKW und Geld
Beim Thema Atomenergie geht es auch um Geld, um sehr viel Geld. Die Gefahrzeitverlängerung von Atomkraftwerken bringt uns allen viele Risiken, den Atomkonzernen dagegen viel Geld: Die Heinrich-Böll-Stiftung hat die satten Gewinne berechnet, welche die Triebfeder der Atomlobby sind: „Für die älteren – und in den nächsten Jahren zur Stilllegung anstehenden – Atomkraftwerke ergeben sich „Zusatz“erträge von durchschnittlich 200 bis 300 Mio. Euro jährlich, für die neueren Anlagen summieren sich die jährlichen Zusatzerträge auf 300 bis 400 Mio Euro. Über alle (aktuell noch betriebenen) Atomkraftwerke und alle Betreiber summieren sich diese Zusatzerträge für jeweils ein Jahr Laufzeitverlängerungen auf ein Gesamtvolumen von 4,6 bis 6,2 Mrd Euro.“ Kein Wunder, dass bei solchen Summen auch das viel genutzte Wikipedia ein Objekt der Begierde für die Atomkonzerne ist.

Wikipedia, Google und Burson Marsteller
Eine der größten PR-Firmen der Welt, Burson Marsteller, hat im Auftrag der Öl- und Kohleindustrie jahrelang Kampagnen zur Verharmlosung des Klimawandels organisiert. Jetzt arbeitet Burson Marsteller für die Schweizer Atomindustrie („Nuklearforum“) und dreht die bisher verwendeten Aussagen ins Gegenteil um. Die Kampagne „Kernenergie rettet das Klima“ stammt von der Werbefirma, die jahrzehntelang im Auftrag der Kohle- und Öllobby die Klimaveränderung heruntergespielt hat.
Im Buch ”GIFTMÜLL MACHT SCHLANK” “Die Wahrheit über die Public-Relations-Industrie” von John Stauber und Sheldon Rampton (ISBN: 3-936086-28-1) wird genau beschrieben, wie Burson Marsteller Umweltorganisationen und Soziale Bewegungen infiltriert, unterwandert, manipuliert und ausspäht. Die Manipulation des Internets gehört heute zu den klassischen Aufgaben solcher Werbefirmen. Die Anonymität von Wikipedia macht es den PR-Profis sehr einfach gezielt Einfluss auf die Wiki-Atomseiten zu nehmen. Es ist erschreckend, wie wenig sich die die echten Wikipidianer und die Umweltbewegung mit diesem Thema auseinandersetzen.

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Die Wochenzeitung WOZ
in der Schweiz beschrieb am 21.12.2006 die bekannt gewordene Spitze des Eisbergs der Wikipedia-Manipulation:
„In der Onlineenzyklopädie Wikipedia findet sich unter dem Stichwort Nuklearforum Schweiz ein Eintrag. Er ist völlig identisch mit der Selbstdarstellung auf der forumseigenen Homepage. In die Enzyklopädie gestellt wurde der Beitrag vom Benutzer Gen Suisse. Auch zur Gen Suisse, einer Lobbyorganisation der Pharmaindustrie, gibt es in Wikipedia einen Eintrag. Der erste Beitrag dazu wurde ebenfalls vom Benutzer Gen Suisse geschrieben und ist ein distanzloser Werbetext. Später hat sich Benutzerin Irmgard die Mühe gemacht, den reinen PR-Text zu entschärfen, indem sie hinzufügte, dass Gen Suisse von Schweizer Pharmafirmen finanziert wird. Sowohl das Nuklearforum wie Gen Suisse werden von Burson-Marsteller betreut. Offenbar gelingt es der PR-Firma, die Onlineenzyklopädie Wikipedia dazu zu benutzen, ihre PR-Botschaft als neutrale Information unters Volk zu bringen.“
Im Sommer 2007 wurde darum, vermutlich von Burson Marsteller, die Seite des Nuklearforums bei Wikipedia ganz gelöscht.

In der direkten Demokratie
der Schweiz sind die Manipulationsmechanismen der Industrie wesentlich weiter entwickelt als in Deutschland. Vermutlich deshalb ist in der Schweiz der Einfluss der Industrie auf viele Wikipedia-Seiten auch stärker als bisher in Deutschland. Hier steht auch der AKW-Neubau auf der politischen Tagesordnung.

Wikipedia & KKW & Manipultion

Schauen Sie sich
(um nur ein Beispiel zu wählen) die Wiki-Seite zum AKW Leibstadt einmal an. Texte, Fotos und Grafiken (Stand Sommer 2007) könnten direkt aus einem Prospekt der Atomkonzerne stammen. Links zu den Seiten der AKW-Betreiber sind vorhanden.
Links zu kritischen Seiten, wie z.B. zu denen des BUND, werden von den „Aufpassern“ meist nach einer Viertelstunde gelöscht. Dafür wandern Anti-Atomseiten (mitwelt.org / bund-freiburg.de) dann auch schnell auf die Wiki-Spamseiten. In den Wiki-Foren wird die Löschung von Links zu kritischen Seiten gerne mit dem Vorwurf der Ideologie begründet. Die Betreiberinfos sind natürlich „neutral, wertfrei“ und damit wikitauglich.
Extrem einseitig, unkritisch und unausgewogen sind auch die Wikipediaseiten zu den schweizer Atomanlagen in Würenlingen. (PSI, Zwilag, Paul Scherrer Institut)

Bei den Durchsetzungskampagnen
von Burson Marsteller zur Gentechnik gab es eine wichtige Propagandastrategie. Die „killing fields“ der Gentechnik, also die tatsächlichen Gefahren und Risiken, sollten in der öffentlichen Debatte vermieden und unterdrückt werden.
Auch auf den meisten Wikipedia AKW-Seiten (Leibstadt, Beznau, Mühleberg...) werden die die „killing fields“ der Atomenergie
häufig ausgespart.
Man findet häufig nichts über Radioaktivitätsabgabe im so genannten Normalbetrieb, nichts über Unfallgefahren, Krebsrisiken und den mangelhaften Katastrophenschutz (bzw. wenn, dann auf anderen Seiten, die allerdings ebenfalls beeinflusst werden).
Die Grafiken zur AKW-Funktion und viele Fotos stammen größtenteils aus den Werbeabteilungen der Atomindustrie. Die AKW-Funktionsdarstellungen vermitteln die Illussion geschlossener Kreisläufe in den Atomkraftwerken. Es findet sich kein Wort zur Radioaktivitätsabgabe über den Schornstein und über das Tritium im Abwasser. (Eine Ausnahme ist gerade die Seite zum AKW Biblis. Dort wird sehr geschickt mit den nicht ausgeschöpften, viel zu hohen Grenzwerten für Radioaktivitätsabgabe argumentiert)

Pervers ist es,
wenn sich im Beitrag zur Kernschmelze im Schweizer Versuchsreaktor von Lucens der folgende Satz findet: „Der Unfall von Lucens muss aus heutiger Sicht als ein erfolgreicher Fehlschlag bezeichnet werden. Durch den Vorfall konnte in reaktor- und sicherheitstechnischer Hinsicht der Umgang mit kritischen Situationen verbessert werden.“

Dazu passt,
dass sich teilweise auch orwellsches „Neusprech“ auf den Wiki-Seiten zur Atomkraft findet. In vielen Artikeln wird vom „Abluftkamin“ gesprochen. Gemeint ist damit der Schornstein mit dem jedes AKW im so genannten Normalbetrieb krebserzeugende Radioaktivität an die Umwelt abgibt. Aber Abluftkamin klingt im Zeitalter der „Entsorgungsparks“ einfach besser...

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FOCUS-Online-Autor Torsten Kleinz berichtet am 15.08.07
RWE: Biblis ist sicher!
Einer der aktivsten Autoren im Wikipedia Artikel über das Kernkraftwerk in Biblis ist ein Nutzer mit der IP-Adresse 153.100.131.14. Er schrieb schon im vergangenen Jahr über Radionuklide, die Reaktion der Notstrom-Dieselgeneratioren und setzt im Brustton der Überzeugung den Satz hinzu: "Das Kraftwerk Biblis ist ein Meilenstein in puncto Sicherheit."
Der anonyme Autor muss es wissen: Seine IP-Adresse gehört dem Biblis-Betreiber RWE.
Zitatende

Wikipedia & AKW - Gundremmingen
Besonders heftig ist die gezielte Einseitigkeit bei der Wiki Seite zum KKW Gundremmingen. Es gibt keinerlei Infos zur Abgabe von Radioaktivität im "Normalbetrieb" zu Risiken oder zur Unfallgefahr. Ein einziger kritischer Link zur BUND Seite wird immer schnell gelöscht, die Links zur Betreiberseite bleiben stehen. So stellen sich die Verantwortlichen der Atomindustrie eine "schön gestaltete" Wikipedia Seite vor.

Es gibt eine Vielzahl von Beispielen,
die darauf hinweisen, dass Wikipedia-Seiten durch die Atomindustrie manipuliert werden. Selbstverständlich sollten die Atomseiten einer freien Enzyklopädie nicht wie die Internetseiten der Atomkritiker aussehen. Es wird „die Wahrheit“ auch bei Wikipedia nie geben, denn es gibt keine absolute Wahrheit. Es gibt immer nur Wahrheitsfragmente, Annäherung an Wahrheit. Wikipedia darf jedoch nicht nur die einseitige „Wahrheit“ der Atomlobby widerspiegeln.
Zur neutralen Darstellung der Technologie gehört immer auch die Darstellung der „killing fields“, der Gefahren und Risiken, wenn diese wissenschaftlich belegt sind und Links zu kritischen Seiten.

Es freut die Atomlobby,
wenn sich im sehr einseitigen Artikel zum Thema „Kernkraftwerk“ nur ein Bild des AKW Grafenrheinfeld und des im Bau befindlichen Kernkraftwerks Olkiluoto findet. Ein Foto von Tschernobyl würde auf dieser Seite vermutlich sehr schnell wieder gelöscht werden. Auf eine Wikipedia-Seite aber gehört sowohl der „Traum“ von neuen AKW als eben auch der erlebte Alptraum von Tschernobyl.

Den „Umgang“ mit Wikipedia
lernen Atomlobbyisten z. Bsp. bei der Kerntechnische Gesellschaft e.V. Bei der Tagung der KTG-Fachgruppe „Nutzen der Kerntechnik“, am 21.und 22. April 2007, gab es laut Programm nicht nur ein warmes Abendessen mit 3-Gang-Menü (3 Hauptgerichte zur Auswahl) sondern auch Vorträge zum Thema: "Wikipedia. Öffentlichkeitsarbeit und Arbeit an Schulen".

Getarnt als unabhängige Bürgerinitiative,
verbreitet die industriegesteuerte Schein-Bürgerinitiative „Bürger für Technik“ (BfT) Lobeshymnen über die Kernkraft, schreibt die Wochenzeitung "Die Zeit" am 17.4.2008. Die Tarnorganisation der Atomlobby bearbeitet natürlich auch Wikipedia:
„Zum selben Zweck wird offenbar auch das freie Internetlexikon Wikipedia manipuliert. Mehrmals schon wurden die BfT-Mitglieder aufgefordert, missliebige Beiträge zu bearbeiten. "In der Anfangszeit war da viel ideologisch durchsetzt", sagt Lindner. "Jetzt ist vieles objektiver." (Zitatende)
Die Löschung kritischer Beiträge und Links auf den AKW-Seiten wird bei Wiki häufig mit einem „Mangel an Objektivität“ begründet. Links zu den Betreibern sind natürlich objektiv...

Die Atomlobby hat es mit Geld
und Einfluss immer wieder verstanden, die Öffentlichkeit zu manipulieren und zu täuschen. Die Umweltbewegung sollte sich fachkundig in die Wikipedia-Inhalte und Debatten stärker einbringen und dies nicht den Lobbyisten der Atomkonzerne überlassen.

Und was für den politischen Streit
um die Atomseiten gilt, gilt natürlich auch für die Gentechnikseiten und die Klimaschutzseiten von Wikipedia und für alle Artikel, die Themen behandeln, bei denen wirtschaftliche Interessen den Lebensinteressen der Menschen entgegenstehen.

Es ist wichtig dass Ihr Euer Wissen in die Wikipedia Seiten einbringt! Wo sind die NABU; IPPNW; Greenpeace und BI Studien auf den Wiki-Atomseiten zu finden? Wo bleibt das Fachwissen unserer vielen Spezialisten, Aktivisten und WissenschaftlerInnen?

Überlasst Wikipedia nicht der Atomindustrie...
Einige bezahlte Werbefachleute sind nie so gut und stark wie eine Bewegung...


Nicht nur die Bauplätze neuer AKW
und die Genmaisäcker sind die Felder, auf denen die Konflikte um Umwelt, Zukunft und Nachhaltigkeit ausgetragen werden. Auch das Internet und Wikipedia sind wichtige ökologische und soziale Konfliktfelder der Gegenwart und der Zukunft.

Axel Mayer
BUND Geschäftsführer / Vizepräsident Trinationaler Atomschutzverband

hier:mehr Infos zum Thema Greenwash und Atompropaganda
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Nachtrag:


Wikipedia & AKW & Atomlobby
Heftig und leider "erfolgreich" sind die gut organisierten Einflussversuche der Atomlobby auf viele deutsche und schweizer Wiki - Seiten. Häufig gibt es keinerlei Infos zur Abgabe von Radioaktivität im "Normalbetrieb" zu Krebsisiken oder zur Unfallgefahr. Ein Link zu unseren BUND AKW-Seiten wurde noch vor wenigen Wochen häufig schnell gelöscht, die einseitigen Links zur Betreiberseite bleiben stehen. Die Atomlobby hat es seit Mai 2008 sogar geschafft Links zu BUND - AKW - Seiten auf die Wiki - Spamliste zu bringen. Wenn die Links zu den Konzernseiten unkritisiert bleiben, die Links zu kritischen Seiten von Nichtregierungsoranisationen aber gelöscht werden, dann ist das ziemlich peinlich für eine "freie" Enzyklopädie. Um so wichtiger ist Eure sachliche Einmischung in die Wikipedia-Debatte und ein Link von Eurer Homepage zu dieser BUND-Seite.

Dazu passt, dass sich teilweise auch orwellsches „Neusprech“
auf den Wikipedia Seiten zur Atomkraft findet. In vielen Artikeln wird vom „Abluftkamin“ gesprochen. Gemeint ist damit der Schornstein mit dem jedes AKW im so genannten Normalbetrieb krebserzeugende Radioaktivität an die Umwelt abgibt. Aber Abluftkamin klingt im Zeitalter der „Entsorgungsparks“ einfach besser. Wir dürfen Wikipedia nicht den Werbeabteilungen der Atomkonzerne überlassen.
Mischt Euch ein! Tragt Euer Wissen und kritische wissenschaftliche Studien in die Wikipedia Atomseiten.
hier: Die freie Enzyklopädie Wikipedia und die Macht der Atomlobby
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Wikipedia und deutsche AKW


AKW Biblis
AKW Brokdorf
AKW Brunsbüttel
AKW Emsland
AKW Grohnde
AKW Grafenrheinfeld
AKW Gundremmingen
AKW Isar
AKW Krümmel
AKW Neckarwestheim
AKW Philippsburg
AKW Unterweser

Wikipedia und schweizer AKW


Kernkraftwerk Beznau 1 und 2
Gösgen
Leibstadt
Mühleberg

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BUND - Infos zu allen deutschen AKW


AKW Biblis
AKW Brokdorf
AKW Brunsbüttel
AKW Emsland
AKW Grohnde
AKW Grafenrheinfeld
AKW Gundremmingen
AKW Isar
AKW Krümmel
AKW Neckarwestheim
AKW Philippsburg
AKW Unterweser

Schweizer AKW auf den BUND Seiten


Kernkraftwerk Beznau 1 und 2
Gösgen
Leibstadt
Mühleberg

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Weitere Artikel zum Thema Wikipedia und Manipulation durch Unternehmen



Wikipedia - Machtkampf ums Wissen
aus dem Kölner Stadtanzeiger com 22.07.2008
Bei Wikipedia warten manchmal unliebsame Überraschungen.
Die virtuelle Wissenssammlung Wikipedia wächst und wächst. Mittlerweile hat das Online-Lexikon über zwei Millionen Einträge in englischer und knapp 800 000 in deutscher Sprache. Damit steigt auch das Interesse von Parteien oder Firmen, ihr Image nicht durch kritische Anmerkungen bei Wikipedia angekratzt zu sehen. Und weil hier im Prinzip jeder mitschreiben kann, sind Unternehmen überaus aktiv, wenn es darum geht, missliebige Passagen zu löschen.(mehr...)

Atomlobby googelt mit
aus der TAZ vom 25.07.2008
...Die Kerntechnische Gesellschaft e.V. (KTG) bietet auch Schulungen im Umgang mit Wikipedia an. So gab es auf der Tagung der KTG-Fachgruppe "Nutzen der Kerntechnik" im April letzten Jahres Vorträge zu: "Wikipedia. Öffentlichkeitsarbeit und Arbeit an Schulen..."(mehr...)

Internet in Gefahr oder die Macht der Suchmaschinen
Gastkommentar von Joachim Würger bei Christoph Bayer MdL
Betreiber von Suchmaschinen und freie Internet-Enzyklopädien leiten fremde Inhalte nur durch, wenn sie Interessenkonform sind. Ist das das Ende der Netzneutralität?...(mehr...)

Atomlobby bereits aktiv?
aus heute.de vom 02.07.2008
Vermutungen kommen auf, dass Lobbyvereine der Energiewirtschaft längst davon Gebrauch machen, wenn man die Tagesordnung einer Tagung der in Berlin ansässigen Kerntechnischen Gesellschaft liest. Deren Fachgruppe "Nutzen der Kerntechnik" beschäftigte sich auf ihrer 17. Tagung in Merseburg am 22. April letzten Jahres intensiv mit dem Thema "Wikipedia. Öffentlichkeitsarbeit und Arbeit an Schulen" - vermutlich nicht allein aus Spaß am Thema.

Denn schon sieben Monate später wurde auf der nächsten Fachgruppensitzung Mitte November 2007 Vollzug gemeldet: Im Protokoll der 18. Tagung der Fachgruppe "Nutzen der Kerntechnik" heißt es: "Zahlreiche Mitglieder der Fachgruppe engagieren sich auch als Autoren bzw. Korrektoren bei www.wikipedia.de." Es darf bezweifelt werden, dass sie sich dort als Lobbyisten zu erkennen geben.

Wikipedia-Artikel, die man kaufen kann
aus Die Welt vom 24.08.2006
Als wichtigstes Nachschlagewerk des Internets wird Wikipedia immer mehr zum Ziel von Werbe- und PR-Profis. Enzyklopädieartikel gegen Geld bietet nun eine PR-Agentur ihren Unternehmenskunden. Ein Angebot, das die Wikipedia-Community in Aufregung versetzt...(mehr...)

Der Internet-Krieg der Editoren
aus Telepolis vom 15.03.2006
Die umstrittene Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) war bislang schon für diverse Schlagzeilen gut ..., nun sorgt sie auch im Internet für Turbulenzen: Auf den Seiten der basisdemokratischen Enzyklopädie ... Immer wieder werden kritische Beiträge zur INSM von bestimmten Nutzern gelöscht - manche vermuten dahinter zahlende Auftraggeber ...(mehr...)

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Dieser Artikel wurde 5411 mal gelesen und am 1.8.2008 zuletzt geändert.
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