Atomarer R(h)einfall bei Schaffhausen?
Gorleben am Hochrhein
Der weltbekannte Rheinfall bei Schaffhausen entstand vor ca. 14 000 - 17 000 Jahren während der letzten Eiszeit. Im kleinen Schweizer Dorf Benken, direkt am Rheinfall und der Grenze gelegen, könnte das Schweizer Endlager für hochradioaktiven Atommüll entstehen. Es besteht sogar die Gefahr, dass der sogenannte leicht- und mittelaktive Atommüll nach Benken, in ein ungeeignetes Endlager, kommt. Dieses Lager soll die gefährlichsten Gifte der Menschheit für eine Million Jahre sicher aufbewahren können.
Die Frage der Sicherheit
oder Unsicherheit eines solchen Atommülllagers betrifft nicht nur die Anwohner in einem kleinen Radius um den Rheinfall, sondern alle Menschen der Region und insbesondere die vielen Millionen Menschen in der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Belgien und Holland, die ihr Trinkwasser aus dem Uferfiltrat des Rheins beziehen. Atommüll am Rhein ist eine potentielle Gefahr für alle Rheinanlieger.
Woher kommt der hochradioaktive Atommüll?
Hochradioaktiver Müll entsteht insbesondere in Atomkraftwerken. Wenn man den bisherigen Angaben der Nationalen Genossenschaft zur Lagerung radioaktiver Abfälle (NAGRA) glauben kann, soll hauptsächlich der Müll aus den fünf Schweizer AKW ins Endlager. Die Brennelemente der Atomanlagen wurden bisher in Cap la Hague und Sellafield "wiederaufbereitet". Zusätzlich zu den gefährlichen Atomtransporten kam es in den dortigen Wiederaufarbeitungsanlagen zu einer radioaktiven Vergiftung des Meeres und der Luft. Der dort anfallende, stark radioaktive Müll kommt jetzt in ein großes Zwischenlager in Würenlingen (Aargau). Dort muss er zumindest 40 Jahre abkühlen, bevor er "endlagerfähig" ist. Da die "legale" Meeresvergiftung durch die Wiederaufarbeitungsanlagen immer mehr auf Widerstand stößt und da die Aufarbeitung immer teurer wird, könnten in Zukunft auch die extrem giftigen Brennstäbe nach einer Zwischenlagerung direkt endgelagert werden.
Wieviel Atommüll soll ins Endlager?
Der BUND hat einige Fragen an die NAGRA gestellt. Es ging um die zentralen Fragen, die in den Hochglanzprospekten der NAGRA nicht behandelt werden, z.B. nach der chemischen Zusammensetzung der Abfälle, der geplanten Dauer der Endlagerung und der Menge der Abfälle. Die einzige konkrete Antwort war, dass 130 m³ hochradioaktive Abfälle und 4800 m³ Brennelemente ins Endlager kommen sollen. Über die Zusammensetzung, die Gefährlichkeit und die Halbwertszeiten der Abfälle wollte die NAGRA noch nichts sagen. Eine ehrliche, umfassende Antwort passt nicht ins psychologisch geschickte Durchsetzungskonzept der Atomindustrie. Da in der Innerschweiz der Widerstand gegen Atommüll zunimmt, besteht die große Gefahr, dass jetzt auch der leicht- und mittelaktive Müll ins Grenzgebiet nach Benken kommt, weil hier mit einem geringeren Widerstand gerechnet wird und die deutsche Bevölkerung am Verfahren nicht ernsthaft beteiligt wird.

Wie gefährlich ist Atommüll?
In einem AKW entsteht in einem Jahr pro Megawatt Leistung ungefähr die kurz- und langlebige Radioaktivität einer Hiroshimabombe. Das heisst, allein im AKW Leibstadt entsteht jährlich die Radioaktivität von ca. 1100 Hiroshimabomben. Ein Teil dieser Radioaktivität zerfällt nach relativ kurzer Zeit. Manche radioaktiven Abfälle haben eine kurze Halbwertszeit von wenigen Jahren, z.B. Krypton-85: 10,76 Jahre. Andere radioaktive Gifte haben extrem lange Halbwertszeiten, z.B. Jod-129: 17 000 000 Jahre. Ins Endlager kommt ein "Cocktail" aus vielen gefährlichen Abfallstoffen. Ein atomares Endlager muss also Sicherheit über mindestens eine Million Jahre geben, über Zeiträume, die unser Vorstellungsvermögen sprengen. Es fällt schwer, die Gefahren und Gefährdungszeiträume von Atommüll zu denken.
Das Beispiel Plutonium
Beim Betrieb eines AKW mit 1000 MW Leistung entstehen pro Jahr ca. 200 - 250 kg Plutonium.
Der giftigste Stoff der Welt
"Plutonium - sinnigerweise benannt nach Pluto, dem griechischen Gott des Totenreiches - ist der giftigste Stoff, den es gibt. Seine kurzreichende Alpha-Strahlung reißt gewissermassen tiefe Schneisen in jedes lebende Gewebe und zerstört es. Dabei kann es nur schwer oder gar nicht ausgeschieden werden, es setzt sich fest, reichert sich sogar an, die Strahlung ist bei einer Halbwertszeit von 24 000 Jahren faktisch dauerhaft vorhanden. Bereits wenige Millionstel Gramm (Mikrogramm) können sofort, sogar nur etliche Milliardstel Gramm (Nanogramm) langfristig tödlich wirken....."
Zitat: Frankfurter Rundschau
Plutonium und der Pharao
Wenn der bekannte ägyptische Pharao Cheops vor 4550 Jahren nicht die berühmte Pyramide gebaut, sondern ein AKW 4 Jahre lang betrieben hätte, dann wären neben vielen anderen Abfällen ca. 1000 kg Plutonium zusammengekommen. Bei einer Halbwertszeit von 24 110 Jahren (Plutonium 239) wären heute noch 877 kg vorhanden. Nach 10 Halbwertszeiten, also nach 241 100 Jahren, müssten immer noch ca. 0,1 % der Ausgangsmenge, also 1 kg Plutonium, dauerhaft sicher gelagert werden. Mit der schon im Normalbetrieb gefährlichen Nutzung der Atomenergie (Harrisburg, Tschernobyl) hat die Atomindustrie weltweit ein unglaubliches Gefahrenpotential für die nachfolgenden Generationen geschaffen.
In die Alpen?
Beim Gedanken an ein sicheres Endlager in der Schweiz denken die meisten Menschen zuerst an die Alpen. Aber die Alpen sind ein geologisch sehr junges Gebirge, das jährlich immer noch um einige Millimeter wächst. Ein solch junges Gebirge hat Risse, Klüfte und Spalten und kommt als atomares Endlager für langlebige hochradioaktive Spaltprodukte nicht in Frage.
Oder nach Benken an den Rhein?
Darum war ein Endlager in tiefen Granitschichten, überdeckt von Sedimenten als zweite Sicherheitsbarriere, das ursprüngliche Konzept der NAGRA. Doch fand sich in der Schweiz trotz intensiver, teurer Suche keine geeignete Granitformation im Untergrund. Und dann erlebten die Umweltschützer auf beiden Seiten des Hochrheins, wie die NAGRA nach dem Scheitern der Endlagerpläne im Granit einen immer ungeeigneteren Untergrund als ideale Endlagerstätte ins Gespräch brachte. Aus dem ursprünglich geplanten Endlager im Granit wurde über Nacht die Endlagervariante Sediment. Ein Endlager für die gefährlichsten Gifte der Menschheit soll jetzt auch im Sedimentgestein (Opalinuston) möglich sein. Bei der NAGRA bestimmt das Gestein das Bewusstsein. Im Untergrund von Benken gibt es zwischen 400 und 600 Meter Tiefe eine nur ca. 105 - 125 Meter dicke (dünne!?) Schicht Opalinuston, die den Atommüll aufnehmen soll.

Offene Fragen
Wer kann beurteilen, wie sicher der Untergrund von Benken für viele hunderttausend Jahre ist? Was passiert, wenn durch die Wärmeabgabe des Atommülls der Opalinuston trocknet und sich Risse bilden? Das von Ingenieuren, Technikern und Politikern für hunderttausende von Jahren absolut sicher gehaltene atomare Endlager in Morsleben droht bereits wenige Jahrzehnte nach der Inbetriebnahme zusammenzustürzen. Wem kann die Bevölkerung am Hochrhein glauben? Den teuren, psychologisch geschickten Werbekampagnen und den Ingenieuren der NAGRA? Oder den kritischen Fachleuten und den Umweltschützern auf beiden Rheinseiten? Und wo geht bei Prognosen über derart lange Zeiträume Ingenieurwissen in Glauben und Hoffnung über? Viele Politiker hoffen im ruhigen Züricher Weinland auf einen geringeren Widerstand und eine geduldigere Bevölkerung als beispielsweise in Ollon. Dort in der französischsprachigen Schweiz lassen sich die Menschen in Sachen leicht- und mittelaktiver Atommüll nicht alles gefallen. Und die deutschen Nachbarn bekommen sowieso nur die Illusion von Beteiligung.
Benken und neue Atomkraftwerke
Die Atomindustrie will endlich Tschernobyl vergessen machen und neue Atomkraftwerke bauen. Um diese psychologisch geschickt durchzusetzen, braucht es unbedingt ein "vorzeigbares" Endlager in Zentraleuropa. Es geht dabei um ein hundert Milliarden Euro Geschäft. Kein Wunder also, dass Geld bei der Durchsetzung des Endlagers keine Rolle spielt.
Gefahren für Anwohner und Rheinanlieger
Gefahren bringt ein Atomlager auf jeden Fall. Die Atommülltransporte nach Benken und die konkrete Einlagerung wären unfallgefährdet, und jeder Castortransport wäre ein ideales Angriffsziel für Terroristen. Unfallmöglichkeiten gibt es bei der Einlagerung der Abfälle, und ein schwerer Unfall heißt bei Plutonium und anderen radioaktiven Stoffen immer auch Katastrophe und langfristige Räumung von großen Gebieten. Ein undichtes Endlager am Rheinfall könnte das Grundwasser vor Ort, aber auch den Rhein als Trinkwasserquelle von Millionen Europäern gefährden.

Ein doppeltes Endlager?
Nach einem Artikel in der Schweizer Zeitung „Der Bund“ vom 6.6.2007 könnte auch das bisher politisch gescheiterte Endlager für leicht- und mittelaktiven Müll mit dem Endlager für hochradioaktiven Müll zu einem einzigen „Atomklo“ in Grenznähe zusammengelegt werden. Auf die Frage der Zeitschrift „Wäre es ökonomisch und politisch nicht sinnvoller, für alle Abfälle nur ein Lager zu bauen?“ antwortet das Mitglied der Nagra Geschäftsführung, Markus Fritschi: „Technisch wäre es in geeigneten Gebieten möglich, am selben Ort in unterschiedlichen Tiefen stark wie auch schwach radioaktive Abfälle unterzubringen. Auch organisatorisch und wirtschaftlich hätte eine solche Lösung Vorteile.“ Zitatende
Bözberg statt Benken?
Der ebenfalls im Juni 2007 ins Gespräch gebrachte Standort Bözberg wird von Schweizer Medien häufig als „Ausweichstandort“ angesehen, ähnliches gilt auch für den Jurasüdfuss um Gösgen, oder den Lägern-Nordfuss. Für den Bözberg sprechen eher politische als geologische Gründe. Auch das Zauberwort „Akzeptanz“ im Atomaargau spricht für den Bözberg und gegen Benken im Zürcher Weinland.
Drei der fünf Schweizer Atomkraftwerke stehen auf Aargauer Boden im Grenzgebiet am Hochrhein und am Paul-Scherrer-Institut befindet sich das größte Atomforschungszentrum der Schweiz. Ein „atomarer Geldsegen“ hat bereits viele Gemeinden abhängig gemacht. Zudem wird radioaktiver Abfall jetzt schon im oberirdischen Zwischenlager in Würenlingen im Aargau eingelagert.
Im konservativen Kanton Aargau
gibt es massive politische und ökonomische Abhängigkeiten von der Atomindustrie. In den 80er-Jahre hatte die Nagra schon einmal das kristalline Gestein am Bözberg im Visier, dabei jedoch festgestellt, dass die unteren Schichten nicht so homogen sind wie erwünscht und sich daher nicht so gut eignen wie Opalinuston. Das Kristallin-Gebiet liegt außerdem noch näher an der deutschen Landesgrenze als Benken und ist räumlich nicht sehr ausgedehnt. Ein Gebiet, das in den 80er Jahren eher ausgeschlossen wurde, wird im Jahr wieder ins Gespräch gebracht, dieses mal aber eher mit dem Focus auf den Opalinuston. (der ursprünglich nur als abdeckendes Gestein für die Endlagerung im Kristallin angedacht war)
Ob die Nagra diesen politisch günstigeren Standort tatsächlich in Betracht zieht, oder ob es nur darum geht die geschickte Illusion von Ausweichstandorten vorzutäuschen, ist für den Bund für Umwelt und Naturschutz allerdings offen. Ähnlich wie Benken ist auch der Bözberg geologisch eher zweite Wahl. In Deutschland und vielen anderen Ländern kämen solche Standorte mit viel zu dünnen Schichten Opalinuston nicht in die engere Auswahl. Aus geologischen Gründen ist es in der Schweiz generell schwierig, Standorte für ein Atommülllager zu finden.
Wohin mit dem Atommüll?
Da haben die Atomindustrie und ihre Paten in der Politik (nicht nur in der Schweiz!) uns und den nachfolgenden Generationen ein schier unlösbares Problem beschert. Gute und einfache Lösungen gibt es nicht. Da gibt es gefährliche Utopien "ab in die Sonne" und kluge Überlegungen (Hütekonzept). Da setzen die einen auf Salzstöcke und andere auf Granit. Marcel Burri beschreibt ein altes Diskussionspapier der atomenergiefreundlichen US Atomic Energy? Commission. Diese hatte die geologischen Bedingungen an ein Endlager für hochradioaktive Stoffe folgendermaßen beschrieben:
- Mindesttiefe für das Lager 3000 Meter
- in einer unbewohnte Region
- ohne hohe Erhebungen (Berge) in der Nähe
- ohne Verbindungen zwischen den unteren Gesteinsschichten und dem Wassersystem an der Oberfläche
- Keine komplexen geologischen Strukturen (Falten, Spalten)
- Keine Erdbebengefahr
- Gewöhnliches Gestein, das wirtschaftlich bedeutungslos ist
Vergleichen Sie bitte selbst die geologische und geographische Situation am Hochrhein mit diesen Anforderungen. Für ein solches Endlager müssten alle Bedingungen erfüllt sein. In Benken oder Bözberg trifft keine einzige dieser Bedingungen zu.
Doch wer ein Endlager braucht, um neue AKW politisch durchsetzen zu können, dem sind solche Fragen egal.
Überlegungen und Diskussionsvorschläge
Wenn die (atomare) Badewanne überläuft, dann stellt man zuerst den Wasserhahn (AKW) ab, bevor man ans Aufwischen (Deponieren) geht.
Angesichts der beschrieben Lagerprobleme und der Gefahren im sogenannten Normalbetrieb müssen die AKW weltweit schnellstmöglich abgestellt werden.
Dann müssen kritische und vor allem unabhängige Geologen in der Schweiz und weltweit nach Endlagerstandorten suchen.
In diesen möglichen Endlagerstandorten sollte der Atommüll rückholbar eingelagert werden (kontrolliertes Langzeitlager).
Diese Atommülllager dürfen nicht der nationalen Souveränität eines einzelnen Staates unterliegen (UN - Hoheit).
Und die Schweiz?
Die Schweiz erscheint aufgrund der Größe und der ungünstigen geologischen Gegebenheiten (junge Gebirge, keine massive Granitscholle ...) zu klein und ungeeignet für ein derartiges Endlager. Ein Atommüllexport und gleichzeitiger Weiterbetrieb der AKW ist aber nicht akzeptabel.
Gutachten und Tricks der NAGRA
Gefährlich und gleichzeitig faszinierend sind die geschickten Durchsetzungsstrategien der Atomindustrie und der NAGRA. Sie lässt sich ihre Aussagen und Studien gerne von scheinbar "unabhängigen und neutralen" Institutionen wie der Schweizer HSK (Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen) oder dem deutschen "AK End" bestätigen. Doch wie neutral und unabhängig sind diese Institutionen, auf die sich die NAGRA so gerne beruft? Der AK End soll in Deutschland im Auftrag der Bundesregierung ein Atommülllager durchsetzen. Kein Wunder, dass der AK End die Arbeit der NAGRA für gut befindet. Auch an der Objektivität der Schweizer HSK gibt es berechtigte Zweifel.
Im Vorfeld einer Abstimmung
zum Thema Atomausstieg in der Schweiz veröffentlichte die "objektive, neutrale" HSK am 3. April 2003 eine geschickt manipulierende Presseerklärung unter der Überschrift: "Die schweizerischen Kernkraftwerke weisen einen hohen Schutz bei einem vorsätzlichen Flugzeugabsturz auf". Eine Studie der deutschen "Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit" über die Terroranfälligkeit grenznaher Atomkraftwerke zeigt für fast baugleiche AKW das Gegenteil und straft somit die HSK Lügen. Die Mehrzahl der "neutralen, unabhängigen" Institutionen, auf die sich die NAGRA immer wieder beruft, sind Institutionen und Organisationen der AKW-Befürworter.
Während es die NAGRA geschickt versteht,
jeden Fehler in Gutachten der Kritiker zum nationalen Medienereignis werden zu lassen, finden sich Fehler (HSK) oder Manipulationen der AKW-Betreiberseite fast nicht in den Schweizer Medien. Die Geld- und Manipulationsmacht der Atomindustrie gefährdet die Demokratie. Sie setzt nicht zuletzt auf die "Käuflichkeit" der Menschen und Gemeinden.
AKW-GegnerInnen sind Umweltschweine!
Die schweizer NAGRA (Nationale Genossenschaft zur Lagerung radioaktiver Abfälle) hat in einer ihrer vielen Broschüren eine wunderschöne Grafik veröffentlicht, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.
Schauen Sie einfach welche „schönen“ Assoziationen die Grafik auslöst.
Rechts die "Guten", die für saubere Bäche, schöne Natur und für das unsichere atomare Endlager der NAGRA in Benken stehen. Links die "Umweltschweine", die für tote Fische, Abfall in der Natur und abgestorbene Bäume Verantwortung tragen und die gefährlichen Atommüllpläne am Rheinfall ablehnen...
Psychologisch gut gemacht, ziemlich perfide, geschickt manipulierend und damit auf der Höhe der Zeit....
(wir verlieren natürlich kein Wort darüber, dass die Schweizer AKW-Betreiber von 1969 bis 1982 7677 Container Atommüll im Meer versenkt haben)

Was tun?
Ein mögliches Endlager in Benken bringt nicht nur der Hochrheinregion ungeahnte Gefahren. Menschen, Umweltverbände und Bürgerinitiativen auf beiden Seiten des Rheins engagieren sich grenzüberschreitend und gemeinsam gegen diese Gefahr. Nur ein massiver, gewaltfreier Widerstand kann die Gefahr abwenden. Jetzt ist es wichtig, den Widerstand auch entlang des Rheins bis zur Mündung zu organisieren. Immer noch ist es entsetzlich einfach, die Menschen über die Grenzen hinweg gegeneinander auszuspielen, wie der Streit um Fluglärm zeigt. Es gibt nicht "Unseren Atommüll" und "Euren Atommüll", auch wenn manche Politiker das so sagen - so wenig wie es nach Tschernobyl "Unsere Gefahr" und "Eure Gefahr" gegeben hat.
Wikipedia & AKW & NAGRA
Heftig sind die Einflussversuche der Atomlobby auf viele Wiki Seiten. Häufig gibt es keinerlei Infos zur Abgabe von Radioaktivität im "Normalbetrieb" zu Risiken oder zur Unfallgefahr. Ein Link zu unseren BUND AKW-Seiten oder Kritik auf der Wikipedia - NAGRA Seite wird häufig schnell gelöscht, die einseitigen Links zur Betreiberseite bleiben stehen. Dazu passt, dass sich teilweise auch orwellsches „Neusprech“ auf den Wikipedia Seiten zur Atomkraft findet. In vielen Artikeln wird vom „Abluftkamin“ gesprochen. Gemeint ist damit der Schornstein mit dem jedes AKW im so genannten Normalbetrieb krebserzeugende Radioaktivität an die Umwelt abgibt. Aber Abluftkamin klingt im Zeitalter der „Entsorgungsparks“ einfach besser. Wir dürfen Wikipedia nicht den Werbeabteilungen der Atomkonzerne überlassen.
Informieren Sie sich, engagieren Sie sich !
Dieses Papier und insbesondere die Diskussionsvorschläge zu Möglichkeiten der Endlagerung sollen dem Einstieg in die Diskussion dienen. Endgültige Wahrheiten gibt es hier nicht. Die Initiativen vor Ort und der BUND brauchen Unterstützung bei Ihrer Arbeit. Wo sind die Stelltafeln, Plakate, Schilder, Aufkleber, Leserbriefe, die das Nein der Region zeigen? Dieses Informationsblatt gibt es zum Selbstkostenpreis beim BUND und den Bürgerinitiativen vor Ort. Bestellen Sie Informationsblätter für Ihre Gemeinde, Ihren Verein, Ihre Straße, Ihre Partei, Ihre Freunde, Ihr Lokal und Ihre Schule.
Weitere Informationen und Kontaktadressen finden Sie hier auf unserer Homepage. Und schauen Sie ruhig auch mal auf der Homepage der NAGRA vorbei.

Wenn Sie sich diese Atom – Infos lesen, sich heftig über die Atomkonzerne, die AXPO, die NAGRA und die Atomparteien ärgern, "die Faust im Sack ballen", nachts mit den Zähnen knirschen, aber ansonsten nichts tun, dann nützt das recht wenig.
- Engagieren Sie sich! Gegen unsichere Endlager, für die Stilllegung der Atomkraftwerke und gegen die geplanten neuen AKW.
- Leben Sie energischer. Werden Sie aktiv beim BUND in Deutschland, beim Atomschutzverband TRAS, Schweiz oder bei den Bürgerinitiativen und der Anti-Atom-Bewegung vor Ort.
- Wichtig: Wenn Sie eine Homepage haben, dann legen Sie doch bitte einen Link zu dieser Seite
- Wenn Ihr Energieversorgungsunternehmen Sie mit Atomanlagen bedroht, dann lassen Sie sich das nicht gefallen. Wechseln Sie zu einem „echten“ Ökostromanbieter, wie z. B. dem BUND Regionalstrom von den EWS Schönau
- Bringen Sie das Atomthema zur Sprache: Bei der Arbeit, im Verein, dort wo Sie leben, arbeiten und aktiv sind.
- Lassen Sie sich nicht gegen Ihre europäischen Nachbarn ausspielen. Die Atomlobby arbeitet grenzüberschreitend. Wir Umweltschützer auch.
- Setzen Sie sich ein, für Mensch, Natur, Umwelt und für eine nachhaltige, erdverträgliche Entwicklung.
- Engagieren Sie sich für die Demokratie. Die Dauerregierungsmitglieder der Energiekonzerne verstärken ihren Einfluß auf Politik und Medien und gefährden die Demokratie... Gekaufte Demokratie?
- Bekennen Sie sich zu Ihrem Engagement. Mit einem Leserbrief, einem Aufkleber im Fenster, am Rad, an der Mülltonne, am Auto oder mit einem Plakat am Hoftor (Materialien gibt's beim BUND: Onlineshop ).
- Ein neuer Ansatz Atomgefahren abzuwehren wird hier aufgezeigt: Die No-Logo Kampagne
- Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende Werden Sie aktiv beim BUND in Deutschland, oder beim Atomschutzverband TRAS, Schweiz . Flugblätter und Infoarbeit kosten Geld.
- Sparen Sie Energie und gehen Sie mit uns den Weg ins Solarzeitalter.
- Elektrisches Heizen ist umweltfeindlich. Die Energiekonzerne werben massiv für diese Form der Energieverschwendung
- Schreiben Sie mal wieder einen Leserbrief
Axel Mayer

Information: Atomkraftwerke Schweiz
Kernkraftwerk Beznau 1 und 2
Gösgen
Leibstadt
Mühleberg
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Eine umfassende Information zu den Gefahren der Atomenergie finden Sie hier:
Atom Ausstellung
Mehr Infos: Neue Kernkraftwerke Schweiz?
Mehr Infos: Zwischenlager für Atommüll und AtomfabrikWürenlingen
Mehr Infos: AKW und Atomterrorismus
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