Wie kommt der Saft in die Flasche? - Wir ernten Streuobstäpfel und Pressen Apfelsaft in der Busenbacher Kelter mit der Albert-Schweitzer-Schule



Unterm blühenden Baum Wie gut ein frisch gepresster Apfel- und Birnensaft schmeckt, das erfuhren die Kinder der Klassen 4a und 4b der Albert-Schweitzer-Schule bei einem Besuch in der Kelter Busenbach. Als sie aber den guten Saft kosten durften, lag bereits ein ereignis- und arbeitsreicher Vormittag hinter ihnen, der vom BUND Karlsbad/Waldbronn und von der Umweltberaterin der Gemeinde, Isa Weinerth in Zusammenarbeit mit den beiden Klassenlehrerinnen geplant und begleitet wurde. Zunächst stand frühmorgens ein Fußmarsch von der Albert-Schweitzer-Schule entlang der herbstlich gelb gefärbten Linden an der Kreisstraße bis zum Wasserhochbehälter in Reichenbach an. Dort wartete ein landwirtschaftliches Taxi auf die Klassen. Hoch auf dem "grünen Wagen" fuhr Landwirt Vogel Kinder und Betreuerinnen sicher über die Gemarkung Busenbachs zu mehreren Apfelbäumen, die er den Kindern zum Abernten überließ. Säcke und Schnüre hatte er auch gleich mitgebracht, so dass die eifrigen Sammler und Sammlerinnen sofort loslegen konnten. Bücken, aufheben, prüfen, Äste schütteln und wieder bücken - bei dieser Arbeit in der herbstlichen Luft hatten nicht nur die Äpfel rote Wangen. In den Sack oder lieber nicht - war die Frage bei so manchem etwas wurmstichigen Exemplar und sicher ist die Entscheidung mal so oder mal so ausgefallen. Schließlich waren die Äpfel aufgelesen und in Herrn Vogels Traktor verstaut. Nun ging es mit viel Hallo auf dem Wagen zur Kelter nach Busenbach. Dort nahmen die Männer vom Obst- und Gartenbauverein Busenbach Kinder und Äpfel freundlich in Empfang. Interessiert verfolgten die Viertklässler, wie die Äpfel gewaschen und vermahlen wurden und wie der Apfelbrei schließlich in Tüchern eingepackt in mehreren Schichten aufgestapelt wurde. Ganz bei der Sache waren die Kinder auch bei der anschließenden Pressung, floss doch da der Saft ihrer selbst aufgesammelten Äpfel in den großen Auffangbehälter. Natürlich gab es einiges Gedränge bei der Verkostung, schließlich wollte jeder mal probieren. Das Urteil der Kinder über diesen Saft, den es nicht im Laden zu kaufen gibt, fiel einhellig positiv aus und alle Kinder füllten sich gern etwas von der Flüssigkeit für zuhause ab. Nach einem großen Dankeschön an Landwirt Vogel und die Männer vom Obst- und Gartenbauverein Busenbach traten die Kinder den Weg zurück zur Schule über die herbstlichen Wiesen und Felder an.

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