Ortsverband Nordheim

BUND Ökotipp 30/2006

Bio-Wein für laue Sommernächte

Wer sich an lauen Sommerabenden einen guten Wein gönnen will, dem empfiehlt Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Produkte aus ökologischem Anbau. Rund 300 deutsche Winzer bauen Wein und Sekt in Öko-Qualität an. Sie verzichten dabei auf den Einsatz genmanipulierter Pflanzen, auf chemischen Dünger und Pflanzenschutzmittel. Ohne künstliche Zusätze kommen Öko-Winzer auch bei der Verarbeitung ihrer Weine aus. Ausgeschlossen werden Enzympräparate, die den Trauben mehr Saft entziehen sollen sowie der Kunststoff Polyamid, durch den braune Farbpigmente aus dem Wein entfernt werden. So bleibt auch ihr natürlicher Charakter erhalten, weshalb einige Gourmets Bio-Weinen einen besseren Geschmack attestieren. Statt durch Monokulturen den Böden und der Artenvielfalt zu schaden, begrünen Öko-Landwirte ihre Weinberge mit Klee, Gräsern, Wicken, Lupinen oder Malven. So erhalten sie einen wertvollen Lebensraum für Schmetterlinge und andere Insekten, die wiederum Nahrungsgrundlage vieler heimischer Vogelarten sind.

Am umweltfreundlichsten sind Bio-Weine aus der näheren Umgebung, weil für sie keine langen Transporte nötig sind. Adressenlisten der Öko-Winzer liefern Anbauverbände wie Ecovin, Bioland, Naturland, Demeter oder Gäa. Neben Biomärkten bieten inzwischen auch immer mehr Supermärkte Bio-Weine an, die meist mit dem sechseckigen europäischen Bio-Siegel gekennzeichnet sind.

Berlin, 1. August 2006.


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